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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Das Wiedersehen-eine erotisch-romantische Geschichte
Eingestellt am 20. 02. 2012 05:59


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nightrider
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2011

Werke: 7
Kommentare: 1
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Nachfolgend möchte ich eine Geschichte einstellen, die mir persönlich sehr wichtig ist, es war meine erste.
Sie hat einen z.T. realen Hintergrund, wurde seinerzeit geschrieben, als mich der Blues packte. Ich hoffe, sie gefÀllt!?!?


Es ist viele Jahre her, ich denke es mĂŒssten ĂŒber 5 Jahre sein, die glĂŒcklichste Zeit in meinem Leben. Irgendwie brach sie abrupt ab, nein, abbrechen könnte man es nicht sagen, ein Abbruch ist immer gewollt und ich denke, niemand von uns wollte, dass es abbricht, wahrscheinlich war es einfach der Lauf der Dinge.

Sie-Julia-war Escort-Lady, aber fĂŒr mich eine Besonderheit. Über fĂŒnfzig mal hatte ich sie in dieser glĂŒcklichen Zeit, die weit ĂŒber zwei Jahre dauerte, gebucht. Was hatten wir zusammen erlebt, Casinos, Musicals zusammen besucht, die besten Hotels waren uns gerade gut genug.
Ich war sehr in sie verliebt, genoss jeden Augenblick mit ihr, jedes Treffen mit Julia war etwas Besonderes fĂŒr mich, das ich aufsog, wie ein Verdurstender den letzten Tropfen Wasser in der WĂŒste. Julia wusste von meiner Liebe, konnte damit sehr gut umgehen, da es keine begehrende, keine verlangende oder bedrĂ€ngende Liebe war, kein Vor-die-Wahl-stellen oder Ă€hnliches meinerseits.

Doch eines Tages war Schluss, plötzlich, abrupt. Ich erinnere mich noch, gerade so, als wĂ€re es gestern gewesen. Es war der Tag unseres in meinen Augen schönsten Zusammentreffens. Lange hatte ich darauf gespart, wollte an meinem Geburtstag Julia und mir etwas Besonderes gönnen. Wellness-Hotel, Spielbank, ein Sterne-Dinner im Kerzenschein. Nach diesem wundervollen Dinner wollten wir uns trennen-fĂŒr eine kurze Zeit. Julia begann ihr Studium, sie hatte eines der besten Abiture ihres Jahrgangs geschrieben, war als AbendschĂŒlerin besser als fast jeder VollzeitschĂŒler, belohnte sich selbst mit ihrer Zulassung zum Medizinstudium. Ich wollte ihr Zeit geben, sich in ihr neues Leben als Studentin einzugewöhnen, Zeit, in der sie nicht auf mich oder meine BuchungswĂŒnsche RĂŒcksicht nehmen mĂŒsste. Unsere Absprache war klar, das nĂ€chste Treffen wĂŒrde in ihren Semesterferien stattfinden.

Die Semesterferien kamen, nur Julia meldete sich nicht. Ich wusste nicht, was geschehen war,wusste nicht, warum Julia sich nicht meldete. Ich beschloss zu warten, wollte sie,obwohl ich ihre Privatnummer hatte, nicht mit Anruf oder SMS belĂ€stigen, wartete, hoffte, blickte jeden Morgen nach dem Aufwachen auf das Display meines Handys, hoffend, eine Nachricht meiner Geliebten zu entdecken, wurde jeden Morgen bitter enttĂ€uscht. LĂ€ngst, so war fĂŒr mich anzunehmen, wĂŒrde sie Heidelberg, ihre Heimatstadt, in der ich sie so oft besucht hatte, verlassen haben, dorthin gezogen sein, wo sie einen Studienplatz erhalten hatte, ihre Nase in medizinische BĂŒcher stecken, ganz aufzugehen in ihrem Traumstudium, lĂ€ngst wĂŒrde sie mich vergessen haben, wie einen Nebel der Vergangenheit. Lange Zeit hatte ich gebraucht, um wieder einige Ladies im Escort zu buchen, zu groß war die Trauer um meine verflossene Liebe, zu groß aber auch die Hoffnung, sie wĂŒrde irgendwann zu mir zurĂŒckkehren, ein Lebenszeichen, ein Gruß. Jahre vergingen, Jahre, in denen meine Escort-Buchungen nach und nach wieder zunahmen, Hauthunger, Sexlust trieben mich an, jede allerdings verglich ich mit Julia, der Unvergleichlichen, keine der gebuchten konnte mit Julia mithalten, bestehen vor ihrem Beispiel.

