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Leselupe.de > Horror und Psycho
Delirare
Eingestellt am 07. 02. 2006 12:36


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Goover
Hobbydichter
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Delirare

Mike hatte seine Einkäufe für das Wochenende endlich erledigt. Es herrschte dichtes Gedränge im Globus Markt, hier in Dorsten, wie üblich an Samstagen. Es kotzte ihn an, wenn er sich durch die Gänge drängeln musste, Einkaufswagen ausweichen und alte Leute überholen. Wirklich zum Kotzen.
Normalerweise ging er Samstag so gut wie nie einkaufen, das erledigte er lieber an einem Freitagabend. Es hatte Zeiten gegeben, da hatte er sich ohne Medikamente gar nicht in einen Laden gewagt, denn er litt an einer schweren Angststörung und bekam im dichten Gewühl schon mal gerne Beklemmungen. Nun, zurzeit hatte er seine Krankheit im Griff und er hatte es gestern einfach nicht mehr geschafft seine Einkäufe zu erledigen. Seine Schwester Hannah war mit den Kindern zu Besuch gewesen. Er hätte sie schlecht fortschicken können.
Na ja, wie dem auch sei, jetzt hatte er die Einkäufe im Einkaufswagen und konnte die endlos lange Schlange an der Kasse ansteuern.
Sein Magen verkrampfte sich und begann zu rumoren. Schnell blieb er stehen. Wieder verkrampfte sich sein Magen und er merkte, dass es höchste Zeit wurde, die Toilette aufzusuchen. Nein, nicht jetzt. Bitte! Dachte er, als ein weiterer Krampf ihn fast in die Knie zwang. Er stellte den Einkaufswagen an die Seite und ging rasch die Gänge entlang zur Toilette. Seine Einkäufe waren ihm im Moment so ziemlich egal. Er musste sich schnellstens erleichtern, sonst würde dies hier sehr peinlich enden.
Wieder durchzogen Krämpfe seinen Bauch. Heftiger als zuvor.
Er rannte jetzt förmlich die Gänge entlang. Ihm doch egal, was die Leute dachten.
Ich muss!
Eine ältere Dame drehte sich zu ihm um und schüttelte mit dem Kopf. Ein kleines Mädchen fragte seine Mutter: „Mama, warum läuft der Mann so schnell?“ Doch Mike bekam das alles nur am Rande mit. Vor sich sah er endlich die dunkelbraune Tür mit dem WC-Schild. Schnell öffnete er sie, rannte den langen Gang dahinter entlang bis zur nächsten Tür.
Er konnte seinen Drang kaum noch beherrschen.
Hastig stieß er die Tür auf und suchte eine der Kabinen auf.
So, schnell die Kabine abschließen, Hosen runter und los geht’ s.
Er hatte ziemlich üblen Durchfall und es schien, als hätte sein Magen seit dem Mittagessen ein ganzes Buffet verdaut. Die Krämpfe ließen nach, dann traten sie wieder im verstärkten Maße aus, klangen wieder ab und verschwanden schließlich langsam.
Von draußen erklang ein Geräusch. Ein Klirren und ein Schnappen, dann war alles wieder ruhig.
Ist vielleicht gerade einer rausgegangen, dachte Mike sich, stand auf, machte sich sauber und ging zum Waschbecken.
Ah, jetzt fühlte er sich schon viel besser. Er wusch sich die Hände, spritze sich etwas Wasser ins Gesicht und ließ sich die Hände trocken föhnen.
Zufrieden steuerte er die Tür an, als plötzlich die Lichter ausgingen, nur eine einzige kleine Lampe über der Tür spendete müdes, blasses Licht.
Macht nichts dachte er und drückte die Klinke an der Tür herunter, doch die Tür ließ sich nicht öffnen. Verzweifelt probierte er es nochmals.
Eine Ahnung stieg in ihm auf und kalter Schweiß drang aus den Poren in seinem Gesicht.
Er blickte auf die Uhr, der Zeiger stand auf 10 nach sechs.
Scheiße, die werden mich doch wohl hier nicht …, er dachte den Gedanken gar nicht erst zu Ende sondern klopfte heftig an die Tür und horchte.
Nichts, nur das Rauschen der Lüftung.
„Hey, ich bin noch hier drin.“ Schrie er die geschlossene Tür an.
Und wieder antwortet ihm nur das Rauschen des Lüfters.
Er klopfte abermals an die Tür, heftiger diesmal und begann an ihr zu rütteln. Doch nichts.
Außer:
Bsssssssssss
Nur die beschissene Lüftung war hier noch anwesend. Er begann sich unwohl und eingesperrt zu fühlen, was er ja auch war, doch ist es für einen Menschen mit seiner Krankheit eine ganz andere Wahrnehmung als für einen gesunden.
Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Es war Samstag, Montag war Neujahr und deswegen geschlossen. Er musste raus.
RAUS.
Wieder hämmerte er wie ein verrückter vor die schwere Stahltür.
„Hallo!! Hört mich jemand?? HAAALLLLO!“ Rief er.
Bssssssssssss
„Hallo….HALLOHALLOHALLO. HEYYY!“ Brüllte er, doch da war nur die Lüftung.
Mike lehnte sich mit dem Rücken an die Tür, versuchte nachzudenken, versuchte zu überlegen, wie er hier herauskam, doch er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Mütterchen Panik meldete sich. Er griff sich in die Haare und stöhnte, dann ließ er sich langsam die Tür herunter gleiten und verblieb in sitzender Position.
Sein Gesicht war ganz nass. Er hatte zu weinen begonnen und es nicht einmal bemerkt.
Mike bot schon jetzt einen erbärmlichen Anblick. Die Haare zersaust, das Gesicht mit verkrampften Blick, tränenüberströmt und von Schweiß verklebtem Haar.
Er schluchzte, gab sich ganz seiner Verzweiflung hin und bekam schließlich einen ausgewachsenen Heulkrampf.
Zumindest half das ein wenig, um ihn wieder zu beruhigen.
Da, was war das für ein Geräusch?
Mike sprang in die Höhe und legte sein Ohr an die Tür. Da war doch ein Geräusch gewesen, er hatte es ganz deutlich gehört, wie Schritte hatte es geklungen.
„Hey, ist da jemand? Hallo?“ Rief er. „Hallo ich bin noch hier drinnen, auf der Toilette.“
Bsssssssssssss
Nichts, nur dieses nervtötende Rauschen des Lüfters.
Seltsam, er schien etwas ruhiger und gefasster zu werden. Hatte er sich mit seiner Situation abgefunden?
Er lehnte sich an die Wand, griff in seine Jackentasche und zog eine Schachtel West hervor.
11 Zigaretten waren noch in der kleinen Schachtel, nicht sehr viele, aber das störte ihn im Moment nicht wirklich. Mike würde schon einen Weg hinausfinden.
Er zündete die Zigarette an und inhalierte den Rauch. Die Zigarette löste seine Anspannung ein wenig und er schaffte es, etwas klarer zu denken.
Natürlich machte er sich große Sorgen, aber was half das schon?
Aber er brauchte seine Medikamente, das könnte zu einem Problem werden. Ein großes Problem. Auf eine Tavor konnte er vielleicht verzichten, was aber geschah danach?
Langsam blies er den Rauch aus seinen Lungen und betrachtet den Qualm. Sanfte Nebelfäden griffen hinaus in den Raum, schlängelten, verästelten sich und lösten sich schließlich wieder in nichts auf. Wie ein Geist, der es geschafft hatte für einen Moment ins Diesseits zu gelangen, um gleich drauf wieder ins Reich der Toten zu verschwinden.
Er setzte sich wieder auf den kalten Fliesenboden und starrte ins Leere. Seine Gedanken begannen wieder in ein wildes Durcheinander zu geraten. Wie eine Stromschnelle, die immer schnelle wurde, und schließlich wilde Strudel erschuf, die alles in ihren tödlichen Sog zogen. Machten das seine Gedanken gerade? Zogen sie ihn herunter auf den Grund? Einen Grund, der nicht nass und kalt war? Der ihm bei einem verzweifelten Atemzug das kalte Wasser in die Lungen presste, und ertrinken lies? Nein, es war ein Grund, auf dem ihn Mütterchen Panik in seine Arme schließen würde.
Bssssssssssss
Der Lüfter summte seine eintönige Melodie und Mike spürte, wie sich Aggressionen gegen dieses dämliche Gerät aufbauten.
Er zog ein letztes Mal an der Zigarette und drückte sie dann aus. Mike stand auf und begann den Raum auf- und abzuschreiten.
Kahle Wände, ein großer, unzerbrechlicher Spiegel über dem Waschbecken, dort war der Handtrockner links neben dem Waschbecken. Drei, mit Schmierereien verunstaltete Kabinen gab es in diesem Raum. Zwei der Türen standen offen, die dritte Tür war geschlossen und das rote Zeichen für besetzt stand über dem Schloss.
