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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Den Sternen so nah
Eingestellt am 01. 05. 2004 16:49


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Belana
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„Dir ist eine mächtige Gabe zuteil geworden, Jezebel. Du vermagst deinen Geist in jeden Körper schicken. Doch Du hast deine Gabe bereits zweimal missbraucht. Hüte dich davor, es ein drittes Mal zu tun. Die Strafe, die dich erwartet, wäre grausam.“
Die Gestalt des Abtes verschwand im Nebel.
Jezebel wachte auf und streckte sich ausgiebig, in der Hoffnung, den Traum zu verdrängen, der ihr nunmehr seit einer Woche die Laune verdarb. Sie sah auf die Sonnenstrahlen, die durch die Ritzen des Rollos ins Schlafzimmer fielen. Das Wetter war genau richtig für einen Besuch im Park.

„Der Abt kann nicht wissen, dass ich mein Gelübde gebrochen habe“, beruhigte sie sich, als sie eine Stunde später im Park auf einer Wiese saß und den Duft von frisch gemähtem Gras einatmete.
Jezebel verließ ihren Körper.
Ihr Ziel war der in der Nähe gelegene Zoo, wo der Elefantenbulle auf sein Futter warten würde. Doch als Jezebel am Gehege ankam, war dort bereits ein Mann dabei, dem Bullen einen ganzen Heuberg vor den Rüssel zu gabeln. Er trug eine ausgeblichene Jeans und einen Pullover im Schlabberlook. Die blonden Haare fielen ihm strubbelig in die Stirn. Jezebel fand ihn genauso anziehend, wie der Elefant sein Heu. Sie verließ ihn, um Sekunden später von der Wiese aufzuspringen und zurück zum Elefantengehege zu eilen.

Der Tierpfleger legte die Heugabel auf die Schubkarre. Im Gegensatz zur violetten Aura gewöhnlicher Menschen und dem blauen Fluidum der Geistreisenden, reflektierte die seine das Licht wie ein Diamant, in unzähligen Farben.
Jezebels Geist wollte zu ihm, doch da legte sich etwas Schweres, wie eine nasse Wolldecke über sie. Sie kämpfte gegen diese fremde Macht. Schweißperlen traten ihr auf die Stirn und kitzelten die Haut. Plötzlich ließ der Druck nach. Zu spät, denn der Tierpfleger war verschwunden. Verärgert trat sie nach einer Taube.
„Was auch immer Du bist, ich werde es herausfinden!“
Am nächsten Tag versuchte sie es erneut und am übernächsten Tag genauso - ohne Erfolg.

„Um eine Übertragung der Maul- und Klauenseuche zu vermeiden, bleibt der städtische Zoo vorläufig gesperrt.“
„Das ist nicht fair. Das ist einfach nicht fair! Ich will wissen, warum der Kerl diese Aura hat!“
Die Minutenziffer am Videorekorder sprang um. Jezebel starrte sie an.
‚Vielleicht war es nur der falsche Zeitpunkt?’
Der Gedanke ließ sie nicht mehr los, und sie beschloss, es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Sie rief sich das Bild des Tierpflegers vor Augen, und wie ein Hund, der eine Fährte aufgenommen hat, machte sich ihr Geist auf die Suche.

Der Weg führte in eine Jugendstilvilla am anderen Ende der Stadt. Jezebel hielt inne. Der Tierpfleger war nicht allein. Auf einem zerwühlten Bett, tobte der Kampf zweier in Lust vereinter Körper. Sie bemerkte, wie der Mann plötzlich von seiner Gefährtin abließ und ihr etwas ins Ohr flüsterte. Jezebel spürte keine Sperre und glitt in den Körper des Tierpflegers. Aus dieser Perspektive blickte sie auf den Rücken der Frau, die auf allen vieren vor ihm kniete. Sie spürte, wie die Spitze seiner Männlichkeit in feuchte Wärme drang. Seine Hände packten die Hüften der Frau. Er zog sie an sich, gleichzeitig stieß er zu, drang ein, zog sich zurück, nur um sie erneut zu erobern. Die steigende Erregung, die er dabei empfand, überkam Jezebel mit solch einer Intensität, dass sie aus seinem Körper flüchtete. Er stöhnte auf, die Bewegungen wurden langsamer.

Jezebel kehrte verwirrt in ihren Körper zurück. In ihr wuchs die Angst, seine Leidenschaft könne sie infizieren und die Lust in ihr wecken, sich einem Mann ganz und gar hinzugeben. Nur eine Jungfrau besaß diese Gabe, die sich Jezebel um jeden Preis erhalten wollte.

