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Leselupe.de > Gereimtes
Demokratie oder doch nicht?
Eingestellt am 17. 10. 2005 15:11


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Lupus Corridor
Autorenanwärter
Registriert: Jul 2002

Werke: 7
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Es ist uns’re Demokratie
Gefragt, gelobt wie bisher nie
Das Volk es darf allein entscheiden
Kann Ungeliebtes stets vermeiden

So war des Vaters einst Gedanke
Doch stößt man heut auf eine Schranke
Weil heute kann man sicher sein
Die Macht liegt nicht beim Volk allein

Wenn man mal ganz genau betrachtet
Worauf so ein Polit’ker achtet
Dann ist das meist sein eignes GlĂĽck
Und nicht des Volks Wunsch und Geschick

Sie deuten, reden und versprechen
Viel wunderbares und dann brechen
Sie voll Inbrunst und Elan
Die Versprechen dann und wann

Was schreib ich nur, nicht hie und da
Fast immer mein ich, ist doch wahr
Und reden sich mit viel Geschick
Vom Abstieg auf den Plan zurĂĽck

Jetzt frag ich mich doch wirklich sehr
Merkt denn das keiner, ist da wer
Der einmal sich zu sagen traut
Daß ein Polit’ker Scheiße baut.

Ich meine nicht aus Volkes Reihe
Das wäre ja als spräch’ ein Laie
Es sollte doch Polit’ker geben
Die ĂĽber diesen Haufen schweben

Und mal die anderen ermahnen
Sie sollten nicht die ScheiĂźe tarnen
Sie sollten wen’ger produzieren
Und mal was fĂĽr das Volk vollfĂĽhren

Es gab da mal so eine Form
Die man verachtete enorm
Menschrechtsfeindlich unterdrĂĽckt
Wurd das Volk vor Angst verrĂĽckt

Und niemand konnte aufbegehren
Polit’ker brauchten sich nicht wehren
Ich frag mich grad, wie hieĂź das nur
Ach, Tyrannei und Diktatur

Versteht nicht falsch, ich möchte das nie
Nur ist es mit Demokratie
Nicht sehr weit her, sie ist echt rar
So glaube ich: UndurchfĂĽhrbar

Man könnt auch Parallelen nennen
In uns’rer heut’gen Form erkennen
Ich laĂź das jetzt und Euch alleine
Der Leser weiĂź schon was ich meine

Ich schrieb hier hin was mich bewegt
Hab Euch das Ganze vorgelegt
Es bleibt ein Satz zum AbschluĂź nur
Wir leben in Demokratur.

__________________
L.C.

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Udogi-Sela

Häufig gelesener Autor

Registriert: May 2003

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Hallo Lupus,

auch ĂĽber dieses Werk habe ich mir so meine Gedanken gemacht:


Es ist uns’re Demokratie
Gefragt, gelobt wie bisher nie
Das Volk es darf allein entscheiden
Kann Ungeliebtes stets vermeiden

Was Du mit der ersten Strophe ausdrücken willst, wird erst beim Lesen der zweiten klar, doch auch dann erscheint diese erste Strophe etwas „verdreht“.

Es ist uns’re Demokratie
Gefragt, gelobt wie bisher nie

Meinst Du: Es ist unsre (nicht uns’re) Demokratie, die gerade heute gefragt und gelobt ist, wie bisher noch nicht, oder meinst Du: Es ist unsre Demokratie gefragt, (das Fragen) gelobt (oder dass das Volk allein entscheiden darf) wie bisher nie?

Das Volk es darf allein entscheiden? DARF? ALLEIN?
Kann Ungeliebtes stets vermeiden? KANN? STETS?

In Prosa ausgedrückt wolltest Du sagen: Das Beste, was einem Volk passieren kann, ist, in einer Demokratie zu leben, Jedes Volk wünscht sich eine Demokratie; und auch bei uns wird sie (trotz aller Mängel) in höchsten Tönen gelobt, zur Zeit mehr denn je. Dem Volk wird durch Wahlen die Entscheidung überlassen, wer regieren darf, um mit dieser Entscheidung das Beste für sich herauszuholen.

So war des Vaters einst Gedanke

Du meinst: Das war die Grundidee der Väter der demokratischen Verfassung, also nicht eines Vaters (von was?) EINSTIGER Gedanke, bzw. einst hatten die „Väter“ diese Gedanken.