Mike blieb stehen und sah noch einmal genauer hin. Ja, eindeutig. War er etwas nicht alleine hier drin? Blödsinn, dann hätte sich der Jenige schon längst gemeldet, dachte er und hatte damit wohl sehr recht, denn Lärm hatte Mike ja genug gemacht. Vielleicht ist dort auch so ein abgewrackter Junkie, der zugedröhnt auf der Toilette saß, oder vielleicht war er sogar tot. Er drängte diese Gedanken beiseite, als ihm bewusst wurde, dass er anfing, paranoid zu werden. Mist, er hätte um 18.00 Uhr seine Tabletten nehmen müssen, jetzt war es 19.27 Uhr. Das kann nicht sein, so schnell macht sich das nicht bemerkbar, dachte er sich, glaubte aber nicht wirklich daran.
Irgendetwas sagte ihm, das er die geschlossen Kabine Drei unbeachtet lassen sollte. Ein unbestimmbares Gefühl, eine Art deja vu, als hätte er diese Situation schon einmal erlebt.
Hör auf dir etwas vorzumachen, tadelte er sich selbst und klopfte an die geschlossene Tür.
„Hallo? Ist da jemand?“
Bsssssssss
Mike warf einen wütenden Blick auf den Lüfter. Aus dem Inneren der Kabine kam nicht das leiseste Geräusch.
Schließlich entfernte er sich von der Tür und setzte sich wieder auf dem Boden, doch ein leiser Zweifel blieb: Was war mit Kabine Nummer Drei? Ach, da ist nichts. Mach dich nicht verrückt.
Schließlich schloss er für einige Sekunden die Augen, um nachzudenken und den kargen WC Raum, seine Zelle, zumindest im Geiste zu verlassen.
Er bemerkte nicht einmal, wie er einschlief. Seine Gedanken verschwammen einfach mit Traumbildern, die ihn schließlich in eine andere Welt entführten. Eine schönere, sichere Welt.
Ganz ohne Albträume.

Ein Geräusch weckte ihn und ließ ihn erschauern.
Etwas kicherte oder besser gesagt jemand. Ein Kinderlachen.
Er schlug die Augen auf und blickte sich um. Das Gelächter verklang in einem hohlen Echo. Dann war es fort.
Mikes Nackenhaare richteten sich auf.
„Hallo?“ Sprach er in den leeren Raum. „Ist da jemand?“ Dieser Satz schien zu seinem Standardreportua zu werden.
Da war es wieder, dieses Kichern, doch diesmal schien es weit weg zu sein und war nur gerade eben zu hören.
„Hallo? Hörst du mich?“
Bsssssssssssssss
„Gewonnen.“ Hallte es durch den Gang hinter der Tür zum WC. Ganz leise, ungreifbar.
Die Angst stieg wie eine Flut, eine Welle, Mikes Körper hinauf.
„Hallo?“
Diesmal kam keine Antwort. Wieder nur das Rauschen des Lüfters.
Ich bin noch nicht richtig wach, sagte er sich, ging zum Waschbecken und spritze sich etwas kaltes Wasser ins Gesicht. Das frische Wasser tat gut und spülte den Angstscheiß von seiner blassen Haut.
Ja, wahrscheinlich war die Stimme ein Phantom aus der Traumwelt, aus der er gerade erst zurückgekehrt war.
Mike blickte auf seine Armbanduhr und stellte fest, dass er vier Stunden geschlafen hatte. Es war jetzt 23.32 Uhr. Er griff in seine Jackentasche und zündete sich ein Zweite Zigarette an. Blieben noch 9 übrig. Nervös inhalierte er den Rauch und beobachtete wieder den seidenhaften Geist, der seinen Lungen entwich.
Plötzlich hörte er die Spülung einer Toilette. Mike erschrak und ein kurzer Schrei drang über seine Lippen.
Er versuchte zu lokalisieren, welche Toilette da spülte und blickte in Kabine Eins.
Nichts.
Dann in Kabine Zwei. Ja, hier war der Übeltäter, der ihn so erschreckt hatte.
Mike lachte auf und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Dann trat er aus der Kabine heraus und stellte sich an die Wand.
Wieder führte er seine Hand mit der Zigarette zu seinem Mund um einen weiteren Geist zu inhalieren und stellte fest, dass seine Hand arg zitterte.
Meine Tabletten fuhr es ihm als erstes durch den Kopf.
„Blödsinn, so schnell bekommt man keinen Entzug.“ Seine Stimme hallte von den kahlen Wänden des Raumes und machten ihm nur noch einmal mehr bewusst, dass er allein war.
Die Säule der Verdrängung, auf der er stand, bröckelte und wurde immer kleiner.
Mütterchen Panik sammelte den Schutt auf und sie würde damit weiter machen, bis die Säule verschwunden war.
Wieder spülte eine Toilette.
Diesmal erschrak Mike nicht sonderlich, öffnete trotzdem noch einmal Tür Nummer zwei um sich zu vergewissern.
Nichts!
Er ging über zur Tür Eins.
