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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Definition: Denken
Eingestellt am 03. 12. 2006 12:06


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Ike Van Dayk
Hobbydichter
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Definition Denken - Eine Denkschrift von Ike Van Dayk

Denken (Definition laut Lexikon):
"Die den Menschen vor allen Lebewesen auszeichnende Fähigkeit
Augenblicks- und Einzelwahrnehmungen zu einer geistigen
Vergegenwärtigung des Wesens der Wirklichkeit und ihrer Zusammenhänge zu verbinden.
Damit ĂĽberschreitet das Denken qualitativ die bloĂźe Sinneserfassung und konstitutiert die Ebene des Geistes mit den Mitteln der Abstraktion und Verallgemeinerung."


Stellen wir uns einmal kurz vor wir würden diese Definition auf ein Blatt Papier schreiben und sie einer Katze vorlegen. Die Katze würde wahrscheinlich verdutzt schauen und sich dann wieder anderen Beschäftigungen widmen oder sie würde das Blatt Papier mit ihren Krallen zerkratzen oder es mitnehmen und irgendwo verstecken. Diese seltsame blaue getrocknete Flüssigkeit auf dem Papier würde sie wohl kaum interessieren. Und was da steht erst recht nicht. Aber warum ist das eigentlich so. Nun wahrscheinlich, weil die Katze nicht lesen kann. Aber warum kann die Katze nicht lesen? Weil ihr Gehirn dazu nicht in der Lage ist. Und warum ist dann unser menschliches Gehirn in der Lage zu lesen? Weil wir von der Evolution dazu auserwählt wurden, zu denken; und unsere Gedanken anderen mitzuteilen indem wir sie aufschreiben.

Was aber unterscheidet unser höheres Denken vom Denken einer Katze? Vielleicht sollte man dies anhand eines Beispiels erörtern: Eine Katze sieht einen Menschen, der über die Straße geht. Punkt. Wir sehen zunächst auch einen Menschen, der über die Straße geht. Dann aber geht der Prozeß weiter. Der Mann geht über den Zebrastreifen, weil dies die gekennzeichnete Fläche zum Überqueren der Straße ist. Autofahrer müssen warten, wenn jemand dort über die Straße geht, so wie sie es in der Fahrschule gelernt haben. Der Mann trägt einen feinen Anzug, vermutlich ist er ein Geschäftsmann, auf der anderen Straßenseite ist ein Restaurant, vielleicht geht er dort Mittagessen. Er trägt eine Aktentasche, was sich wohl darin befindet? Geschäftliche Dokumente oder eine zerstückelte Leiche - nein, wie kann ich sowas nur denken? Ich seh einfach zuviele Horrorfilme... So könnte man noch lange weitermachen.

Wir Menschen sind also in der Lage, Augenblicks- und Einzelwahrnehmungen zu einer geistigen Vergegenwärtigung des Wesens der Wirklichkeit und ihrer Zusammenhänge zu verbinden. So wie es die Definition sagt. Während Tiere größtenteils auf den Moment fixiert sind und Eindrücke lediglich soweit verarbeiten, wie es für ihr momentanes Überleben nötig ist, ordnen wir Gedanken und Eindrücke sofort automatisch in eine höhere Ebene ein. So entsteht Wissen, über welches wir widerum nachdenken können um es zu verfeinern und zu vergrössern. Nur so waren wir in der Lage uns aus unseren steinzeitlichen Höhlen hinaus zu begeben und uns die Welt Untertan zu machen. Alles was wir heute als Zivilisation bezeichnen begründet sich in jahrtausendealtem Wissen. Das Filmgenie Stanley Kubrick stellt diese Entwicklung der Menschheit in seinem Meisterwerk "2001" in einer bildhaften Sprache dar, wie nur er es vermochte: Am Anfang des Films sieht man eine Gruppe von primitiven Urzeitmenschen, die noch keinerlei handwerkliche Fähigkeiten besitzen. Dann greift einer dieser Urzeitmenschen zu einem herumliegenden Knochen. Er nimmt den Knochen in die Hand und wirft ihn schließlich hoch in die Luft. Die Kamera folgt dem Knochen, der durch die Luft fliegt in Zeitlupe. Dann folgt ein Schnitt - und man sieht eine Raumstation, die im Orbit der Erde kreist, das erste Werkzeug, das je ein Mensch benutzte wird zum wohl komplexesten Werkzeug, was die Menschheit bis dato entwickelte - ein Werkzeug konstruiert aus Millionen von Einzelwerkzeugen und Einzelteilen - einer Raumstation.