Der Tag kam, wieder einmal saß ich nach einem sexuell zwar befriedigenden Escort-Date zu Hause, wieder hing ich meinen Gedanken an mein verlorenes GlĂŒck nach, betrachtete ihr Bild auf meinem Handy, die gespeicherten Bilder ihres ehemaligen Agenturprofils, die ich mir heruntergeladen hatte, las die gespeicherten SMS, ihre e-mails. Der Champagner, den ich nach einem gelungenen Date immer trank, begann, bitter zu schmecken, die TrĂ€nen begannen, mir die Wangen herunterzufließen. Im KĂŒhlschrank befand sich noch eine Flasche Wodka, eigentlich der einzige stĂ€rkere Alkohol, dem ich zusagte; er sollte es sein, der geeignet sein sollte, mich auf andere Gedanken zu bringen, doch er war es nicht. Noch mehr quĂ€lte mich die Erinnerung an Julia, die Trauer um meine verlorene, unerfĂŒllte Liebe. So fasste ich, umnebelt von Alkohol und Trauer einen verhĂ€ngnisvollen
Entschluss. Nicht mehr Herr meiner Sinne stĂŒrmte ich nach unten, setzte mich ans Steuer meines Wagens, kannte nur noch ein Ziel: Heidelberg. Nicht Julia wollte ich suchen, nur nach einem stand mir der Sinn, die Stadt besuchen, in der wir glĂŒcklich waren, den Duft des Neckars wahrzunehmen, an dessen Strand wir so oft spazieren gingen in lauen MondnĂ€chten, Hand in Hand, die Restaurants und Cafes sehen, in denen wir saßen, manchmal schwitzend von der Sonne, manchmal durchnĂ€sst von plötzlich aufkommenden Schauern, meist lachend, flirtend. Das Schloss wollte ich sehen, wie oft hatten wir das Feuerwerk gesehen, hinuntergeblickt auf die Windungen des Neckars. Ja, nach Heidelberg wollte ich, jetzt und sofort, Heidelberg, der Stadt meines GlĂŒcks.

Ich wusste nicht, wie ich es bis hierher geschafft hatte, schon lange lag Wiesloch hinter mir, bis Heidelberg waren es nur noch wenige Kilometer, ich wusste nicht, wie viele Schutzengel ich in meinem alkoholisierten Zustand gehabt hatte, es mussten Legionen gewesen sein. Aber sie mĂŒssen alle gerade zum gleichen Moment Pause gemacht haben, ich sah die Kurve zu spĂ€t, viel zu spĂ€t, um zu reagieren, sah nur den Baum vor mir, Bremsen quietschen, greifen, aber zu spĂ€t, im Geist spĂŒrte ich den Aufprall, schon lange ehe ich ihn körperlich wahrnahm, wollte noch das Lenkrad herumreisen, das Schlimmste verhindern, der Alkoholnebel war wie verschwunden, aber alles kam zu spĂ€t-ein Schmerz riss meinen Körper mit sich, ehe ich nichts mehr spĂŒrte, gar nichts mehr.



