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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Das letzte Wort
Eingestellt am 19. 11. 2005 16:39


Autor
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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Wir hatten uns lange auf den Tag gefreut: „Endlich raus, aus dieser Ferienwohnung und dann richtig schick essen gehen. Das Lokal wurde schon Tage zuvor von uns ausgew├Ąhlt.:„Dort werden wir essen, wenn es uns danach ist." Und jetzt war es uns danach: Einfach so! Wir hatten keinen Hochzeitstag. Keiner von uns hatte zuf├Ąllig Geburtstag und es gab auch sonst nichts zu feiern. Es war ein edles Restaurant mit allem drum und dran. Kerzen auf dem wei├č gedeckten Tisch, wie es sich f├╝r ein Esslokal dieser Kategorie geh├Ârte.
Wir nahmen Platz, das hei├čt - ich muss es unbedingt noch erw├Ąhnen, weil ich es f├╝r wichtig halte: Meine bessere Eheh├Ąlfte schob mir den Stuhl zurecht, damit ich darauf bequem Platz nehmen konnte. Unsere Stimmung war hervorragend -brauchte ich doch heute in unserer Ferienwohnung einmal nicht zu kochen-. Als Vorspeise w├Ąhlte ich eine Suppe. Sie lief problemlos durch meine Speiser├Âhre. Doch dann begann mein Auftritt. Mein Husten setzte genau nach der Suppe ein. Gerade in dem Moment, als ich den ersten festen Bissen der Hauptmahlzeit herunter geschluckt hatte. Es war ├╝brigens Sauerbraten. Er schmeckte k├Âstlich. Wie eine Verdurstende angelte ich nach der Feuchtigkeit in meinem Weinglas und stie├č es dabei um. Die dekorative Tischkerze versagte ihren Dienst, indem sie erlosch und alle umhersitzenden G├Ąste wurden auf mich aufmerksam, als dieses Weinglas auch noch zerbrach und ich weiterhin hustender weise auf meinem zurecht ger├╝ckten Stuhl sitzen blieb. Nachdem der Rotwein es vorgezogen hatte, meine neue Feinstrumpfhose farbig zu ├╝berziehen, sprang ich hektisch auf meine F├╝├če und eilte dem Toilettenraum entgegen. Dort trank ich mit der Hand unter dem niedrigen Wasserkran mindestens einen halben Liter Leitungswasser und ein Gast aus dem Lokal sch├╝ttelte wild den Lockenkopf, ungehalten dar├╝ber, dass die Lady nach ihrem Toilettenbesuch mit ihren H├Ąnden nicht ans Waschbecken heran reichten konnte.
Mein Husten beruhigte sich wieder, die Rotweinflecken verzierten jetzt ein Tempotaschentuch und meine Beine trugen mich wieder an meinen Platz ins Lokal zur├╝ck an den Tisch. Diesmal r├╝ckte mir Werner nicht den Stuhl zurecht. Ob er sich meinetwegen sch├Ąmte? Aber ich meine, was kann ich daf├╝r? Ich hustete doch nicht mit Absicht. Ich bildete es mir doch nur ein!
Jedenfalls hatte das beim letzten Arztbesuch der Arzt zu mir gesagt. Und der musste es schlie├člich wissen.
Auf dem R├╝ckweg lie├č Werner es mich wissen: „Jedenfalls gehe ich vorl├Ąufig mit dir nicht mehr schick essen!"
„Ja, Papa!" antwortete ich noch schnell mit heiserer Stimme denn ich musste prinzipiell immer das letzte Wort haben.

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flammarion
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nu,

da is der papa selber schuld. was l├Ą├čt er das kind vom rotwein kosten . . . h├Ą, kind? hie├č es nicht n paar zeilen vorher, dass sie in einer einrichtung kocht? das verwirrspiel ist mir zu heftig.
lg
__________________
Old Icke

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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Hallo Marion,

ich f├╝rchte in Zukunft steht auf dem Einkaufszettel f├╝r die Ferienwohnung auch eine Flasche Rotwein mit auf der Liste

(Ob du das wohl bei├čen kannst?)

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flammarion
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nee.

das macht mir deine geschichte auch nicht klarer.
lg
__________________
Old Icke

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Zarathustra
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Liebe Anemone,

der Schluss ist gut, die Geschichte hat Esprit, warum korregierst du den Fehler mit dem Alter nicht.
Oder habe ich etwas mi├čverstanden.

... L. G. aus M├╝nchen
Hans
__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

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anemone
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Zarahustra,

der Fehler mit dem Alter? Die Protagonistin bezeichnet ihren Ehemann als Papa. Er wird den Scherz verstanden haben.
Oder verstehe ich jetzt etwas nicht? ├ťbrigens danke f├╝rs Lesen usw.

liebe Gr├╝├če

(alte Schule: R├╝cken vom Stuhle)

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