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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das kleine Monster
Eingestellt am 20. 02. 2005 14:29


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Beluga
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Das kleine Monster

„Du bist eine Schlange, eine hinterhĂ€ltige, verlogene Schlange“.
Carla starrt die grinsende, junge Frau vor sich zornig an. Sie muss mit Scheuklappen durchs Leben gegangen sein, sonst hÀtte es ihr nie passieren können, dass sie auf so viel Hinterlist hereinfÀllt. Tanja hat ihr monatelang vorgegaukelt ihre Freundin zu sein und hat sie doch nur ausgehorcht.
Und sie, Carla, ist wie ein dummes junges GĂ€nschen auf die falsche Freundin hereingefallen. Sie war sogar glĂŒcklich, dass sie jemand gefunden hat, der ihre Sorgen und Nöte teilt. Der so frĂŒh gestorbene Vater, der ihr nichts als Schulden hinterlassen hat. Die kleine Tochter, die sie ganz alleine großziehen muss und die immer ein wenig krĂ€nkelt. Die Kollegen in der WĂ€scherei, die sie vom ersten Tag an abgelehnt haben, die keine Gemeinheit auslassen, fĂŒr die die schlimmste KrĂ€nkung gerade gut genug ist. Und sie, Carla, sie kann sich nicht wehren, sie muss alles stumm erdulden, denn sie braucht ihren Job.
„Und du, du bist eine dumme Pute. Schau dich doch mal an. Die geborene DuckmĂ€userin. Das kleine graue MĂ€uschen, das sich so gerne an Mama Tanjas Schulter ausgeweint hat. Wer will schon mit so einer befreundet sein?“
Wieso ist ihr nie vorher Tanjas schrilles Lachen aufgefallen? Wieso hat sie nie den kalten, stechenden Blick ihrer Augen gesehen? Das blondierte, hochtoupierte Haar, die dicke, fleckige Schminke? Ein schmerzhafter Stachel grÀbt sich tief in ihr Herz. Sie wollte nicht sehen. Es geschieht ihr nur recht betrogen worden zu sein. Sie sollte es wahrhaft besser wissen.

Tanjas böses Gekeife rauscht an Carla vorbei. Sie darf es nicht zulassen. Es darf nie wieder geschehen. Sie darf dem kleinen Monster nicht erlauben aus dem hintersten Winkel ihrer Seele zu kriechen. Die Auswirkungen waren immer zu schlimm. Gehetzt schaut sich Carla in dem menschenleeren großen Raum um. Die riesigen Waschmaschinen rattern ungleichmĂ€ĂŸig. Die Trommel der Heißmangel gibt disharmonische Quietschlaute von sich, der Druckkessel stĂ¶ĂŸt in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden kleine Dampfwolken aus, die an der Decke entlang kriechen, Ă€hnlich einem geisterhaften Wesen, das nach einem Fluchtweg sucht.
Hinter der TĂŒr zum Aufenthaltsraum hört sie ein unterdrĂŒcktes Kichern. Mit schnellen Schritten durchquert sie den Raum und reißt die TĂŒr auf. Schadenfroh grinsen die fĂŒnf anderen MĂ€dchen der WĂ€scherei sie an.

Wut und Zorn brodeln in Carla wie ein Eintopf, der zu lange auf dem Feuer steht. Der kalte Klumpen Adrenalin in ihrem Magen wird zu einem glĂŒhenden Feuerball. Das Feuer durchdringt ihren Körper. Ein goldener Schleier hĂŒllt sie ein wie ein ĂŒberdimensionaler Heiligenschein. Feuer und Blitze sprĂŒhen aus ihren Augen.

Erschreckt reißen die MĂ€dchen die Augen auf, selbst Tanja stellt ihre SchmĂ€hrede erschrocken ein.
So schnell das PhÀnomen entstand, so schnell ist es auch wieder verschwunden.