Doch in den folgenden Nächten drängte sich der Tierpfleger ungestüm in ihre Träume, küsste sie voller Zärtlichkeit und weckte ihre Lust. Jede Nacht hielt er eine reizvollere Überraschung für sie bereit. Jedes Mal glaubte sie sich dem Himmel ein Stück näher, doch nie ließ er sie die Sterne berühren.
Wenn sie aufwachte, tastete sie nach seinem Körper, aber es gab nur das zerwühlte Laken. Sie war allein. Allein mit Gefühlen, die sie zutiefst erschreckten und gleichzeitig so faszinierten.

Eine Woche später sah sie ihn in Begleitung dieser Frau. Eng umschlungen schlenderten die Beiden die Straße entlang. Jezebel eilte nach Hause und schickte ihren Geist zu ihm.
Zu spät! Statt der erhofften Erregung, spürte sie nur seine Entspannung. Sie fühlte sich betrogen. Verärgert verließ sie seinen Körper, um in ihre Wohnung zurückzukehren.

Ihr Körper lag auf dem Bett. Jezebel flog auf ihn zu und…prallte gegen eine unsichtbare Mauer. Kein Reinkommen! Stattdessen musste sie mit ansehen, wie ihre Hände die Knöpfe der Bluse öffneten, den BH lösten, und ihren Busen zu streicheln begannen. Entsetzt sah sie ihre Brustwarzen hart werden. Eine Hand zog den Baumwollstoff des Rocks zurück und glitt unter die champagnerfarbene Spitze des Slips.




„Nein!“ schrie Jezebel, aber ihr Körper reagierte nicht. Die verräterische Hand hob und senkte sich unter dem Stoff. Die Jezebel auf dem Bett stöhnte. Der Rhythmus wurde schneller, erfasste den ganzen Körper.
‚Es muss einen Weg geben die Mauer zu durchdringen.’
Sie sah auf die Spiegeltür des Kiefernschranks und erschrak. Der Tierpfleger grinste sie an, tippte zum Gruß an die Schläfe und verschwand. Jezebel glitt in ihren Körper und fühlte das letzte Zucken ihres Orgasmus.
„Dieser verdammte Kerl, das wird er mir büßen!“
Bleierne Müdigkeit lähmte weitere Gedanken und schickte sie in einen tiefen Schlaf.

Jezebel linste am Stamm der Kastanie vorbei zum Elefantengehege.
„Gut Dicker, da kommt dein Opfer.“
Der Tierpfleger schob eine Schubkarre voll Heu zu dem Bullen. Jezebel tastete sich vor. Nichts behinderte ihren Weg in den Elefanten. Sie übertrug ihm ihre Wut. Der Rüssel ließ das Heu fallen und griff nach dem Pfleger. Der Stiel der Heugabel traf ihn. Doch das hielt das Tier nicht auf. Es stürmte auf seinen Pfleger zu, der erschrocken bis zur Wand zurückwich. Die Augen des Mannes waren weit aufgerissen. Jezebel würde ihn wie eine Fliege an der Wand zerquetschen. Doch im letzten Moment, rollte er sich ab und flüchtete ins Elefantenhaus. Der Dickhäuter wollte hinterher, da spürte sie den brennenden Schmerz der Fußfessel. Ein wütendes Trompeten erschütterte die Luft.
Jezebel bekam einen Schlag, der sie wie einen Baseball zurück in ihren Körper katapultierte. Die Wucht riss sie von den Beinen. Benommen blieb sie im Gras liegen. Die Welt drehte sich wie ein Karussell.
„Bastard!“
Langsam richtete sie sich wieder auf. Der Elefantenbulle fraß sein Heu, als sei nichts geschehen. Der Tierpfleger war verschwunden.
„Ich werde dich kriegen, verlass dich drauf! Du wirst noch bereuen, dass Du dich an meinem Körper vergriffen hast.“
„Du hast gegen mich keine Chance. Gib auf, bevor es zu spät ist.“
Seine Stimme hallte in ihrem Kopf.
„Fahr zur Hölle, hörst Du?“
„Ich kenne deine geheimen Wünsche.“
Unsichtbare Hände streichelten, einem Luftzug gleich, über die empfindlichsten Stellen ihres Körpers. Jezebel schnappte nach Luft.

Sein Lachen hallte noch in ihren Ohren, als sie die Tür zu ihrer Wohnung aufschloss.
‚Er ist stärker, aber ich kenne seine Schwachstelle.’ Jezebel lächelte. Bei seinem nächsten Schäferstündchen würde er versagen.

