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Leselupe.de > Feste Formen
Das Schaf (Triokotelett)
Eingestellt am 10. 07. 2010 20:07


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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Das Schaf (Triokotelett)

Das Schaf steht wollig in der Herde,
denn dafĂŒr schuf der Gott das Schaf,
zu malen Wölkchen auf die Erde,
das Schaf steht wollig in der Herde,
doch weiß es wohl (und denkt sich "Merde!",
und zÀhlt schon Kinder vor dem Schlaf):
Bald dreht es mollig sich im Herde,
denn dafĂŒr schuf der Gott das Schaf.

Version vom 10. 07. 2010 20:07

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Pelikan
Guest
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Hallo, Presque_rien, zuerst dachte ich das ist wieder solch ein Text, der den Menschen ĂŒber alles stellt und dieses "Gottgewollt"nennt. Und alles ist mal wieder Heidewitzka und dem Menschen gegeben. Doch dann las ich etwas genauer und kam an die Stelle mit dem Schaf, welches Kinder zĂ€hlt -
also das Ganze umgedreht quasi. Und hier merke ich, dass in diesem Text mehr drin ist und dass aus der Sicht des Schafes alles anders ist, nur der Mensch will es in seinem GrĂ¶ĂŸenwahn nicht wahrhaben. Am Ende bleibt, fĂŒr den der sich diesem "Gottgewolltem den Tieren gegenĂŒber" nicht fĂŒgen will, weil er alles hinterfragt, nur diese eine Frage: Woher will der Mensch wissen was Gottgewollt ist? Sein scheinbares Wissen kommt doch nur daher, weil sich der Mensch letztendlich
selbst zum Gott erkoren hat - zum Gott ĂŒber alle Kreaturen,
der seine "Untaten" irgendeinem Gott im Universum in die Schuhe schiebt. So braucht er sein Tun nicht zu hinterfragen.

mit lieben GrĂŒĂŸen, Pelikan

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Spaetschreiber
???
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Aha, so ist das also. Auch die Schafe wurden von Gott erschaffen. Mhhh. Ich dachte immer von Wölfen, um sich in ihrem Pelz, getarnt als Meckerndes Etwas, (nein, die Frauen sind nicht gemeint!) in Herzen zu schleichen. Dass sie dann auch noch blökend, herdenweise, wollig, (fast hĂ€tt ich „rollig“ geschrieben, am Herd – Ă€h in Herden stehen, erinnert mich an irgendwas, aber im Moment fĂ€llts mir nicht ein. Ok, Gott also erschuf das Schaf. Jedes! Die Dummen und die Klugen, die dicken und die DĂŒnnen, die Schwarzen und die Weißen. Irgendwann, um mal auf das Thema „Dolly“, das Klonschaf zu kommen, werden es wohl auch viereckige Schafe sein, mit dem IQ eines anderen Leittiers. Da schießt mir auch ne Menge ein: Politiker zum Beispiel, oder Bumstrainer. Hab ich gerade Bumstrainer geschrieben? Ja, oder? Egal, ich hab jetzt keine Lust es zu korrigieren, ihr wisst schon, was ich meine. Nun, um den Gedanken abzuschließen, es gibt meinetwegen Schafe, als Trio, Quartett oder als Symphonisches Wiesenorchester, mit tollen Frisuren; Fasson, Voku -Hila und Igelschnitt mit Koteletten an den Backen. An den Vorderen! (ups, Voku -Hila, klingt ja wein wenig, wie Wuwuzehla oder wie dieses Blasrohr heißt, an der sogar schon die MĂ€nner das Blasen probieren, die Welt ist krank)

Irgendwie hat das Viehzeuch (nicht die MĂ€nner!, die Schafe!) ja sogar auch Stimme, jedenfalls sind sie mir oft lautstark auf den Sack gegangen, wenn ich meinen Freund Wilhelm in der mĂ€rkischen Heide besuchte. SchĂ€fer ist er, achtzig! Ne Frau hat er nicht, nie gehabt. Braucht er nicht, sagt er. Ein Schaf ersetzt die Frau komplett, sagte er mir mal lachend als ich den Pullover anprobieren musste, den er mir gestrickt hat. SpĂ€ter hab ich ihn, den Pullover, bei EBAY gegen einen Sack Pommes frites eingetauscht und den dann bei Sylvio, das ist der Italiener hier bei mir um die Ecke verscheuert. Achtzehn Euro gab er mir dafĂŒr und ich hab davon zwei Playboys fĂŒr Wilhelm gekauft. Der hat sich gefreut und mit einem Zeichenstift alle nackte Haut mit Fell bemalt. Lustig. Vorlagen hat er ja genug, auf Wiesen und am Himmel. Als er fertig war, ist er mit seinem Gekritzel durch die Herde marschiert und hat sein Werk unter den blökenden Massen vorgezeigt. Alle waren total begeistert und schauten rollig in Wilhelms Auge, Ă€h 
 „wollig“ sollte es heißen. Und ich? Ich hab nur den Kopf geschĂŒttelt und bin wieder in mein Auto gestiegen. NatĂŒrlich nicht, ohne vorher in einen Riesenhaufen Schafsmerde zu latschen, so eine Scheiße aber auch, was hab ich mich geĂ€rgert!