„Keiner von euch wird je wieder ĂŒber mich lachen oder auf mir herumhacken,“ sagt Carla ganz ruhig in Richtung der Kolleginnen, „und du Tanja, wirst nicht mehr genug Zeit haben, um ĂŒber deine SchĂ€ndlichkeit nachzudenken.“

BedÀchtig dreht Carla sich um und lÀsst ihre verstörten Kolleginnen hinter sich.

*

„Es war ein Unfall!“
Diese Worte lassen Carla mitten in der TĂŒr innehalten.
Mit Absicht ist sie heute spÀt dran. Sie wollte sich nicht den Attacken ihrer Kolleginnen im Aufenthaltsraum aussetzen. Nicht schon wieder, nicht heute, nicht nach dem Auftritt gestern Abend. Carlas Nerven liegen blank. StÀndig erwartet sie das kommende Unheil. Das Unheil, das sie nicht verhindern kann, von dem sie aber sicher ist, dass es unaufhaltsam kommt.
Und jetzt diese Stimme.
„Es war ein Unfall!“
In dem großen Raum ist es still wie in einer Gruft. Keine Waschmaschine rattert, kein Dampfkessel zischt, kein Geschnatter der MĂ€dchen.
BedÀchtig schreitet Carla vorwÀrts.
Die TĂŒr zum Aufenthaltsraum steht offen. Die gesamte Mannschaft, der Chef, die SekretĂ€rin, alle sind da, nur Carla fehlt noch. Mitten im Raum stehen zwei unbekannte MĂ€nner. Alle Augen richten sich auf Carla. Das Unbehagen steht deutlich in ihrem Gesicht.
„Sind Sie Carla Becht?“
Carla kann nur nicken. In ihrem Hals sitzt ein dicker Kloß.
„Kommen Sie herein, junge Frau,“ sagt der Fremde jovial „wir haben nur noch auf sie gewartet.“
Er macht zwei große Schritte auf Carla zu, streckt ihr die Hand entgegen: „ Mein Name ist Mahlmann von der Mordkommission. Ich habe ein paar Fragen an Sie.“
Carlas Gesichtsfarbe Àhnelt einem Leichentuch.
Sie wusste es, wusste, dass etwas Schreckliches passieren wĂŒrde.
Entschlossen nimmt sie die Schultern zurĂŒck.
„Was ist denn nur passiert?“ Ihre Stimme ist dĂŒnn doch sehr gefasst.
„Nehmen Sie bitte Platz Frau Becht. Es hat einen Unfall gegeben. Ihre Kollegin Tanja Stein wurde heute Morgen tot in einer Waschmaschine entdeckt. Können Sie uns dazu etwas sagen? Sie hatten doch gestern Abend einen Streit mit ihr.“
Carlas Teint wird noch eine Spur blasser. Doch im Hintergrund ihrer Augen beginnt ein goldenes Licht zu glimmen. Sie spĂŒrt die feurige Hitze wieder in sich aufsteigen, die ihr ungeahnte KrĂ€fte verleiht. Schnell senkt sie die Lider ĂŒber den Ă€ußeren Beweis ihrer Ungewöhnlichkeit.
Etwas irritiert schĂŒttelt der Polizist den Kopf. Hat er sich doch gerade eingebildet die Augen der jungen Frau wĂŒrden golden aufblitzen. Er ist wirklich urlaubsreif.
Ruhig antwortet Carla ihm: „Ja, wir hatten einen Streit und fast alle Anwesende waren Zeuge. Doch was dann passierte kann ich nicht sagen. Ich habe die Firma verlassen, da waren alle noch zusammen im Arbeitsraum.“
Ihr Chef nickt: „Ja, das kann ich bestĂ€tigen, ich habe Carla die Firma verlassen sehen. Zehn Minuten spĂ€ter sind alle anderen gegangen. Auch Tanja. Ich habe bis neun gearbeitet, dann noch mal einen Kontrollgang gemacht, es war keiner mehr da, alle Maschinen waren abgestellt. Dann habe ich abgeschlossen und habe selbst Feierabend gemacht. Aber das habe ich ihnen alles schon erzĂ€hlt.“
„Was haben Sie denn gestern nach Feierabend gemacht, Frau Becht?“, wendet sich der Polizist wieder an Carla.
„Ich habe meine Tochter von der Tagesmutter abgeholt, mit der noch einen Kaffee getrunken und bin dann mit dem Bus um 20.15 Uhr nach Hause gefahren.“
„Kann jemand das bestĂ€tigen, oder hat sie jemand anschließend noch gesehen?“, will er Beamte wissen.
„Ja, meine Nachbarin Frau Kaiser. Ich putze abends, wenn meine Tochter schlĂ€ft, bei ihr. Ich habe sie gegen 22 Uhr verlassen.“
„Können Sie sich irgend einen Reim darauf machen, wie und warum Tanja noch einmal in der Firma war?“
„Nein, tut mir leid, da kann ich ihnen leider nicht helfen.“
„Ihre Kolleginnen haben ausgesagt, Sie hĂ€tten gestern merkwĂŒrdige Äußerungen gemacht,“ deutet der Polizist vage an.
„Ja,“ antwortet Carla, „ ich habe mir einen Moment lang wirklich gewĂŒnscht eine Waschmaschine wĂŒrde zum Leben erwachen, ihr Maul öffnen wie einen Höllenschlund und Tanja, diese Ausgeburt des Teufels, darin verschlingen. Und den Rest dieser hinterhĂ€ltigen, boshaften Weiber gleich mit. Doch es tut mir trotz allem leid, was passiert ist.“

