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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Das erste Mal
Eingestellt am 18. 02. 2005 10:17


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Axel B
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Das erste Mal

Fleischig und prall liegt sie vor mir. Ihre glatte Haut habe ich immer schon bewundert. Heute wird es zum ersten Mal passieren. Ich werde in sie eindringen. Mit meiner H├Ąrte ihr Fleisch zerteilen.

Fleischig und prall liegt sie vor mir. Ich habe sie gewaschen und getrocknet, habe mich vorbereitet. Ich z├Âgere. Beinahe Ehrfurcht bef├Ąllt mich angesichts soviel nat├╝rlicher Perfektion. Ich wei├č, heute wird es passieren. Oh, nicht, dass es f├╝r mich das erste Mal w├Ąre, aber f├╝r sie ist es das. Sie bewegt sich nicht, bietet sich mir dar. Ich n├Ąhere mich ihr, ich z├Âgere. Soll ich nicht doch noch warten? Morgen ist auch ein guter Tag.





Fleischig und prall liegt sie vor mir. Ich glaube beinahe k├Ârperlich zu sp├╝ren, dass sie es will. Auch in mir w├Ąchst das Verlangen. Ich n├Ąhere mich ihrer Mitte. Wenn ich jetzt weiter gehe, werde ich sie verletzen. Unwiederbringlich. Wieder z├Âgere ich. Das Verlangen bestimmt meine Handlung. Ohne bewusste Kontrolle sto├če ich brutal in ihr verletzliches Fleisch, zerteile es. Wieder und wieder. Ihr roter Saft flie├čt.

Langsam komme ich zur Ruhe. Ich belege mein Brot mit den Tomatenscheiben und gehe ins Wohnzimmer.

(c)Axel Baumgart

__________________
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gareth
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Hallo Axel B,

eigentlich(!) bin ich kein Freund von solchen Geschichten oder solchen, die sinngem├Ą├č enden: und dann bin ich aufgewacht. Und jetzt ├╝eberlege ich, warum das bei dieser hier anders ist.
Es mag sein, dass es etwas damit zu tun hat, dass ich recht fr├╝h gemerkt habe, wo es hin l├Ąuft. Der Anfang hat mich erst einmal zu einem resignierenden Seufzen veranlasst:

Ich werde in sie eindringen. Mit meiner H├Ąrte ihr Fleisch zerteilen

aber gleich darauf kam ich zu der Stelle:

ich habe sie gewaschen und getrocknet

das macht er nicht wirklich mit ihr, habe ich gedacht und dann auf eine andere, irgendwie alarmierte Art und Weise weiter gelesen.

Soll ich nicht doch noch warten? Morgen ist auch ein guter Tag

In diesem Augenblick des ungl├Ąubigen Verharrens habe ich, quasi aus dem Augenwinkel, am Ende des Textes das Wort Tomatenscheibe gesehen und mich entspannt.

Davon ausgehend, dass Dir das auch bewusst gewesen sein k├Ânnte, bzw. dass das m├Âglicher Weise Deine Absicht war, dass man sp├Ątestens hier wei├č um was es geht, fand ich die nachfolgende Beschreibung:

Ohne bewusste Kontrolle sto├če ich brutal in ihr verletzliches Fleisch... und

Langsam komme ich zur Ruhe

ausgesprochen witzig.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass es tats├Ąchlich Deine Intention war, dem Leser, im Gegensatz zur ├╝blichen Methode, fr├╝hzeitig einen "Tomatenwink" zu geben, wenn ich es einmal so ausdr├╝cken darf, sonst m├╝sste ich noch einmal ganz neu anfangen zu denken. :o)

Gr├╝├če
gareth

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Axel B
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo garteth,

vielen Dank f├╝r Deinen Kommentar.

Mit diesem Text wollte ich den Leser nicht wirklich in die Irre f├╝hren, sondern wollte mich auf die Sinnlichkeit des Kochens, des Umgangs mit Lebensmitteln auseinandersetzen. Nat├╝rlich habe ich dabei billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar beabsichtigt, dass diese Intention nicht sofort offensichtlich ist. Auf jeden Fall hatte ich nicht vor, den "Lebensmittelaspekt" unn├Âtig lange zu verheimlichen.

Sp├Ątestens bei "soviel Perfektion der Natur" hatte ich erwartet, dass jeder Leser aufmerkt, denn ich pers├Ânlich finde Perfektion ausgesprochen langweilig. F├╝r mich sind es die Fehler, die Unvollkommenheiten, die mich neugierug machen.

Alles Gute
Axel
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Stern
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Lieber Axel,

ich mu├čte vom ersten Satz an sooo lachen, sah sofort eine riiiesige Melone vor mir, hab mich zusammengerissen nicht nach unten zu schielen, um die Spannung nicht zu verderben, ob es nun wirklich eine Melone oder vielleicht doch... eine andere Frucht ist. Ich lachte und lachte bis ich mich endlich zu den Tomatenscheiben durchgek├Ąmpft hatte. Und jetzt lache ich immer noch. Nat├╝rlich ist die Tomate viel besser gew├Ąhlt.

Nun k├Ânnte ich das ja bem├Ąngeln, dass es so offensichtlich f├╝r mich war, aber irgendwie liegt gerade darin der Reiz, wie auch gareth schon andeutete. Diese Formulierungen, die fast alle einen Tick, aber nur einen Tick, ├╝ber die Grenze hinaus gehen, und daraus entstehend die Spannung: - oder meint er es vielleicht doch "ernst"??? die macht f├╝r mich den Reiz deiner Geschichte aus. Klasse.

Ich denke, es hei├čt "angesichts von soviel Perfektion der Natur", bei "verletzten" ist ein t zuviel und im ersten Abschnitt fehlt ein Punkt. (Korinthenkackerin, ich weiss...)

Herrlich!

Liebe Gr├╝├če,

Natalie *

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Axel B
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Natalie,

gerne habe ich Deine Anmerkungen aufgenommen. Nach kurzem Nachdenken finde ich den Ausdruck "nat├╝rlich Perfektion" leichter und treffender. Au├čerdem kann ich damit das andere - sprachliche - Problem umgehen :-)).

Axel
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Lillia
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...

Mhm. Gekonnt und auch witzig...aber mich verlaesst ein gewisses Ekelgefuehl nicht.
Vielleicht ist ja auch das Absicht?

Gruesse
lilli
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Ich brauche keine Bequemlichkeiten. Ich will Gott. Ich will Poesie und Freiheit und Tugend. Ich will S├╝nde.

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