Auch nichts.
Die spülende Toilette verbarg sich in Kabine Drei.
Sicher irgendein Defekt, die Säule verlor jetzt ein großes Stück, das herunter fiel und hastig von Mütterchen Panik aufgesammelt wurde. Im letzten Moment konnte Mike sich auf der Säule halten, doch Mütterchen Panik grinste ihn erwartungsvoll an.
Dann erklang ein weiteres Geräusch. Es klang als wäre etwa zugefallen und es kam aus Kabine Drei.
„Hallo?“ Sagte Mike wieder.
Nur der Lüfter war zu hören. Er versuchte ruhig zu bleiben und atmete tief und gleichmäßig, so wie er es in der Klinik beigebracht bekommen hatte. Er durfte nicht hyperventilieren. Schließlich beruhigte er sich wieder, ging aber trotzdem rüber zur Tür, lehnte sich dort an die Wand und zündete sich eine weitere Zigarette an. Blieben noch 8.
Seine Hände zitterten stärker.
Eine halbe Stunde verging, ohne dass etwas geschah, doch dieser Lüfter. Er machte ihn wahnsinnig. Wollte das Ding ihn verhöhnen, ihn mit seinem ewig gleich bleibenden Gesumme quälen? Oder wollte das Gerät ihn in den Schlaf singen. Einem Schlaf, der ewig währen würde?
Ja, das war es. Etwas steuerte das Gerät. Vielleicht wurde er beobachtet und dies alles war ein Spiel, ein Experiment. Mikes Blick suchte den Raum ab. Waren irgendwo Kameras versteckt. Er sah keine. Vielleicht sollte man sie auch gar nicht sehen, denn wo war denn dann der Sinn des Spiels. Es mussten kleine Kameras sein, so klein, dass er sie nicht entdecken konnte, aber sie waren da, davon war er jetzt überzeugt.
Endlich hatte er das Spiel durchschaut.
Die Säule der Verdrängung war jetzt nur noch etwas mehr als zwei Meter hoch und Mütterchen Panik stand da und wartete, bis die Säule verschwunden war und dann würde sie ihn in die Arme schließen und nicht mehr loslassen.
Nie mehr.
Mikes Blick fiel auf den Lüfter. War da nicht eine kleine Öffnung. Ja, da war etwas. Er ging näher, und betrachte das nervende Gerät.
Natürlich, dort in der Mitte der Metallabdeckung fehlte eine Schraube. Das musste das Versteck der Kamera sein.
Er lachte.
„Ha, hab ich dich. Na, kannst du mich sehen? Ich habe dein Spiel durchschaut und ich habe gewonnen.“
Ein rumpelndes Geräusch erklang aus dem Lüftungsschacht. Mike fuhr erschrocken zurück.
„Na komm schon. Das Spiel ist aus.“ Sagte er zu dem Lüfter.
Wieder erklang ein Rumpeln, das kleine Lüftungsgitter fiel klirrend zu Boden und eine große Ratte fiel aus dem Lüftungsschlitz.
Mike trat zwei Schritte zurück. Das Tier sah ihn einige, wenige Sekunden in die Augen. Dann richtete es sich auf die Hinterpfoten und schnüffelte.
Roch die Ratte den Wahnsinn, der mehr und mehr von Mike besitz ergriff?
Roch sie seine Angst?
„Verschwinde“ zischte er. Die Ratte sah ihn einen Augenblick an und tapste dann tatsächlich fort, zwang sich unter den kleinen Spalt der Tür zu Kabine Nummer Drei hindurch.
Bsssssss
Mike konnte es nicht länger ertragen. Wütend ging er zu dem Lüfter und schlug auf das Blechgehäuse ein. Er schrie und schlug und schlug. Seine Hände begannen zu bluten und hinterließen schmierige Schlieren auf dem Blech des Lüfters.
Dann ließ er von dem verteufelten Gerät ab.
Bsssssss
Das Gerät summte unbeeindruckt weiter.
Da kam ihm eine Idee. Er ging rüber zum Waschbecken und nahm etwas Papier aus dem Spender, der neben dem Handtrockner hing. Dann ging er zurück zum Lüfter und stopfte das Papier in das leere Schraubenloch.
„So, zumindest kannst du mich jetzt nicht mehr sehen.“ Sagte er und ein freudiges Gefühl, durchströmte ihn. Er hatte wieder einmal gewonnen. „Hast du gehört? DU KANNST MICH JETZT NICHT MEHR SEHEN!“ Brüllte er.
Nun ging er zurück zu seinem Platz an der Wand und rauchte Zwei Zigaretten nacheinander.
Blieb noch 6 übrig.
Seine Uhr sagte ihm, dass es 0.18 Uhr war.