Nach diesem Tag hat Carla nie wieder Probleme mit ihren Kolleginnen.

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Axel B
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Hallo,

ich finde die Geschichte sehr spannend, auch wenn ich am Anfang etwas gebraucht habe, um hinein zu kommen. Schade finde ich, das das RÀtsel um den Tod nicht aufgelöst wird.

Vielleicht prĂŒfst Du den Text noch einmal im Hinlick auf die Verwendung der Zeiten. Ich bin insbsondere im Hinblick auf den letzten Satz nicht ganz sicher, ob es immer stimmig ist.

Alles Gute
Axel
__________________
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flammarion
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Das kleine Monster

„Du bist eine Schlange, eine hinterhĂ€ltige, verlogene Schlange“.
Carla starrt die grinsende, junge Frau vor sich zornig an. Sie muss mit Scheuklappen durchs Leben gegangen sein, sonst hÀtte es ihr nie passieren können, dass sie auf so viel Hinterlist hereinfÀllt. Tanja hat ihr monatelang vorgegaukelt(Komma) ihre Freundin zu sein und hat sie doch nur ausgehorcht.
Und sie, Carla, ist wie ein dummes junges GĂ€nschen auf die falsche Freundin hereingefallen. Sie war sogar glĂŒcklich, dass sie jemand gefunden hat, der ihre Sorgen und Nöte teilt. Der so frĂŒh gestorbene Vater, der ihr nichts als Schulden hinterlassen hat. Die kleine Tochter, die sie ganz alleine großziehen muss und die immer ein wenig krĂ€nkelt. Die Kollegen in der WĂ€scherei, die sie vom ersten Tag an abgelehnt haben, die keine Gemeinheit auslassen, fĂŒr die die schlimmste KrĂ€nkung gerade gut genug ist. Und sie, Carla, sie kann sich nicht wehren, sie muss alles stumm erdulden, denn sie braucht ihren Job.
„Und du, du bist eine dumme Pute. Schau dich doch mal an. Die geborene DuckmĂ€userin. Das kleine graue MĂ€uschen, das sich so gerne an Mama Tanjas Schulter ausgeweint hat. Wer will schon mit so einer befreundet sein?“
Wieso ist ihr nie vorher Tanjas schrilles Lachen aufgefallen? Wieso hat sie nie den kalten, stechenden Blick ihrer Augen gesehen? Das blondierte, hochtoupierte Haar, die dicke, fleckige Schminke? Ein schmerzhafter Stachel grÀbt sich tief in ihr Herz. Sie wollte nicht sehen. Es geschieht ihr nur recht(Komma) betrogen worden zu sein. Sie sollte es wahrhaft besser wissen.

