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Leselupe.de > Gereimtes
Das bare Staatsoberhaupt
Eingestellt am 17. 03. 2004 17:53


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LuMen
Häufig gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

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Das bare Staatsoberhaupt


Die Republik der Deutschen braucht,
von der Verfassung vorgeschrieben,
ganz oben eine Art „Durchlaucht“:
Den Präsidenten, den sie lieben.

„Er“ kann auch „sie“ sein, das ist klar,
obwohl bisher nie praktiziert.
Erst dann wird Gleichheit vollends wahr,
wenn solches Amt auch Frauen ziert.

DarĂĽber wird vielleicht vergessen,
Gold ist nicht alles, was da glänzt:
Dein EinfluĂź ist gering bemessen,
selbst wenn du jeden Schachzug kennst!

Politisch ist der höchste Posten
Verschiebebahnhof – man bugsiert
aufs Abstellgleis den zum Verrosten,
der Konkurrenz repräsentiert.

Und häufig glückt es – doch nicht immer –
daĂź man das Volk so irrefĂĽhrt.
Nur manches Mal kommt es noch schlimmer,
wenn Taktikspiel den Machtkampf schĂĽrt,

und derart mit des Amtes WĂĽrde
und des Bewerbers Ruf umgeht,
daĂź diese KĂĽr aus StolperhĂĽrde
und lauter Purzelbaum besteht.

Doch währt das triste Spiel zu lange,
dann werden Kandidaten rar!
Nicht alle blieben bei der Stange,
man greift nun in des FuĂźvolks Schar!

Am Golde hängt, zum Golde drängt
auch dort der Mensch in seinem Streben …
So wird das Amt zuletzt verschenkt.
An wen? Wer´s nicht weiß, wird´s erleben!





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Harald
Guest
Registriert: Not Yet

Bravo, LuMen!

Ich bin zwar von Gedichten mit politischem Hintergrund im allgemeinen nicht angetan, aber Du hast das "Allzu Menschliche" zu betonen gewusst. Justament das ist bei Politikern schwer. Ich glaube, ich habe bei Spoerl einmal gelesen, dass man von Karrikaturen keine Karrikaturen machen kann.

Zum GlĂĽck gibt es die groĂźe Herde unserer Rasse.

O Mensch! Du Schöpfungskron´ und –zier,
du bist und bleibst ein Herdentier
und trampelst voller Größenwahn
den ausgetret´nen Pfad hinan.


Beste GrĂĽĂźe
Harald




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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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diesmal

Lieber LuMen,

da hast Du den Kern getroffen. Diesmal ist es besonders schlimm. Roman Herzog und Friedrich von Weiszäcker waren noch Glücksfälle. Na, warten wir es ab.

Ich könnte nie einen solchen Inhalt so geschickt in Reime bringen. Es hat wieder Spaß gemacht, Dich zu lesen.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.
Liebe GrĂĽĂźe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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