Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92257
Momentan online:
63 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Das Leben wird wieder schön sein - irgendwann!
Eingestellt am 21. 12. 2002 01:34


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
BiaBln
Autorenanwärter
Registriert: Oct 2001

Werke: 74
Kommentare: 321
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um BiaBln eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Nie hätte ich gedacht, dass krank sein für mich einmal eine ganz andere Bedeutung haben könnte.
Wie oft beklagt man seinen schmerzenden Kopf oder seinen schmerzenden Rücken. Aber bedenkt dabei nicht, man kann ja noch laufen, kann noch reden, fühlen, denken, selbstständig atmen.
Wie albern kamen mir plötzlich meine eigenen Zipperlein vor, als ich vor seinem Bett auf der Intensivstation stand. Umgeben von all diesen Maschinen mit ihren blinkenden Lampen und piepsenden Tönen, die sich in mein Gehirn brannten wie glühende Nadeln. Ja, ich stand! Stand auf meinen eigenen Beinen, kam und ging wieder, konnte diesen sterilen Ort eigenständig wieder verlassen. Und ich musste ihn zurück lassen.
Drei Wochen später hatte er mich zurück gelassen.

Nie hätte ich gedacht, dass der Tod so verdammt friedlich aussehen kann. Wieder stand ich vor seinem Bett. Nun war ich die Jenige, die nicht mehr reden, nicht mehr denken und nichts mehr fühlen konnte.
Und ich fühlte mich krank, hoffnungslos krank, verletzt und verwundet - doch immer noch auf eigenen Beinen stehend, schwer atmend. Eine Dunkelheit und fürchterliche Stille breitete sich aus. Ich wollte die blinkenden Lampen und piepsenden Töne wieder haben!

Nie hätte ich gedacht, dass ich ohne ihn weiter leben könnte. Zwei Monate sind inzwischen vergangen. Doch ich lebe - irgendwie - weiter. Bin körperlich gesund, verletzt ist meine Seele, mein Herz. Tiefe Wunden, die nicht bluten. Ein Schmerz gegen den es keine Schmerzmittel gibt. Krank und verletzt aber nicht zum Sterben verurteilt! Und wenn ich nun wieder einmal vor einem Bett stehe, dann vor dem meiner Kinder, dann weiss ich das Leben geht weiter und meine Wunden werden heilen - mit der Zeit! Dann weiss ich ... Das Leben wird wieder schön sein - irgendwann!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Sarah
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Dec 2002

Werke: 10
Kommentare: 6
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Grenzen

Das Leben auf Erden ist begrenzt
doch sind diese Grenzen kein Hinderniss
einen Menschen grenzenlos zu lieben.

Ich kann ungefähr nachvollziehen wie sich der Schmerz anfühlt. Aber es wird mit der Zeit weniger.
Ganz sicher!
Liebe Grüße Sarah

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Tagebuch - Diary Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!