Tanjas böses Gekeife rauscht an Carla vorbei. Sie darf es nicht zulassen. Es darf nie wieder geschehen. Sie darf dem kleinen Monster nicht erlauben(Komma) aus dem hintersten Winkel ihrer Seele zu kriechen. Die Auswirkungen waren immer zu schlimm. Gehetzt schaut sich Carla in dem menschenleeren großen Raum um. Die riesigen Waschmaschinen rattern ungleichmĂ€ĂŸig. Die Trommel der Heißmangel gibt disharmonische Quietschlaute von sich, der Druckkessel stĂ¶ĂŸt in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden kleine Dampfwolken aus, die an der Decke entlang kriechen, Ă€hnlich einem geisterhaften Wesen, das nach einem Fluchtweg sucht.
Hinter der TĂŒr zum Aufenthaltsraum hört sie ein unterdrĂŒcktes Kichern. Mit schnellen Schritten durchquert sie den Raum und reißt die TĂŒr auf. Schadenfroh grinsen die fĂŒnf anderen MĂ€dchen der WĂ€scherei sie an.

Wut und Zorn brodeln in Carla wie ein Eintopf, der zu lange auf dem Feuer steht. Der kalte Klumpen Adrenalin in ihrem Magen wird zu einem glĂŒhenden Feuerball. Das Feuer durchdringt ihren Körper. Ein goldener Schleier hĂŒllt sie ein wie ein ĂŒberdimensionaler Heiligenschein. Feuer und Blitze sprĂŒhen aus ihren Augen.

Erschreckt reißen die MĂ€dchen die Augen auf, selbst Tanja stellt ihre SchmĂ€hrede erschrocken ein.
So schnell das PhÀnomen entstand, so schnell ist es auch wieder verschwunden.

„Keiner von euch wird je wieder ĂŒber mich lachen oder auf mir herumhacken,“ sagt Carla ganz ruhig in Richtung der Kolleginnen, „und du(Komma) Tanja, wirst nicht mehr genug Zeit haben, um ĂŒber deine SchĂ€ndlichkeit nachzudenken.“

BedÀchtig dreht Carla sich um und lÀsst ihre verstörten Kolleginnen hinter sich.

