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Leselupe.de > Gereimtes
Denken schlug in die Gelenke
Eingestellt am 29. 06. 2010 14:19


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JackoF
???
Registriert: Jun 2010

Werke: 35
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°

Denken schlug in die Gelenke


Karach! – entspannte sich ne pure Kraft
in mir, verfĂĽhrte angestauten Saft
durch alle Aderngänge,
als sängen ICH-Seins Klänge
quirl durch mich.

Tatsächlich.
Denken schlug in die Gelenke - Reime,
und lenkte Musending
durch dies Gedränge - Nerv gefeint
in zarte, Zwirn gespannte Finger (jeden),
sogleich hinĂĽberleitend
auf darin
längst wartend angespitzte Feder
bereit zum Schreiben, Weiten.
Endlich,
lang ersehntes Tösen.

Benommen, eingehakt in Hirns Gebrösel,
purzelt rein in Harfentönen
Saitensang
auf’s hoffend leere Blatt -
davor schon extra glatt
gebĂĽgelt,
um eben,
neben brausem Wilderguss,
auch samten Augenweidenfluss
hierauf gebärn zu lassen.
UngezĂĽgelt,
satt im Streben,
wie des Bächleins Nass,
den eignen Quell verprassen ...

Zumindest prophylaktisch mal so hingeträumt
fĂĽr jenen Fall,
dass dieser Daseins-Knall
sich irgendwann auch mir entblößte,
eifergeil dann aufgeräumt
zum Glanz-Menü erwachse, Größe
fände -
wofür sonst diese Hände ?

--

Version vom 29. 06. 2010 14:19
Version vom 03. 07. 2010 22:11

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kakadu
???
Registriert: Jun 2010

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quote:
Zumindest profilaktisch mal so hingeträumt
fĂĽr jenen Fall,
dass dieser Daseins-Knall
sich irgendwann auch mir entblößte,
eifergeil dann aufgeräumt
zum Glanz-Menü erwachse, Größe
fände -
wofür sonst diese Hände ?
Hallo Jacko!

Irgendwann? Ich glaube, es ist so weit! Wenn das hier kein GlanzmenĂĽ ist,
dann weiĂź ich nicht, wo ich sonst suchen soll! Da ist Dir was Tolles aus
der Feder geflossen, vom Titel bis zum letzten Vers echt Jacko! Also, ich
kann keinen Hänger entdecken außer einer Kleinigkeit:

purzelte zu Harfentönen Saitensang

Ich schätze mal, das "profilaktisch" ist Absicht?

GroĂźes Kompliment! Ich wĂĽnschte, mir wĂĽrde auch mal sowas in die Gelenke schlagen

Liebe GrĂĽĂźe
Claudia

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Heidrun D.
Guest
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Eine hĂĽbsche Idee,
gleichwohl sind ein paar Holperer drin:

quote:
Karach! – entspannte sich ne pure Kraft
in mir, verfĂĽhrte angestauten Saft
durch alle Aderngänge,
als sängen ICH-Seins Klänge
quirl durch mich.

Tatsächlich. (Punkt)
Denken schlug mir in Gelenke - meine, mein
und lenkte Musending
durch dies Gedränge - Nerv gefeint
in zarte, Zwirn gespannte Finger (jeder),
sogleich hinĂĽberleitend
auf darin (Komma weg)
längst wartend angespitzten Federkiel (Komma weg)
bereit zum Schreiben, Weiten.
Endlich,
lang ersehntes Tösen.

Benommen, eingehakt mit Hirns Gebrösel,
purzelte in Harventönen Saitensang
purzelt rein in Harfentönen Saitensang
auf’s hoffend leere Blatt -
davor schon extra glatt
gebĂĽgelt (Punkt weg)
Um eben,
neben dem Wilderguss,
auch gleiĂźt der Augenweidenfluss. (Punkt)
Hierauf gebärn zu lassen,
ungezĂĽgelt, (Komma)
satt im Streben,
wie des Bächleins Nass, (Komma)
den eignen Quell verprassen ... (drei PĂĽnktchen)

Zumindest profilaktisch prophylaktisch mal so hingeträumt
fĂĽr jenen Fall,
dass dieser Daseins-Knall
sich irgendwann auch mir entblößte,
eifergeil dann aufgeräumt
zum Glanz-Menü erwachse, Größe
fände -
wofür denn sonst die Hände?

Ich hoffe, dass ich nix ĂĽbersehen habe. - Ansonsten ein sehr interessantes Werk mit gutem Tempo.

Ganz toll:
quote:
als sängen ICH-Seins Klänge
quirl durch mich.


Freundliche GrĂĽĂźe
Heidrun

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JackoF
???
Registriert: Jun 2010

Werke: 35
Kommentare: 313
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Hallo Claudia,
Hallo Heidrun,

natĂĽrlich erst einmal wieder ein Danke fĂĽr Euer kritisches Reinschauen :-)),
und werde gerne so einiges ĂĽbernehmen...

Fasse Euch beide hier in meiner Antwort zusammen, da Ihr ja teilweise zu gleichen Stellen Vorschläge/Korrekturen machtet.

Zu Deinen Satzzeichen-Vorschlägen, Heidrun – werde so einiges übernehmen - hatte es auch so ähnlich in meiner privaten Ur-Version(und dann später wieder rumgefummelt...).