Plötzlich erklang wieder dieses Kichern. Mike blickte zur Tür, ein panischer, vom beginnenden Wahnsinn verzerrter Ausdruck lag auf seinem Gesicht.
Das Kichern verklang und setzte dann erneut ein.
„Halt die Fresse, du Bastard.“ Brüllte Mike durch die Tür.
Ein Kichern war die Antwort und:
Bssssssss
„Komm doch rein, wenn du dich traust. Das Spiel ist aus. AUS! Hörst du!“
Keine Antwort.
Nur der Lüfter.
Mit stark zitternden Händen zündete er sich eine weitere Zigarette an.
Nun hatte er noch genau 5 Stück.
Egal! EGAL kreischte er in Gedanken.
Er stand auf und lief in dem kleinen Raum auf- und ab.
Immer wieder.
Wirre Gedanken zuckten durch sein Hirn.
Die Säule der Verdrängung war jetzt nur noch ein kümmerlicher Haufen Schutt und Mütterchen Panik sammelte ihre Überreste ein.
Sie schenkte Mike ein süßes Lächeln und breitete ihre Arme aus.
Mike ging zur Tür, drehte sich um und ging zurück zur gegenüberliegenden Wand.
Hin- und zurück.
Dann viel sein Blick plötzlich vor dem Boden der Kabine Nummer Drei.
Dort lag, mit gebrochenem Rückrad und offenem Schädel, die Ratte.
Er blieb stehen, konnte seine Angst kaum noch unterdrücken.
Was war hinter Tür Nummer Drei.
Was war mit der Ratte geschehen?
Mike schob das tote Tier mit den Füßen beiseite, bis in die hinterste Ecke des Raumes. Eine blutige Spur folgte der Ratte und blieb als rotes Rinnsal auf den Fliesen, wo es bald zu einer mehligen Substanz gerinnen würde.
Dann kniete er sich auf alle Viere und versuchte durch den kleinen Spalt zu Kabine Nummer Drei hindurchzuschauen. Doch es war zu dunkel. Er konnte einfach nichts erkennen.
Er stand wieder auf, fuhr sich wieder durch die Haare und zündete sich eine weitere Zigarette an.
Noch 4 Stück.
Hinter der Tür zu Kabine Nummer Drei spülte die Toilette ein weiteres Mal, doch diesmal erschrak Mike nicht, zumindest nicht von der Spülung.
Ein böses Knurren drang aus der Kabine. Wie von einem Wolf oder einem Hund.
Mike blieb vor Schreck die Luft weck. Dann suchte er den Raum erneut ab um eine sichere Zuflucht zu finden. Er wollte einfach nur weg, fort von dem Ding in der Kabine, doch hier gab es keine Verstecke. Mit weichen Knien ging er zurück an die Wand setzte sich, rauchte eine weitere Zigarette und begann zu weinen. Während er weinte, sagte er kleine Verse und Gedichte aus seiner Kindheit auf, bis er so sehr schluchzte, dass er kein Wort mehr herausbrachte.
Die Trümmer der Säule der Verdrängung waren beiseite geräumt und Mütterchen Panik lächelt und bedeute Mike zu sich zu kommen.
Wenigstens ein bisschen Trost.
Trost!
Er ging zu ihr herüber und sie schloss ihn in ihre Arme.
Sie war so kalt, so geisterhaft kalt.

„Hey Mike!“ Brummte eine tiefe Stimme. Es war die Stimme des Wolfes hinter der Tür zu Kabine Nummer Drei.
Mike sah hinüber, wagte nicht Luft zu holen und erst recht nicht etwas zu sagen.
„Och, komm schon. Du musst dich nicht fürchten. Nein, nein.“ Die Stimme des Wolfes war sehr tief und kehlig. Ein hinterlistiger Unterton lag in seiner Stimme.
„Weißt du, ich lausche dir schon die ganze Zeit. Vom ersten Moment an, als du hier hereinkamst, um dein Geschäft zu erledigen. Ja, ja."
Mike schlang die Arme um seine Beine und schaukelte hin und her. Hin- und her. Wieder schluchzte er. Seine Atmung beschleunigte sich und er lief Gefahr, zu hyperventilieren. Ihm wurde schwindelig und der Raum begann sich um ihn zu drehen, so als säße er in dem Auge eines Tornados.
„Bitte, hilf mir doch einer. Biittteee….“ Wimmerte er.
„Mike, Mike, Mike….“ Sagte der Wolf. „Rauch dir doch noch eine, du hast doch noch drei ganze Zigaretten. Ich habe mitgezählt. Komm schon, das Nikotin wird dir gut tun und du kannst wieder lustige Gespenster aus deinen Lungen gebären. Na, wie wäre das.“ Der Wolf brummte und seufzte.