Ihr Geist flog in die Jugendstilvilla. Das Glück war auf ihrer Seite. Die Frau räkelte sich auf dem Bett. Die Hand des Tierpflegers fuhr über ihren Venushügel. Es versetzte Jezebel einen Stich, als sie sah, wie sein Finger in die Andere glitt. Sie versuchte, die aufsteigende Eifersucht im Keim zu ersticken. Konzentriert verfolgte sie sein Tun. Gerade, als er bei der Geliebten eindringen wollte, hielt Jezebel den Augenblick für gekommen. Jetzt! Sie flog auf ihn zu, doch wie ein Blitz wurde sie in den Körper unter ihm abgeleitet.
„Du hast dir reichlich Zeit gelassen, Jezebel“, flüsterte er. „Hat dir unser Spiel gefallen? Ich muss dich enttäuschen, die Zeit der Spiele ist jetzt vorbei. Du bist zu weit gegangen. Der Abt hat dich gewarnt.“
Jezebel sah in ihr Gesicht, das sich in seinen Pupillen spiegelte. Ihr Schrei wurde durch seine Lippen erstickt. Sie krallte die Fingernägel in seinen Rücken. Er stöhnte. Mit festem Griff drückte er ihr die Arme hinter ihrem Kopf zusammen. Sie spürte ihn in sich, immer tiefer drang er in sie ein, vertrieb Angst und Schmerz. Sie bog ihren Kopf zurück. Ihre Lippen fanden die Seinen, pressten sich darauf, als wollten sie für immer mit ihnen verschmelzen. Ihre Zunge erwiderte die Gier, mit der er sie liebte.
Sein Griff lockerte sich. Jezebel fuhr mit der Hand über seinen Rücken, als wolle sie die Wölbungen der Muskeln glätten. Seine Lippen lösten den Kuss und wanderten ihren Hals hinunter. Jede Berührung entfachte ein Kribbeln, von dem Jezebel glaubte, es würde sie um den Verstand bringen. Er schien genau zu wissen, was sie erwartete, noch bevor sie es selber wusste. Zärtlich biss er in ihren Hals. Sie bäumte sich auf, grub ihre Fingernägel erneut in seinen Rücken. Es war kein Traum, er war hier und es gab kein Erwachen. Diesmal würde er ihr erlauben, die Sterne zu berühren, sie war ihnen so nah wie nie. Er hielt inne und hob eine Hand. Jezebel spürte einen Sog, der sie wie in ein schwarzes Loch riss.

Als sie am Morgen aufwachte, lag sie nackt in ihrem Bett und war fest entschlossen, die letzte Nacht für einen Albtraum zu halten. Was sie jetzt brauchte, war ein starker Kaffee. Sie schlug die Decke zurück und bemerkte den Blutfleck im Laken. Ihr wurde übel. Mit zitternden Fingern fasste sie zwischen ihre Beine. Blut klebte an ihnen, als sie sie wieder hervorzog.
Hatte er sie defloriert? Das konnte; das durfte nicht sein! Sie erinnerte sich, einen stechenden Schmerz verspürt zu haben. Also doch! Nur mühsam kämpfte sie die aufsteigende Tränenflut nieder.
„Das ist unmöglich!“
Der Trotz in ihrer Stimme verdrängte die Panik.
“Genauso unmöglich, wie deine Nähe zu spüren und deine Gedanken zu lesen?“
Ein Schauer durchfuhr sie.
“Dein Plan hat nicht funktioniert. Ich kann meine Gabe noch spüren.“
Sie hob triumphierend den Kopf.
“Ich weiß. Es war mein Fehler, dich so früh gehen zu lassen.“
Der sanfte Ton in seiner Stimme erinnerte sie an eine Raubkatze. An ihrem Nacken richteten sich feine Härchen auf. Jezebel flüchtete ins Freie.

Die kühle Luft klärte ihre Gedanken.
Es stimmte, der Rat der Geistreisenden behielt seine Leute im Auge, doch nur selten schickten sie Vollstrecker aus. Aber konnte dieser Mann ein Vollstrecker sein? Sie hatte eine Macht in ihm gespürt, die weit über die der Geistreisenden hinausging.
Ein Luftzug hob den Saum des Kleides. Ihre Haut prickelte, als hätte jemand Sekt darüber gegossen. Der Stoff schien sich in unzählige Hände zu verwandeln, die nur darauf bedacht waren, ihr Freude zu bereiten. Jezebel rannte zurück zu ihrer Wohnung. Sie musste aus dem Kleid heraus, bevor sie der Versuchung erlag.

