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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Anruf
Eingestellt am 29. 03. 2002 23:05


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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
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Ich sa├č am Fenster und starrte auf die nah gelegenen Gleise. Der Regen prasselte an die Scheibe und lief in langen Streifen ├╝ber das Glas. Sie glichen Tr├Ąnen auf nasser Haut.
Meine Gedanken schwappten mit dem Regen in eine andere Welt.
Ich erinnerte mich an vergangene Tage, an Tage mit Anja ÔÇô sogar der Name schmerzte noch. Ich musste mich an einen Tag erinnern, an dem es auch geregnet hatte...
... der Wind trieb den Regen durch die Luft, manchmal peitsche er so sehr, das wir die H├Ąnde vor unsere Gesichter halten mussten. Trotzdem waren wir drau├čen. Wir liebten beiden den Regen, den Sturm. Wir waren zwar schon v├Âllig durchn├Ąsst aber uns machte das nichts aus. Auf einer kleinen Anh├Âhe fielen wir uns in die Arme, k├╝ssten uns leidenschaftlich und hielten uns ganz fest. Wir sp├╝rten einander, es war ein unbeschreibliches Gef├╝hl...
Warum wir nicht mehr zusammen waren, warum es nicht geklappt hat, wusste ich nicht und wollte auch nicht daran denken. Ich verdr├Ąngte alles in mir um nicht noch mehr Schmerzen ertragen zu m├╝ssen.
Ich war auf einmal so hilflos, ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich wollte alles loswerden, absch├╝tteln wie den Schnee von einer Jacke, nur dass die Last gr├Â├čer war. Ich musste mit jemanden reden, ich musste irgendjemanden meine Gedanken erz├Ąhlen um nicht verr├╝ckt zu werden. Nur wem?
Ich wei├č nicht mehr welche Nummer ich w├Ąhlte. Der W├Ąhlton schien mir fast schon in die Ohren zu br├╝llen, ich wollte schon wieder auflegen um den Ton aus meinem Kopf zu kriegen, doch in diesem Moment knackte es in der Leitung und eine etwas m├╝de aber angenehme Stimme meldete sich. Sie klang ein wenig ├╝berrascht ÔÇô vielleicht ein Grund konnte sein, das sie keinen Anruf um diese Zeit erwartete; Es war schon nach Mitternacht.
<< Hallo,>> fragte sie.
<< Hallo, ist da jemand? >> fragte sie abermals, dieses mal klang ihre Stimme schon leicht gereizt.
<< Entschuldigen sie, dass ich sie um diese Zeit st├Âre >> sagte ich um zu verhindern das sie wieder auflegte.
<< Wer ist denn da? Kennen wir uns? >>
<< Ich glaube nicht das wir uns kennen und bitte fragen sie nicht nach meinem Namen. Nennen sie mich... sagen sie einfach Stefan zu mir. >>
<< K├Ânnte es sein das sie sich verw├Ąhlt haben? >> fragte sie immer noch freundlich
<< Ich kann mich nicht verw├Ąhlt haben, denn ich habe irgendeine Nummer gew├Ąhlt. Das sie am anderen Ende abgenommen haben, konnte ich nicht wissen. >>
<< Und was m├Âchten sie nun von mir? >>
<< Mit ihnen reden, ich muss mit jemanden reden. >>
<< Ich bin aber keine Seelsorge, sie haben einen Privatanschluss gew├Ąhlt, meinen Privatanschluss, >> sagte sie etwas ernster.
<< Bitte, legen sie nicht auf. Bitte, sie m├╝ssen auch nichts sagen, h├Âren sie einfach nur zu. Ich muss mit irgendjemanden reden, sonst werde ich noch verr├╝ckt. Ich bitte sie! >>
<< Ich kann nicht so tun, als w├╝rde ich zuh├Âren! Entweder h├Âre ich zu oder nicht. Was ist mit ihnen? Sie spielen aber nicht mit dem Gedanken sich etwas anzutun oder? >> fragte sie jetzt besorgter. Es war sehr nett von ihr, dabei kannte sie mich gar nicht und trotzdem machte sie sich Sorgen darum. Jetzt war ich mir nicht mehr so sicher, ob es so eine gute Idee war. Was hatte diese nette Frau mit meinen Problemen zu tun? Gar nichts.