Ja, eine Zigarette konnte ihm vielleicht wirklich helfen. Er griff in seine Jackentasche. Die Zigarettenschachtel entglitt seinen stark zitternden Händen. Eilig nahm er sie wieder auf und steckte sich eine Kippe in den Mund. Er zündete sie an und inhalierte.
Die Zigarette half wirklich etwas, aber trotzdem, er hatte einen Punkt überschritten und lag in Mütterchens Paniks Armen. Von hier gab es kein zurück. Ihr konnte er jetzt nicht mehr entfliehen.
„Weißt du, was ich mit der Ratte gemacht habe? Oh, ich fand es übrigens toll von dir, dass du sie zu mir herein geschickt hast…. Ich habe ihr den Hals umgedreht. Kurz und schnell. Wollte, dass du sie findest und ein wenig Angst bekommst, verstehst du. Na komm, weine nicht. Du bist doch jetzt in guter Gesellschaft, oder?“
„Da ist nichts.. Ich bilde mir alles nur ein… Keiner da… Kein Wolf… Kein Kinderlachen…“ Wieder schluchzte er.
Der Wolf gab keine Antwort mehr. Überhaupt war es nun wieder vollkommen still in seinem Gefängnis. Außer:
Bsssssssss
Mike stand auf. Warf die Kippe zu Boden und ging zum Waschbecken. Wieder spritze er kaltes Wasser in sein Gesicht und trank einen Schluck davon.
Er lies das Wasser über seine Hände laufen und starrte in den Spiegel. Fast erschrak er vor sich selbst. Sein Gesicht wirkte gehetzt, er hatte tiefe Augenringe und die Haare klebten ihm an der Kopfhaut. Dann plötzlich grinste er sein Spiegelbild an.
Ein irres Grinsen.
Nach einigen Sekunden blickte er herab um das Wasser abzustellen und schrak zurück. Das Becken war voller Blut und aus dem Wasserhahn floss ein unaufhörlicher Erguss roten, dicken Blutes und darin schwammen Haare. Unzählige, kleine Haare. Vielleich die Haare des Wolfes? Sein Fell?
Mike sprang zurück, schrie und putze sich angewidert seine Hände an Hose und Hemd ab, dann schloss er einen Moment die Augen.
Es ist nichts da, es ist nichts da, betete er, so als könne er das Grauen kraft seiner Gedanken einfach verschwinden lassen.
Seine Augen öffneten sich.
Alles schien wieder normal. Im Waschbecken war kein Blut mehr.
Mike atmete auf, dann hob er seine Hände vors Gesicht.
Sie waren rot von Blut.
Ein Entsetzensschrei schrillte aus seiner Kehle. Mike ließ seine Hände einfach herabfallen und starrte direkt in sein Spiegelbild. Wieder hatte er zu weinen begonnen. Wenn das so weiter ging, würde sich ein Nervenzusammenbruch nicht vermeiden lassen. Mike betete dafür. Einfach ohnmächtig werden und für einige Zeit ins Vergessen zu sinken.
Im Spiegel, gleich hinter ihm erschien eine geisterhafte Gestallt. Sie war in etwas so groß wie ein sechsjähriges Kind, schwebte aber einen Meter über den Boden.
Das Kichern erklang, diesmal ganz laut und deutlich.
Etwas strich über seine Wange, zerzauste sein Haar. Aus den Augenwinkel erkannt Mike, dass der Geist ihn berührte und er kicherte böse.
Dann breitete sich eine Hitze in seinem Körper aus, ein Höllenfeuer und er sank zu Boden.
Das Vergessen hatte ihn gepackt.

„Mike. Och Mike!“ Raunte der Wolf hinter der Tür von Kabine Nummer Drei.
Mike schlug die Augen auf und sofort war ihm wieder alles bewusst. Der Wolf, der Geist im Spiegel, das viele Blut…..
Er zog sich rückwärts über die Fliesen in Richtung Tür. Dabei ließ er die Tür von Kabine Nummer Drei nicht einen Moment aus den Augen. Er wagte noch nicht einmal, zu blinzeln.
„Mike, hab dich nicht so. Ich bin doch dein Freund. Sieh mal, wir sind beide ganz alleine hier in diesem Raum, ja im ganzen Gebäude und wir haben nur uns zwei zur Gesellschaft…“
Mike stutzte. War der Wolf vielleicht gar nicht böse? Vielleicht war er ja wirklich ein Freund.
„Du….. Warum bist du… du, da in der Kabine?“ Fragte er mit schriller, sich überschlagender Stimme. „Warum kommst du nicht heraus?“
Der Wolf seufzte, dann lachte er einmal kurz.
