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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Baum
Eingestellt am 30. 03. 2012 16:16


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kuehen
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2003

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Ich habe von einem Baum getr√§umt. Daf√ľr, dass es das erste Mal war, kam mir der Baum sehr vetraut vor, als ob wir schon mehrere Jahre plus minus einer Kindheit miteinander verbracht h√§tten. Ebenso wie seine Bewegungen im Wind, die Farbe seiner Bl√§tter und seines Geruchs war mir seine Stimme vertraut, und ich wunderte mich wie in all den Jahren vermutlicher Vertrautheit √ľber seinen Akzent und wieder einmal konnte ich diesen Akzent nicht einordnen. Hatte ich all die Jahre verpasst, ihn nach seiner Herkunft zu fragen? Oder hatte ich ihn bereits gefragt und hatte seine Antwort vergessen? Aber immerhin wusste ich, dass er Kaffee mochte. Nicht zu hei√ü und nicht direkt auf die Wurzeln und ich wusste, dass er keine Menschen mochte. Oft genug musste er es mir schon gesagt haben, denn als er auch in diesem Traum wieder begann, mir von seinem Leid zu klagen, verdrehte ich die Augen, sagte aber nichts. ‚ÄěWei√üt du‚Äú, sagte der Baum in seinem seltsamen Dialekt (und ich fragte mich, wie seine Sprache wohl klang, wenn er nicht versuchte, meine Sprache zu sprechen)‚Äúdas Schlimmste ist, dass Sie keine Angst vor mir haben. Niemand l√§sst mich in Ruhe, weil sie einfach keine Angst haben. K√∂nnte ich mit meinen √Ąsten um mich schlagen, niemand w√ľrde kommen und seinen Namen in meine Rinde schnitzen. Niemand w√ľrde auf mir herumkletten! Aber niemand hat Angst vor mir! Ich kann nur hier stehen und erdulden. Ich w√ľnschte, sie w√ľrden mich f√§llen und verheizen!‚Äú Ich dachte, es w√§re unn√∂tig, ihm zu erkl√§ren, dass Menschen die einzigen Wesen seien, die B√§ume f√§llen . Bestimmt wusste er das. F√ľr einen Baum war er ziemlich clever.

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