*

Irgend etwas Grelles quĂ€lte meine Augen, die ich langsam öffnete. Wo war ich? Was war geschehen? Es war ein Raum, den ich wahrnahm, langsam wahrnahm, mit einen Blick wie durch einen Schleier hindurch. Ich spĂŒrte Schmerzen in mir aufsteigen, aushaltbar wohl, aber doch Schmerzen. Die Kurve, der Unfall, Erinnerungen kamen hoch in mir, langsam wurde mir klar, dass ich, sollte ich noch leben, im Krankenhaus sein musste. Dass ich noch lebte, bewiesen mir die Schmerzen, die ich wahrnahm. Langsam, ganz langsam, um nicht von dem grellen Licht gequĂ€lt zu werden, öffnete ich meine Augen, weiße WĂ€nde um mich, Krankenhaus. Noch etwas nahm ich wahr. Ich war nicht der einzige im Zimmer. Ein Schatten erst oder die verwaschenen Umrisse einer Person, die wohl an meinem Bett saß, ihre Hand auf meiner Stirn hatte. Eine Stimme, die ich zu kennen glaubte, sprach leise zu mir, Sprachfetzen wurden zu Worten, zu SĂ€tzen. Doch das konnte ich nicht glauben: „Sei jetzt bitte ganz still“, hörte ich die vertraute Stimme, „du bist hier im Uni-Klinikum in Heidelberg. Was mit dir genau geschehen ist, erzĂ€hle ich dir spĂ€ter. Erst einmal muss ich dir gehörig den Kopf waschen. Bist du eigentlich noch zu retten, sturzbesoffen im Auto hierherzufahren. Mit deiner Blutprobe könnte das gesamte Kollegium hier eine Party feiern. Du hattest keinen Alkohol im Blut, sondern Restblut im Alkohol. Brauchst du deinen FĂŒhrerschein nicht mehr??“ Julia-tatsĂ€chlich, es war Julia, die hier an meinem Bett saß, mir den Kopf wusch-zurecht, die mir hier VorwĂŒrfe machte, was fĂŒr ein Idiot ich doch sei. „Die Blutprobe habe ich verschwinden lassen, habe dir eine abgenommen, die nur 0.4 Promille aufwies. Deinen Schein kannst du behalten. Ich habe mein Studium geschafft, bin hier AssistenzĂ€rztin.“ Endlich hatte es geschafft, die Augen völlig zu öffnen, versuchte, meinen Kopf trotz großer Schmerzen im Halswirbelbereich, in ihre Richtung zu drehen, sah sie an, wortlos, lĂ€chelnd. Ja, sie war es, Julia, meine Julia. Älter war sie geworden, aber strahlend schön, so schön wie damals. Das Blondhaar umrahmte ihr engelsgleiches Gesicht, ihr makelloser Körper zeichnete sich unter dem Arztkittel ab.




„Und nun zu dir“, fuhr Julia fort. „D hattest GlĂŒck im UnglĂŒck. Dein Airbag hat dein Leben gerettet. Der Wagen ist Schrott. Deine Verletzungen sind vergleichsweise gering. SchĂ€delverletzung, Schleudertrauma, linker Arm und linkes Bein haben wir in Gips gelegt, kein Bruch, nur zur Stabilisierung. Etwa vier Wochen werden wir dich hier behalten. Ich bin ĂŒbrigens deine behandelnde Ärztin“. Ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen. Nicht nur, dass ich Julia
wiedergefunden hatte, nein, sie hat ihr Studium geschafft und ist meine behandelnde Ärztin. Wie leicht wiegen da meine Verletzungen. „Sag mal“, ich merkte, dass Julia ihre Stimme im Zaum halten musste, „warum hast du eigentlich damals den Kontakt abgebrochen. So einfach still und leise? Ich habe lange auf eine Nachricht von dir gewartet, saß oft grĂŒbelnd zu Hause, ob ich mich bei dir melden sollte, wollte dich aber nicht belĂ€stigten“. Verwundert blickte ich sie an „Ich? Kontakt abgebrochen? Aber...du wolltest dich doch bei mir melden. In den Semesterferien. ICH habe auf eine Nachricht von DIR gewartet.“ In diesem Moment glaubte ich, eine Stecknadel fallen zu hören, Julia musste es genauso gehen. Keiner von unsbeiden hatte also wissentlich den Kontakt abgebrochen. Es war nichts als ein dummes MissverstĂ€ndnis, das uns lange fĂŒnf Jahre trennte. Hatten wir beim Abschied am glĂŒcklichsten Tag unseres Lebens so sehr aneinander vorbeigeredet? Sie wartete auf meine Nachricht und ich auf ihre. Und jeder dachte, er wĂŒrde den anderen mit seiner Nachricht stören, belĂ€stigen. Julia begann zu lachen. Auch ich wollte lachen, gab den Versuch aber angesichts der Schmerzen auf. „Ich wĂŒrde dich gerne umarmen und kĂŒssen“, lĂ€chelte sie mich an, aber es wĂŒrde dir noch zu große Schmerzen bereiten. Das verschieben wir um einige Tage, du kannst mir hier sowieso nicht entkommen“, grinste sie mich an. Sie hauchte einen Kuss auf ihren Zeigefinger, legte ihn mir auf de Lippen. Es begann zu kribbeln in meinem Bauch, wie frĂŒher. Julia, meine Julia, ich hatte sie wieder.