„Warum hast Du nicht auf mich gehört?“ erklang seine Stimme, als Jezebel den Schlüssel aus dem Schloss zog. Vor Schreck ließ sie ihn fallen. Wie von Geisterhand bewegt, schlug die Tür zu.
„Was willst Du hier? Wie bist Du überhaupt herein gekommen?“
„Setz dich Jezebel!“
Der Tierpfleger erhob sich aus dem Sessel. Jezebel folgte der auffordernden Handbewegung, ging zum Sessel und nahm gehorsam Platz. Ihr Herz pochte bis zum Hals.
„Du hast gegen die Regel verstoßen.“
Er lehnte sich mit gekreuzten Armen an die Wand. Jezebel versuchte aus ihrem Körper zu fliehen, wieder spürte sie etwas Schweres, aber diesmal war es schlimmer als im Zoo. Ihr Körper gehorchte nicht mehr.
„Und dein Versuch, mich zu töten ...“
Er lächelte sie kalt an.
„Hast Du wirklich geglaubt, Du könntest es schaffen?“
„Was hast Du erwartet? Du hast dich an meinem Körper vergriffen.“
„Ach? Und was hast Du mit mir gemacht? Jede andere hätte den Anstand besessen, sich einen passenden Zeitpunkt zu suchen!“
In seinen Augen funkelte Belustigung. Jezebel starrte ihn an.
„Du hast das mit Absicht gemacht? Das war eine Falle?“
Sie wollte aufspringen, doch ihr Körper klebte förmlich am Sessel.
Der Tierpfleger löste sich von der Wand. Mit einem Grinsen kniete er vor ihr nieder. Im Zeitlupentempo krochen seine Hände unter ihr Kleid und wanderten die Oberschenkel hinauf. Jezebel atmete unwillkürlich schneller. Die Tatsache, ihm hilflos ausgeliefert zu sein, steigerte den Reiz, den seine Berührung ausübte. Gleich würden seine Finger spüren, wie feucht sie bereits war. Er lächelte wissend, als er mit sanftem Druck ihre Beine spreizte.
„Warum gibst Du nicht zu, dass dir gefällt, was ich mit dir mache?“
„Ich hasse es“, presste sie hervor.
Er zog die Augenbrauen hoch. Sie wusste, er kannte ihre Gedanken, die ihre Worte Lügen straften, und seufzte. Vielleicht hatte es auch Vorteile, dass er ihre Gedanken zu lesen vermochte. Sie versuchte es mit einem Bild. Er japste und lehnte sich zurück.
„Willst Du das wirklich?“
Sie nickte und sah auf die verräterische Ausbeulung in seiner Hose.
„Du offensichtlich auch.“
„Was ist mit deiner Gabe? Du könntest sie endgültig verlieren.“ Seine Finger glitten unter ihren Slip.
„Du selbst hast mich entjungfert, auch wenn ich nicht weiß, wie Du das geschafft hast. Meine Gabe ist nicht mehr so stark wie früher, aber sie ist noch da.“
Die Last hob sich von ihrem Körper. Jezebel zerzauste sein Haar.
„In dir steckt mehr als Du ahnst“, flüsterte er und hob sie hoch.
Sie schmiegte sich an ihn, genoss die Geborgenheit in seinen Armen.
„Du hast mein Verlangen geweckt, Jezebel. Und mich gezwungen in deine Welt zu kommen, denn nur Du vermagst es zu stillen.“
Er küsste sie.
„So, wie nur ich dir die Sterne schenken kann.“
Sie wusste, er würde es tun, egal in welcher Welt.

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poppins
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Hallo Anonymous,

eine gut geschriebene, bis zum Schluss spannende Geschichte. Ein großes Kompliment von meiner Seite, denn eigentlich habe ich eine schwere Esoterik-Allergie, und beim Wort 'Aura' schwellen mir schlagartig die Gehörgänge zu ;-))) ... Zum Glück braucht man die zum Lesen nicht *G* ...
Das Ende hat mich zwar ein bisschen enttäuscht, da es mir ZU offen ist - das ist aber ganz sicher Geschmackssache.

Ein paar Anmerkungen habe ich auch noch:

Der Abt. Ich habe Jezebel erst für einen Mann/Mönch gehalten – gerade in einem Orden, der auf Keuschheit wert legt, sind doch die Geschlechter strikt getrennt – Nonnenkloster – Äbtissin/Mutter Oberin, Mönchsorden – Abt.

