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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Augenzeuge
Eingestellt am 22. 06. 2002 21:51


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Rakun
AutorenanwÀrter
Registriert: May 2002

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Der Augenzeuge

Ein Toter und ein penetranter Augenzeuge, vor dem zweiten FrĂŒhstĂŒck, das war einfach zuviel fĂŒr die beiden Polizisten. Laut Aussage des Mannes, der jede Einzelheit genau be-schrieb, lag der leblose Körper mitten auf dem BĂŒrgersteig zwischen Marktplatz und Friedhof. Das Motiv fĂŒr den Mord wurde gleich bereitwillig mitgeliefert: zweifellos Eifersucht. Seit Monaten schon trieb sich das hĂŒbsche Ding mit dieser langhaarigen Hungerlatte herum. Schließlich war sie mit dem jungen Anwalt verlobt, bald sollte die Hochzeit sein. Und nun dies.
Auf zum Tatort, Mordkommission und Gerichtsmedizin waren ordnungsgemĂ€ĂŸ ĂŒber den Vorfall verstĂ€ndigt. Ein Kapitalverbrechen! In unserer Stadt! Das hatte es noch nie gegeben.
„Heute ist Markttag!“, sagte der Polizist zu seinem Kollegen. „Warum mußte es genau dort passieren?“
„Ich kĂŒmmere mich um die Schaulustigen, keine Sorge.“
Die Sirene lockte alle an. Ein Traube Menschen hatte sich um den Helden der Stadt gruppiert, der mit rudernden Armen die Szene beherrschte.
Er hatte den Schuß gehört, er wußte alles. „Machen sie den
Weg frei! Treten sie zurĂŒck!“, wurde die Menge per FlĂŒster-
tĂŒte aufgefordert. Jeder gehorchte. Nur einer blieb wie angewurzelt stehen, der Augenzeuge. Nichts außer ihm war zu sehen. Kein Mensch lag da, kein Blutfleck, nicht ein einziges BeweisstĂŒck wurde ihnen geboten.
Die Anwaltsverlobte fĂŒllte ordentlich den Fragebogen aus.
„Nimm doch endlich diese verlauste ZottelperĂŒcke ab!“,
grinste sie.
„Haben unsere lieben MitbĂŒrger alle Kriterien erfĂŒllt, meine Liebste?“, fragte ihr Verlobter.
„Ja, hervorragend," lachte sie "welche Stadt ist als nĂ€chste dran? Haben wir noch genug Platzpatronen?“

__________________
JO

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Ehrlich gesagt bleibt mir der Sinn der Geschichte verschlossen. Wird da noch mehr draus, oder soll es eher eine Impression sein ?

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