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Leselupe.de > Science Fiction
Das Saxophon (Teil 2)
Eingestellt am 19. 07. 2001 01:38


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Michael Kempa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Feb 2001

Werke: 30
Kommentare: 1
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Von zwei Teilen




Sarkas stand da und schlang sein Gewand enger um seinen Leib, er wusste, was zu tun war:

Der heutige Tag ist der wichtigste Tag, er ist wichtiger als alle Tage der Vergangenheit und er ist wichtiger als alle Tage der Zukunft!
Ich stehe hier fĂĽr diesen Jungen, der den Blick in die Welt werfen will. Ihn zu bewachen und zu beraten, das ist meine Aufgabe!
Pam ist fürT’Aim bestimmt, es wird der Mutter schmerzen, doch das ist der Lauf der Welt!
Ich werde dafĂĽr sorgen, daĂź Mann und Weib zusammen leben und jeder seinen Platz bekommt, der ihm zusteht. Das Reich der Madonna ist ebenso verloren, wie das Reich der Statischen!
Es geht um das Menschliche! Es geht um die Menschheit!

Wird T’Aim den Prüfungen widerstehen können? Sarkas?
Er ist Deine letzte Chance!

Die Stimmen in Sarkas Kopf waren machtvoll aber auch voller MitgefĂĽhl.

Ich wage es!
Das Reich der Madonna und das Reich der Statischen wird mit der jugendlichen Kraft dieser zwei Menschen wieder vereint werden! Mann und Frau gehören zusammen!
Und wenn T’Aim bei dieser Prüfung stirbt, so stirbt noch lange nicht die Menschheit!


Der Paparazzi und T’Aim saßen in einem neuen Gleiter, der mit den Symbolen der STATOS versehen war. Der Journalist war völlig verängstigt, T’Aim sah die Terminal-Anzeigen aufmerksam durch.

Der Neue Gleiter war bereit für eine neue Mission und T’Aim würde ihn mit Risikostufe vier fliegen. Die Startsequenz mußte also von zwei Piloten generiert werden.
„ Journalist! Willst Du auch das Risiko eingehen? Unser Gleiter könnte abgeschossen werden!“

„Ich will nicht kämpfen! Ich will keine Weisheit! Ich will ein Heim und eine Frau!“

Die Computerstimme des Gleiters klang ziemlich streng:
„Du wirst nie eine Frau binden können, wenn du diesen Flug nicht begleitest!“

„Was muß ich tun?“
„Dem Tod in’s Auge sehen.“
„Ich bleib ledig!“
„Du wirst eine Frau bekommen, wenn du diesen Flug startest!“

Laut klang der Bordcomputer durch die Helme der zwei Männer:
Vorsicht vor MADONNA, sie bedroht euch mit den TĂĽcken der Frauen!
Das hat erste Priorität!
Die Mission ist begrenzt aber kann nur ohne Frauen beendet werden!
Sie können nicht verstehen, was ihr plant!
Denkt ihr an Frauen, seid ihr so gut wie tot!

Der Journalist war voller Zweifel.
Doch der Gleiter hob ab und zog seine Bahn zum Sternenfeld ungestört, fast majestetisch.
Die Sterne strahlten in dieser unverwechselbaren Art, wenn keine Atmosphäre den Blick trübte. Alles war harmonisch, alles war friedlich.

„T’Aim! Auf Backbord habe ich ein Echo von einem kleinem Raumschiff! Wir werden begleitet!“

Es waren die Ranger.

„Statische! Antwortet!“

T’Aim öffnete den Gesprächskanal:

„Ihr zwei an Bord eines Schiffs der STATISCHEN?
Das werdet ihr nicht ĂĽberleben! Die Linien der MADONNA sind vor euch! Wir haben eure Daten ĂĽbermittelt! Da kommt ihr nie durch!
Die STATISCHEN haben euch als Kanonenfutter verheizt!
T’Aim und du Journalist, ihr seid so gut wie abgeschossen!“

Von weitem zeigte sich ein Echo eines wirklich groĂźen Raumschiffs, das Flaggschiff der MADONNA!