„Mike, Mike, Mike, möchtest du wirklich, dass ich hier aus dieser Kabine heraus- und zu dir komme. Weißt du nicht, dass Wölfe BÖSE SIND!!“ Brüllte er und knurrte. Der Wolf schlug gegen die Wände der Kabine. Die Tür erzitterte und die ganze Konstruktion begann zu wackeln.
Mike presste sich in die hinterste Ecke des Raumes. Sein Herz schlug wie wild und er spürte einen Schmerz in der Brust.
„Oh, ich könnte hier herauskommen. Ganz einfach, aber ich möchte nicht. Noch nicht.“ Sagte der Wolf in einem beiläufigen Plauderton. „Es sei denn, du bestehst darauf?“
Mike wusste nicht, was er antworten sollte.
„Ich äh… bitte, bleib dort drinnen, bitte.“ Stammelte er.
Der Wolf knurrte, dann sagte er: „Ich überlege es mir. Weißt du, ich, habe großen Hunger und hier drinnen ist nichts, was ich fressen könnte. Die Ratte hast du ja fortgenommen. Böser Junge.“ Raunte der Wolf. „Hey, ich habe eine Idee. Wie wäre es, wenn du mir die Ratte wieder unter die Tür hindurchschieben würdest. Das würde meinen Hunger sicher eine Weile stillen. Na, was sagst du?“
Mike überlegte, wusste nicht, was er sagen sollte.
„Na, überleg nicht zu lange, mein Hunger wird langsam unerträglich und es wäre doch schade, wenn ich aus purer Not meinen einzigen Freund verspeisen müsste, oder?“ Der Wolf knurrte und ein kratzendes Geräusch erklang, so wie man es kennt, wenn man in der Schule die Kreide hart über die Tafel zog um die anderen zu ärgern.
„N-n-nein, nein, warte. Ich gebe dir die Ratte.“ Sagte Mike hastig, stand auf und ging hinüber zu der Ratte. Das Tier sah widerlich aus und es schien ihn noch immer mit seinen toten Augen anzustarren.
Doch Mike überwand seinen Ekel und packte das Vieh am Schwanz. Dann ging er vor der Kabine Nummer Drei auf die Knie und begann damit die Ratte durch den engen Spalt zu schieben.
Plötzlich drangen zwei pelzige, krallenbewachsene Finger durch den Spalt und packten die Ratte.
Mike sprang entsetzt zurück und wieder fühlte er den Schmerz in seiner Brust, dieses glühend heiße Feuer. Er griff in die Tasche und rauchte eine weitere Zigarette, traute sich aber kaum sich zu bewegen. Leise schlich er wieder in die hinterste Ecke des Raumes.
Aus der Kabine kamen seltsame, reißende Geräusche. Mike hörte die kleinen Knochen der Ratte knacken und kurze Zeit später schob der Wolf das ausgelutschte Fell der Ratte unter die Tür hindurch.
„Mmmh, das war gar nicht schlecht. Hey Mike, ich weiß du hast noch eine Zigarette übrig. Was hältst du vom Rauchen. Ist zwar deine Letzte, aber du solltest sie genießen. Er betonte die Worte Deine Letzte auf besondere Art und Weise mit einem lauernden Unterton, doch Mike registrierte das nicht wirklich.
Er tat wie geheißen und rauchte seine letzte Zigarette. Der Wolf verhielt sich während dessen ruhig.
Dann, als Mike die Kippe ausgedrückt hatte, sagte er: „Weißt du, die Ratte war nicht schlecht, aber viel zu wenig um meinen Appetit zu stillen.“ Wieder erklang das ferne Kinderlachen. Nein, so fern war es gar nicht, es kam vom Spiegel über dem Waschbecken. Mike blickt hinüber zum Spiegel. Die Oberfläche verformte sich, sah aus als wäre sie nun aus flüssigem Quecksilber, dann stülpte sich ein geisterhafter Kopf daraus hervor. Die Gesichtszüge ließen sich nur erahnen, doch das Ding starrte ihn an und kicherte.
„Mike, ich werde jetzt zu dir raus kommen. Hab’ s mir doch anders überlegt. Mein Hunger ist so groß und du wärst genau die richtige Portion für mich.“ Er knurrte, dann sah Mike wie das rote Schild über dem Schloss sich in ein Weißes verwandelte.
Er kroch zurück, doch es ging nicht weiter zurück, er hatte die Wand im Rücken. Mike schrie, wäre am liebsten in sich selbst hinein gekrochen…
Die Tür der Kabine begann, sich zu öffnen. Eine pelzige Klaue kam zu Vorschein. Die Geistergestalt aus dem Spiegel hatte sich nun bis zur Hüfte hinaus gelehnt und kicherte, kicherte, und kicherte.
