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Leselupe.de > Kurzprosa
Das Zuhause der Künstlerin
Eingestellt am 04. 03. 2008 01:46


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Pola Lilith
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Das Zuhause der Künstlerin


Sie wohnt in den Träumen der Möglichkeiten.
Stuhl, Tisch und Bett sind schwankendes Boot zwischen Aufbruch und Untergang.

Mit der Sonne im Gepäck durchwandert sie die Zeit.
Von der Nacht überrascht flüchtet sie in die Winde, entwirft Landschaften und Worte, komponiert die Gesänge junger Bäume auf den Pässen der Ahnen.

Stets gibt es über dem Abgrund immer noch den Himmel.
Dort bringt sie die Moleküle des Lebens zum Schwingen.

Allein die Liebe kann diese Welt zerstören.
Liebt sie zu stark, geht sie an ihr zugrunde.

Einsam bleibt sie dennoch
nicht einsam
im Erkennen der Menschlichkeit.

Pola Lilith

Version vom 04. 03. 2008 01:46

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jon
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Im letzten Satz fehlt ein Komma. Entweder nach sie (wäre aber schlechter Stil, denn dann müsste es wohl eher "doch" statt "dennoch" heißen), nach "dennoch" (dann entstünde die Frage, worauf sich sich das "dennoch" bezieht) oder nach "nicht" (da würde der zweite Satzteil irgendwie seinen inneren Halt verlieren, weil nicht klar wird, ob er nachräglich erklärt, was mit dem ersten "einsam" im Satz gemeint war, oder er vielleicht doch eher nachschiebt, dass sie in diesem Punkt dann doch einsam ist).
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Pola Lilith
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Komma

Wenn du den Satz in der Essenz liest:

"Einsam bleibt sie nicht einsam""

und dem "einsam" eine jeweils andere Bedeutung zumißt, ist das Fehlen eines Kommas gerechtfertigt

Pola

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jon
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Ok, überzeugt. Wie wäre es der Deutlichkeit halber mit "Allein bleibt sie nicht einsam"?
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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erbsenrot
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Hallo Pola,

ich bin auch am letzten Satz hängengeblieben und musste ihn mehrmals lesen.

Was meint du zu einem Gedankenstrich?

Einsam bleibt sie dennoch nicht einsam - im Erkennen der Menschlichkeit.

Toller Text!

Liebe Grüße
erbsenrot
__________________
Mein neuer Roman (Lesung auf der Buchmesse Leipzig 2014) auf YouTube Hilda Röder

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Pola Lilith
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Ok, überzeugt. Wie wäre es der Deutlichkeit halber mit "Allein bleibt sie nicht einsam"?

Weil "allein" eine ganz andere Bewertung hat als "einsam". Ich kann einsam sein, auch wenn ich zu zweit oder von vielen umgeben bin (da Einsamkeit ein Gefühl ist). Allein aber bin ich nur, wenn ich tatsächlich auch alleine bin.

Ich kann also "einsam und dennoch nicht einsam" sein, weil beides der Gefühlswelt entspringt.



"Erkennen der Menschlichkeit"

Das kommt nun ganz auf den Menschen an:
Im sich-Öffnen ist man ja i.d. R. nicht mehr alleine. Aber nur das Erkennen von etwas zieht auch nicht unbedingt ein Handeln mit sich nach. Ich für meine Person öffne mich, wo ich Menschlichkeit erkenne (gleichzusetzen auch mit der "Humanität", mal etwas strenger ausgedrückt). In dem Moment des Öffnens bin ich einsam (wenn ich diese Grundstimmung habe) und dennoch nicht einsam, weil etwas von außen in meine Gefühlswelt eindringt, das für diesen Moment die (einsame) Grundstimmung zudeckt oder ummäntelt.


Pola

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KaGeb
Guest
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Hallo Pola,

toller Spin, der mich gepackt hat. Du schreibst tolles Kopfkino, welches zu schade ist, in das Forum "geflutet" zu werden. Verpacke es lieber portionsweise. Lass die Leser zwischendurch mal atmen (nur ein Vorschlag).


Absatzvorschläge:

Sie wohnt in den Träumen der Möglichkeiten. Stuhl, Tisch und Bett sind nur schwankendes Boot zwischen Aufbruch und Untergang.
Mit der Sonne im Gepäck durchwandert sie die Zeit.
Von der Nacht überrascht flüchtet sie in die Winde, entwirft Landschaften und Worte, komponiert die Gesänge junger Bäume. Stets gibt es über dem Abgrund immer noch den Himmel.
Die Moleküle des Lebens bringt sie hinter ihren Blicken zum Schwingen.
Allein die Liebe kann diese Welt zerstören. Liebt sie zu stark, geht sie an ihr zugrunde.
Einsam bleibt sie dennoch nicht einsam im Erkennen der Menschlichkeit.

So gefiele es (mir) besser

LG, KaGeb


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