T’Aim überprüfte die Sensoren, Paparazzi lag wimmernd in einer Ecke.
Mit einem Schlag hieb T’Aim auf die Konsolen des Gleiters und unterbrach sämtliche Kom-Kanäle.
„Paparazzi! Wir sind zu klein, um erkannt zu werden! Das ist nur ein Versuch der MADONNA uns zu enttarnen! Der Kurs der Ranger tangierte nur kurz den Gleiter, es hatte nie die Kursdaten des Gleiters erfassen können!“
Das kleine Schiff der Ranger drehte ab, der Bluff war geplatzt.

Aus den Winkeln beobachtete T’Aim, wie die drei Ranger über Statos abgeschossen wurden und in der Atmosphäre verglühten.
Doch im selben Moment startete er die Hyper-Sol-Triebwerke und ließ sein Leben hinter sich. Dem Journalisten erzählte er nichts von seine Beobachtungen.

„T’Aim! Da ist eine Raumschlacht im Gange!“
„Nicht unsere!“
T’Aim log nicht gerne aber gut.

Jäger der Statischen unterstützten den lahmen Gleiter und der Reporter wurde für kurze Zeit ruhig gestellt.

Statos ist mit Pam allein! Das ist auch nicht in unserem Interesse!
Die Priester waren einfach ĂĽberall.

„Klink Dich in unseren Traktorstrahl ein! Wir bringen dich zum Treffpunkt“!
„Achtung! Jetzt!“
Ein Kontinuumsprung war nie eine Freude aber im Schlepp eines Fighters, nur in der Integrität eines Gleiters, war's ein besonderer Ritt. Ziemlich holprig.

Es war zu spät, Statos Herrscher hatte sich an Pam bereits vergangen. Der Vergewaltiger war aber noch geistig verwirrt und ließ seine Lyriksyntax veröffentlichen:

Ich bin Liebe und Freude
Schnäbel, tändle und küsse
Sollte ich die Liebe meiden?
Weil ich nicht lieben kann?
Hab doch ein Herz!
Hab doch einen Schwanz!

Ohne Weib ist es nichts,
da muĂź ich rein!

Will sein, oder nicht,
schaut weg und
Augen zu !


MADONNA brach herein wie eine Macht.
Die Schlacht tobte und sie besah die TrĂĽmmer.

„Tochter komm nun mit mir!“

„Wo ist T’Aim?
Er ist mein Liebster!“

Madonna selbst fiel auf die Knie und sah daĂź alles verloren war.
„Pam! Bist du noch meine Tochter oder die Frau von T’Aim?“

Schweigen war die Antwort.

„Pam! Wenn T’Aim zu dir kommt, töte ihn! Nur so können wir für immer vereint bleiben!“

Dies ist einer Mutter Schwur! (Die Priester kannten dies nur zu gut.)


In STATOS Orbit gibt es keinen Krieg!
Und jedem Menschen wird geholfen,
Feinden wird vergeben, solange sie nicht angreifen!
Wer das nicht begreift,wird abgeschossen!
T’Aim halte Funkstille an diesem Ort, beweg dich nicht,
beobachte nur!



Der Reporter schlief in seinem Pilotensitz.
Er hatte wüste Träume von einem Weib, das ihn begehrte aber viel zu alt für ihn war.
Die Orbitwächter gewährten T’Aim’s Gleiter Waffenstillstand, verlangten jedoch absolute Funkstille.

T’Aim setzte den Transporterstrahl ein und materialisierte sich direkt vor Pam.
„Pam! Ich bin froh, dich lebend zu sehen!
Ich muĂź fort, raus aus dem alles kontrollierenden Orbit.
Pam, verstehe, jetzt hilft nur noch meine Flucht!“

„Du liebst mich nicht mehr und willst mich nicht mehr retten?“
Pam schluchste laut, ihre Nerven waren am Ende.
Muskarin trĂĽbte ihren Blick, sie war weder im Hier, noch im Jetzt.

Zurück am Gleiter sah T’Aim den Reporter fressen, er fragte sich, wofür er diesen Nichtsnutz um die Umlaufbahnen von Planeten schleifte.

Mühelos beamten die Priester T’Aim auf den Wüstenplaneten STATOS.

Die DĂĽnen tĂĽrmten sich bizarr und es gab keinen Baum, keinen Strauch des Versteckens.
Von weit her kamen Priester mit Pam am Arm.
T’Aim stockte das Herz.

Pam glaubte nicht mehr an ein glĂĽckliches Ende, wimmerte im Entzug von Muskarin.

