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Leselupe.de > Kurzprosa
Denk mal nach...
Eingestellt am 09. 08. 2001 22:50


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Danni
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

Werke: 17
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Denk mal nach...

Kann man einen Menschen solange in Gebrauch nehmen, ihn benutzen, auf Dauer ausnutzen, bis er daran zugrunde geht? Ihn dann einfach wegwerfen, weil er nicht mehr funktioniert, den Zweck nicht mehr erfĂŒllt, der einmal seine Aufgabe war? Du brauchtest ihn doch, dein Leben hing von ihm ab, du hast aus ihm getrunken, wie ein Reh aus einer reinen Quelle, immer wieder Kraft geschöpft durch ihn, die Hoffnung, die du brauchtest, hat er dir gegeben, ohne dabei an sich zu denken. Er kam nicht auf die Idee, was ihn einst mit Inhalt fĂŒllte könnte sich wandeln in eine unendliche Leere. Von innen ausgetrocknet, fing er an zu bröckeln. War er zuvor stark wie ein Stein, so war davon bald nichts mehr davon zu spĂŒren. Und du, der ihn so oft benutzt hast, hast ihn dann zerbrochen. „Unbrauchbar, alt, verbraucht, was soll ich noch mit ihm?,“ hast du dir gesagt, ihn einfach abgelegt. Keine Verantwortung, keine Verpflichtung, es ist ja so einfach, such dir einen neuen und benutze ihn, bis auch er in tausend Teile bricht. Du sagst dir, Scherben bringen GlĂŒck, aber dieses GlĂŒck, was du suchst ist nicht von Dauer. Es wird sich wiederholen, unweigerlich, es ist doch so voraussehbar, siehst du das denn nicht? Gib nicht einfach auf, versuche seine Wunden zu heilen, gib ihm was von deiner Kraft, dann wirst du sehen, nicht alles was entzweit, ist es wert abgelegt zu werden. Denn was schien als wĂ€re es zu Ende, kann auch ein neuer Anfang sein. Aber pass auf, die Risse sind noch da. Zerstör ihn nicht erneut, denn das neue GlĂŒck wird dann zu Ende sein. Und irgendwann wirst vielleicht auch du dann merken, wie dich jemand einfach benutzt. Dann wirst du daran zurĂŒckdenken, als ich dir sagte: „Scherben bringen nicht immer GlĂŒck“.

__________________
"Die Literatur ist die Axt fĂŒr das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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gladiator
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2001

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Ja...

...unausgeglichene Beziehungen können solche Ergebnisse zeitigen. Dein Text gefÀllt mir gut, aber es steht mir zu leer im Raum. Ist er Teil einer lÀngeren ErzÀhlung oder nur ein Fragment.

Gruß
Gladiator
__________________
Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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Danni
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

Werke: 17
Kommentare: 25
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Hallo Gladiator

Freut mich dass Dir der Text gefÀllt.
Mag sein dass er etwas "herausgerissen" wirkt, aber was vielleicht vorher geschehen ist oder wie es weiter geht ĂŒberlasse ich mal der Fantasie des Lesers.
Es ist auch kein Teil einer lÀngeren Geschichte, sondern im Prinzip einfach nur Gedanken in Worte gepackt.

GrĂŒĂŸe, Danni
__________________
"Die Literatur ist die Axt fĂŒr das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Danni,

der Eingangssatz ist bereits sehr interessant. Der Text regt zum nachdenken an. Somit ist Dir schon etwas gutes gelungen.

Zwei Kleinigkeiten wollte ich noch anmerken.
1. "...irgendwann wirst vielleicht auch du dann merken..."

Oft habe ich auch solche "ProblemsÀtze" in meinen Texten, sie sind aber nicht schön. Lass zumindest mal das "dann" weg, besser auch noch das "vielleicht".

2. ..."was soll ich noch mit ihm?,"

Meines Wissens sollte man den Satz so ?", beenden oder so ?" und dann trotzdem klein weiter schreiben.

Gruss
RS

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