<< H├Âren sie, es tut mir leid, dass ich sie angerufen habe. Dass ich sie um diese Zeit noch wach halte, bestimmt m├╝ssen sie morgen wieder arbeiten und ich halte sie vom schlafen ab. Es tut mir leid, es war eine bl├Âde Idee. Ich werde jetzt auflegen. >>
<< Halt >> rief sie, ein wenig zu laut in den H├Ârer << legen sie nicht auf, bitte. >>
Ich hielt den H├Ârer immer noch am Ohr, ich war nur v├Âllig unf├Ąhig etwas zu sagen.
<< Sind sie noch dran? Stefan? Legen sie nicht auf bitte, >> sagte sie mit einer sehr einf├╝hlsamen Stimme.
<< Ich bin noch da, aber ich wei├č nicht warum, >> antwortete ich mit trockenem Mund.
<< Weil sie etwas zu erz├Ąhlen haben und ich m├Âchte es h├Âren. Jetzt kann ich nicht mehr schlafen, sie haben mich neugierig gemacht. >>
Ich schwieg. Ich h├Ârte nur ihren Atem, der langsam und ruhig durch die Leitungen trieb. Er erf├╝llte mich, beruhigte mich. Ganz langsam f├╝hlte ich mich sicherer.
<< Bitte erz├Ąhlen sie mir, was ihnen auf dem Herzen liegt. >>
<< Es ist schon irre, das ich sie einfach anrufe um mit ihnen ├╝ber meine Probleme zu reden. Und jetzt wo ich gar nicht mehr sicher bin, ob es eine gute Idee ist, m├Âchten sie, dass ich ihnen meine Probleme erz├Ąhle. >>
<< Nun, sie f├╝hlen sich einsam und haben zum Telefon gegriffen um mit jemanden Kontakt aufzunehmen. Ich h├Ątte auch anders reagieren k├Ânnen, habe ich aber nicht. Da es mir auch mal sehr dreckig ging und ein guter Freund hat mir aus dieser Phase heraus geholfen. >>
Ich fand es, trotz allem, sehr interessant, dass sie jetzt erz├Ąhlte und ich zuh├Ârte, aber ich wollte sie nicht aushorchen. Ich wusste immer noch nicht, ob ich einfach alles erz├Ąhlen sollte, oder nicht. Als ob sie meine Gedanken geh├Ârt h├Ątte, sagte sie:
<< M├Âchten sie mir noch erz├Ąhlen was ihnen auf dem Herzen liegt, oder haben sie es sich anders ├╝berlegt? >>
<< Sie m├╝ssen wissen, >> begann ich vorsichtig, << ich wei├č nicht, was ich ihnen erz├Ąhlen soll, wie viel ich erz├Ąhlen soll, ob ich sie damit belasten soll. >>
Ich stotterte weiter: << Ich bin sehr unsicher in solchen Dingen. >>
<< Sie waren mutig genug, einfach eine Nummer zu w├Ąhlen, nicht zu wissen, wer am anderen Ende ist, um dann ihr oder ihm zu erz├Ąhlen was sie besch├Ąftigt. Unsicher w├╝rde ich nicht dazu sagen. Ich w├╝rde sagen, sie stehen unter Zwang ÔÇô verstehen sie mich bitte nicht falsch ÔÇô ich meine damit, sie konnten es nicht mehr aushalten, alles in sich rein zu fressen. Sie waren dem Platzen nahe und haben sich nach Erl├Âsung gesehnt... >> Sie hielt pl├Âtzlich inne. Ich h├Ârte wieder ihren Atem, der etwas kr├Ąftiger, erregter war; dann sprach sie weiter:
<< Entschuldigen sie bitte. >>
<< Entschuldigen sie sich nicht, bitte. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Sind sie sicher mich nicht zu kennen? Ich habe das Gef├╝hl, sie w├╝ssten genau, wie ich mich f├╝hle. >>
<< Ich sagte ihnen schon, dass ich mal in einer ├Ąhnlichen Lage war. >>