Zu Hause hat mir kein Schwein die Geschichte geglaubt und auch zehn Euro als ZielprĂ€mie fĂŒr’s Reinigen meiner Sergio Rossi Sandalen konnte niemanden ĂŒberzeugen, die Dinger wieder sauber zu machen. Naja, ich hab sie Horsti geschenkt, der sitzt immer bei uns vor Kaiser’s, singt Lieder und spielt auch einmal die Woche, mit einem batteriebetriebenen Keyboard den darauf installierten Demosong ab, natĂŒrlich versucht er auch immer auf den Tasten rumzukloppen, damit es aussieht als wĂŒrde er selbst spielen. Alle wissen, dass er das nicht kann, aber niemand sagt was, ich auch nicht, egal. Jedenfalls hat er seither anstĂ€ndige Schuhe, ĂŒbrigens dieselben, die Elton John trĂ€gt. Aber was erzĂ€hle ich hier? Schafe sind das Thema und das ZĂ€hlen derselben. Wie viele kommen eigentlich drin vor? Ich meine in dem Ding da oben, das mich inspirierte mich hier biografisch auszuschĂŒtten? Überschrift eins, zweite Zeile eins, vierte Zeile eins, sechste und achte auch. Donnerwetter, das reicht fĂŒr ne ganze Kompanie, DönermĂ€ĂŸig 


Tja, das wollte ich nur mal kurz erzĂ€hlen, weil es mir gerade durch den Kopf ging. Irgendwie hab ich jetzt Hunger. Lamm wĂ€re gut. Ne, doch nicht. Es könnte ja sein, dass Wilhelm mit ihm verwandt ist. Pfui Deibel. Nie wieder esse ich Schaf oder Lamm und Schafswollsachen schmeiße ich sofort in die Biotonne. Jetzt!


p.s.
Das Gedicht ist ja scha(r)f.

Ich hÀtt da was zur ErgÀnzung:


Der SchÀfer (Rollolett)

Der SchÀfer, rollig in der Herde,
als Gott der Schafe, schuf ihn Gott,
zu hĂŒten was zu Döner werde,
der SchÀfer, rollig in der Herde,
bis zu den Knien in Schafes Merde,
treibt er seit Jahren Viehzeug flott,
durch Dörfer, StĂ€dte, Straßen, Wege
durch Wald, die Schafe ins Gehege,
zur Schur, auch zur Kotelettenpflege,
bis hin zum Spieß, zur DönersĂ€ge,
der SchÀfer, rollig in der Herde.



Scharfe GrĂŒĂŸe mit ohne "r", aber nur wenn Du wollen tust...

S.s.



__________________
Nur ein mittelmĂ€ĂŸiger Literat ist immer in Höchstform. (W.S. Maugham)

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presque_rien
???
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Das wollig-wuschige, blökende Rollen am Herde? Ich weiß, woran es Dich erinnert hat:

Die Schaf (Trikot-elett-tragödie zum WM-Finale)

Jetzt schwitzt sie wie ein Schaf am Herde
und rollt den Braten rollig ein,
trÀumt insgeheim vom stolzen Pferde,
jetzt schwitzt sie und wird scharf am Herde,
und zwÀngt, damit es schÀrfer werde,
sich ins Trikot. Doch RATSCH! Zu klein!
Sie schÀrft ein Messer spitz am Herde,
zu mollig fĂŒr den Mann - das Schwein!

Ein Her(z/d) fĂŒr Schafe! Denn wenn Wölfe genug Schafe zum verspeisen-und-tragen hĂ€tten (das ist mal bio-vernĂŒnftig), wĂŒrden sie nicht so viele Farben fressen. Alleine mit Orange lĂ€sst sich ja doch nicht so viel machen. Außerdem macht Döner schöner, aber nur in Deutschland (ich freu mich schon)! Hierzulande schmecken die Döner eher so, als hĂ€tten die SchĂ€fer zuvor ÜberstĂŒndchen gemacht. Und unter, und hinter auch. Eigentlich mĂŒsste es in Wales doch auch Schafe mit roten Haaren geben. Vielleicht hĂŒlfe das. Frag doch mal Wilhelm. Obwohl, der setzt wahrscheinlich im Zweifellsfall einfach einen Helm auf. (Zweifell? Auch gut.)

GrĂŒĂŸe mit alles, mit Tzaziki und mit scharf (so bestellt man zumindest im schönen Ruhrpott)

presque

P.S.: Wenn ein Schaf an deinem weggeworfenen Wollpulli kaut, ist das schon Kannibalismus?

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Rhea_Gift
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Werke: 325
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Lustig das schuf in der letzten Zeile aber noch klein schreiben...


fĂŒhre mal die Alberei fort...

Adam, Evas SchÀ(r)fer(Entparadiesolett)

Schaf Eva steht rollig in der Herde,
dass Adam's nicht sieht schuf Gott den Pelz,
so er nicht zum Gehörnten werde,
Schaf Eva steht wollig in der Herde,
doch passt's ihr nicht (und denkt sich "Merde!
Ich verklopp im web den Pelz!"):
Bald steht Eva rollig in der Herde,
Adam sieht's - und ohne Pelz - nunja - gefÀllt's...



LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Karinina
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Registriert: Jan 2010

Werke: 32
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Ach, das macht Spaß, nicht nur Dein Gedicht, auch die ganze Rederei drumrum. Ich hab mich amĂŒsiert, und dazu ist die Literatur ja da. Das ist wie ein Vitalstoff.
Euch allen liebe GrĂŒĂŸe
Karinina

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