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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Das Mädchen auf der anderen Seite
Eingestellt am 27. 09. 2006 16:01


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Jan Werner
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Das Mädchen auf der anderen Seite


Hendrik saß in der nassen Kälte einer trostlosen Oktobernacht an der Straßenbahnhaltestelle und wartete ganz alleine auf den ersten Zug. Es war kurz vor vier und er fror.
Der Abend war beschissen gelaufen und außerdem war er für diese Jahreszeit viel zu kühl angezogen. Aber daran verschwendete er keinen Gedanken. Er fragte sich nur immer wieder, was er falsch gemacht hatte, als Carola mit ihm tanzte und sich dann irgendwann von ihm abwandte. Hatte er sich zu viel Zeit gelassen? Hätte er voll ran gehen und mit ihr auf den Toiletten der Disco rumknutschen sollen? Das war doch kindisch. So was machten Vierzehnjährige, aber doch nicht er. Hendrik war immerhin schon sechzehn. Da musste man schon reifer sein und das Mädchen mit nach Hause nehmen, oder im Auto fummeln. Aber weder war er alt genug für den Führerschein, noch hätte er den Mut gehabt Carola zu verführen. Wahrscheinlich hatte sie auch nur aus Gefälligkeit mit ihm getanzt. Sie war mit ihrer Mädchenclique da gewesen und weil er nicht gerade unattraktiv war, hatten sie bestimmt Carola dazu überredet mit dem schüchternen Hendrik zu tanzen. Entweder wollten sie ihn verarschen, oder Carola hatte echte Absichten, die sie sich aber nicht traute zu zeigen, weil sie sich vielleicht vor ihrer Clique schämte.
Jetzt war es zu spät. Sie hatte ihn irgendwann nach dem soundsovielten Tanz einfach stehen lassen. Schulterzuckend und mit einer entschuldigenden Mine. Hendrik hatte daraufhin seinen Freund in der Disco zurück gelassen und war ein bisschen in der Stadt herumgelaufen. War auch nicht gerade die feine Art, seinen Kumpel in der Disco alleine zu lassen, aber dieser Casanova würde schon noch Anschluss finden und nicht alleine nach Hause gehen müssen. Er würde es verstehen.
Der Minutenzeiger der Reklameuhr bewegte sich weiter. Die Bahn würde in einer Viertelstunde kommen. Hendrik hätte ein Taxi nehmen können, einen Zwanziger hatte er noch einstecken, aber das wollte er nicht. Erstens war es ihm ums Geld zu schade und außerdem, was wollte er so früh zu Hause?! So konnte er seine Gedanken an der frischen Luft kreisen lassen und wieder auf einen normalen Level kommen, denn Carola hatte ihn schon ziemlich heiß gemacht. Er war hinter ihr her, seit sie vor zwei Jahren neu an die Schule gekommen war. Zum Glück ging sie in die Para-Klasse, denn mit einem Mädchen aus der gleichen Klasse zu gehen, war absolut tabu. In all der Zeit, die er sie nun kannte, hatte er es nicht geschafft, Carola für sich zu gewinnen. Zwar waren sie schon zusammen im Kino, im Eiscafe, Schlittschuh laufen und auf einer Sylvesterparty gewesen, aber jedes Mal hatte er vor Schüchternheit den richtigen Moment verpasst.
Auf der anderen Straßenseite lief ein Mädchen ganz alleine. Auch sie war viel zu kühl angezogen und schien sichtlich zu frieren. Ihre Arme hatte sie verschränkt und sie machte kleine Schritte, damit der eisige Wind nicht allzu heftig unter ihren Rock wehte. Der ging ihr nur bis zu den Knien. Und auch ihr enganliegendes Hemd wärmte nicht ausreichend.
Das Mädchen setzte sich an die Haltestelle der Gegenrichtung. Noch eine alleingelassene Nachtschwärmerin, die nach Hause wollte.
Ob Carola noch tanzte? Oder war sie schon auf dem Heimweg? Sicherlich würde sie gefahren werden. Sie kannte viele Jungs mit Auto, da war es sicher kein Problem eine Mitfahrgelegenheit zu finden.
Das Mädchen gegenüber presste die Knie zusammen und rieb sich ihre Hände. Hendrik konnte aus der Entfernung schlecht sagen wie alt sie war. Vielleicht neunzehn, oder ein Jahr jünger. Auf jeden Fall sah sie gut aus. Ein bisschen wie Carola. Kurze freche Haare, kastanienbraun – obwohl er das bei dem fahlen Licht der Haltestellenbeleuchtung nicht richtig sehen konnte. Auf jeden Fall war sie genauso schlank wie Carola. Den gleichen Modegeschmack hatte sie auch. Aber das war nichts besonderes. Jedes Mädchen lief doch herum, als zeigte es gerne was es hatte.




