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Leselupe.de > Gereimtes
Das traurige Lied vom Kaufmann Jon
Eingestellt am 11. 09. 2003 21:38


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Marcus Richter
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Das traurige Lied vom Kaufmann Jon


Am Wacholder schon die Bl├╝ten stehen
Und Kinderstimmen singend klingen
Der K├Ânig sandte aus, den Kaufmann Jon
Um ihm, aus einem fernen Lehen
Das sch├Ânste Kinderlied zu bringen

Vom Turme sah man bittend Augen
Gro├č und flehend, kaum noch sehend
Es war des K├Ânigs einzig Sohn
Standhaft noch in seinem Glauben
F├Ąhnchengleich im Winde wehend

„Schlaf doch, Schlaf, mein Kind
Schlaf ein, einzig mein
Welch Kinderlied ist dir der Mohn
Mit welchem ich des n├Ąchtens Ruhe find
In ihrer Gruft, an ihrem Stein“

„Mutter, Mutter bist du hier?“
Der K├Ânig dr├╝ckt ihn fest in warme Arme
„Dem Kaufmann meinen Thron zum Lohn
Was n├╝tzt der Reichtum mir
Das Schicksal sich erbarme“

Der Kaufmann sieht die beiden droben
Und bricht an seiner Mutter Grab den Wanderstab
Die schmalen Lippen schm├╝ckt kein Ton
Ihm ward verboten, sie zu loben
Der K├Ânig selbst ihm Weisung gab

So hat der Jon so manches Land bereist
Und manches Kind sang ihm ins Ohr
Doch jedes Lied schien ihm nur Hohn
Er wusste nicht, was Liebe hei├čt
Als Knabe sang ihm niemand vor



Am Wacholder schon die Bl├╝ten stehen
Und Kinderstimmen klingend singen
Das traurig┬┤ Lied vom Kaufmann Jon
Es hei├čt, er sucht noch heute nach dem Lehen
Von dort, dem Bruder Schlaf zu bringen


__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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lapismont
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Hallo Markus,

sehr interessant und raffiniert gereimt.

Bin dem Inhalt aber noch auf der Spur. Jons Mutter ist die tote K├Ânigin? Der kleine Prinz sein Halbbruder?

Auf jeden Fall sehr traurig.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Marcus Richter
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Hallo lap,
du hast es schon verstanden. Ich kam durch diese Art Doppelreim, den ich versucht habe, immer in die zweite Zeile jeder Strophe zu setzen, drauf. Ich glaub, in der Vorletzten Strophe hab ichs dann, der Handlung wegen, nicht mehr hingekriegt.
- brach an seiner Mutter Grab den Wanderstab -
Ich dachte, das gibt der Geschichte etwas mehr Sinn und Tiefe. Es h├Ątte vielleicht auch gereicht, wenn der Kaufmann nur irgendein Kaufmann gewesen w├Ąre. So aber, ergibt sich eine sch├Âne Erkl├Ąrung, warum Jon noch heute nach dem Lehen und dem Kinderlied sucht, das so sch├Ân ist, da├č sein Halbbruder den Tod der Mutter ├╝berwindet und endlich einschlafen kann.

Gr├╝sse, Marcus

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