Zur Orig-Zeile :

quote:
Benommen, eingehakt mit Hirns Gebrösel,
purzelte in Harventönen Saitensang <----------------------
auf’s hoffend leere Blatt
Von Claudia : „purzelte zu Harfentönen Saitensang“
Von Heidrun : „purzelt rein in Harfentönen Saitensang“

Zunächst zum RS-Fehler/Oh Graus : Harve /klar, da war ein schwarzes Loch in mir !
Hier nehme ich Heidruns Variante - da es in das LI derart reinpurzelt / und nicht parallel dazu :-))

Von Claudia : „Ich schätze mal, das "profilaktisch" ist Absicht?“
Ja - diese Variante war absichtlich so gemeint - da aber von Euch beiden hier eine Ecke eintrat, werde ich zur korrekten Schreibweise übergehen => „prophylaktisch“

Und gleich zur allerletzten Zeile :
quote:
zum Glanz-Menü erwachse, Größe
fände -
wofür sonst diese Hände ? <---------------
Von Heidrun : „wofür denn sonst die Hände?“
Hier bleibe ich bei meiner Version / „wofür sonst diese Hände ?“,
da ich mich hier auf die ober erwähnten (Hände)/Finger mit : „in zarte, Zwirn gespannte Finger(jeder),“ beziehe :-))


Von Heidrun /Nun zu Strophe 2(Satzzeichen ändern/und top Worte) :

Tatsächlich.
Denken schlug mir in Gelenke - gereimt, <----nun „gereimt“/ trotz u - u
und lenkte Musending
durch dies Gedränge - Nerv gefeint
in zarte, Zwirn gespannte Finger (jeder),
gleich hinĂĽberleitend
auf darin
längst wartend angespitzten Federkiel
bereit zum Schreiben, Weiten.
Endlich,
lang ersehntes Tösen.

----------------


Zu Strophe 3 (Satzzeichen ändern, und top Worte) :

Benommen, eingehakt mit Hirns Gebrösel,
purzelt rein in Harfentönen
Saitensang <--------------------Zeilenumbruch, wegen „Saitensang“ o.Artikel/deutlicher
auf’s hoffend leere Blatt -
davor schon extra glatt
gebĂĽgelt,
eben,
neben brausen Wilderguss, <-------zuzüglich „brausen“ :-))
auch samten Augenweidenfluss <----zuzüglich „samten“ :-))
hierauf gebärn zu lassen. <--------- setze hier den Punkt
UngezĂĽgelt,
satt im Streben,
wie des Bächleins Nass,
den eignen Quell verprassen ...

-----------------------------------------------------------------

Claudia, und Heidrun - mal so meine Ă„nderungen - habe sie oben auch komplett ersetzt.

Bin mal gespannt, ob es nun besser/flĂĽssiger zusagt :-)),

und vor allem die von Dir, Heidrun,
beanstandeten Betonungs-Holperer sind nun auch getilt ! / nebst den tollen Ersatz-Begriffen...

Möchte mich wieder für Eure Detail-Arbeit/Mühe bedanken,
ebenso fĂĽr Euer gemachtes Lob....:-)))

und sage ein tolles TschĂĽss, Jacko

--

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presque_rien
???
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Yep, ich find's auch super! Da steckt so viel drin - sehr schöne Sprachspiele - und das Ende ist einfach klasse.

Nur ein paar Vorschläge, wie es sich zumindest für mich besser lesen würde:

quote:
Karach! – entspannte sich die pure Kraft
in mir, verfĂĽhrte angestauten Saft
durch alle Aderngänge,
als sängen ICH-Seins Klänge
quirl durch mich.

Tatsächlich.
Denken schlug mir in die Gelenke - gereimt,
und lenkte Musending
durch dies Gedränge - Nerv gefeint
in zarte, Zwirn gespannte Finger (jeden),
gleich hinĂĽberleitend
auf darin
längst wartend angespitzten Federkiel
bereit zum Schreiben, Weiten.
Endlich,
lang ersehntes Tösen.

Benommen, eingehakt in Hirns Gebrösel,
purzelt rein in Harfentönen
Saitensang
auf’s hoffend leere Blatt -
davor schon extra glatt
gebĂĽgelt,
eben,
neben brausen Wilderguss,
auch samten Augenweidenfluss
hierauf gebärn zu lassen.
UngezĂĽgelt,
hungrig Streben,
wie des Bächleins Nass,
den eignen Quell verprassen ...

Zumindest prophylaktisch mal so hingeträumt
fĂĽr jenen Fall,
dass dieser Daseins-Knall
sich irgendwann auch mir entblößte,
eifergeil dann aufgeräumt
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fände -
wofür sonst diese Hände ?


FĂĽr mich passt "satt" und "streben" nicht zusammen - was strebt, kann nicht satt sein, noch nicht mal satt im Streben!

Lg presque

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presque_rien
???
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Hab jetzt die ganzen Kommentare und deine erste Version gelesen, und mir sind noch ein paar Sachen eingefallen:

1) Wie wär's mit "Denken schlug in die Gelenke - Reime,"? Den Rhytmus dieser Zeile fand ich in der ersten Version viel besser, die weibliche Kadenz vor allem.

2) auch "sogleich" aus deiner ersten Version finde ich besser, genauso wie "längst wartend angespitzte Feder"

3) "um eben" finde ich auch besser als nur "eben". Die Ergänzungen, die du dann aber in der Überarbeitung in den darauffolgenden Versen gemacht hast, finde ich gut! Vielleicht so rhytmisch am besten (auch wenn du dann "eben-neben" verlierst)?

um eben
nebst brausen Wilderguss,
auch samten Augenweidenfluss
hierauf gebärn zu lassen.


4) Mir ist eben aufgefallen, dass ich in der letzten Strophe immer - und ich habe das Gedicht jetzt oft gelesen! - "aus mir entblößte" las. Das fände ich besser.

Lg noch mal,
presque


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