<< Ja, das sagten sie. Bitte glauben sie mir, ich h├Âre ihnen zu. Ich h├Ąnge f├Ârmlich an ihren Lippen. Alleine mit einer Frau so reden zu k├Ânnen, ohne jeglichen Gef├╝hlshintergrund, das finde ich sehr beruhigend, >> erkl├Ąrte ich entschuldigend.
An der anderen Seite blieb es still. Ich lauschte wieder auf ihren Atem, er war das einzige, was mich n├Ąher an sie heran brachte. Doch dieses mal verriet er mir nichts. Dann h├Ârte ich wieder ihre Stimme, die ruhig und ein bisschen geschmeichelt zu mir sprach: << Danke. Das habe ich schon des ├Âfteren geh├Ârt, dass meine Stimme beruhigend wirken soll. >> Sie schwieg einen kleinen Moment, als m├╝sste sie Lachen.
Ich stellte mir vor, wie sie lachte, sie w├╝rde kleine Lachf├Ąltchen in den Mundwinkeln haben, ihre wei├čen Z├Ąhne w├╝rden zwischen ihren roten Lippen leuchten. Ihre Augen w├╝rden zu schmalen Schlitzen werden und ihr lockiges Haar w├╝rde im Takt wippen. Ich sah sie vor mir und merkte dann, das ich Gesicht aussah wie das von Anja. Ich h├Ârte wieder ihre Stimme am anderen Ende und es durchfuhr mich wie einen Blitz. Ich kannte diese Stimme. Sie war mir die ganze Zeit sehr bekannt vorgekommen, nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Um ganz sicher zu sein, sah ich auf den Display meines Telefons, in dem die Nummer von Anja flimmerte. Dann drang ihre Stimme wieder an mein Ohr.
<< Sind sie noch dran? >>
<< Ja, tut mir leid, ich war gerade v├Âllig weg, >> sagte ich stotternd.
Ich wusste nicht mehr was ich sagen sollte. Sollte ich sie in dem Glauben lassen, ich w├Ąre der gro├če Unbekannte oder sollte ich das Geheimnis l├╝ften?
<< Es tut gut mit ihnen zu reden, >> sagte ich, um die Stille zu ├╝berbr├╝cken, << ich habe sogar das Gef├╝hl, das sie mir schon geholfen haben, >> es pl├Ątscherte nur so aus mir heraus, << und ich finde jetzt, das mein Problem nicht mehr so gro├č und un├╝berwindbar ist, wie ich es glaubte. >>
Es stimmte, denn allein nur der Gedanke daran, dass sie die gleichen Probleme hatte, mit der Trennung, beruhigte mich. Nicht das ich mich an ihrem Schaden erfreute, aber es ist f├╝r mich leichter geworden, mit dem Problem umzugehen.
<< Ich m├Âchte ihnen danken, einfach das sie da waren, nicht aufgelegt haben und mir Mut zugesprochen haben. >>
<< Ich hoffe wirklich ihnen geholfen zu haben, auch wenn ich jetzt nicht so ganz wei├č, mit was ich ihnen geholfen habe. Wenn es so ist, freut es mich doppelt. Und Stefan, auch mir hat es geholfen, es gibt immer einen Weg aus dem Labyrinth. >>
<< Und sie waren einen Teil des Weges mein Gef├Ąhrte, der mich in die richtige Richtung geschubst hat. Danke. >>
<< Ich war gern ihr Weggef├Ąhrte, Stefan. >>
<< Ich hoffe sie k├Ânnen jetzt wieder einschlafen? >>
<< Nat├╝rlich, es ist doch gut ausgegangen, oder? >>
<< Ja, sie haben recht. Schlafen sie gut und leben sie wohl. Danke Anja. >>
Damit legte ich den H├Ârer auf.




