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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Anfang
Eingestellt am 28. 06. 2006 19:11


Autor
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Seymour
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2006

Werke: 2
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Der Anfang
(eine kleine SM-Geschichte)

Ihre Augen. Ja, das Erste was ich sah waren IHRE Augen. Vielleicht kannst du Dir, lieber Leser (ich hoffe, es ist okay, wenn ich dich duze) nicht vorstellen, wie es ist, in solche Augen zu sehen, aber glaube mir, w├Ąrst du an meiner Stelle gewesen, du h├Ąttest ihre Augen auch zuerst gesehen!
Ich wei├č nicht, ob du es wei├čt. Ich wei├č nicht einmal, ob dich das ├╝berhaupt interessiert. Aber Augen haben eine Magie. Es ist egal, ob es gro├če runde oder kleine schmale, ob es braune oder blaue Augen sind. Es kommt auf den Moment an. Und in diesem Moment kannst du verfallen, in diesem Moment kannst du lieben, in diesem Moment fangen Geschichten an.
Eine Geschichte wie diese.
Nun brennst du sicherlich darauf zu erfahren, worin die Magie lag. Nat├╝rlich k├Ânnte ich es dir JETZT sagen, aber dann w├╝rdest du es nicht verstehen. Auch Verstehen braucht Momente.
Tue mir einen Gefallen. Gehe ins Bad, la├č dir Wasser ein, viel Wasser, warmes Wasser. Entkleide dich. La├č das Wasser deinen K├Ârper umsp├╝len, sp├╝re die W├Ąrme, schlie├če die Augen. Entspannende Stille. Jetzt lege deinen Kopf soweit ins Wasser zur├╝ck, da├č deine Ohren bedeckt sind, du aber noch atmen kannst. Sp├╝rst Du deinen Herzschlag? Genie├če diese Ruhe, reinige deinen Geist, h├Âre nur deinen Puls. Verliere dich in ihn.
Sp├╝rst du deine Reinheit? Sp├╝rst du den Moment der Empfindsamkeit und Verletzbarkeit?
DIESEN Moment hatte ich, als ich ihre Augen sah!
Ich bin ein Dom. Das k├Ânnte ich als Fakt stehen lassen und du, verehrter Leser, w├╝rdest nichts verstehen, eher sogar verwirrt sein. Immerhin treffe ich diese Aussage ja im unmittelbaren Zusammenhang mit ihren Augen. Was haben also ihre Augen mit meiner Neigung zu tun? Nun, um es kurz zu sagen: Alles.

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Melusine
Guest
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Hi Seymour
sei mir nicht b├Âse aber... na ja, also als ich las "Ich wei├č nicht einmal, ob dich das ├╝berhaupt interessiert", dachte ich mir schlicht: Nein. Nein, zum Teufel, es interessiert mich nicht die Bohne.
"Nun brennst du sicherlich darauf zu erfahren, worin die Magie lag."
Nein. Mir ist langweilig und ich hoffe, dass diese Geschichte bald zu Ende ist.
"Nat├╝rlich k├Ânnte ich es dir JETZT sagen ..."
Ach? Eigentlich h├Ąttest du es schon vorher sagen k├Ânnen. Jetzt hast du mich als Leserin ohnehin schon endg├╝ltig vergrault.
"Tue mir einen Gefallen."
Äh, und warum zum Kuckuck sollte ich das tun? Ich kenne dich doch gar nicht.
"Gehe ins Bad, la├č dir Wasser ein, viel Wasser, warmes Wasser."
Das klingt ungef├Ąhr so erotisch wie Tante Helga, die fr├Âhlich zum Grie├čbrei-Essen ruft.
"Entkleide dich."
Uh. Jetzt geht's zur Sache.
"La├č das Wasser deinen K├Ârper umsp├╝len, sp├╝re die W├Ąrme, schlie├če die Augen. Entspannende Stille. Jetzt lege deinen Kopf soweit ins Wasser zur├╝ck, da├č deine Ohren bedeckt sind, du aber noch atmen kannst."
Ooch. Und ich dachte das w├Ąr vielleicht nun doch eine erotische Geschichte.

Hey, Seymour, selbst die Beschreibung eines unschuldigen Wannenbades ohne alle erotische Absichten k├Ânnte sinnlicher geschildert sein. Was wolltest du eigentlich mit diesem Text?


Sooo... und jetzt tief durchatmen, okay? Ist nicht b├Âs gemeint. Willkommen in der Leselupe .

