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Leselupe.de > Gereimtes
Das laute Leer
Eingestellt am 18. 02. 2007 07:16


Autor
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Sonnenkreis
Festzeitungsschreiber
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Das laute Leer

Immer dann
wenn lautes Leer
die leise Wahrheit
├╝berschreit

Wenn niemand
nichts gesehen hat
bei uns und dort
fast ├╝berall

Das kleine
Einod Lebenszeit
verbiegt in Angst
und Eitelkeit






┬ę 11.02.2007

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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verbiegen

Lieber Sonnenkreis,


mir gefallen die Bilder in den gezielt gesetzten wenigen Worten.
In der dritten Strophe suche ich aber den deutlichen Bezug zum "immer dann" aus der ersten.

quote:
Das laute Leer

Immer dann
wenn lautes Leer
die leise Wahrheit
├╝berschreit

Wenn niemand
nichts gesehen hat
bei uns und dort
fast ├╝berall

Das kleine
Einod Lebenszeit
verbiegt in Angst
und Eitelkeit

Ich finde, durch ein Vertauschen der Zeilen wird es klarer:

Verbiegt in Angst
und Ehrlichkeit
sich (refexiv) klein das
Einod Lebenszeit

Einen sch├Ânen Sonntag w├╝nscht

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Sonnenkreis
Festzeitungsschreiber
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Liebe Elke,

vielen Dank f├╝r die konstruktive Auseinandersetzung
mit meinem Gedicht!

Der Weg zur dritten Strophe f├╝hrt ganz bewu├čt ├╝ber
die zweite. Denn das ├╝berschreien von Wahrheiten
ist an sich kein feiner Zug, findet sich aber h├Ąufig.

Die tiefere Verbiegung findet hier im Gedicht erst des-
halb statt, weil das ├╝berschreien zwar offensichtlich
stattfindet und sichtbar ist, aber bewu├čt nicht wahr-
genommen wird. Es erinnert also auch an die be-
kannten drei Affen: Nichts sehen, nichts h├Âren, nichts
sagen.

Im Lexikon der Synonyme findet sich zum Begriff
"eitel" neben gefalls├╝chtig und kokett auch das Wort
"affig".

W├╝rde ich Deinem Gedankengang folgen, dann w├Ąre
es sinnvoll das Wort "Verbiegt" durch "Verzweigt" zu
ersetzen. Aber eben eine solche Verzweigung ist in
meinem Gedicht nicht gewollt.

Ich w├╝nsche Dir eine gute Zeit und schicke

Liebe Gr├╝├če
Sonnenkreis

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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Missverst├Ąndnis

quote:
W├╝rde ich Deinem Gedankengang folgen, dann w├Ąre
es sinnvoll das Wort "Verbiegt" durch "Verzweigt" zu
ersetzen. Aber eben eine solche Verzweigung ist in
meinem Gedicht nicht gewollt

Nein, da hast Du mich ganz falsch verstanden. Das Verbiegen ist schon so gemeint, dass sich jemand gezwungenerma├čen oder umst├Ąndehalber verstellt.

Liebe Gr├╝├če

Elke


__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Sonnenkreis
Festzeitungsschreiber
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Liebe Elke,

Dein Gedankengang enth├Ąlt zwei Komponenten ├╝ber
die ich nachdenke:

Du ersetzt in Deinem Vorschlag Eitelkeit durch Ehr-
lichkeit. Die Ehrlichkeit wurde aber bereits in der
ersten und zweiten Strophe verbogen. In der dritten
Strophe sind Ursache (Angst und Eitelkeit) und Wir-
kung (auf die Lebenszeit, das Lebensgef├╝hl) be-
schrieben. Der Akt der Verbiegung findet also dort
zu seinen Urhebern zur├╝ck

Einen weiteren Gedanken setzt Du hinzu: Das sich
"umst├Ąndehalber gezwungen" f├╝hlen. Genau an dies-
en Punkt m├Âchte mein Gedicht auch ber├╝hren:

Welche pers├Ânlichen Umst├Ąnde liegen vor, das Men-
schen bewu├čt den Blick abwenden, wenn Unrecht
passiert? Und rechtfertigen diese Umst├Ąnde das?

Vielen Dank das Du mir mit Deinen Gedanken Ge-
legenheit gabst das Gedicht tiefer aufzuschl├╝sseln!

Liebe Gr├╝├če
Sonnenkreis

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Oct 2003

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Hallo Sonnenkreis

Ich kenne die Ein├Âde und das Kleinod. Das kleine Einod hast Du gerade erfunden und ich bitte um Erkl├Ąrung, was das bedeuten soll und warum das n├Âtig ist.

Danke!

Gruss

J├╝rgen

__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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