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Leselupe.de > Humor und Satire
Davon geht die Welt nicht unter
Eingestellt am 21. 10. 2002 05:55


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flammarion
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Davon geht die Welt nicht unter!

„So, meine lieben Kinder, heute lernt ihr etwas ĂŒber die schlimme Zeit, die mit dem Jahr 2010 begann. Damals fand in Deutschland der letzte MilitĂ€rputsch auf der Erde statt. Die Menschen – namentlich in Ostdeutschland – waren sehr unzufrieden ĂŒber ihre wirtschaftliche und soziale Situation. Sie glaubten, die AuslĂ€nder seien daran schuld. Nachdem die seit langem im Untergrund existierende Partei der .....die Macht ergriffen hatte, wurden alle AuslĂ€nder aus Deutschland ausgewiesen, die nicht seit mindestens fĂŒnf Generationen im Lande waren. Wer bei der illegalen Einreise nahe der Grenze erwischt wurde, durfte von den Grenzern als Schmuggler erschossen werden.
Alle Atlanten, Karten ferner LĂ€nder und Globen wurden auf öffentlichen Scheiterhaufen verbrannt, auch alle BĂŒcher, worin irgendetwas ĂŒber ferne LĂ€nder geschrieben stand. Ausgenommen MĂ€rchenbĂŒcher. Das Lehrfach Geografie wurde abgeschafft. Es fanden regelmĂ€ĂŸig Hausdurchsuchungen statt, namentlich bei Leuten, die in Verdacht standen, ihre einschlĂ€gige Literatur und Landkarten ect. Nicht zum Scheiterhaufen gebracht zu haben. Diejenigen, bei denen etwas gefunden wurde, wurden zu sehr hohen Geldstrafen verurteilt. Wenn sie nicht zahlen konnten, zu Zwangsarbeit.
Alle auslĂ€ndischen Produkte wurden aus den GeschĂ€ften verbannt. Beim Obst war das nicht ganz so schlimm, denn was in deutschen Landen wuchs, war ebenfalls nahrhaft, reich an Vitaminen und schmeckte gut. Aber die Raucher mussten sich an Tabak Marke „Bahndamm“ gewöhnen, und das war nicht fĂŒr jeden leicht.
Die Autos wurden nicht mehr mit Benzin betrieben, sondern mit Strom. Der reichte jeweils von einer Stadt zur anderen. Es war auch schnell ein fast ebenbĂŒrtiger Ersatz fĂŒr Schokolade auf dem Markt (auf Grundlage eines alten DDR-Rezepts).
Einen Ersatz fĂŒr edle Weine zu schaffen war schwerer. So redete man den Menschen ein, dass Alkohol sehr schĂ€dlich ist. Das war noch nicht einmal gelogen, denn ab einer gewissen Menge ist Alkohol wirklich schĂ€dlich.
In den Nachrichten hörte man nur noch, was im eigenen Land geschah. Wer frĂŒher vielleicht TĂ€nzer oder Artist werden wollte, musste nun Sportler werden, SĂ€nger und Musiker waren nur noch in der Kirche zu erleben. Maler konnten nur noch als Anstreicher arbeiten, Bildhauer als Maurer. Theater, Kinos und Discos wurden geschlossen. Schauspieler arbeiteten als Fernsehansager. Quizshows gab es natĂŒrlich nur den deutschen Raum betreffend und Talkshows, beides natĂŒrlich mit anderer Bezeichnung.
Radio. war verboten und alle weltlichen Lieder. Das Lied „Die Gedanken sind frei“ wurde zur geheimen Hymne. Die LehrfĂ€cher Zeichnen und Musik wurden abgeschafft.
Die Gleichberechtigung blieb erhalten – man hoffte auf die Frauen als WĂ€hlerstimme. Pornokinos blieben erhalten. Wenn Prostituierte ein normaler Beruf ist, ist an Pornografie – in gewissen Grenzen – auch nichts auszusetzen. Und wo sollten auch die vielen arbeitslosen Schauspieler hin? In diesem Arbeitsbereich hatten es nur die Schriftsteller schwer, denn der Mensch hat in seiner langen Existenz bereits alles durchgespielt, was Mann und Frau miteinander machen können. Nun aber gab es Pornos, in denen wĂ€hrend des Geschlechtsaktes philosophiert wurde. Die witzigen gab es ja schon lange.
MĂ€dchen durften mit Einwilligung der Eltern ab 14 heiraten, MĂ€nner ab 21.
Diese MilitĂ€rdiktatur hĂ€ngte sich das MĂ€ntelchen der Demokratie um. Sie drohte jedem, der versuchen sollte, die Ordnung in Deutschland umzustoßen, mit dem ZĂŒnden einer Atombombe unvorstellbarer Auswirkung. Sie war im Geheimen entwickelt worden und ĂŒbertraf an Sprengkraft und Verseuchungsgrad alles je da gewesene. Die Machthaber wollten lieber sich und die Menschheit vernichtet sehen, als einen schrittbreit von ihrer Anschauung zurĂŒckzuweichen.
Dass jetzt wieder Freiheit und wahre Demokratie herrscht, ist nur dem amerikanischen Geheimagenten MÀck Keifer zu verdanken, der sich in die Regierung einschlich und die Atombombe entschÀrfte, sodass sie eben nicht auf Knopfdruck explodierte.
Ihr seht, meine Lieben – wenn sich jemand oder eine Gruppe von Menschen in den Kopf setzt, alles neu zu gestalten – davon geht die Welt nicht unter.
Der Unterricht ist beendet.“

__________________
Old Icke

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herb
???
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MĂ€ck Keifer

Hallo Oldicke,

herrlich, ich gib dir ein Perfekt, schick doch diesen
MĂ€ck Keifer mal zu den Möchtegerncowboy nach Amerika, der mĂŒsste doch schon leben, ich meine, der MĂ€ck Keifer, den anderen nicht, smile, was weißt du alles ĂŒber die DDR, ich bin verblĂŒfft, aber Pornos gab es nur fĂŒr Erich Honecker, so schlimm war es auch wieder nicht,*gg

herzlich
__________________
hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. KĂ€stner

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paedag
Guest
Registriert: Not Yet

danke

gottÂŽlob, ein guter Schluß. Ich hatte schon Schiß ein böses Endzeittrauma zu bekommen.
danke fĂŒr witztigen Kurzweil.

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flammarion
Foren-Redakteur
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danke,

ihr lieben. aber ich hatte nicht die DDR im hinterkopf und auch nicht ihre restauration. ist nur ne gemĂ€ĂŸigte kapriole a la Bin Laden. ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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Martin Weber
Wird mal Schriftsteller
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Nur gut...

... das du zum Schluss ( bei den Kommentaren ) eingelegt hast. Nicht das ich ein DDR verteidiger wÀre, aber so wie du die VerhÀltnisse beschrieben hast, haben nur die Wessis die DDR dargestellt um von ihren eigenen Problemen abzulenken!
__________________
Fliehe, mein Freund, in deine Einsamkeit und dorthin, wo eine rauhe, starke Luft weht. Also sprach Zarathustra

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herb
???
Registriert: Jul 2002

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ja, und wir Ossis haben unsere Vorurteile gegen die Wessi-Welt, um uns von unseren eigenen Problemen abzulenken, wie lange noch, was meinst du, smile
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hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. KĂ€stner

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