*

Die Tage vergingen, Julia besuchte mich sooft sie konnte in meinem Einzelzimmer. Nach einigen Tagen suchte sie mich wieder auf, setzte sich mit beschĂ€ftigtem Blick an mein Bett, hielt meine Hand, drĂŒckte sie an sich. „Du weisst“, begann sie, „dass ich deine behandelnde Ärztin bin. Es ist meine Pflicht, stĂ€ndig zu ĂŒberprĂŒfen, ob an dir, meinem Patienten, noch alles dran ist und funktionstĂŒchtig“. Ihre Hand begann, unter die Bettdecke zu wandern. „Und“, lĂ€chelte sie mich an, „ich nehme meine Pflichten sehr genau“. Ihre Hand wanderte weiter, hatte lĂ€ngst meinen Oberschenkel erreicht, der aber nicht ihr Ziel war. Dieses erwartete sie zwischen den beiden Oberschenkeln; stand schon vor ihrer ersten BerĂŒhrung auf Halbmast. Es war wie eine Explosion, als Julia mir zwischen die Beine griff, sich meines Schaftes bemĂ€chtigte, begann, ihn zĂ€rtlich, liebevoll zu streicheln. Wie lange hatte ich dieses GefĂŒhl vermisst. Sex, das hatte ich genĂŒgend, aber keine war wie sie, keine konnte je Julia erreichen. Ich lag da völlig ĂŒberrascht, mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht hiermit, genoss, was sie, ihre zartgliedrigen Finger mit mir anstellten. Julias LĂ€cheln sprach BĂ€nde, sie schien zu spĂŒren, wie sehr ihr die Überraschung gelungen war. Ich legte meine Hand auf ihre Oberschenkel, spĂŒrte ihre warme Haut durch die Nylons hindurch, ließ sie langsam nach oben gleiten. Irgendwie schaffte Julia es, an den Schalter fĂŒr den Arztknopf zu kommen, stellte ihn auf rot-Arzt im Zimmer, Betreten verboten. Und verarztet, das sollte ich nun wirklich werden, nach allen Regeln der Kunst. Langsam wanderte meine Hand an ihren Beinen empor, war lĂ€ngst unter dem weißen Arztkittel, wo die nĂ€chste Überraschung auf mich wartete. Ich dachte, eine Strumpfhose zu streicheln, doch irgendwann berĂŒhrte meine sich vortastende Hand einen Saum, kurz darauf ihre nackten Schenkel. Dieses Luder-sie trug unter ihrem zĂŒchtigen Arztkittel Halterlose, wen das ihr Arztkollegium wĂŒsste, was Frau AssistenzĂ€rztin unter dem Kittel trug. Weiter glitt meine Hand, mĂŒsste eigentlich lĂ€ngst den Stoff des Höschens erreicht haben, doch egal, wie weit ich mich vortastete, es kam kein Höschen. Keinerlei Stoff irgendeiner Art war zu spĂŒren. Nur Haut, nackte Haut. Immer weiter streichelte sie mich, prĂŒfte nach bestem Wissen der Ă€rztlichen Kunst mein bestes StĂŒck auf volle FunktionstĂŒchtigkeit, jagte Schauer der Erregung wie Blitze durch meinen Körper, auch meine Hand tastete sich weiter vor, zwischen ihre Beine, wo ich eigentlich lĂ€ngst auf das Höschen hĂ€tte stoßen und erhielt endlich die Gewissheit, mit der ich schon seit einiger Zeit rechnete: Julia hatte heute auf das Höschen verzichtet, war nackt unter dem Kittel. Anscheinend war das, was hier in meinem Krankenzimmer gerade vor sich geht, kein Zufall, sondern von langer Hand geplant. Immer noch lĂ€chelte Julia mich an, zog schon fast provozierend langsam die Bettdecke zurĂŒck, ohne ihr Fingerspiel zu unterbrechen, beugte sie sich ĂŒber mich, und ließ ihre Zunge ĂŒber meinen Schaft gleiten. Mein einsatzbereiter Elitesoldat stand stramm, wie die Wachen vor dem Buckingham-Palast. An meinem Zucken merkte Julia, dass wir den Punkt, an
dem es noch ein ZurĂŒck gegeben hĂ€tte, lĂ€ngst ĂŒberschritten hatten. Ich wusste, es stellte sie zufrieden, zu bemerken, welchen Reiz sie nach all den Jahren noch auf mich ausĂŒbte, dass ihre erotische Ausstrahlung noch die gleiche ist, wie sie vor Jahren war. „Wir sollten keine Spuren hinterlassen, die zu Spekulationen oder Vermutungen Anlass geben könnten“, meinte sie lĂ€chelnd, „was machen wir da nur?“ Immer noch glitten ihre Finger geschĂ€ftig ĂŒber meine tiefergelegenen Rgionen, fast meinte ich, sie wolle mich in den Wahnsinn treiben. Wieder umschlossen ihre Lippen mein bestes StĂŒck, spielten damit, bis ich es nicht mehr aushalten konnte und michin ihren Mund entlud. „Keine Spuren“, grinste sie, zeigte mir ihre leere Mundhöhle, ein Zeichen dafĂŒr, dass sie sich höchstpersönlich um die Entsorgung gekĂŒmmert hatte.