Plötzlich erklang ein Geräusch von der Eingangstür. Ein Schlüssel wurde ins Schloss gesteckt und das Schloss entriegelt.
Mike schrie, schrie aus Leibeskräften. Innerlich bereitete er sich auf ein weiteres grauen vor, doch als sich dir Tür öffnete, stand da ein bärtiger Mann mit weißem Kittel und lächelte ihn an.
Der Wolf war verschwunden, ebenso die Geistergestalt.
Der Mann bückte sich zu ihm herab.
Endlich ich bin gefunden worden. GEFUNDEN!
„Hallo Mike, na du hast hier ja eine Sauerei verursacht. Zeig mal deine Hand. Wie kommst du denn an die große Schnittwunde?“ Wollte der Mann wissen, seine Stimme klang sanft, sympathisch.
Mike stutzte. Kannte er den Mann irgendwo her?
Der Blick des Mannes viel auf den Lüfter. „Ah, hast wohl versucht den Lüfter auszuschalten.“
„Wer, wer sind sie?“ fragte Mike. „Kenne ich sie?“
Der Mann lächelte wieder. „Ach Mike, du hast mich vielleicht nicht immer bemerkt, aber ich habe dich schon hin- und wieder begleitet, doch wahrscheinlich kennst du meinen Namen noch nicht.“ Er reichte Mike seine Hand und half ihm auf die Beine.
„Und… Nun, wer sind sie?“ Fragte er.
Der Mann sah ihm in die Augen.
„Du weißt es wirklich nicht.“ Seufzte der Mann. Es war eine Feststellung, keine Frage.
„Ich, nun ich heiße Delirare.“ Sagte der Mann schlicht.
Mike lachte auf.
„Delirare? Seltsamer Name. Ich schwörs ihnen, ich bin ihnen noch nie begegnet.“
Delirare seufzte erneut.
„Doch, ich habe dich schon einige Male auf deinem Weg begleitet. Ich war mit dir Einkaufen, als du deine Erste Panikattacke bekommen hast, schlief bei dir im Bett, als du in der Klinik warst und stand neben dir, als du Halluzinationen hattest.“
Mike verstand nicht, wovon der Mann redete.
„Wie? Ich fürchte ich verstehe sie nicht.“ Er lachte und fuhr sich durchs Haar. „Einen Namen wie Ihren hätte ich bestimmt behalten und in der Klinik war auch niemand mit einem solchen Namen. NIEMAND! HÖREN SIE? Niemand, niemand, nieeemaaand.“ Mike verfiel wieder in einem erneuten Weinkrampf.
„Vielleicht kennst du mich nicht unter dem Namen Delirare, das tun die wenigsten. Doch wirst du es verstehen, wenn ich dir eine andere Bedeutung meines Namens nenne...“ Mike unterbrach ihn.
„Und der wäre? SAGEN SIE SCHON.“ Schluchzte er.
„Nun, ich bin der Wahnsinn“.
Was faselte der Mann da? Doch Mike verstand auf eine schmerzliche Art und Weise.
Er begann jetzt am ganzen Körper zu zittern und weinte wie ein kleines Kind.
Der Mann ergriff schließlich seine Hand und führte ihn aus dem WC heraus.
Mike wehrte sich nicht dagegen. Er wollte nur raus hier und alles hinter sich lassen. Wie ein treuer Hund folgte Mike dem Mann hinaus in den langen Gang.
Endlich war er draußen und endlich verstummte auch das nervende Rauschen des Lüfters. Im Gang erklang wieder das Kinderlachen, doch Mike beachtete es nicht mehr, lies es einfach über sich ergehen. Es war ihm egal.
EGAL!
„Na Teufelchen, hast du dich gut amüsiert?“ Sagte der Mann zu der nebelhaften Kindergestallt und das Kinderlachen erklang ein letztes Mal. Dann löste sich der Geist des Kindes auf. Ganz so wie die Nikotingeister, die Mike selbst erschaffen hatte, während er eingesperrt gewesen war.
Mike folgte Delirare durch den Gang und war nun nicht mehr in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen.
Mütterchen Panik hielt ihn in ihrer Eisgen Umarmung und Väterchen Wahnsinn würde ihn von nun an ständig begleiten.
Es war ihm egal.
Alles war im egal.
Er hatte den Raum verlassen und war zumindest dem Wolf entkommen.
Wenn er nur gewusst hätte, was für Monster ihn da draußen noch alles erwarteten.


-ENDE-

by Werner Benson 2006




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Denn der Tod ist erst der Anfang...

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