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Leselupe.de > Kurzprosa
Das zweischneidige Gesicht
Eingestellt am 05. 02. 2010 23:44


Autor
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Ternessa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2009

Werke: 23
Kommentare: 149
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Das Nachdenken kommt unmittelbar, man muss es nicht heraufbeschwören. Du sitzt und schon ist es da, das Nachdenken.

Sie sitzt eben.
Und ihr ist so wenig gut. Eigentlich ist ihr im Magen so flau. Woher kommt das nur?

Es klingelt an der Ladentür, schnell aufspringen, ein neuer Kunde und weg ist das Denken.

„ Oh, Guten Tag, wie geht es Ihnen heute? Hatten sie Probleme mit der neuen Creme oder ist alles gut geworden? “
Was interessiert das glatte Gesicht des Ihr gegenüber?
Sie verkauft es.
Glattes Lächeln und glattes Aussehen, glattes Leben.

Schnelles Fragen lässt gar nicht zu, dass man selbst gefragt wird.
Verkaufen und reden- sie will heute auch gar nicht gefragt werden- eigentlich will sie einfach nur so sitzen.

Ihr ist so flau im Magen, woher kommt das nur?
Im Spiegel ein Gesicht, gezeichnet.
Ist es ihr Gesicht?

Sie bedient die Kundin,redet freundlich.
In Gedanken ist sie nicht dabei.
Sie ist in Erinnerung.
Alles war so gut und schön. Er war da und er war ganz nah.

Doch dabei ist ihr im Magen so flau und sie weiß nicht, warum.
Will sie es denn wissen?

„ Ich sollte nicht so viel sitzen.“

__________________
Was Du in meinen Texten liest, ist nicht, was andere darin lesen! Und es ist rein gar nicht, was ich damit sage!


Version vom 05. 02. 2010 23:44

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Gernot Jennerwein
Häufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2008

Werke: 108
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smile, dann darf ich auch, liebe Ternessa.

Es scheint mir, hier ist jemand ein bisschen verliebt und weiß nicht so recht, wie es ausgehen wird. Das Geschäft tropft so öde dahin und die arme Frau schreit nach Zerstreuung.

Textanmerkungen:

quote:
Das Nachdenken kommt unmittelbar, man muss es nicht heraufbeschwören. Du sitzt und schon ist es da, das Nachdenken.
Vorschlag: Du sitzt, schon ist es da und du denkst nach.

quote:
Was interessiert das glatte Gesicht des ihr gegenüber?
ziemlich umständlich, schreib das einfacher, man hängt an der Stelle.

quote:
Verkaufen und reden -sie will heute auch gar nicht gefragt werden- eigentlich will sie einfach nur so sitzen.
vielleicht: sein

quote:
Im Spiegel sieht sie ein Gesicht, gezeichnet.
besser: Im Spiegel, das eigene Gesicht, gezeichnet.

quote:
Sie bedient die Kundin, sie redet freundlich auf sie ein.
Um die vielen "sie's" zu mindern: Sie bedient die Kundin, redet freundlich.

quote:
„ Ich sollte nicht so viel sitzen.“
kein Leerzeichen.
Und bitte nicht wechseln, bleib in der "sie Form", oder du schreibst alles im "ich", aber "sie" find ich besser.

schöne Grüße

Gernot

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Grand
Hobbydichter
Registriert: Jun 2009

Werke: 8
Kommentare: 14
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Hi,

spontan würde ich sagen, dein Text lässt viel Spielraum für Interpretationsmöglichkeiten.

Die Stelle

quote:
Was interessiert das glatte Gesicht des ihr gegenüber?
empfinde ich auch als holprig formuliert. Wie wäre es mit
Was interessiert sie das glatte Gesicht des Kunden?
Vielleicht muss es ja auch keinen fragenden Charakter haben, sondern könnte als Aussage formuliert werden: Das glatte Gesicht vom Gegenüber interessierte sie nicht.
Dies aber nur, sofern die Intentionen des Textes nicht gestört werden.

Mir persönlich stößt der Perspektivwechsel nicht auf, auch wenn oftmals gesagt wird, dass es ein No-go ist, da der Leser sich leicht verwirrt fühlen könnte. Allerdings sollte man auch experimentieren dürfen & wenn es deinen Aussageabsichten dienlich ist - warum nicht?
Ich selbst habe es in einer Kurzgeschichte genauso gemacht, um Distanz und Nähe aufzubauen. Allerdings müsste das in deinem Text noch etwas präziser heraus kommen. Aber das kannst du ja noch mal überarbeiten.

Gruß,
Grand
__________________
Marschiere oder stirb

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Gernot Jennerwein
Häufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2008

Werke: 108
Kommentare: 793
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hallo Ternessa

Da ich anscheinend mit meiner Interpretation völlig daneben liege, möchte ich dir schreiben warum:

quote:
Sie ist in Erinnerung an das letzte Wochenende.
Alles war so gut und schön. Er war da und er war ganz nah.
Mit dieser Textstelle gibst du eine Erklärung ab, weshalb ihr so flau in den Gedärmen ist. Unweigerlich dachte ich an Liebeskummer, weiß der Teufel was das ist, aber ich hab mal davon gelesen.

schöne Grüße

Gernot

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Odilo Plank
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 58
Kommentare: 295
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quote:
Sie sitzt eben.
Und ihr ist so wenig gut. Eigentlich ist ihr im Magen so flau. Woher kommt das nur?
Hallo, Ternessa,
"so wenig gut.Eigentlich ... so flau."
Damit scheint mir das Thema angerissen: Die Protagistin sitzt, ist unfähig, ihre Gefühle klar zu benennen.
Die innere Lähmung könnte man an weiteren Textstellen belegen. Das Leben in der Sackgasse.
Du stellst Dich einer berechtigten, recht schweren Aufgabe und löst sie erfolgreich.
Dein anonymer Leser fühlt sich vermutlich unangenehm berührt und wertet mit "3".
Rein inhaltlich bestimmte Wertungen erlebt man hier zu oft.
Ich empfinde sie als unprofessionell. Zumindest sollte man den Mut haben, sie zu begründen.
Liebe Grüße! Odilo
__________________
Odilo P.
"Wer über sein Leid spricht, tröstet sich bereits." A. Camus

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