*

Ich war Privatpatient, hatte Anspruch auf ein Einzelzimmer, was es meiner behandelnden Ärztin leicht machte, private Visiten bei mir vorzunehmen. Dennoch mussten wir auf der Hut sein, wenn trotz des roten „Arzt-im-Zimmer“-Lichtes eine Schwester oder ein anderer Arzt in mein Krankenzimmer platzen wĂŒrde-unser Geheimnis wĂ€re offenbar.Es wĂ€re das Ende Julias medizinischer Karriere gewesen. Doch war unser Geheimnis nicht schon lange gelĂŒftet oder zumindet gerĂŒchteweise auf der Station bekannt? Zu sehr kĂŒmmerte die AssistenzĂ€rztin sich um mein Wohlergehen, zu oft saß sie an meinem Bett, ohne Höschen unter dem Arztkittel, spielte mit ihren zĂ€rtlichen Fingern unter der Bettdecke.
Die Tage gingen ins Land, meine Gesundung machte große Fortschritte. Wohl versuchten wir alles menschenmögliche, meine Entlassung so weit wie möglich aufzuschieben, doch der Tag der Trennung rĂŒckte immer nĂ€her. Doch Julia bewies mir noch ein weiteres Mal ihren Ideenreichtum.

*

Wieder einmal hatte sie ihre Privatvisite bei mir beendet. Es sollte der Tag vor meiner Entlassung sein, bestenfalls der vorletzte hier in der Klinik. Winkend und lĂ€chelnd stand sie in der TĂŒr, ihre makellose Schönheit raubte mir den Verstand. Noch lange, nachdem die TĂŒr sich schloss, sah ich sie vor mir, die Lippen, die mich so sehr verwöhnten, die geschaffen waren, sie zu kĂŒssen, lange, zĂ€rtlich, intensiv, die mir zulĂ€chelten, mich die Welt um mich vergessen ließen. Die HĂ€nde, ihre feingliedrigen, langen Finger, ihren wundervoll geformten Körper. WĂŒrde dies alles nur wieder Vergangenheit sein fĂŒr mich, wĂŒrde es fĂŒr uns eine Zukunft geben, außerhalb der Klinik? Oder wĂŒrden wir wieder unsere Wege gehen, getrennt in verschiedene Richtungen, nach dieser heftigen aber kurzen AffĂ€re? Ich versuchte, nicht daran zu denken, wollte diesen sĂŒĂŸen Augenblick mit Julia mit in den Schlaf nehmn, wie so oft. Doch gerade, als ich mich mit dem Gesicht zur Wand drehen wollte, raschelte etwas unter meiner Decke. Ein Zettel. „Komme bitte um 24 Uhr in die kleine HĂŒtte im Park. Julia“. Es war 22 Uhr. Noch zwei Stunden Zeit. Was hatte Julia vor?

