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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Das große Fressen einer Kleinigkeit im Juni
Eingestellt am 08. 06. 2004 20:32


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Stoffel
gesperrt
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Das große Fressen einer Kleinigkeit im Juni

Ich würde gern
mein Hirn auffressen
weiß aber nicht
wie ich es anstellen soll.
Tag für Tag
zermartere ich es mir
und das tut sehr weh.

Es ist mir unmöglich
meinen Schädel selbst zu öffnen
denn ich kann kein Blut sehn.
Mir wird dann schlecht
und am Ende
läge ich ohnmächtig auf dem Boden
und verblutete.

Ich kann auch
keinen Freund darum bitten
denn ists Hirn einmal draussen
wüsste ich nicht
wieso ich der Aufforderung
den ganzen Scheiß wegzumachen
Folge leisten sollte.
Und dann wäre die Freundschaft
gar noch im Eimer.

Aber wenn es mir gelänge
könnte ich es meinem Nachbarn
zum Fraß vorwerfen,
dann würde der endlich
auch mal schlau
aus mir werden und hörte auf
mich ständig anzupissen.

Oder ich setzte es Gerhard ein
und er verstünde mich besser.
Und ich nähme seins dafür
aber seins will ich nicht
würds eh nur tillen.

Aber
Vielleicht esse ich einfach
mehr Fleisch
BSE-verseuchtes
dann regelt sich mein Problem
von selbst.

Irgendwann.



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heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 207
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Ich kann auch
keinen Freund darum bitten
denn wäre es erstmal draussen
wüsste ich nicht
wieso ich der Aufforderung
den ganzen Scheiß wegzumachen
Folge leisten sollte.

Und dann wäre die Freundschaft
gar noch im Eimer.
das stoffelsche, wirkt recht sprunghaft und na geht mir aus dem zusammenhang heraus nicht ein...
ansonsten sehr gute ideen. die letzten drei strophen finde ich am klarsten.
heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kühle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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moin Heike,

jepp..haste nicht Unrecht, denn auch mir lag genau diese Stelle im Magen quer.
Ich habe es verändert.
Ansonsten, was den "Sprung" angeht..kann sein.
Und auch, das die letzten drei "klarer" wirken.
Denn während der Gedanken, dem Wünschen etc..ist ein Sprung..
ein ausmalen..was wäre wenn..am Ende..
Ich mag das. Jetzt wo du es sagst.
Vorher war es eher unbewusst.

Danke herzlichst...
hast mir auf die Sprünge geholfert
lG
Stoffel

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hi, Stoffeline,
also, ich finde dieses Gedicht ist so voller
Selbstironie - gefällt mir echt. Schon die Größe sein eigenes Hirn als eine Kleinigkeit zu bezeichnen zeugt
von Selbstverballhornung
Der Schluß ist auch gut - man kriegt BSE und die Sache
erledigt sich von selbst (schlägt ja bekanntlich aufs Hirn)
Nur was ist "tillen" um Himmelswillen - klär doch eine altmodische Tante mal auf

Liebe Grüße
Klopfstock
die ihr Ticken im Kopf
auch manchmal loswerden möchte

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Stoffel
gesperrt
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guten Morgen Irene,

ja, der ganze Text eigentlich ist sone Art Eigenverballhornung...*puh*
Sonst lässt man sich das Herz "rausreißen", Menschen in Augen ertrinken..hier war mir wohl an diesem Tag mein Hirn im Weg.

"tillen" Ich wusst nicht wie man das schreibt. Kennst so Flipperautomaten? Wenn man da zu stark dran rumackert, dann steht da "tilt" und man kann nichts mehr mit ihm anfangen. (man muss ein neues Spiel anfangen, das alte ist im Eimer)

Wenn einer "austickt" sagt man, glaube ich auch "der tilt doch".

Danke Dir
lG
Stoffel

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Danke, jetzt verstehe ich dieses Wort und somit
auch die besagte Stelle dieses Gedichtes besser

Bis dann
Klopfstock LG

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