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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Deine Tränen...
Eingestellt am 30. 12. 2002 18:22


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Das Licht
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2002

Werke: 51
Kommentare: 17
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Ich sehe deinen Kummer.

Ich sehe deine Angst.

Ich sehe deinen Zweifel.

Ich sehe deine Wunden.

Ich sehe Hoffnungslosigkeit.

Ich sehe deine Wut.

Ich sehe deine müden Augen.

Ich fühle deine Einsamkeit.

Ich fühle dein krampfendes Herz.

Ich fühle deine Tränen.

Ich sehe dich...

So komm in meine Arme, so komme zu mir.
Ruhe dich aus von deinen Reisen durch dein Leben.

Schließe deine müden Augen und träume deinen Traum.
Hab keine Angst ich halte dich, kein Stein wird dich berühren, kein kalter Wind wird dich streifen.

Meine Hände halten dich.
Ich lausche deinen Atem, lausche deinem Herzen.

Es flüstert mir von deinem Leben,
von deinen Taten, deinen Abenteuern,
deine Kämpfen und deinen Glücksmomenten von
deinen Wünschen und deinen Sehnsüchten.

Langsam sinkst du in meiner Welt, langsam lässt
du dich in mein Reich fallen.

Das Reich der Fantasie und der Märchen, in das Land
des inneren Kindes.

So ruhe dich aus von deiner Last.

Wer ich bin fragst du ?

Du kennst mich schon so lange wie du lebst.
Ich war immer an deiner Seite doch hattest du mich vergessen.Ich sprach oft zu dir doch konntest du mich vor lauter Schmerz nicht hören.

Als du noch ein Kind warst hast du mich sehen können,
du hast Damals an mich geglaubt, liebtest mich und gingst mit mir Hand in Hand. Wir spielten und erzählten uns Geschichten. In der Nächten zählten wir die Sterne und wir trösteten uns untereinander wenn wir Angst hatten.

Dann kam die Zeit wo du größer wurdest.
Du gingst in die Welt hinaus du liest mich zurück in deiner Kindheit.

Voller Trauer schaute ich dir nach.
Du warst auf der Suche nach deiner Liebe. Du gingst Verbindungen zu anderen Suchenden ein in der Hoffung dort deine Liebe zu finden.

Du bliebst eine Zeit lang bei ihnen bis du merktest das sie diese Liebe nicht hatten nach der du dich so sehnest. Dabei erlitt dein Herz immer wieder eine Wunde.

So gingst du weiter und weiter getrieben von deiner Sehnsucht.Du merktest mit der Zeit, egal wo du warst, du warst nie richtig zu Haus.

Jeder Nacht saß ich an deinem Bett und streichelte dein Haar, so wie ich es schon tat als du noch ein Kind warst. Ich trocknete deine Tränen, denn du weintest sehr oft im Schutze der Dunkelheit.

Die Jahre gingen ins Land...

Die Trauer in deinem Herzen wurde immer stärker denn all
dein Suchen war vergeblich, die Seelen mit denen du warst waren nicht die, die du suchtest.

Langsam ging dein Mut und deine Hoffung zu Boden.
Das Misstrauen wurde dein Begleiter, zu viele Endtäuschungen säumten deine Wege. So nahmst du den Entschluss nicht mehr nach ihr, deiner Liebe zu suchen.

Deine Seele und dein Körper wurden krank, sie konnten die schwere Last nicht mehr tragen. Zu viele Wunden hattest du erlitten.

Es kam die Zeit des Alleinseins und der Isolation.
Die Angst begleitete dich und du dachtest, du würdest nun unter gehen.

Da sahst du nun, den Blick ins Leere.
Erfüllt mit Trauer, dein Körper durchtränkt mit Schmerz.

Plötzlich zuckte eine Erinnerung durch dich durch.

Du erinnertest dich an deine Kindheit, daran was du
immer tatest wenn du traurig warst. Du riefst mich immer
bei meinen Namen und batest mich dich in die Arme zu nehmen.

Langsam öffnetest du deinen Mund:

„Bitte nehme mich in deine Arme, bitte helfe mir“.

Ich nah meine Hände und legte sie auf dein Gesicht.
Langsam wurdest du müde und schliefst ein.

So erblicktest du mich nach langer Zeit der Vergessens das erste mal und voller Freude nahmen wir uns wieder in die Arme.

Du fragtest mich:

„Warum habe ich nicht meine Liebe gefunden, warum ist mir so viel Leid geschehen, warum habe ich mich selbst verloren“ ?

Ich antwortete dir :

„Das was du suchtest war die ganze Zeit in dir, du dachtest du kannst deine Liebe nur bei anderen Seelen finden. Durch die immer wieder kommende Endtäuschung das du sie nicht finden konntest quältest du deine Seele und dein Herz mit Schuldgefühlen und der Wut das du das nicht bekamst was du dir so sehr ersehntest. Du gabst all deine Liebe ab und dir blieb nichts mehr für dich selbst. Du lehnest dich ab, dachtest du bist es nicht Wert, du dachtest das du kein Glück erfahren dürftest.Diese Ablehnung deines Selbst wurde dir wieder gespiegelt in deinen Beziehungen und Freundschaften. Du wurdest getäuscht und hintergangen, du wurdest weggestoßenen und nicht ernst genommen, deine Liebe wurde nicht erwidert denn du konntest dich nicht selbst lieben. Du schautest weg als du der Wahrheit ins Auge schautest, du hörtest mir nicht zu als ich aus deinem Herzen sprach. Doch nun bist du wieder zurück gekommen und hast dich an mich erinnert. Du bist zu Haus. So möchte ich dir erzählen wie und wo deine wahre, deine reine Liebe liegt. Sie ruht in deinem Herzen und nur dort entspringt sie. Wenn du gelernt hast deine eigene Liebe zu spüren und zu leben, du sie dir selber schenke kannst, so wirst du die Seele anziehen die mit dir gleich ist, eine Seele die so wie du die wahre Liebe in sich gefunden hat. Erst dann wirst du mit dieser Seele verschmelzen. Es ist eine Liebe die nicht durch Abhängigkeit gelebt wird sondern durch gleichfließender, offener selbstliebe und tiefes Vertrauen untereinander. Ich werde dich führen wenn du es möchtest, ich werde dich auf deinen Wegen begleiten so wie Damals. Lasse los und erinnere dich an mich, erinnere dich das du nie alleine warst du das ich dich unterstützen werde mit dem Wissen was du brauchst um dich wieder zu finden, so ruhe dich aus und schlafe tief und fest. Gib mir all dein Schmerz ich werde es in Licht und
Klarheit wandeln“.

Es ist Zeit zu heilen, du bist zu Haus.




















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