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Leselupe.de > Gereimtes
Das tapfere Schreiberlein
Eingestellt am 24. 06. 2007 23:31


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Herr M├╝ller
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Das tapfere Schreiberlein

Im Mondschein begann die Sonne ihr Treiben
versteckt hinter Zwergen gesiebtes Gesicht
der Wolf erstarrt an Rottweilers Kappen
verstummt bleibt der Kater im Stiefelgedicht

Wei├č ist der Schrot, und Schnee schnaubt das Ro├č
in Asche gebuddelt, gegooglt der Frosch
K├Ânig geh├Ąnselt mit Greten im Wald
es singen und klingen die Z├Ąhne von ... einem bekannten Hersteller von Bohrmaschinen

Oh himmlisches Sch├╝tteln, geholltes, geschneit
du Frau meiner Federn, gepunzelt und rar
du R├Âschen mit Dornen und Wittchen im Schnee
...
ich h├Âr auf zu Dichten, ich hab┬┤ ein im Tee.

Juni 2007

__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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Aragorn
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Tach, mein lieber M├╝ller,

ich habe eine spontane Idee zu Zeile 3, welche mir rhythmisch nicht ganz stimmig erscheint:

quote:
der Wolf erstarrt hart grad' an Rottweilers Kappen

Auch Zeile 1 f├Ąnde ich besser mit einer Silbe mehr:
quote:
Im Mondschein begann einst die Sonne ihr Treiben

Ansonsten:
Mich beeindruckt nat├╝rlich insbesondere der tiefe Hintersinn!

Die Tee-Problematik gab es - vor meiner Zeit, aber nicht vor Deiner - mal in einer anderen Version als Erkenntnis im Wald auf LL.




Du teiltest neulich mal deine Pr├Ąferenz daf├╝r mit, spontane Nonsensgedichte genau so zu lassen, wie sie sind.
Ich denke dem gegen├╝ber, da├č Dein M├Ąrchen-Mix noch viel lebendiger werden k├Ânnte, wenn denn der Leser zumindest dem Trugbild erl├Ąge, die Zeilen w├╝rden eine Geschichte erz├Ąhlen. Zum Beispiel durch Konjunktionen und dergleichen, die andeuten, da├č der Wolf nicht zuletzt durch die Zwerge zu seinem Handeln bewegt wurde und da├č es das Ro├č ist, was den Frosch in Asche buddelt.

Kennst Du das Lied "110" von Extrabreit?
Das ist im Prinzip inhaltlich nach einer ├Ąhnlichen Struktur beschaffen wie Dein Gedicht:
quote:
lachend schreit (?) auf der leeren Kreuzung ein Reh
es riecht nach Schnee

(...)

In den Kinderzimmern werden Zehenn├Ągel gekaut
aber nicht so laut

Hier haben die Einzelzeilen durch das geringe Tempo und die immer wiederkehrende Melodie aber mehr M├Âglichkeit, sich auszubreiten.
Bei einem "daktylischen" Gedicht halte ich das f├╝r schwieriger, weil das "Kantappern" ja Hektik reinbringt.

Soweit meine Gedanken und Assoziationen ...

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Herr M├╝ller
H├Ąufig gelesener Autor
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Lieber Aragorn,

ich muss mich mal mit "daktylisch" und "Kantappern" auseinander setzen. Erste Googlef├╝nde haben mich vor Ehrfurcht erblassen lassen.
Es war und ist mir wichtig, dieses, ich nenne es mal Gedicht, so stehen zu lassen. Da stimmt so einiges nicht. Das tapfere Schreiberlein hat versucht, sich durch die Reime zu boxen.
Ich muss es springen lassen, wie eine aufgeregte, meckernde Ziege von Stein zu Stein.
Ich gebe dir 100%ig Recht. Ich k├Ânnte mehr draus machen.
Dann w├Ąre es aber nicht mehr mein Sylvesterbleigie├čbaby.
Aber bitte, bleibe bei der Stange. Danke f├╝r die Textarbeit.

Henrik
__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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Stoffel
gesperrt
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Moin,

also, ich finds toll.
Nur eine Frage: ist das richtig mit "Greten"?? Oder eher "Gretel"?
Sch├Ân hollern gesch├╝ttelt...vielleicht noch bissl mehr? *qu├Ąngel*
(wenn wieder n├╝chtern)

wie w├Ąrs denn noch mit z.B. "Max und Moritz die Buben die spitzen..."?

Gute Nacht
Sanne

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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
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(Wiederholung von heut nachmittag, da aus Versehen mit versenkt worden)

Lieber Herr M├╝ller,

der Autor hat immer recht!

Und Du siehst ja, da├č die absolute Mehrheit der Leser nixu mekkan hat (wieder ein Analogon zu OSch├╝s Marshall).

Demnach handelt es sich hier lediglich um einen Austausch ├╝ber Pr├Ąferenzen.
Im Prinzip mag ich alberne, wortspielende Gedichte sehr. Sie sind wohl auch auf LL momentan hoch im Kurs.
Ich habe ├╝ber die Zeit schon sehr viele Gedichte von Dir gelesen. Alle gefielen mir mehr oder weniger, sehr viele hatten sogar sehr origin├Ąre Ideen.
Aber keines gefiel mir z.B. so wie Klopfstocks "Geblauchsanweisung" oder Ludwig Janssens "Tiger ├ťberm├╝". Wobei das Dilemma ist, da├č ich sehr oft ein derartiges Potential sehe (und viele deiner Werke auch vorz├╝glich zur Inspirationsquelle taugen). Und das w├╝rde sich z.B. auswirken, wenn ich im Buchladen einen Herr-M├╝ller-Band entdeckte (ist allerdings noch nicht passiert).

Auf der anderen Seite stehst du im Ruf, ein hervorragenden Performer zu sein. Von daher holt man sich vielleicht besser Karten f├╝r ein Live-Event ...




Zum daktylischen Kantappern:

Habe gerade nachgeschlagen, da├č der Fachbegriff zum Kantappern eigentlich "Amphibrachys" w├Ąre, da der Daktylus ja sein Gewicht vorne hat ...
Von daher wird man wohl eher ausgelacht, wenn man in einem Daktylusl├Ądchen nach frischen Kantappern fragt.

lg
Ara


PS:
Warum hast du das Gedicht eigentlich nicht schon zu Neujahr gepostet?

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Guest
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Hallo Herr M├╝ller

dein gesch├╝ttelt unger├╝hrtes ist auf neudeutsch ein br├╝ller.

aus jeder zeile blinzeln mir verschiedene assosationen zu, spielen ringelreihen, huschen von einer ecke in die andere und weigern sich stille zu halten, dass ich sie alle z├Ąhlen kann.

Recht hast du, wenn du daran nicht feilen und polieren willst, denn so wie es ist, in seiner unbehauenen form, ist sichtbar, dass solches nicht mit flei├č, kunstfertigkeit oder metrikwissen zu machen ist.
Drum gr├Ąme dich nicht, wenn du nicht verdichtest wie die klopfst├Âckin; du bist ja im besitz von Herr M├╝ller - Inspiration, mit der gabe der infizierung.
Dank deines Werkes feuern bei mir die Neuronen wieder mal.

dankbar schmunzelnde
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