Die dazwischen liegenden Jahrtausende, also die Entstehung der Landwirtschaft, der Kultur, der Industrie, der Religionen, der modernen Gesellschaft und schließlich des digitalen Zeitalters werden übersprungen, man springt vom Anfang bis zum heutigen Stand. Zu solchen komplexen Denkvorgängen, die ja schon eine Unmenge an Wissen voraussetzen, sind nur wir Menschen fähig. Bei aller Kritik, die wir (absolut berechtigt) an uns selbst üben, dürfen wir nicht vergessen, das wir tatsächlich ein Spezialfall der Evolution sind. Wir haben nicht nur das Geschenk des Lebens erhalten - sondern auch das Geschenk des Denkens - wir sind in der Lage unsere Erde, unser Sonnensystem, unsere Galaxie, ja sogar unser Universum zu erforschen, Rückschlüsse daraus zu ziehen und weiter zu forschen. Unser Gehirn ist ein Meisterwerk der Evolution, ein Geniestreich der Natur, es ist so komplex, dass wir es niemals ganz verstehen werden. Was ja schon alleine deshalb unmöglich ist, weil man sich selbst niemals zu hundert Prozent neutral beurteilen kann.

Das Denken ist die Geheimwaffe des Menschen - und seine Achillesverse zugleich. Denn bei all den positiven Auswirkungen, die das Denken auf unser Leben hat, hat es auch unzählige negative: Kriege, Faschismus, Terrorismus - alles Resultate von komplexen Denkvorgängen. Allerdings stehen die poisitiven und negativen Folgen des Denkens in direkter Wechselwirkung miteinander, womit es ausgeschlossen ist, dass wir uns irgendwann nur noch auf die positiven Seiten besinnen werden. Bestes Beispiel ist hier Einsteins Relativitätstheorie. Zum einen wurden durch Einsteins Erkenntnisse Forschungen im naturwissenschaftlichen Bereich ermöglicht, die zuvor undenkbar waren. Andererseits basiert auch die Atombombe auf genau demselben Wissen. Die Atombombe selbst widerum ist ebenfalls ein solches Beispiel. Zum einen ist dies die grässlichste Waffe, die je das Licht der Welt erblickt hat, zum anderen gab es seit Erfindung dieser Waffe keinen globalen Konflikt mehr - aus gutem Grund: Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki zeigten auf brutalste Weise den Effekt dieser Waffen. Die Amerikaner warfen die Bomben ganz bewußt auf Städte, die noch keine Schäden vom bisherigen Krieg erlitten hatten - um die volle Kraft der Bombe zu demonstrieren. Und um zu verhindern, dass die japanische Regierung die Auswirkungen herunterspielen kann. Bis heute erleiden Frauen aufgrund von Spätfolgen der Strahlung Fehlgeburten - eine Waffe, die über ein halbes Jahrhundert hinweg Menschen tötet. Eine bessere Abschreckung zur Verhinderung eines dritten Weltkrieges gibt es gar nicht.

Denken - das ist also der Segen und der Fluch des Menschen zugleich. Denken sichert unser Überleben - und unser Sterben. Denken hilft uns, die Erde zu unseren Zwecken umzugestalten - gleichzeitig beuten wir sie dadurch aus und schädigen sie. Unser Denken kann unsere Rettung sein - oder unser Untergang.