T’Aim, leb wohl, warum hast du mich verlassen?
Warum kämpfst du nicht mehr um mich?

T’Aim wußte, daß Priesterwille auch Gesetz auf STATOS war und er schwieg.

Im Gleiter tobte der Reporter.
Unfähig das Gerät zu bedienen, verfluchte er die Abwesenheit von T’Aim.
Der Gleiter begann zu trudeln und Paparazzi wuĂźte sich nicht zu helfen.
Letztlich kreischte er in Todesangst unverständliche Sätze in den Com.
Die Orbitwächter von Statos brachten den Gleiter in Kontrolle und versorgten den Reporter mit Wein und Zigaretten. Paparazzi wimmerte und jedem war klar, daß seine Mission beendet war. Ohne große Probleme wurde der Haufen Mist auf den Wasserplaneten zurückgebracht und es war klar, daß er Unterstützung brauchte.

MADONNA war stolz darauf, eine Prototypin der Paparazzi zur VerfĂĽgung stellen zu dĂĽrfen.
Der Konflikt war allein über diese Tatsache beinahe entschärft.

Pam saĂź immer noch auf dem WĂĽstenplaneten Statos fest und konnte nicht verstehen warum ihr Geliebter von diesem Planeten ohne sie geflĂĽchtet war.
Sie fĂĽhlte sich allein und von MADONNA hintergangen.

Lieber will ich sterben als in diesem Gefängnis meiner Alten versauern!
Pam war nahe dran durchzudrehen.
Die Priester zeigten ihr, was T’Aim wirklich tat.

Liebe kann durch Menschen nicht getrennt werden, sie ist durch Gottesmacht geschĂĽtzt.

Soldaten nahmen T’Aim auf Statos fest.
Sie brachten ihn zu Pam.
„Dieses Mädchen hat lange genug auf dich warten müssen und du hast erwiesen, daß Neutralität in dir steckt.
Wir wissen nun, daß du kein Spion der MADONNA bist. Kümmere dich nun um Pam!“

Wieder hörte er die Stimmen:
Ein Weib, das Nacht und den Tod nicht scheut ist wĂĽrdig eines Menschen Sohn zu sein!
Euer Bund ist besiegelt!

T’Aim nahm das Saxophon und spielte dieses alte Instrument und allein menschliche Größe, zu der auch verspielte Musik gehörte, bannte alle an ihren Platzt.

Die Flucht von Statos war für alle Beteiligten spektakulär.
Es wurde geschossen, es wurde verfolgt.
Die STATISCHEN erhoben sich gegen die MADONNA.
Der Gleiter mit den drei FlĂĽchtlingen entwich durch eine Glut aus Feuer.

Der einzige der im Gleiter zuviel war, war Paparazzi, griesgrämig spielte er das Saxophon und gab jedem zu verstehen, daß er bei dieser Geschichte zu kurz gekommen war.

Ein Schiff der MADONNA tauchte auf und versperrte dem Gleiter den Weg.MADONNA verlangte eine Geisel um ungehinderten Weiterflug zu gewähren.
Paparazzi nahm sine Chance war, er ließ sich zu MADONNA transportieren und hoffte auf ein gnädiges Ende.

„Gute Nacht du falsche Welt!“
Er zischte diese Worte voller Wut in seinen Helm und verschwand in einem Funkenflug.

Paparazzi wunderte sich nicht wenig, als er auf dem Wasserplaneten mit seiner Frau im Arm aufwachte.
Sie eröffnete ihm, schwanger zu sein.
Es wĂĽrde ein Junge werden.
Paparazzi wünschte sich noch ein Mädchen.
Es sollten noch viele Kinder werden.

Der Herrscher von STATOS und die MADONNA, sahen tatenlos zu, wie ihre Kinder in der Leere des Alls verschwanden.

„Unsere Macht ist dahin!“
Statos griff sich an die Stirn.

„Die Heuchlerei hat ein Ende!“
Madonna sank zusammen.


Ein Gesang aus der Ferne schwoll an und hauchte und stürmte in überirdischer Schönheit:

Wir wĂĽnschen euch alles Gute!
Viel Not habt ihr erfahren,
doch es siegt stets die Stärke,
die Schönheit und die Weisheit!


ENDE


__________________
MfG
MKD

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