Doch stößt man heut auf eine Schranke

Wieso stößt man plötzlich auf eine „Schranke“? Dem Volk mögen Schranken gesetzt sein, es mag beschränkt sein, aber wieso stößt „man“ und auch noch „heut“ darauf?

Weil heute kann man sicher sein
Die Macht liegt nicht beim Volk allein

Die erste klare Aussage. („Weil“ würde ich durch „Denn“ ersetzen.)

Wenn man mal ganz genau betrachtet
Worauf so ein Polit’ker achtet

Um den Rhythmus einzuhalten, hast du den Politiker verstümmelt. „Polit’ker“
So habe ich auch schon Wörter verkürzt, aber es klingt nicht besonders gut.

Politiker genau betrachtet
Lässt uns sehn, worauf er achtet.
Oder besser noch:
Politiker, die wir betrachten,
zeigen uns, worauf sie achten. (könnte man z.B. auch schreiben.)

Dann ist das meist sein eignes GlĂĽck (Das ist meist sein eignes GlĂĽck)
Und nicht des Volks Wunsch und Geschick

Sie deuten, reden und versprechen (Deuten?)

Viel wunderbares und dann brechen (Wunderbares)
Sie voll Inbrunst und Elan
Die Versprechen dann und wann

Die Worte „Inbrunst und Elan“ werden durch „dann und wann“ „heruntergedämpft“.
Dass die Politiker mit Inbrunst und Elan Versprechen brechen sollte hervorgehoben werden.
z. B.:
Sie planen, reden und versprechen
viel Wunderbares und dann brechen
sie voll Inbrunst und Elan
was sie frĂĽher kundgetan.

Aber Du löst das ja auch mit der nächsten Strophe:

Was schreib ich nur, nicht hie und da
Fast immer mein ich, ist doch wahr
Und reden sich mit viel Geschick (Sie reden sich mit viel Geschick)
Vom Abstieg auf den Plan zurĂĽck

Jetzt frag ich mich doch wirklich sehr
Merkt denn das keiner, ist da wer
Der einmal sich zu sagen traut
Daß ein Polit’ker Scheiße baut. (Dass)

Wieder der verstümmelte Polit’ker.


Ich meine nicht aus Volkes Reihe
Das wäre ja als spräch’ ein Laie
Es sollte doch Polit’ker geben (Und wieder Polit’ker; Dir hat’s die verkürzte Form wohl angetan?)
Die ĂĽber diesen Haufen schweben

Und mal die anderen ermahnen
Sie sollten nicht die ScheiĂźe tarnen
Sie sollten wen’ger produzieren (wen’ger; auch so ein verstümmeltes Wort.)
Und mal was fĂĽr das Volk vollfĂĽhren

Wen meinst Du mit den letzten zwei Zeilen? Die Politiker, die ihre Versprechen brechen, oder die Politiker, die die anderen ermahnen sollen?

Es gab da mal so eine Form (Gibt’s immer noch)
Die man verachtete enorm

Du meinst das „Dritte Reich“? Nicht alle haben die damalige „Staatsform“ „verachtet“.

Menschrechtsfeindlich unterdrĂĽckt (Menschrechtsfeindlich; auch so eine Wortkonstruktion)
Wurd das Volk vor Angst verrĂĽckt

Und niemand konnte aufbegehren
Polit’ker brauchten sich nicht wehren (sic!)
Ich frag mich grad, wie hieĂź das nur
Ach, Tyrannei und Diktatur

Versteht nicht falsch, ich möchte das nie
Nur ist es mit Demokratie
Nicht sehr weit her, sie ist echt rar
So glaube ich: UndurchfĂĽhrbar

Man könnt auch Parallelen nennen
In uns’rer heut’gen Form erkennen (unsrer)
Ich laĂź das jetzt und Euch alleine (lass)
Der Leser weiĂź schon was ich meine (nicht unbedingt!)

Ich schrieb hier hin was mich bewegt
Hab Euch das Ganze vorgelegt
Es bleibt ein Satz zum AbschluĂź nur (Abschluss)
Wir leben in Demokratur.

Ich habe nicht alles, was mir dazu einfiel, hier reingeschrieben...

Die Aussage des Gedichts ist, dass unsere Demokratie eine milde Form der Diktatur ist.
Das kommt zwar rĂĽber, aber Du solltest das Werk doch noch mal ĂĽberarbeiten.
In Deinem Gedicht wären auch Satzzeichen angebracht, die hier fast durchgängig fehlen.

Und: Satire darf ruhig bissiger sein!

Herzlichst
Udo
__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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