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Leselupe.de > Ungereimtes
Depression
Eingestellt am 01. 12. 2003 17:58


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Udogi-Sela

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Wind peitscht Regen von der Seite,
satt voll nassem, fetten Schnee.
LKW’s in voller Breite,
rauschen durch den Pf├╝tzensee.

Meines Autos Scheibenwischer
reiben aus dem Kopf die Nacht.
Ein paar Stunden hab ich sicher
ohne tiefen Schlaf verbracht.

Warum will der Tag nicht kommen,
wohin wollen alle schnell?
Weshalb, frag’ ich mich beklommen,
wird es gar nicht richtig hell?

Aus dem Radio erklingen
Pop-Songs. Dann ein netter Gru├č. -
Doch in meiner Seele schwingen
T├Âne eines tiefen Blues’.

Depression schn├╝rt meine Kehle
wo sonst meist ein Lachen wohnt. –

Was bringt Licht in meine Seele
und wird Strahl am Horizont?

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem h├Âchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Warui
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Hallo Udogi-Sela,
gef├Ąllt mir ... besonders die Lautmalerei in der ersten Strophe sagt mir zu ...
Auch die Gef├╝hlswelt wird gut r├╝bergebracht (Depression schn├╝rt meine Kehle / wo sonst meist ein Lachen wohnt)
Das einzige, was mir nicht so zusagt, ist die letzte Zeile ... aber nen konkreten Verbesserungsvorschlag hab ich auch nicht .... :/

Im Grossen und ganzen kann ich aber nur sagen: Mehr davon, bitte

Mata ne
Warui
__________________
Ever tried? Ever failed?Try again! Fail better!(Samuel Beckett)

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Udogi-Sela

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Besser?

Danke, Warui, f├╝r Deine Kritik.

Mir kam der Schluss des Gedichts auch ein bisschen zu abrupt vor.
Eine Alternative:

...
Doch in meiner Seele schwingen
T├Âne eines tiefen Blues’.

Dunkle Stimmung kriecht wie z├Ąher
Nebel mir durch mein Gem├╝t. -
Bis mich pl├Âtzlich dann ein j├Ąher
Bremsvorgang ins Leben zieht.

Ja, ich wei├č, die dunklen Zeiten
k├Ânnen nicht von Dauer sein.
Mag’ die Tr├╝bsal nicht verbreiten. –
Will nur weiterfahr’n. – Allein.

Herzlichst
Udogi

__________________
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Warui
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*klatsch*

viel besser
Nein wirklich, das gef├Ąllt mir sehr gut ... liest sich auch sehr sch├Ân und fl├╝ssig.

Mata ne
Warui
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Klopfstock
Guest
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Hallo, Udogi
erst einmal das Positive - es ist handwerklich
eine gute Arbeit!!!
Nun was zum Meckern. Der flotte Rhythmus, das Leichte
des Ganzen, pa├čt nicht zu einer Depression, allenfalls
zu einer melancholischen Verstimmung. Wir nennen heutzutage
alles Depression, ohne zu wissen, was das ist.
Ich wei├č wovon ich spreche, denn ich bin zeitweilig
betroffen. Ich will Dir nicht unterstellen, da├č Du nicht
wei├čt, was eine Depression ist, allein das Gedicht klingt
nicht danach.
Nicht b├Âse sein, aber so empfinde ich es

Liebe Gr├╝├če
von Klopfstock

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Udogi-Sela

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Danke, Klopfstock, f├╝r deine Beurteilung.

Du hast Recht. Das Gedicht ist nicht in einer Phase der Depression geschrieben worden.
Vielleicht in Melancholie oder schlimmer noch: in nachtr├Ąglich betrachteter schlechter Laune.

Andererseits sind mir schon witzige, lustige, schwarz-humorvolle Zeilen grade in Zeiten, in denen es mir nicht so gut ging, eingefallen.

Vielleicht ist es wie mit der Schauspielerei: ein Schauspieler muss spielen, was die Rolle verlangt und nicht das, was er selbst grade im Moment f├╝hlt.
Auf das Dichten ├╝bertragen hei├čt das: In jedem Moment alles schreiben k├Ânnen, egal, wie einem zumute ist. (Ja, ist schwer!)
Der Schreiber hat’s nat├╝rlich einfacher; er ist mit sich alleine, und braucht sich (vor sich selbst) nicht zu verstellen.
Zudem bringt ja jeder Leser seine eigenen Erfahrungen und sich selbst in das Gelesene ein, von daher wird es eben unterschiedliche Sichtweisen beim Lesen geben.

Den Titel habe ich einfach kurz entschlossen, ohne gro├čes Nachdenken, ├╝ber meine Zeilen gesetzt.
Ein anderer Titel w├Ąre sicher besser.

Wenn man meinen alternativen Schluss an das Ende des Gedichtes setzt, kommt das Wort Depression auch nicht mehr vor.
Sicher w├╝rde "Autofahrer-Blues" oder etwas in der Richtung besser passen.

Jedenfalls hat Dein Kommentar mich nachdenklich gemacht, in der Auswahl von bestimmten Worten etwas bedachter zu sein.

Herzliche Gr├╝├če
Udo

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