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Leselupe.de > Anonymus
Dein Geschmack
Eingestellt am 01. 03. 2006 17:14


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Dein Geschmack
phantasiert mir auf begehrender Zunge
wenn Du verstohlen meine Blicke streifst
und ein l├Ąchelndes Auge
wohlig durch meinen K├Ârper str├Âmt.

Viele Winter drohen
unsere Jugend zu begraben
und in weiter Ferne erkennen wir
erfrorene Sommern├Ąchte.

Lass uns nicht ziehen
in das Land der ungelebten Vergangenheit.
Gib mir die Hand und atme,
f├╝r einen Augenblick.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
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Profil
hallo Anonymus,

quote:
Lass uns nicht ziehen
in das Land der ungelebten Vergangenheit.

hier m├╝├čte doch, wenn ├╝berhaupt, das "nicht" fettgedruckt stehen, wenn ich es richtig verstehe, oder? Wobei ich kursiv dem Fettdruck vorz├Âge, weil nicht so plakativ.
..."vorbei ziehen am Land der ungelebten...." w├Ąre auch noch eine Variante...(obwohl ich ungern in fremde Texte eingreife).
Ansonsten, gerade in Strophe eins, sehr eigenwillige, sinnliche Poesie.

Gru├č
Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo ENachtigall,

danke f├╝r deinen Kommentar!

Warum denkst du dass die Strophe eins eine sehr eigenwillige, sinnliche Poesie darstellt?
Was daran ist eigenwillig?

Das "UNS" ist so dargestellt weil es f├╝r ein UNS im Sinne von potentiell "gemeinsam intensiv erlebbarer Zeit" steht,aus der so viel "wunderbares" wachsen kann. Und genau diese UNS soll nicht in das Land der "ungelebten Vergangenheit" ziehen. Das bedeutet, dass wir die Begegnung bzw. Ber├╝hrung die wir sp├╝ren bzw. anstreben auch im "Jetzt" leben sollten, sie WAHR machen sollten.

Denn wenn wir es nicht tun werden wir irgendwann den Schmerz erleben, der in Strophe zwei angedeutet wird.
Wir werden diesen vergebenen Chancen bzw. den nicht gelebten Begegnungen/Ber├╝hrungen nachtrauern, denn es wird sie in dieser (jungen) Form nie wieder geben.

Was gibt es sch├Ânereres im Leben, als Begegnungen mir Menschen die in eine wunderbare Freundschaft m├╝nden k├Ânnen, aus denen man Kraft, Liebe und Hoffnung sch├Âpfen kann.

Strophe eins ist bewusst "erotisch" gehalten,
wobei diese "sinnliche Anziehungskraft" nat├╝rlich in gewissen Bereichen auch auf andere Lebenssituationen ├╝bertragbar ist.

Ich hoffe hiermit etwas zur Erl├Ąuterung meines Textes beigetragen zu haben!

Gr├╝├če von
Anonym

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Stoffel
gesperrt
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Registriert: Jun 2002

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Hallo,

Du sprachst von "erotisch"...hm..wirklich erotisches lese ich hier nicht raus.

"Dein Geschmack" dachte erst an eine Zweideutigkeit.
Also..."der Geschmack dieser Person/K├Ârperm├Ąssig" oder aber ihrem Geschmack entsprechend. Aber zweites w├╝rde unpassend sien. Also doch keine Zweideutigkeit darin.

"Das l├Ąchelnde Auge" st├Ârt mich bei der von Dir gewollten Erotik. DAS kann nicht "durchstr├Âmen". Andres sicher. Die Phantasien (Geruch, Geschmack, F├╝hlen...)

Die Frage...zu dem "Break"...
WAS sind die "Winter"? Woher kommen sie?
Sie werden nicht angesprochen. Nur das sie bevorstehen.

"unsere Jugend zu begraben"
Das wirft Fragen auf.

Und ich denke mal, es kann keine "ungelebte" Vergangenheit sein. Denn sie wurde gelebt. Sonst w├Ąr das andre nicht hier zu lesen.

Du, der Schreiber hat alles in sich....alles an Gef├╝hle und Gedanken, aber ich...der Leser, lese kaum was raus. Sch├Ân f├╝r mich pers├Ânlich, wenn ich mich ein wneig identifizieren kann. Wiedererkenne, nachempfinde.
Ist mir hier nicht m├Âglich.

Mein Eindruck war...der..einen reiferen Menschen vor mich zu haben, was aber dann widerlegt wird...
Und auch selbst wenn es ein junger Mensch w├Ąre, so widerlegt das dann wieder andere Zeilen.

Das nur mal meine Gedanken...

lG
Sanne

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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hallo Anonymus,

quote:
Was daran ist eigenwillig?

das will ich Dir gerne erkl├Ąren!
Eigenwillig ist die Sprache, die Du f├╝r die Beschreibung der "Anziehung" (Thema Strophe eins) gebrauchst; im Sinne von Dir eigen, nicht am allgemeinen Gefallen orientiert, unverkennbar. Ich gebrauche diesen Begriff fast ausschlie├člich in seiner positiven Wertung.

Alles weitere im Text hatte ich ├╝brigens so verstanden, wie Du es hier erl├Ąuterst. Auch in das Thema "ungelebte Vergangenheit" kann ich mich problemlos hineindenken - wir hatten k├╝rzlich erst ├╝ber "ungelebtes Leben" gesprochen. Dabei ging es um all jenes, das man auf sp├Ątere Zeitpunkte verschiebt, und dann doch nicht verwirklicht. Wichtiges bitte immer sofort und zuerst! So verstehe ich auch den im Text Wunsch gewordenen Gedanken nach intensiver Verbindung hier und jetzt. Da wir unserem "Verfall" entgegenleben, hat der Alterungsaspekt Relevanz, egal in welcher Phase wir uns befinden. Ob mit 20 oder 60. Nie wei├č ich, wie lange ich noch habe - aber in jedem Fall: morgen weniger als heute.

Im Gegensatz zu Stoffel, schwingt f├╝r mich sp├╝rbar in den ersten zwei Zeilen eine ordentliche Portion Erotik mit, die dem Gedicht seine besondere Note gibt.

So, und das w├Ąr┬┤s.

Gru├č :-)
Elke
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Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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