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Leselupe.de > Gereimtes
Denn es sind die Nächte
Eingestellt am 13. 09. 2009 18:46


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Walther
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Denn es sind die Nächte


Wie soll ich es Dir sagen, hab Dich lieb:
Mehr, als Du denkst, mehr, als ich eingestehe?
Und: Weißt Du, dass ich beinah schon vergehe,
Wenn Du mich ansiehst? Welch ein schlimmer Hieb

Wär’s, wenn Du gingst, wenn Deine warme Nähe
Nur eine ferne – leise! - Ahnung blieb’,
Und ich - allein gelassen - weiter trieb’!
Wenn uns das Schlimmste, Trennung, Tod, geschähe!

Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Und träumen muss ich, denn es sind die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.

Sie machen, dass ich zittere und frier.
Aus ihnen kommt die Ruhe nicht: Das Schlechte
Nur wollen sie in meine Seele füllen.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 13. 09. 2009 18:46
Version vom 14. 09. 2009 10:13
Version vom 15. 09. 2009 19:01

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Werke: 671
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Lieber Walther,

den grammatikalischen Fehler, der sich schon tief in die deutsche Sprache eingeschlichen hat, würde ich entfernen.

Weil Ja, träumen muss ich......

So könnte es doch auch heißen.

Ansonsten ist der Text makellos und die vielen Enjambement machen den Text reizvoll. Auch die Interpunktion ist unterstützend eingesetzt.

Sich vorzustellen, dass der Lebenspartner vor einem ins Jenseits geht......manchmal taucht ja so ein Gedanke auf. Ich halte dann wieder an dem fest, was ich mir am Altar bei der Trauung gewünscht habe, nämlich, dass wir gemeinsam sterben dürfen. Und da ich mir das seit 49 1/2 Jahren wünsche, glaube ich immer stärker an diese Wunscherfüllung.

Den Einstieg in diesen Text finde ich sehr gut. Wenn man immer beieinander ist, merkt man gar nicht mehr, wie sehr man sich liebt. Aber bei der kleinsten Veränderung wird es einem doch bewusst. Das hast Du gut verdeutlicht, wie überhaupt der ganze Text von großer Schlichtheit und Klarheit ist.

Ales Liebe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Franke,

danke für die Blumen. Es hat mich gefreut, bei Dir eine schöne Assoziation auszulösen.

Gruß W.

Liebe Vera-Lena,

Gedichte über die Liebe drohen oft, ins Ungefähre und oft Gehörte abzudriften. Wenn das einmal nicht geschieht, dann war der Versuch schon einer der besseren.

Nun zu Deinem Formulierungsvorschlag. Ich hatte vor der Einstellung drei Versionen, die ich in die engere Wahl genommen hatte: Version aktuell :

quote:
Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Weil träumen muss ich, denn es sind die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.
Version mit 2 Denns:
quote:
Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Denn träumen muss ich, denn es sind die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.
"Denn" und "Weil" "verkehrt":
quote:
Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Denn träumen muss ich, weil es sind die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.
Andere Fassung mit einem Denn:
quote:
Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Denn träumen muss ich, sind es doch die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.
Nicht ganz so einfach, die Chose, wie man sieht. Da sage keiner, Dichtung sei keine Arbeit.

Ich hatte mich für die erstere Version entschieden, bin aber offen, weil in der Tat die Wortstellung gegen das Weil sprechen könnte. Ich erlaube mir aber den Hinweis, daß das Weil ja einen Bezug auf den ersten Vers des ersten Terzetts hat. Um die Pause zu verstärken, habe ich einen Punkt gesetzt, den man auch in ein Komma ändern könnte. Damit aber ginge der gewünschte Pauseneffekt flöten, der die Aussage des zweiten Verses verstärkt. Nicht ohne Grund habe ich aus diesem Vers erst ganz zum Schluß den Titel "geschöpft".

Dein Vorschlag könnte ein Ausweg aus dem Dilemma sein.
quote:
Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Ja, träumen muss ich, denn es sind die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.
Als weitere Variante davon ginge auch:
quote:
Ich sitze hier und träume mich zu Dir.
Und träumen muss ich, denn es sind die Nächte,
Die ihre kalte Schwärze um mich hüllen.
Ich habe mich für die letzte entschieden und oben geändert.

Was meinst Du zu dieser Fassung?

Nochmals besten Dank für Deine Überlegungen und Deinen Korrekturvorschlag.

Lieber Gruß und eine schöne Woche.

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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