Seht her, was für tolle Beine ich habe. Und erst mein Bauchnabel, ist der nicht schön?
Hendrik würde nicht sagen, dass ihm das missfiel, aber manchmal konnte man ganz schön ins Schwitzen kommen, angesichts der knappen Klamotten. Und auch das Mädchen auf der anderen Seite brachte ihn wieder in Wallung.
Sie musste es gemerkt haben. Sie blickte zurück und starrte ihn unverhohlen an, so wie er sie die ganze Zeit angestarrt hatte. Wie peinlich. Er spürte die Röte, die heiß in sein Gesicht schoss, aber wegschauen konnte er einfach nicht. Sein Blick klebte an ihr, als wäre es Carola. Er konnte sie nicht aus den Augen lassen, und das Mädchen starrte ebenso geduldig und neugierig zurück. Hendriks Gedanken fingen wieder an verrückt zu spielen und er fragte sich, ob sie nun eine Reaktion erwartete. Natürlich erwartete sie etwas von ihm, sonst würde sie seinen eindringlichen Blick nicht so ruhig erwidern. Aber weder schaffte er es seine Mundwinkel zu heben, noch zu winken, oder sonst wie auf sich Aufmerksam zu machen. Er glotzte einfach nur, als hätte er noch nie ein Mädchen gesehen. Vielleicht war er fasziniert, weil sie ein paar Jahre älter schien und sich noch dazu nicht angewidert von ihm abwandte. Er sollte sich einen Ruck geben und einfach zu ihr rübergehen. Aber die Befehlskette in seinem Kopf war unterbrochen und so versagten alle nicht lebensnotwenigen Muskeln ihren Dienst – und er starrte einfach weiter.
Das Mädchen von der anderen Seite schien gefallen an der Situation zu finden, denn sie machte sich locker. Sie rieb nicht mehr ihre Hände und presste ihre Knie nicht mehr krampfhaft zusammen. Sie öffnete sie sogar ein wenig und strich sich das Haar hinter die Ohren.
Wie von selbst glitt sein Blick tiefer und verschwand in dem dunklen Spalt zwischen ihren Beinen. Es war nur ein schmaler Streifen Schatten, den er sehen konnte, aber allein die Vorstellung, dass er einem Mädchen gerade ungeniert unter den Rock schaute, ließ ihn nicht mehr frieren. Sein Herz schaltete einen Gang höher und beschleunigte den Puls.
Das Mädchen musste ganz deutlich sehen, wo er hinstarrte. So groß war die Distanz zwischen ihnen nicht. Würde er mit einem Kirschkern spucken, er könnte sie ohne Mühe treffen. Er wusste nicht, ob sie seinen Blick noch erwiderte, den sein Blick hing immer noch an der Dunkelheit unter ihrem Rock. Das dünne Stück Stoff bauschte sich manchmal mit dem Wind auf, aber deshalb konnte er nicht mehr erkennen. Ihre Beine waren noch zu eng beisammen.
Bei Carola hätte er es sich nie getraut, auch nur tiefer wie ihre Augen zu schauen. Er wusste bis heute nicht, wie groß ihre Oberweite war, oder ob sie schöne Beine hatte. Wenn er sie sah, dann war er so sehr von ihren Augen gefangen, dass ihm alles andere entging.
Hatte er soeben einen Teil seiner Schüchternheit abgelegt?
Das Mädchen hatte sehr schöne Beine. Ihre Waden waren schlank und um den Knöchel ihres linken Fußes hing ein kleines Kettchen. Ihre Füße steckten in eleganten Sandalen. Ihre Fußnägel waren nicht lackiert. Ihre Schienenbeine glänzten glatt und samtig im Licht der Laterne. Hendrik war mit seinen Augen weiter abgeglitten, und das Mädchen musste es gemerkt haben, denn um seinen Blick wieder auf ihr Intimstes zu lenken, schob sie ihre Füße ein Stückchen auseinander. Das schleifende Geräusch der Sohlen auf dem Asphalt klang obszön und aufdringlich in seinen Ohren und forderte ihn auf, wieder zwischen ihre Schenkel zu blicken. Das Mädchen schwenkte ihre Beine sachte hin und her.
Knie zusammen, Knie auseinander. Knie zusammen, Knie auseinander.
