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Leselupe.de > Humor und Satire
Das (tögliche) Wurstbrötchen
Eingestellt am 10. 04. 2004 15:47


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Karen
Hobbydichter
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Meine Wohnung befindet sich genau gegenüber einer Metzgerei. Die Uhr zeigt sieben, als ich aus dem verschneiten Fenster schaue.
Für mich ist es einfach unbegreiflich, was da schon zu dieser frühen Stunde auf den Beinen ist. Der Laden macht doch erst um Punkt acht auf. Halb erfroren stehen sie vor verschlossener Tür. Die wenigsten davon sind in meinem Alter oder noch berufstätig. Um noch mein Wurstbrötchen zu kaufen, ziehe ich mich schnell an und stürme in die eisige Kälte. Es ist nun 7.30 Uhr. Ich stelle fest, dass ich die Einzige unter den Anwesenden bin, die noch ins Geschäft geht. Dem vordersten der zehn bis zwanzig Rentner klappern schon vor Kälte Gebiss und Knochen. Endlich schlägt die Kirchturmuhr acht. Wie eine aufgescheuchte Rinderherde stürmen alle hinein. Die Vitrine der Wursttheke beginnt schon gefährlich zu vibrieren. Eine alte Dame kommt herein gerannt und erschlägt mich fast mit ihrem Stock. Beinahe ohnmächtig sinke ich zu Boden und lass der gewalttätigen, halbverhungerten Frau den Vortritt. Es ist ein täglicher Kampf um ein belegtes Wurstbrötchen. So eine halbe Stunde später, bekomme ich mit, dass das letzte Wurstbrötchen verkauft wurde. Mit voll bepackten Tüten verlassen die Rentner die fast leer gekaufte Metzgerei. Schreiend falle ich auf meine Knie, wälze mich und trommle, wie ein jähzorniges Kleinkind.

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flammarion
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hm.

leider ist mir deine geschichte komplett unverständlich. in welches geschäft geht die protagonistin als einzige? und seit wann kaufen rentner und arbeitslose die teueren belegten brötchen?
fragend guckt
__________________
Old Icke

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Karen
Hobbydichter
Registriert: Oct 2003

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Hallo flammarion

die Protagonistin ist eine beruftätige Frau und geht allmorgendlich in die von Rentnern überfüllte Metzgerei. So wie ich es na gut nicht genau so, schon erlebt habe. Will damit verdeutlichen, dass viele Rentner zu Zeiten einkaufen, wo die Berufstätige ihr Vesper oder so einkaufen und dann oft spät dran sind, noch pünktich ins Geschäft zu kommen. Gut hier habe ich nichts von Pünklichkeit direkt erwähnt. Eine Satire ist eh eine Übertreibung und wird am Schluß ziemlich absurd.

In diesem Sinne

Gruß

Karen

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