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gareth
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Das ist eine h├╝bsche Geschichte, Lars Koch,

mir gefallen die Dialoge, weil sie wirklichkeitsnah sind und auch tats├Ąchlich gesprochen wirken.
Vielleicht bin ich bi├čchen begriffsstutzig, aber hat sie ihn nun auch an der Stimme erkannt (was eigentlich nahe liegt) oder nicht? Die Frage hat es mir schwer gemacht, ihre Gedanken einzusch├Ątzen und auch, mir vorzustellen, wie es weitergegangen ist, nach dem Telefonat. War Stefan sein richtiger Name oder einfach ein erfundener? Wenn sie ihn erkannt hat, hat sie ihm dann geglaubt, dass er wirklich unabsichtlich ihre Nummer gew├Ąhlt hat, oder es f├╝r eine neue Anmache gehalten? Sie ist ja f├Ârmlich geblieben bis zum Schluss, so dass ich eher darauf tippe, dass sie dann doch nicht zu ihm zur├╝ckgekommen ist. Aber wer wei├č, ich bin da eher begriffsstutzig bei so was :o)
Du siehst, die Geschichte hat eine ganze Menge Fragen ausgel├Âst (jedenfalls bei mir)

Gr├╝├če


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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
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gr├╝├č Dich gareth

tja, mit dieser Geschichte ist es ein bissel schwieriger...erstens:ist sie halb wahr und halb erfunden, daher ist nat├╝rlich auch der Name erfunden. zweitens: der Sinn sollte eigentlich da liegen, dass sie ihn nicht erkennt-an der Stimme meine ich(es ist sp├Ąt,sie hat schon geschlafen,o.├Ą.). und drittens: ich lasse gerne bei erotischen Geschichten, das Ende offen, so kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen - erkennt man sich selbst darin wieder(o.├Ą.). Ausserdem kommt es sehr schnell dazu, das der Schluss immer viel zu kitschig wirkt, wenn man ihn w├Ąhlt.
Danke f├╝r die offenen Worte
Gru├č Lars
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pipi-barfuss
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hallo lars,

gef├Ąllt mir dein anruf.zwischendurch dacht ich so, kenn ich.
ich hab mir mein eigenen schlu├č darauf gebildet. ja, sie hat ihn an der stimme erkannt.eine stimme vergisst man(frau) nicht.

l.g. sandra
__________________
Lebe den Augenblick,auch wenn du mit einem Bein schon in der Zukunft stehst und mit dem anderen noch in der Vergangenheit

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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

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Gr├╝├č Dich

...sch├Ân wenn es mehr gibt als nur eine Version! Darum meine ich ja, es ist immer sch├Âner, wenn alles offen bleibt.
Danke
Gru├č Lars
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Stoffel
gesperrt
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Hallo,

wieder eine sehr gute Idee!

Wobei nat├╝rlich fast jeder schon des anderen Nummer im Display sieht. Also..sie m├╝sste seine auch sehen, bevor sie um die Zeit abnimmt, schaut sie sicher erstmal drauf. Aber gut, er ist umgezogen..

Ich w├╝rde nie so viel ins Detail gehen, was da gesprochen wird. Auch die Mimik, Gestik nicht. Sie k├Ânnte ihm in dieser Zeit auch von sich erz├Ąhlen, ihrem Schmerz, das Erlebte, wie sehr ihr "Stefan" fehlte. SO..w├╝rde er eine Menge mehr, auf diese zuf├Ąllige Weise, ├╝ber sie und sich selbst erfahren?

Und es m├╝sste drin vorkommen..
Ihre Stimme erinnerte ihn an die von Anja, aber er sah und h├Ârte wohl nach der Trennung in jeder Frau diese Anja. Darum kam ihm nicht der Gedanke, dass sie selbst es ist.