„Der Tierpfleger“ ... vielleicht irgendwann (recht früh) einen Namen einführen? Immer wieder ‚der Tierpfleger’, das finde ich ziemlich hölzern. Erst dachte ich, es hätte eine besondere Bedeutung – dass der Name die Pointe vorwegnehmen würde etwa – aber da das nicht der Fall ist, plädiere ich stark für einen Namen, statt der durchgehenden Berufsbezeichnung.

„Sie schlug die Decke zurück und bemerkte den Blutfleck im Laken. Ihr wurde übel. Mit zitternden Fingern fasste sie zwischen ihre Beine. Blut klebte an ihnen, als sie sie wieder hervorzog.
„Er kann mich nicht entjungfert haben.“ Dann fiel ihr der stechende Schmerz ein.“
Hmmmm, bei einer Entjungferung blutet es zwar u.U. mehr oder weniger – aber das hört auch sehr schnell wieder auf. Dass am nächsten Morgen noch frisches Blut dort zu finden ist, lässt eher glauben, bei Jezebel hätte über Nacht die Mens eingesetzt.

Und ein paar Tippfehlerchen sind mir aufgefallen:

„‚Er ist stärker, aber ich kenne seine Schwachstelle.’ Jezebel lächelte. Bei seinem nächsten Schäferstundchen würde er versagen.“
Schäferstündchen

„Die Tatsache, dass sie ihm hilflos ausgeliefert war, steigerte den Reiz den seine Berührung auf sie ausübte.“ Komma nach Reiz


__________________
Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis übermorgen Zeit hat.
(Mark Twain)

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gareth
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Ein hochinteressantes Thema, liebe(r) Anonymous,

dessen Umsetzung mir dann vor allem auf Grund der äußerst schlichten Dialoge und auch nicht zuletzt wg Sätzen wie diesem: doch ihr Körper klebte am Sessel als hätte ihn jemand mit Sekundenkleber eingepinselt nicht wirklich gefallen will. Ich habe Jezebel nicht für einen Mann gehalten, weil es ja heißt: Sie sah auf die Sonnenstrahlen... Sonst hätte es nämlich heißen müssen: Er sah auf die Sonnenstrahlen..., aber ich würde gern einige Sachen besser verstehen. Z.b. würde mich interessieren, warum sie denn eigentlich mit ihrem Geist zum Elefantenbullen hinweht und zu dem Tierpfleger. Die besondere Aura des Letzteren nimmt sie ja erst wahr, als sie schon dort ist. Weiterhin verstehe ich folgendes überhaupt nicht: Sie schlüpft in den Körper des unmissverständlich kopulierenden Mannes in der Villa, wird aus irgendwelchen Gründen aus ihm herauskatapultiert und Sie fühlte sich beschmutzt. Sehr seltsam. Es war ihre völlig freie Entscheidung. Seltsam ist auch, wer denn in dieser Szene Jezebel eigentlich die Hand führt, wenn ihr Geist außerhalb ihres Körpers ist: Auf dem Bett lag ihr Körper. Jezebel flog auf ihn zu und prallte gegen eine unsichtbare Mauer. Als hätten sie auf ihre Ankunft gewartet, öffneten ihre Hände die Knöpfe der Bluse...

Zuletzt finde ich es völlig unverständlich und unangemessen, dass eine Frau von einer solch schlichten Denkart und Sprache:

„Das ist nicht fair. Das ist einfach nicht fair! Ich will wissen, warum dieser Kerl diese Aura hat.“
„Dieser verdammte Kerl, das wird er mir büßen!“
„Gut Dicker, da kommt dein Opfer.“
„Fahr zur Hölle, hörst du?“
„Du selbst hast mich entjungfert, auch wenn ich nicht weiß, wie du es geschafft hast


die ohne wirklich nachvollziehbaren Grund gnadenlos einen Menschen auf grausamste Weise (durch Zerdrücken durch einen Elefanten) umgebracht hätte, über eine derartig wunderbare und interessante Fähigkeit verfügt. Worin der öfter erwähnte zweifache "Missbrauch" bzw. das Übetreten der "Regeln" besteht (ich vermute mal drauflos, dass das Hineinschlüpfen in Männer während sie mit einer Frau schlafen, gemeint ist) ist mir letztlich auch verschlossen geblieben.

Gut gefallen hat mir dagegen der Satz gegen Ende:
„In dir steckt mehr als du ahnst“

der aber so gar nicht gedacht war )

trotz alledem liebe Grüße

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Metino
Guest
Registriert: Not Yet

Hammermäßiges Erotik-Märchen, spannend und lesenswert, eben anders als ...
Bleibt nur zu sagen "alt aber spitze"!

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