Meine Kleider sahen grauenhaft aus, waren von dem Unfall mehr als mitgenommen. Dennoch zog ich sie an, wollte nicht in meinem Krankenhauskittel in den Park. Noch zehn Minuten. Ich wollte pĂŒnktlich sein, hatte aber das Problem, der Nachtschwester ausdem Weg gehen zu mĂŒssen Wie hĂ€tte ich ihr meinen mitternĂ€chtlichen, selbstgemnehmigten Ausgang erklĂ€ren wollen. Aber ich schien GlĂŒck zu haben, gerade verlosch ein Lichtschein hinter einer sich schließenden TĂŒr. Die Nachtschwester sah nach anderen Patienten, die Luft war rein. Nach mir schste nachts schon lĂ€ngst niemand mehr, mein Heilungsprozess war nahezu abgeschlossen, man wollte mich durchschalafen lassen. Die TĂŒr zum Park war offen, das leichte Quietschen konnte niemand wahrnehmen. Ich war drausen. Die laue Luft eines SpĂ€tsommertags empfing mich. Bis zur HĂŒtte, offenbar der Gerateschuppen des Hausmeisters oder GĂ€rtners lag nur wenige Meter entfernt. Es stellte im
Dunkeln kein Problem dar, sie zu erreichen, wie ein Schatten, unsichtbar, nicht wahrnehmbar. Vorsichtig, nicht wissend, was mich erwarten wĂŒrde, öffnete ich die TĂŒr. Leise Musik empfing mich, Kerzenlicht erhellte den Raum. LĂ€chelnd stand Julia vor mir, das Blondhaar hochgesteckt, ein langes Abendkleid, das mir die Sinne raubte, der fast hĂŒfthohe Schlitz zog meine Augen magisch an, ihre Beine waren geziert von schwarzen Nylons und High Heels. Ich kam mir schĂ€big vor in meinen vom Unfall zerrissenen und verschmutzte Straßenkleidern, doch ich hatte nichts anderes anzuziehen.
Julia nahm mich bein der Hand, fĂŒhrte mich in einen Nebenraum, auch er war von Kerzen erhellt. Das augenfĂ€lligste MöbelstĂŒck war eine große,gedecktre Tafel, ein Festessen fĂŒr zwei Personen. Immer wieder wĂ€hrend des Essens flirteten unsere Augen miteinander, berĂŒhrten unsere HĂ€nde sich. War dies unser Abschied, unser letztes Mal? Es fiel mir schwer, zu schlucken, der Klos in meinem Hals war zu groß. Fast wortlos saßen wir uns gegenĂŒber, unsere Körpersprache aber schrieb wahre BĂ€nde. Die Situation war wunderschön, aber doch beklemmend. Es musste der Abschied sein, ein wundervoller, aber eben letzter Abend. Gedanken an eine Henkersmahlzeit machten sich in mir breit.
Julia schien meine Gedanken zu erraten, sie mussten vor ihr liegen, wie ein offenes Buch. Das Kinn auf die HĂ€nde gestĂŒzt, lĂ€chelte sie mich an. „Wie geht es dir?“, fragte sie. „FrĂ€gst du mich das als Ärztin oder Geliebte?“, entgegnete ich. „Such es dir aus“. „Gemischte GefĂŒhle. Das GlĂŒck des Augenblicks, Ungewissheit vor morgen“, entgegnete ich ihr. „Komm“-sie ergriff meine Hand, fĂŒhrte mich in ein drittes Zimmer, das ich der von außen unscheinbaren HĂŒtte gar nicht zugetraut hĂ€tte. Auch dieses Zimmer war fast gĂ€nzlich eingenommen von einem einzigen MöbelstĂŒck. Einem großen,gerĂ€umigen Bett. Wieviel Anstrengungen musste es sie gekostet haben, es unbemerkkt von allen wĂ€hrend des normalen Klinikbetriebs anliefern zu lassen. Auch dieser Raum wurde von Kerzen erhellt, die, rund um das Bett herum, ein Herz bildeten. Im Bett lagen RosenblĂ€tter, in Erinnerung an eines unserer Treffen, als sie noch meine Escort war. Wortlos sanken wr uns in die Arme, unsere Lippen verschmolzen zu einem nicht enden wollenden Kuss. Ohne unseren Kuss zu unterbrechen, fielen wir auf das Bett, zogen uns gegenseitig aus, kĂŒssten, streichelten uns.

Ich hatte oft Sex mit Julia. Doch heute war es irgendwie anders. Erstmals hatten wir Sex nicht aufgrund einer Buchung als Escort. Erstmals hatten wir Sex als Liebespaar. Es war eine Explosion, eine Eruption der GefĂŒhle. GlĂŒcklich, Arm in Arm schliefen wir ein. Ein lauter Schrei weckte uns: Was ist denn hier los?“; wir hatten verschlafen, den Diensbeginn des Hausmeisters verpasst. „Frau Doktor, Sie...?“ Es klang eher feststellend als fragend. „Ich habe nichts gesehen“, stotterte er. „Tun Sie ruhig Ihre Pflicht“, beruhigte Julia ihn. „Ich habe heute nacht mein GlĂŒck gefunden. Noch einmal werden wir uns nicht trennen. Es wird kein MissverstĂ€ndnis mehr geben“. Ein langer Kuss besiegelte, bestĂ€tigte ihre Worte.

Julia beendete ihre TĂ€tigkeit in der Klinik noch am selben Tag, sie kam mit mir mit, bernahm eine kleine Praxis an meinem Heimatort. Wir haben uns nicht mehr getrennt.5 Jahre-eine lange Zeit-hatten gereicht. Es wĂŒrde eine Ewigkeit dauern, diese Jahre aufzuholen.........




Ende

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