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knychen
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Das Denken ist die Geheimwaffe des Menschen - und seine Achillesverse zugleich. Denn bei all den positiven Auswirkungen, die das Denken auf unser Leben hat, hat es auch unzählige negative: Kriege, Faschismus, Terrorismus - alles Resultate von komplexen Denkvorgängen.
der erste satz wäre eigentlich grund genug, diesen beitrag in den bereich humor und satire zu verschieben. wie meinst du das? geht es um battles?
um poetry-slam?
aber was danach kommt, erklärt ja so einiges.
kriege als ergebnis des denkens?
hm, es gibt ameisenstämme, die terrorisieren andere ameisenstämme, rotten sich gegenseitig aus, ziehen in den krieg gegeneinander.
es gibt pflanzen, die würgen andere pflanzen ab, um sich selbst lebensraum zu schaffen, manchmal nutzen sie auch chemische waffen, von denen die chemische rüstungsindustrie der menschen noch nicht mal zu träumen wagt.
nach deiner definition verhaltensweisen, die NUR der menschheit von einer imaginären EVOLUTION in die hand gegeben wurde.
nö, bin ich nicht mit einverstanden.
nur weil wir andere lebewesen in ihrer kommunikation nicht verstehen, heiĂźt das doch nicht, daĂź die alle strunzdumm sind.
dein beitrag ist fĂĽr mich unausgegorenes gedankengut.
aber nach deiner definition sind ja leute, die wenig oder ĂĽberhaupt nicht denken, weniger verletzlich. (achillesferse)
das heißt, wenn ich einem kahlkopf mit hakenkreuzen in den augen ganz tief in dieselben blicke und auf der innenseite seines schädels das gleiche entdecke wie auf der äußeren - nämlich kahlschlag, so stehe ich einem exemplar der gattung mensch gegenüber, das die besseren überlebenschancen hat?
wĂĽrd ich mir noch mal ĂĽberlegen.
die evoliution verteilt keine dinge, die nichts nutzen.
gruĂź aus berlin.
knychen
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jon
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Es sind neben diversen Rechtschreib- und Kommafehlern vor allem jede Menge sachliche Fehler enthalten. Aus letzteren (und auch aus richtigen Fakten) ziehst du – zum Teil äußerst – fragwürdige Schlüsse. Und: Ich weiß nicht nicht so recht, worauf das Ganze abzielt …

Die im Titel verprochene „Defintion Denken" bleibst du (bis auf das Lexikon-Zitat und einen fragwürdigen, sehr speziellen Vergleich) nicht nur schuldig, du benutzt sie auch nicht. Ich meine: Defintion heißt "Denken ist …" – benutzen hieße "Und weil das so ist, ist auch … ". Du sagts aber nicht "WEIL Denken so ist, ist es zwiespältig" sondern „Das Denken ist so UND es ist zwiespältig.“ Es sind zwei ganz verschiedene Themen.

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Definition Denken - Eine Denkschrift von Ike Van Dayk

Denken (Definition laut Lexikon in einen journalistischen Text gehört die Angabe, was für ein Lexikon das ist (eventuell als Fußbnote)):
"Die den Menschen vor allen Lebewesen auszeichnende Fähigkeit Zeilenumbruch zu viel
Augenblicks- und Einzelwahrnehmungen zu einer geistigen Zeilenumbruch zu viel
Vergegenwärtigung des Wesens der Wirklichkeit und ihrer Zusammenhänge zu verbinden.
Damit ĂĽberschreitet das Denken qualitativ die bloĂźe Sinneserfassung und konstitutiert die Ebene des Geistes mit den Mitteln der Abstraktion und Verallgemeinerung."


Stellen wir uns einmal kurz vorKomma wir würden diese Definition auf ein Blatt Papier schreiben und sie einer Katze vorlegen. Die Katze würde wahrscheinlich verdutzt schauen und sich dann wieder anderen Beschäftigungen widmen oder sie würde das Blatt Papier mit ihren Krallen zerkratzen oder es mitnehmen und irgendwo verstecken. Diese seltsame blaue getrocknete Flüssigkeit auf dem Papier würde sie wohl kaum interessieren. … sie würde noch nicht mal „seltsame blaue getrocknete Flüssigkeit“ registrieren. Und was da stehtKomma erst recht nicht. Aber warum ist das eigentlich so. Fragezeichen Nun wahrscheinlichGanz sicher sogar!, weil die Katze nicht lesen kann. Aber warum kann die Katze nicht lesen? Weil ihr Gehirn dazu nicht in der Lage ist. Und warum ist dann unser menschliches Gehirn in der Lage zu lesen? … weil es kein Katzengehirn ist? Weil wir von der Evolution dazu auserwählt „Wir“ wurden nicht ausERwählt, nicht mal ausGEwählt. Wir sind schlicht und einfach die, die bei den evolutionären Prozessen überlebt haben. Wie die Katze übrigens auch. wurden, zu denken; Das Simikolon kommt mir sehr falsch vor. und unsere Gedanken anderen mitzuteilenKomma indem wir sie aufschreiben.