Nur mal so Gedanken...
lG
Stoffel

Ich sa├č am Fenster und starrte auf die nahe gelegenen Gleise. Der Regen prasselte an die Scheibe und lief in kleinen Rinns├Ąlen ├╝ber das Glas. Sie glichen Tr├Ąnen auf nasser Haut.
Meine Gedanken schwappten ├╝ber,mit dem Regen, in eine andere Welt.
Ich erinnerte mich an vergangene Tage, an Tage mit Anja - allein ihr Nameschmerzte noch. Ich erinnerte mich an einen Tag, an dem es ebenfalls regnete
Unbarmherzig trieb der Wind den Regen vor sich her und manchmal peitsche er so sehr, das wir die H├Ąnde sch├╝tzendvor unsere Gesichter halten mussten. Trotzdem waren wir drau├čen, das hielt uns nicht ab. Wir liebten beide den Regen, den Sturm. Wir waren zwar schon v├Âllig durchn├Ąsst, aber uns machte das nichts aus. Auf einer kleinen Anh├Âhe fielen wir uns in die Arme, k├╝ssten uns leidenschaftlich und hielten uns ganz fest umschlungen. Wir sp├╝rten einander, es war ein unbeschreibliches Gef├╝hl.
Warum wir nicht mehr zusammen waren, warum es letzten endes mit uns nicht geklappt hatte, wusste ich nicht und wollte auch nicht daran denken. Ich verdr├Ąngte alles in mir, um nicht noch mehr Schmerzen ertragen zu m├╝ssen.
Ich war auf einmal so hilflos, ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich wollte alles loswerden, absch├╝tteln wie den Schnee von einer Jacke, nur dass die Last zu gross war. Ich musste mit jemanden reden, ich musste irgend jemanden meine Gedanken erz├Ąhlen um nicht verr├╝ckt zu werden. Nur wem?
Ich wei├č nicht mehr welche Nummer ich w├Ąhlte. Der W├Ąhlton schien mir fast schon in die Ohren zu br├╝llen, ich wollte schon wieder auflegen um den Ton aus meinem Kopf zu kriegen, doch in diesem Moment knackte es in der Leitung und eine etwas m├╝de, aber angenehme Stimme meldete sich.

<< Hallo,>> fragte sie und klang ein wenig ├╝berrascht. Immerhin war es nach Mitternacht un mir war bewusst.......?
<< Hallo, ist da jemand? >> fragte sie abermals, dieses mal klang ihre Stimme schon leicht gereizt.
Hier fehlt was, finde ich. Denn IHM ist sie ja nun doch auch fremd. Und dennoch hat er diesen Drang weiter zu reden

<< Entschuldigen sie, dass ich sie um diese Zeit st├Âre >> sagte ich um zu verhindern das sie wieder auflegte.
<< Wer ist denn da? Kennen wir uns? >>
<< Ich glaube nicht das wir uns kennen und bitte fragen sie nicht nach meinem Namen. Nennen sie mich... sagen sie einfach Stefan zu mir. >>
<< K├Ânnte es sein das sie sich verw├Ąhlt haben? >> fragte sie immer noch freundlich
vorhin aber erz├Ąhltest du, das sie schon gereizt war, also kann sie nicht "immer noch freundlich sein?

<< Ich kann mich nicht verw├Ąhlt haben, denn ich habe irgendeine Nummer gew├Ąhlt. Das sie am anderen Ende abgenommen haben, konnte ich nicht wissen. >>
<< Und was m├Âchten sie nun von mir? >>
Ein wenig peinlich ber├╝hrt m├╝sste er doch sein?
<< Ich wollte mit jemanden reden, ich muss einfach mit jemanden reden

<< Ich bin aber keine Seelsorge, sie haben einen Privatanschluss gew├Ąhlt, meinen Privatanschluss, >> sagte sie etwas ernster.
<< Bitte, legen sie nicht auf. Bitte, sie m├╝ssen auch nichts sagen, h├Âren sie einfach nur zu. Ich muss mit irgendjemanden reden, sonst werde ich noch verr├╝ckt. Ich bitte sie! >>
<< Ich kann nicht so tun, als w├╝rde ich zuh├Âren! Entweder h├Âre ich zu oder nicht. Was ist mit ihnen? Sie spielen aber nicht mit dem Gedanken sich etwas anzutun oder? >> fragte sie jetzt sehr besorgt
Es war sehr nett von ihr, dabei kannte sie mich gar nicht und trotzdem machte sie sich Sorgen um mich. Das gab mir ein gutes Gef├╝hl (der Erleichterung).

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