Liebe Gr├╝├če
Mel

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Seymour
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2006

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Hi Mel,

die Absicht meines Textes war folgende:
Im eigentlichen geht es um die Beschreibung eines Momentes. Wenn wir uns von einer wildfremden Person im ersten Moment verzaubern lassen, dann ist es zumindest bei mir so, da├č dies ein Moment der Reinheit, der Unschuld ist. Deshalb auch die Metapher mit dem Badewasser. Assoziieren wir mit Wasser nicht oftmals genau dieses? Liegt nicht auch der Aspekt einer Wassergeburt genau darin?
Der Titel *Anfang ÔÇô eine kleine SM-Geschichte* war sehr mit Bedacht gew├Ąhlt. Es geht ein wenig auch um Vorurteile des Lesers. SM steht f├╝r Erotik, Schmerz, Lust und was auch immer. Aber es entgeht einem oftmals die Basis, wie Liebe, Respekt und Vertrauen.

R.

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Seymour,
dass du den Titel mit Bedacht gew├Ąhlt hast, glaube ich gern, aber er wirkt auf mich ein wenig wie eine Mogelpackung. Na sch├Ân: BDSM w├╝rde es vielleicht treffen. (Abteilung "domination & submission".)
├ťbrigens glaube ich nicht, dass ein Dom sagen w├╝rde "tu mir einen Gefallen" . (Oder doch? Ich muss gestehen, ich kenne keinen.)

Den Kern deines kurzen Textes (von "Entkleide dich" bis "Verliere dich in ihn") finde ich eigentlich recht gut gelungen. Aber immer noch mehr Meditationsanleitung als erotischer Text.

Was mich vor allem st├Ârt, sind die vielen Erkl├Ąrungen. Du kl├Ąrst dein Verh├Ąltnis zum Leser, du erkl├Ąrst die Empfindungen des Ich-Erz├Ąhlers - statt den Leser das alles einfach mitempfinden zu lassen. Ich vermute, das ist beabsichtigt; aber f├╝r ein bewusstes Spiel mit den Vorurteilen des Lesers ist es mir zu schwerf├Ąllig.

LG Mel

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Seymour
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2006

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Mel,

vielleicht wirkt es als Mogelpackung f├╝r dich, weil Du bestimmte Erwartung hast, wenn du SM liest. So nach dem Motto: jetzt muss eine kleine erotische Geschichte kommen. Aber es ist der Anfang, und bei einem allerersten Kennenlernen (egal welche sexuelle Neigungen etc) spielt Erotik keine Rolle (zumindest nicht vordergr├╝ndig)? Also ist genau das drinne, was drinne sein soll. Es ist ein Anfang. Basta. *g*
Im ├╝brigen: Da der Leser als Leser den Schreiberling fremd ist, wird er sehr wohl formulieren: *tue mir ein Gefallen*. Die dominante Neigung spielt nur innerhalb einer Beziehung eine Rolle. Und ja, ich weiss wovon ich rede/schreibe.
Und nochmal: Es soll kein erotischer Text sein. Ich will dem Leser vermitteln, wie ich in dieser erdachten Situation gef├╝hlt habe. Ein ganz kleines wenig geht es eben auch um das v├Âllig normale Denken eines Doms *g*.
Gut, schwerf├Ąllig ist es vielleicht. Ich meinte auch nicht, da├č ich leicht schreibe. Auch wenn f├╝r mich Schreiben nur ein Hobby ist, so gef├Ąllt mir daran vor allem die intellektuelle Ebene, aber eben auch die Dialektik.

R.

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Oh je. Das habe ich bef├╝rchtet.
Aber wei├čt du... eine dialektische Abhandlung ├╝ber die Gef├╝hlswelt eines Dom ist eben nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Finde ich halt.
Nur nebenbei: Mit "schwerf├Ąllig" meinte ich nicht das Gegenteil von leichter Muse.

Aber du musst deinen Text ja gar nicht verteidigen. Erstens mal ist meine Meinung nur eine von vielen m├Âglichen Meinungen (und vielleicht kriegst du ja demn├Ąchst ein paar weitere R├╝ckmeldungen). Zweitens ist Kritik f├╝r den Autor da. Genau daf├╝r gibt es hier die M├Âglichkeit zu kommentieren.

Auch wenn Schreiben nur Hobby ist - und das ist es f├╝r die meisten hier, f├╝r mich jedenfalls auch - kann man von Lesermeinungen profitieren.

Mel

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