Was aber unterscheidet unser höheres Denken vom Denken einer Katze? Ja was denn nun?! Denkt die Katze auch oder nur nicht so hoch? Wenn sie auch denkt, dann trifft der ganze Rest des Textes (, der über die Folgen) - so wie du ihn geschrieben hast - auch auf die Katze zu. Das stimmt also was nicht … Vielleicht sollte man dies anhand eines Beispiels erörtern: Eine Katze sieht einen Menschen, der über die Straße geht. Punkt. Wir sehen zunächst auch einen Menschen, der über die Straße geht. Dann aber geht der Prozeß Prozess weiter. … oder auch nicht. Wer denkt schon bei jedem Menschen, den er über die Straße gehen sieht, über all das nach? Der Mann geht über den Zebrastreifen, weil dies die gekennzeichnete Fläche zum Überqueren der Straße ist. Autofahrer müssen warten, wenn jemand dort über die Straße geht, so wie sie es in der Fahrschule gelernt haben. Der Mann trägt einen feinen Anzug, vermutlich ist er ein Geschäftsmann, auf der anderen Straßenseite ist ein Restaurant, vielleicht geht er dort Mittagessen. Er trägt eine Aktentasche, was sich wohl darin befindet? Geschäftliche Dokumente oder eine zerstückelte Leiche - nein, wie kann ich sowas nur denken? Ich seh einfach zuviele zu viele HorrorfilmeLeerzeichenn... So könnte man noch lange weitermachen. Gegenbeispiel: „Ein Spatz sitzt auf einem Ast. Der Mensch sieht es und gut. Die Katze sieht es auch. Und sie „denkt“: Der ist lecker fett, der sitzt aber leider zu hoch, der ist jung - da kann es noch mehr Spatzen in der Nähe geben (Elterntiere), mein Herrchen mag nicht, dass ich Spatzen jage, wenn ich es doch tu, ist er sauer und das mag ich nicht …“ - Also ist doch das Denken der Katze „höher“, oder? Zumindest, wenn es um Spatzen geht.

