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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Aufsatz
Eingestellt am 02. 06. 2006 07:52


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flammarion
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Der Aufsatz

(August 2002)
Von einem Patienten in einem Berliner Suchthilfe-Krankenhaus wurde folgender Aufsatz zur Suchtbew├Ąltigung geschrieben, nachdem der Arzt aufgefordert hatte, alles zu schildern, was den einzelnen in seinem Leben am meisten bewegt hatte und wann er zum ersten mal mit Alkohol in Ber├╝hrung kam:

Ich bin Kalle, mit mir spielen sie alle.
Wann ich mein ersten Schnaps getrunken habe wei├č ich nich mehr. Mutti ging abeiten und Papa ging mit mir in die Kneipe. Siebzehn und Vier und etliche anderre Kartenspiele konnte ich schon lange bevor ich zur Schulle kahm. So hatte ich imma viel Taschengelld. Das war toll. Sp├Ąter habe ich ein paar Nutten laufen lassen, da wa ich erst sechszehn. Haben mir gutes Gelld gebracht meine Ferdschen. Dann wurde die Grenntze dicht gemaacht und ich sass im Ossten fesst. Einmal wollte ich nach dr├╝├╝ben, aba die haben mich geschnabbt. Ich hab gesaagt, ich bin besoffen und will nur meine Schwesster besucken, aba die haben mir nich geglaupt. Ich musste ins Aabeitslager. Das is ein Ding, fr├╝her wurden Russen, Juden und Kommunissten ins Abeitslager gestegt, aba in die DDR stegten deutsche deutsche dahin. Nu musste ich in die Fabrik aabeiten gehn. Hat manschma soga spa├č gemacht. Aba kartenspielen fetzt mehr. Mit Nutten war es aus, aba fasst alle Frauen haben mir freigehalten. Hab mal hier und mal da bei eine gewohnnt bei freie kosst und loge. Meist hatten sie Kinda. Ich hatte auch mal n Soohn. Aba den hat seine Halbschwester totgetreten. Er war ein paa monate alt und sie fasst drei Jarre. Da w├Ąre die alte beina in Knast gekomm, von wegen fernachl├Ąsigung von aufsichtflischt. Aba sie wa ja nur in die K├╝che und hat die flache f├╝r den kleen warmgemacht. Denn hatte ich soga zwei S├Âne mit eine Frau. die hatte auch ne gro├če Tochtr, sechs jahe alt. Ich wa kaum mit die alte im Bett, da wa die schon schwanga. Wie kann das sein dachte ick und hab reisaus genomm. Aba die wa so niedlich, da bin ich denn wieder zur├╝ck zu se und ÔÇô peng! Des selbe noch ma. Nu musste ick Al├╝mente zaaln. Ick, der Kalle! In der freien Wellt war ich ein lude wie es sich geh├Ârt und in dieser DDR musste ick al├╝mente zaalln und sollte abeiten gehn. Und diese ungereschtikeit is das, was mir am meisten ge├Ąrgert hat. Nach die wende bin ich natirlisch gleich nach dr├╝hm und in den s├╝den. Enlich Soone und freiheit tanken. aba nu bin ich wieder hier in Berlin.
Enschulldigen sie bitte wenn etwa doch fehler drin sind. Ich habe mir bem├╝ht, hochdeutsch zu schreiben.

__________________
Old Icke

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Ähm...
endschulding sie bitte wehrte Auhdorin, aba sin da nicht ein par Rektssribfela drin?

*gg*
Gelungen! Was bist du boshaft...

LG Mel

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Josef Knecht
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Hallo flammarion,
die Rechtscheibfehler st├Âren mich nicht, denn die geh├Âren ja zur Geschichte und der Erz├Ąhler kann es halt nicht besser.
Was mir an der ganzen Geschichte fehlt ist etwas der innere Zusammenhang. Es handelt sich hier ja offensichtlich um einen Suchtkranken der erz├Ąhlt, es wird aber nicht wirklich deutlich, warum er nun angefangen hat zu trinken. Dieses Thema schl├Ągst du n├Ąmlich am anfang an und es wird dann nicht ausgef├╝hrt, sondern er Erz├Ąhler berichtet nur Stationen aus seinem Leben.
Liebe Gr├╝├če
Josef Knecht
__________________
Gl├╝ck ist die gr├Â├čte Leistung des Menschen

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flammarion
Foren-Redakteur
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danke

f├╝rs lesen und kommentieren.
ja, der kalle konnte es nicht besser und war ziemlich sicher, keine fehler zu machen.
angefangen zu trinken hat er als kleines kind unter der obhut seines vaters, nicht ahnend, dass es zur sucht werden kann. und er hat auch gleich nach der therapie weiter gesoffen.
die stationen aus seinem leben sind schilderungen dessen, was ihn bewegt hat. den tod seines ersten sohnes hat er bis an sein lebensende nicht verwunden, sich aber um die beiden anderen s├Âhne nie gek├╝mmert.
lg
__________________
Old Icke

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Dornrose
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Der Kalle

Hallo flammarion,

trotz der vermutlich mangelnden Schulbildung und der Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Sprache, m├╝sste Kalle in der Lage sein, seine Gef├╝hle und Probleme konkreter zum Ausdruck zu bringen. Die Fragestellung ist sehr eindeutig, die Antwort dagegen (f├╝r mich) nicht ausreichend. F├╝r mich ist weder eindeutig, dass er den Tod des Sohnes nie verkraftet hat und sich um die anderen beiden Kinder nicht k├╝mmern mag, noch warum er ein Suchtproblem hat bzw. wie es sich entwickelte. Das m├╝sstest du meiner Meinung nach an verschiedenen Stellen verdeutlichen.

Herzliche Gr├╝├če

Dornrose
__________________
Wenn ein langer Bart schon Weisheit bedeutet, kann auch eine Ziege Lehrer sein. (Chinesisches Sprichwort)

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

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Hallo Flammarion,

in Deinem Text greifst Du auff├Ąllig tief in die Klischeekiste. Wenn solches Denken Schule macht, dann steht es ohne Zweifel f├╝nf vor zw├Âlf in Sachen Mitmenschlichkeit und Verst├Ąndnis.
Ein Text, der provoziert - leider in eine unselige Richtung.

Sch├Âne Gr├╝├če, NDK

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