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Leselupe.de > Gereimtes
Depressionen
Eingestellt am 01. 04. 2018 14:48


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Cosmo
Möchtegern-Schreiber
Registriert: Mar 2018

Werke: 1
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Vom schwarzen Geiste

Tausend Tode bin ich gestorben.
wie viele sollen es noch sein?
Tausend Schlachten habe ich gekämpft.
Wie oft wollt ihr mich noch entzweien?
Ihr hässlichen Fratzen des Lebens.
Ihr unnachgiebigen Rächer.
All der Schmerz war doch vergebens.
Mein Herz schlägt immer schwächer.

Bäuchlings im Schlamme liegend
erwarte ich dich, du schwarzer Geist.
Oh, du sollst mich endlich wiegen,
bevor ich noch werde zum grässlichen Greis.
Hämisches Gelächter schleicht an mich heran.
Also dann, nur voran, lieber jetzt als irgendwann.
Doch auf den erlösenden Stich warte ich vergebens.
Wie auf alles, Zeit meines Lebens.

Er fasst mich am Schopfe und richtet mich auf.
So nimmt Sterben also seinen Lauf.
Glühenden Augen sehen mich an und er spricht:
„Zum sterben ist´s noch zu früh. In dir brennt noch das Licht.
Noch tausend mal wirst du niedergehen.
Noch tausend mal musst du wieder auferstehen.“

„Du elendiger Schwindler, ich lasse mich nicht betrügen.
Hol mich endlich und erspar mir die Lügen.
Was soll das Ganze? Wozu all der Fleiß?
Warum soll ich noch wandeln? Was ist mein Preis?

„Der Preis ist das Leben selbst und die Momente bevor du fällst.
Die frische Luft in deinen Lungen und das kühle Wasser aus jedem Brunnen.
Der Preis ist die Berührung und das warme Wort.
Die Zeit an sich und jeder einzelne Ort.
Der Preis ist, dass man sich deiner erinnert, irgendwann.
Entweder als den Aufrichtigen oder den mit dem Gesichte im Schlamm.“

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Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

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quote:
Oh, du sollst mich endlich wiegen,
bevor ich noch werde zum grässlichen Greis.


Ja, lieber Cosmo,

sowas habe ich auch oft gebetet, als ich noch jung und crisp war. Hat nichts genützt. Bin jetzt in diesem Zustand und schreibe entsprechende Alterslyrik.

Mene mene tekel utpharsin ...

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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