Wir Menschen sind also in der Lage, Augenblicks- und Einzelwahrnehmungen zu einer geistigen Vergegenwärtigung des Wesens der Wirklichkeit und ihrer Zusammenhänge zu verbinden. … und es gibt Tiere, die das auch können. So wie es die Definition sagt. Während Tiere größtenteils auf den Moment fixiert sind und Eindrücke lediglich soweit verarbeiten, wie es für ihr momentanes Überleben nötig ist Selbst wenn man die Einschränkung „größtenteils“ berücksichtigt, ist das erheblich übertrieben. Jede Aktion im Zusammenhang mit der Paarung zum Beispiel hat nichts mit dem „momentanen Überleben“ zu tun. Nun: Sicher „denkt“ eine Fröschin nicht „Der quakt aber geil!“, aber sie verarbeitet das Gehörte durchaus in diesem Sinne …, ordnen wir Gedanken und Eindrücke sofort automatisch in eine höhere Ebene ein. Von Gedanken mal abgesehen ( - da muss man erstmal erstreiten, ob Gedanken tatsächlich dem Menschen vorbehalten sind - ) macht das ein Tier auch: Es sortiert, ob etwas wichtig ist, wenn ja wofür, und was es demzufolge tun oder lassen muss. Im Prinzip wie der Mensch. So entsteht Wissen … ob das so einfach ist, wage ich zu bezweifeln. „Verknüpfen“ fehlt, „Ausprobieren“ fehlt - Einsortieren kann man nur in schon vorhandenes Wissen, da dürfte nicht viel entstehen …, über welches wir widerum wiederum nachdenken könnenKomma um es zu verfeinern und zu vergrössernvergrößern. Nur so waren wir in der LageKomma uns aus unseren steinzeitlichen Höhlen hinaus zu begeben und uns die Welt Untertan zu machen. Alleswas wir heute als Zivilisation bezeichnenKomma begründet sich in gründet/beruht auf // ist/wird begründet durch jahrtausendealtem Wissen. „Klassengesellschaft“ z.B. ist Teil von dem, was man Zivilisation nennt - auf welchem Wissen gründet die? Das Filmgenie Stanley Kubrick stellt diese Entwicklung Nö! Er zeigt Anfang und „Ende“ - nicht die Entwicklung und erst recht nicht, worauf diese fußt. der Menschheit in seinem Meisterwerk "2001" in einer bildhaften Sprache dar, wie nur er es vermochteBei allem Verständnis dafür, das man von einem Filmemacher begeistert sein kann: Wie genial oder doof Kubrick den Film gestrickt hat, hat mit dem Thema des Textes üüüüüüüüberhaupt nichts zu tun. : Am Anfang des Films sieht man eine Gruppe von primitiven Urzeitmenschen, die noch keinerlei handwerkliche Fähigkeiten besitzen… selbst Affen haben handwerkliche Fähigkeiten, UrzeitMENSCHEN erst recht.. Dann greift einer dieser Urzeitmenschen zu einem herumliegenden Knochen. Er nimmt den Knochen in die Hand und wirft ihn schließlich hoch in die Luft. Die Kamera folgt dem Knochen, der durch die Luft fliegt in Zeitlupe. … hier hast du irgendwie die Kontrolle über den Satz verloren, oder fehlt einfach nur ein Komma hinter „fliegt“? Dann folgt ein Schnitt - und man sieht eine Raumstation, die im Orbit der Erde kreist, Dringedn Punkt empfohlen, sonst liest man zu leicht „Raumstation, das erste Werkzeug, das der Mensch nutzte“ das erste Werkzeug, das je ein Mensch benutzteKomma wird zum wohl komplexesten Werkzeug … wieso ist eine Raumstation „wohl komplexer“ als ein Elektronenmikroskop oder ein Teilchenbeschleuniger oder eine Roboter-Werkstraße oder …?, wasdas (mit „was“ heißt es, der Umstand, dass es das komplexestes Werkzeug war, entwickelte die Menschheit) die Menschheit bis dato Welches Datum? Urzeitmenschen-Zeit, Kubrick-Zeit, Film-Zeit, 2006? entwickelte - ein Werkzeug konstruiert aus Millionen von Einzelwerkzeugen und Einzelteilen - einer Raumstation. … auch hier verschwimmt die sonst doch eher klare Sprache zu einem rutschig-flutschigen Wurm-Satz.

Die dazwischen liegenden Jahrtausende, also die Entstehung der Landwirtschaft, der Kultur, der Industrie, der Religionen, der modernen Gesellschaft und schließlich des digitalen ZeitaltersKomma … ich hoffe, du meinst es nicht als so zeitlich abfolgend und das „schließlich“ ist einfach ein falscher Zungeschlag. werden übersprungen, man springt vom Anfang bis zum heutigen Stand. Zu solchen komplexen Denkvorgängen, Welchen? Ich zeichne mal nach: „Zivilisation gründet auf Wissen - Kubrick zeigt das sehr schön, in dem er die Entwicklungspahsen nicht zeigt (merkst du was?) - SOLCHE Denkvorgänge können nur „wir“.“ Meinst du „solche“, die Kubrick zu diesem Film befähigten? Oder dich, den Film so zu interpretieren? die ja schon eine Unmenge an Wissen voraussetzen, sind nur wir Menschen fähig. Bei aller Kritik, die wir (absolut berechtigt) Welche Kritik? Und was hat die dann mit „Spezialfall“ zu tun? Der Klammerausdruck klingt wie „Ach ja übrigens: Ich bin nicht überheblich.“ an uns selbst übenKomma dürfen wir nicht vergessen, dasdass wir tatsächlich ein Spezialfall der Evolution sind. Das ist erstens falsch - es gibt sogar Elstern mit Ich-Bewusstsein, das selbst hartnäckige Leugner als Kennzeichen von Intelligenz/Denken akzeptieren - und zweitens: Warum sollten „wir“ das vergessen? Ich verstehe diesen Schlenker in dem vorliegenden Text-Fluss nicht … Wir haben nicht nur das Geschenk des Lebens erhalten - Komma statt Gedankenstrich sondern auch das Geschenk … kleiner Abschweifer: Geschenkt von wem? Gott? Dann läuft der Text hier falsch. Evolution? Die schenkt nicht, die nimmt höchstens. des Denkens - wir sind in der Lage unsere Erde, unser Sonnensystem, unsere Galaxie, ja sogar unser Universum zu erforschen, Rückschlüsse daraus zu ziehen und weiter zu forschen. Unser Gehirn ist ein Meisterwerk der Evolution, ein Geniestreich der Natur, es ist so komplex, dass wir es niemals ganz verstehen werden. A. Wer sagt das? Und B: Denkst du, ein Schimpansengehirn werden wir irgendwann komplett verstehen (und gleichzeitig unseres nicht!)? Was ja schon alleine deshalb unmöglich ist, weil man sich selbst niemals zu hundert Prozent neutral beurteilen kann. Autsch! Da ist aber inhaltlich was mächtig durcheinander geraten - „wie DAS Gehirn“ tickt ist eine ganz andere Kategorie als „kann man (also der Einzelne) sich (also sein Bewusstes, Unterbewusstes, Unbewusstes und all die zufälligen Aspekte) neutral beurteilen?“