Das sie dabei nicht fror? Der kalte Wind musste ihr noch eine Blasenentzündung einbringen, aber das konnte ihm egal sein, solange er diese Aussicht genießen konnte. Kein Mädchen hatte sich jemals so schamlos in seiner Gegenwart benommen. Und noch nie hatte ihn ein Mädchen so tief blicken lassen.
Beine auf, Beine zu.
Mit jedem mal spreizte sie sie weiter. Immer wenn sein Blick tiefer vordringen konnte, setzte sein Herz aus und eine Gluthitze wallte durch seinen Schoß. Er musste dämlich aus der Wäsche schauen, wie ein alter Spanner, der junge Mädchen in der Dusche beobachtet. Unbeherrscht und sichtlich geil. Aber das war ihm seltsamerweise sogar egal, denn genau das schien sie dazu zu animieren, weiter zu machen. Und sie hörte nicht auf ihn weiter zu reizen.
Als sie ihre Beine wieder weit öffnete, blieben sie so weit offen, das sich der Rock straff über ihren Oberschenkeln spannte und kein Schatten mehr seine Aussicht trübte. Sein Herz setzte aus, Schweiß bedeckte sein Gesicht und sein Atem blieb ihm im Hals stecken. Er sah, was er noch nie zuvor gesehen hatte. Konnte kaum wahr haben, was seine Augen ihn Glauben machen wollten. Rot leuchtend, als betrachtete er eine Neonreklame, strahlte ihm ein kleiner Fetzen Stoff entgegen. Genau da, wo ihre Bein aufhörten. An genau der Stelle, wo er bisher noch keine Frau berühren durfte. Ihr Schritt leuchtete frech und unanständig. Der rote Slip, oder Tanga, oder was auch immer sie unter dem Rock trug, drückte alle Schamlosigkeit aus, die er so von einem Mädchen nie erwartet hätte. Kannte sie denn gar keine Grenzen?
Aber war er nicht genauso schamlos gewesen, sie so begierig anzustarren? Tat sie es ihm vielleicht nur gleich und hielt ihm einen Spiegel vor?
Dieser Augenblick hielt an, und ein Wunsch formte sich in seinen Gedanken – sie einmal berühren zu dürfen. Da, wo sie so rot verhüllt war. Oder war es gar weiße Wäsche durch die er ihre rot pulsierende und verlangende Scham sehen konnte?
Hendrik hörte Metall kreischen und von irgendwoher näherte sich eine Straßenbahn. Das Mädchen stand von der Sitzbank auf, behielt ihn aber weiterhin im Auge. Die Straßenbahn war jetzt nah und gleich würde sie in die Haltestelle einfahren. Hendriks Herz begann zu rasen. Was sollte er tun? Er blieb bewegungslos sitzen und ergab sich seiner Schüchternheit.
Das Mädchen gegenüber griff unter ihren Rock. Er hatte gedacht, dass ein Mädchen nicht würde weiter gehen wollen, aber im nächsten Moment musste er mit ansehen, wie sie auch den letzten Rest ihrer Scham ablegte und sich ihm völlig entblößt zeigte. Ein fremdes Mädchen gab ihr Intimstes preis. Einfach so.
Sie schob sich den roten Stofffetzen von den Beinen und ließ ihn einfach achtlos zu Boden gleiten. Dann lupfte sie ihren Rock und machte einen höflichen Knicks, während Hendriks fassungsloser Blick auf ihr kleines Haardreieck fiel.
Die Straßenbahn fuhr auf ihrer Seite ein und hielt quietschend an. Nicht ein einziger Fahrgast saß darin. Und er konnte das Mädchen auch nicht einsteigen sehen. Aber als die Tram kurz darauf wieder anfuhr, war sie weg. Nur ihre rote Unterwäsche lag wie ein zurückgelassener, erschöpfter Liebhaber auf dem Asphalt.
Hendriks Bahn fuhr nun ebenfalls ein und er hatte keine Gelegenheit mehr, ihr intimstes Kleidungsstück an sich zu nehmen, um einen Teil von ihr bei sich zu haben – denn die nächste Bahn würde erst in einer halben Stunde kommen. Er stieg ein und blickte dem roten Lustfleck nach, der wie ein Tropfen unschuldigen Blutes als Zeugnis einer schamlosen Begegnung zurückblieb.