*

„Es war ein Unfall!“
Diese Worte lassen Carla mitten in der TĂŒr innehalten.
Mit Absicht ist sie heute spÀt dran. Sie wollte sich nicht den Attacken ihrer Kolleginnen im Aufenthaltsraum aussetzen. Nicht schon wieder, nicht heute, nicht nach dem Auftritt gestern abend (Abend). Carlas Nerven liegen blank. StÀndig erwartet sie das kommende Unheil. Das Unheil, das sie nicht verhindern kann, von dem sie aber sicher ist, dass es unaufhaltsam kommt.
Und jetzt diese Stimme.
„Es war ein Unfall!“
In dem großen Raum ist es still wie in einer Gruft. Keine Waschmaschine rattert, kein Dampfkessel zischt, kein Geschnatter der MĂ€dchen.
BedÀchtig schreitet Carla vorwÀrts.
Die TĂŒr zum Aufenthaltsraum steht auf (offen. Um aufzustehen, muss sich die tĂŒr erstmal gesetzt oder gelegt haben). Die gesamte Mannschaft, der Chef, die SekretĂ€rin, alle sind da, nur Carla fehlt noch. Mitten im Raum stehen zwei unbekannte MĂ€nner. Alle Augen richten sich auf Carla. Das Unbehagen steht deutlich in ihrem Gesicht.
„Sind sie Carla Becht?“
Carla kann nur nicken. In ihrem Hals sitzt ein dicker Kloß.
„Kommen sie herein, junge Frau,“ sagt der Fremde jovial „wir haben nur noch auf sie (Sie) gewartet.“
Er macht zwei große Schritte auf Carla zu, streckt ihr die Hand entgegen: „ Mein Name ist Mahlmann von der Mordkommission. Ich habe ein paar Fragen an sie (Sie).“
Carlas Gesichtsfarbe Àhnelt einem Leichentuch.
Sie wusste es, wusste, dass etwas schreckliches (Schreckliches) passieren wĂŒrde.
Entschlossen nimmt sie die Schultern zurĂŒck.
„Was ist denn nur passiert?“ Ihre Stimme ist dĂŒnn(Komma) doch sehr gefasst.
„Nehmen sie bitte Platz(Komma) Frau Becht. Es hat einen Unfall gegeben. Ihre Kollegin Tanja Stein wurde heute morgen (Morgen) tot in einer Waschmaschine entdeckt. Können sie uns dazu etwas sagen? Sie hatten doch gestern abend (Abend) einen Streit mit ihr.“
Carlas Teint wird noch eine Spur blasser. Doch im Hintergrund ihrer Augen beginnt ein goldenes Licht zu glimmen. Sie spĂŒrt die feurige Hitze wieder in sich aufsteigen, die ihr ungeahnte KrĂ€fte verleiht. Schnell senkt sie die Lider ĂŒber den Ă€ußeren Beweis ihrer Ungewöhnlichkeit.
Etwas irritiert schĂŒttelt der Polizist den Kopf. Hat er sich doch gerade eingebildet(Komma) die Augen der jungen Frau wĂŒrden golden aufblitzen. Er ist wirklich urlaubsreif.
Ruhig antwortet Carla ihm: „Ja, wir hatten einen Streit und fast alle Anwesende waren Zeuge. Doch was dann passierte(Komma) kann ich nicht sagen. Ich habe die Firma verlassen, da waren alle noch zusammen im Arbeitsraum.“
Ihr Chef nickt: „Ja, das kann ich bestĂ€tigen, ich habe Carla die Firma verlassen sehen. Zehn Minuten spĂ€ter sind alle anderen gegangen. Auch Tanja. Ich habe bis neun gearbeitet, dann noch mal einen Kontrollgang gemacht, es war keiner mehr da, alle Maschinen waren abgestellt. Dann habe ich abgeschlossen und habe selbst Feierabend gemacht. Aber das habe ich ihnen alles schon erzĂ€hlt.“
„Was haben sie denn gestern nach Feierabend gemacht, Frau Becht?“(Komma) Wendet (wendete) sich der Polizist wieder an Carla.
„Ich habe meine Tochter von der Tagesmutter abgeholt, mit der noch einen Kaffee getrunken und bin dann mit dem Bus um 20.15 Uhr nach Hause gefahren.“
„Kann jemand das bestĂ€tigen, oder hat sie jemand anschließend noch gesehen?“(Komma) Will (will) der Beamte wissen.
„Ja, meine Nachbarin Frau Kaiser. Ich putze abends, wenn meine Tochter schlĂ€ft, bei ihr. Ich habe sie gegen 22 Uhr verlassen.“
„Können sie sich irgend einen Reim darauf machen, wie und warum Tanja noch einmal in der Firma war?“
„Nein, tut mir leid, da kann ich ihnen leider nicht helfen.“
„Ihre Kolleginnen haben ausgesagt, sie hĂ€tten gestern merkwĂŒrdige Äußerungen gemacht,“ deutet der Polizist wage (vage) an.
„Ja,“ antwortet Carla, „ ich habe mir einen Moment lang wirklich gewĂŒnscht(Komma) eine Waschmaschine wĂŒrde zum Leben erwachen, ihr Maul öffnen wie einen Höllenschlund und Tanja, diese Ausgeburt des Teufels, darin verschlingen. Und den Rest dieser hinterhĂ€ltigen, boshaften Weiber gleich mit. Doch es tut mir trotz allem leid, was passiert ist.“

Nach diesem Tag hat Carla nie wieder Probleme mit ihren Kolleginnen.
Besser lesbar wÀre die geschichte, wenn sie in der vergangenheitsform geschrieben wÀre.
lg

__________________
Old Icke

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