Das Denken ist die Geheimwaffe …oh ja, bei manchen ist sie sehr geheim! (kleiner Scherz am Rande) des Menschen - und seine Achillesverse Achillesferse zugleich. Denn bei all den positiven Auswirkungen, die das Denken auf unser Leben hat, hat es auch unzählige negative: Kriege, Faschismus, Terrorismus - alles Resultate von komplexen Denkvorgängen. siehe knychens Kommentar Allerdings stehen die poisitiven positiven und negativen Folgen des Denkens in direkter Wechselwirkung miteinander, Sie stehen in den wenigsten Fällen in DIREKTER Wechselwirkung miteinander. Wenn direkt, dann so: Erst Denken - Folge 1 - Denken und dann Denken - Folge 2. Meist aber ist es noch viel komplexer - eher sowas wie Denken - Folge 1 - Folge 2 - Folge 3a und 3a - Denken - Folge 4 und 5 und 6 womit es ausgeschlossen ist, dass wir uns irgendwann nur noch auf die positiven Seiten besinnen werden. Was meisnt du mit „auf die positiven Seiten BESINNEN“? - Das Ganze hier schwimmt durch die Worte „positiv“ und „negativ“, weil beides vom Subjekt, der Zeit (der Umgebung) und den Mit-Subjekten abhängt. Bestes Beispiel ist hier Einsteins Relativitätstheorie. Zum einen wurden durch Einsteins Erkenntnisse Forschungen im naturwissenschaftlichen Bereich ermöglicht, die zuvor undenkbar waren. Andererseits basiert auch die Atombombe auf genau demselben Wissen. Die Atombombe selbst widerumwiederum ist ebenfalls ein solches Beispiel. Zum einen ist dies die grässlichste Waffe, die je das Licht der Welt erblickt hatAutsch! Eine Bombe „erblickt das Licht der Welt“ (wie ein Baby?) ? Und das auch noch im Zusammenhang mit der Atombombe, die selbst ein „ganz spezielles Licht“ erzeugte., zum anderen gab es seit Erfindung dieser Waffe keinen globalen Konflikt mehr - aus gutem Grund: Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki zeigten auf brutalste Weise den Effekt dieser Waffen. Die Amerikaner warfen die Bomben ganz bewußtbewusst auf Städte, die noch keine Schäden vomdurch den bisherigen Krieg erlitten hatten Ach ja? Kann man das irgendwo nachlesen oder vermutest du das nur. Ich dachte, es gng einfach um große, nicht so stark beschützte Städte in durch die Flugzeuge erreichbarer Entfernung - um die volle Kraft der Bombe zu demonstrieren. Und um zu verhindern, dass die japanische Regierung die Auswirkungen herunterspielen kann. Bis heute erleiden Frauen aufgrund von Spätfolgen der Strahlung Fehlgeburten - eine Waffe, die über ein halbes Jahrhundert hinweg Menschen tötet. Eine bessere Abschreckung zur Verhinderung eines dritten Weltkrieges gibt es gar nicht. Es ist nicht dein Ernst, den Atombomben auf diese Weise eine positive Seite zuzudichten, oder? Wenn es so wäre, sollten wir froh sein, dass immer mehr Staaten Atomwaffen haben wollen, weil die dann friedlicher werden …

