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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Das Leben ist wie ein Fluss
Eingestellt am 30. 01. 2011 09:20


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Haremsdame
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Das Leben ist wie ein Fluss

Sonntagmorgen. Keine Arbeit. Ruhe. Mein Mann und ich gehen nach dem Fr├╝hst├╝ck noch einmal ins Bett. Zufrieden liegen wir zusammengekuschelt unter der Decke. Die W├Ąrme des anderen tut gut. Die Gedanken beginnen zu flie├čen.

Sie bringen mich an Orte, an denen ich gl├╝cklich und ungl├╝cklich war. F├╝hren mich zu Menschen, die mein Leben im positiven und negativen Sinn beeinflussten. Und da entdecke ich f├╝r mich: das Leben ist wie ein Fluss.

Manchmal f├╝hrt dieser Fluss Hochwasser und rei├čt alles mit sich, was an seinen Ufern angesiedelt ist. ├ťberschwemmt die Landschaft und die Gef├╝hle der Menschen, die an ihm wohnen. Manchmal flie├čt er ganz ruhig vor sich hin, hat so wenig Wasser, dass kein Schiff darauf fahren kann. Dann werden auch die Menschen lethargisch, d├╝mpeln in ihren Gef├╝hlen vor sich hin, haben keine neuen Ideen, sondern ruhen in sich.

Mein Lebensfluss hatte nach schweren Hochwassern nun eine lange Episode Niedrigwasser. Das war notwendig und brachte Erholung mit sich. Manchmal empfand ich sogar Langeweile und w├╝nschte mich in andere Zeiten. Die sind nun wieder angebrochen.

Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit fand ich mit 58 Jahren noch eine Anstellung. In einem Pflegeheim helfe ich Dementen, ihre Tagesstruktur aufrecht zu erhalten. Fr├╝her habe ich mich zu Hause um eine Alzheimerkranke gek├╝mmert. Dabei habe ich viel gelernt, was ich heute anwenden kann. Ich sehe unsere Bewohner mit offenen Augen und einem offenen Herzen. Wie habe ich gek├Ąmpft, um so weit zu kommen!

Der Wasserstand meines Lebensflusses hat momentan einen Durchschnittspegel erreicht, was bedeutet: so ist es gut, so d├╝rfte es bleiben. Doch ich wei├č: nichts ist dauerhaft, alles flie├čt.
__________________
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

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