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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Das blonde Mädchen
Eingestellt am 09. 05. 2016 00:30


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Alex Knov
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2015

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Ein kleines blondes Mädchen spielt am Strand

Ihr Vater liegt auf einer Luftmatratze im Wasser, als die Strömung ihn mitreißt und er alle Hoffnung schnell aufgibt, stirbt

Sie rennt zur Mutter, welche sie ignoriert – sie wegstößt, nur um sie dann in den Arm zu nehmen – sie küsst um sie zu ignorieren und sich von ihr helfen zu lassen

Ihr fahrt weg, an einen anderen, schöneren Ort

Der Schein täuscht, ihr seid in der Hölle, wo der Teufel sich neben dich setzt und mit dir spricht – ganz unverbunden – und dich fickt, ohne deine Zustimmung – dich schlägt und deinen Geist versucht zu erwürgen

Doch deine Seele ist Stark

Du suchst Zuflucht

Du fragst Scarlo nach Unterkunft, schläfst in seinen grünen, weichen, benebelnden Armen und hast eine Zeit lang deine Ruhe, die Anderen interessieren dich nicht

Ausgeruht reist du nach irgendwo, mit dem unwichtigen Gott, der zwar glänzt, aber nicht aus Gold ist

Du ziehst nach Stonehenge, findest Liebe, Geborgenheit, Frieden, Sicherheit

Du bist verletzend stark

Er macht dir einen Antrag

Er kniet nieder vor dir, du bist geschockt, willst ja sagen, doch eine Eule kommt vorbei geflogen und schnappt sich den Ring – fliegt nach Bridgeville und lässt ihr Herz in deinen Händen


Mit Herzen in Händen kann niemand Heiraten, oder?


__________________
The fool's the happy one.

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Mondnein
Routinierter Autor
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reizend, verreizend, überreizend

quote:
Der Schein täuscht, ihr seid in der Hölle, wo der Teufel sich neben dich setzt und mit dir spricht – ganz unverbunden – und dich fickt, ohne deine Zustimmung – dich schlägt und deinen Geist versucht zu erwürgen
Wer ist "ihr"?
Wer ist "du" ("... neben dich ... mit dir und dich ... deine ... dich ... deinen")?
Meinst Du den Leser?
Oder duzt Du hier Dich selbst?

Es ist ja schön, daß Dein "Teufel" erst mal mit denen spricht, die er dann vögelt. Offensichtlich ist er ein Mensch, wie sollte er sonst vögeln. Etwa als Geist?
Aber dann versucht er "deinen" Geist zu erwürgen. Da ist er zum Scheitern verurteilt, denn Geist hat weder Hals noch Lunge, es sei denn, metaphorisch, da ist es so physisch wie ein Filmbild, wo der Zuschauer auch nicht davon stirbt, daß der Filmmörderschauspieler den Würger spielt.

Daß Du das alles zusammenschreibst, um den Leser zu überreizen, ist schon klar.

Aus eben diesem schlichten Grunde ist es grottenschlecht.


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Mondnein
Routinierter Autor
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yessir

okay, Steky. Das hält es besser ín der bildhaften Expressivität, in die es gehört.
Genauso ist es dann auch mit dem "Würgen": es ist eher drastisch-metaphorisch, ein "In die Enge Treiben" z.B.

Was mich nicht stört, ist die Textart zwischen Prosa und Dichtung. Und auch die überstürzte Folge der bildhaften Szenen. Das sind lebendige Möglichkeiten. Mir ging es eher um das Reißerische der Geschmacklosigkeiten. Wenn die zu billig daherkommen, habe ich zu schnell den Eindruck, bald müssen wir den Besoffenen ins Bett packen und ihm den Eimer bereitstellen, das Mitleid vermeiden und unsere Seufzer verschweigen. Ich will aber lieber gute Ideen sehen, die schon mal die freche Geschmacklosigkeit mitnehmen. Die guten Ideen, Genauigkeiten der Beobachtung, das Unerhörte der findigen Listen usw. können das Reizvolle sein, - nicht das Vergewaltigen, Morden und Verhöhnen an sich.
Sicher: billig ist klasse, aber das muß man erst mal hinbekommen. Und das braucht die Kürze, den hundsgemeinen Witz, originelle Frechheit. Ich bin ein Tarantino-Fan.
Und Alltagssprache, in der "Ficken" "Reinlegen" bedeutet (wie in der Pulp-Fiction-Szene, wo die hamburgerspeisenden Jungs gefragt werden, ob "Marcellus sich ficken läßt". Ja, mit dem Verständnis von "Ficken" triffst Du es gut.


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sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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