Denken - das ist also der Segen und der Fluch des Menschen zugleich. Denken sichert unser Überleben - und unser Sterben. Wenn es das Sterben sichert, was soll also all die Mühe … das Sterben kommt. Es sei denn, wir hören auf zu denken. Aber dann ist unser Überleben ja auch nicht mehr sicher. „Ein Teufelskreis! (Zitat „TV Kaiser“) Denken hilft uns, die Erde zu unseren Zwecken zu unserem Nutzen / für unsere Zwecke umzugestalten - gleichzeitig beuten wir sie dadurch aus und schädigen sie. Unser Denken kann unsere Rettung sein - oder unser Untergang.



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Definition: Denken

Lieber Ike van Dayk, ja, der Text hier ist ziemlich unausgegoren. Du hast dir Gedanken gemacht, wie kommt es, dass wir Menschen denken können und die Tiere nicht, und was entsteht daraus und könnte daraus noch mehr entstehen. Das ist zwar löblich, aber meiner Ansicht nach noch keine Definition. Ich würde mir so etwas Schwieriges auch gar nicht zutrauen, das menschliche Denken definieren zu wollen, bin ich doch selbst vom Denken abhängig, und du schreibst ja richtig, dass niemand sich selbst objektiv beurteilen kann. (Was aber wiederum mit was ganz anderem zu tun hat, nicht mit dem Denken, sondern mit dem Sein, aus dem das Denken folgert).

Ich gehe nur mal auf einen Punkt ein: die Atomwaffen. Du hast recht, es hat den dritten Weltkrieg noch nicht geben, weil die Kombattanten wissen, diesen Krieg werden sie alle zusammen nicht überleben. Bisher bedrohten sie sich nur - wie die Boxer im Ring. Einer hat vorzeitig aufgegeben. Was aber wird der andere tun? Was sie nämlich nicht davon abhielt, "kleinere" Kriege zu führen, noch ohne Einsatz der großen Atomwaffe (aber in Jugoslawien und im Libanon zum Beispiel wurde schon "kleinere" Atommunition eingesetzt mit unabsehbaren Folgen). Bisher war es so, dass die Welt den Atem anhielt, sobald einer der beiden Atomwaffenbesitzer schlecht geschlafen hatte.
Jetzt aber gibt es schon viele kleinere Atomwaffenbesitzer. Sie wissen, wenn sie diese Waffen haben, scheuen sich die USA entsprechend ihren Doktrinen, sie anzugreifen - weil man nämlich nie wissen kann, ob da nicht jemand doch einen Kurzschluss kriegt. Die USA greifen (deshalb, aber auch aus anderen Gründen) prinzipiell nur Staaten an, die sich nicht wehren können, das ist belegt. Ist die Welt darum sicherer geworden? Ich denke, nicht. Und auch gegen das Atom an sich ist nichts zu sagen, seine Entdeckung ist ein Riesenschritt der Menschheit. Es kommt aber darauf an, in wessen Händen es sich befindet - ob der Besitzer Gutes oder Böses damit vorhat. Ist die Menschheit in der Lage, die eigene Erfindung zu ihrem Nutzen einzusetzen? Das ist die entscheidende Frage. Dass die Atombombe der Menschheit im Grunde nichts nützt (wie übrigens alle Waffen), ist damit wohl offensichtlich, es sei denn, man ist ein geborener Menschenfeind. Und hier setzt das von dir gepriesene menschliche Denken ein - oder es hakt aus. Die Katze, die blaue Tinte nicht lesen kann, kommt mir in deinem Text entschieden schlauer vor als alles, was wir Menschen tun. Sie weiß wenigstens, was ihr nützt oder nicht nützt. Schade, das wir unsere Instinkte so sehr verloren haben.

GruĂź
Hanna



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