__________________
Jan Werner

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Marius Speermann
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Einziger Kritikpunkt: hast keinen besseren Titel als "Erotik"?

Marius
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Jan Werner
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Sorry, dachte Erotik sei die Kategorie. Die Geschichte hat natürlich einen passenderen Titel, der steht am Anfang:
Das Mädchen auf der anderen Seite.

Gruß Jan Werner
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petrasmiles
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Ich werde das nie verstehen ...

... dass eine gute Punktzahl, aber dann nur die Verbalisierung eines Kritikpunktes als ausreichend angesehen wird als feed back. Nein, Marius, das werde ich nicht verstehen, und wenn ich hundert Jahre alt werde.
Was hat man von einer 'guten Note'?
Vielleicht ist das wieder das Männer- und Frauensprache Phänomen, wozu ja auch die Intention gehört. Lassen wir das.

Diese Geschichte ist ausserordentlich dicht an den handelnden Personen dran und atmosphärisch sehr stark, und auf eigene Art sehr erotisch. Ich denke, weil man die Gefühle des Jungen gut nachvollziehen kann.

Darum finde ich es schade, dass die Einleitung so lang ist und umständlich über Selbstreflexion Fakten
zur Szene liefert. Für die Geschichte selbst reicht es doch, zu wissen, dass er 16 Jahre alt ist, fast versteht es sich da von selbst, dass er ein stark sexuell geprägtes Erleben hat.

Ich finde immer, dass für eine gute erotische Geschichte nur das Atmospärische zählt. Und darum muss die 'Szene' so einfach wie möglich, fast beiläufig Erwähnung finden.

Lieber Jan Werner, ich mag Deine Sprache, sehr wahrscheinlich, weil ich Deine Art zu sehen mag. Ich bin schon gespannt auf Deine weiteren Texte.

Liebe Grüße
Petra

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Nein, meine Punkte kriegt Ihr nicht ... ! Gegen Bevormundung durch Punktabzug für Gutwerter!

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Jan Werner
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Danke Petra, werd mich bemühen demnächst noch mehr von mir hier zu veröffentlichen.
Ich schildere gerne Situationen und Charaktere, bevor es bei meinen Erotikgeschichten zur Sache geht, denn seien wir doch mal ehrlich, im Grunde ist es dann doch immer der gleiche Sex, deshalb gilt es, die Vorgeschichte so originell wie möglich zu gestalten.

Gruß Jan Werner
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Jan Werner

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Marius Speermann
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@petrasmiles: ich weiss nicht, was Du genau erwartest. Normalerweise sind meine Kommentare relativ ausführlich. Hier aber gefällt mir der Text ohne grössere Anmerkungen. Ist das nicht erlaubt?

Marius
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