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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Baum
Eingestellt am 07. 07. 2004 23:42


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Persil
Hobbydichter
Registriert: Jun 2004

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"Der Baum gr├╝nt an diesen Tagen sch├Âner als fr├╝her.", dachte sie und drehte sich langsam vom Fenster weg.
Er sah sie an, sagte kein Wort. Er sa├č einfach nur stumm da und starrte zu ihr hin├╝ber.
"Er tut mir leid." Ihre Gedanken hallten in ihrem leeren Kopf, bis nur noch ein dumpfer Ton zu h├Âren war.
Sie war schon lange hier. Zu lange, sagte sie immer. Aber ├Ąndern kann das niemand. Fr├╝her w├Ąre es m├Âglich gewesen, doch das ist schon zu lange entfernt. Mit Wehmut dachte sie an die vergangenen Jahre zur├╝ck. Die Tr├Ąnen sind schon lange versiegt. Zu viele einsame, traurige Stunden zogen vorbei. Aber nun... "Nun ist das Ende nah!" sagte sie laut und schreckte ihn aus den Gedanken. Mit weit aufgerissenen Augen sah er her├╝ber, ein Anflug von L├Ącheln huschte ├╝ber sein Gesicht, um genauso schnell wieder zu verschwinden. Es hatte wieder diesen geistesabwesenden Eindruck.
"Was mache ich nur mit ihm? Was soll er nur hier? Ich kann ihn doch nicht zur├╝cklassen..." Die Gedanken nahmen ein gewaltiges Ausma├č an und ihr Kopf wurde immer schwerer. Sie musste gegen die Dunkelheit ank├Ąmpfen. Sie wollte es nicht, jetzt noch nicht. Es war zu fr├╝h. In ein paar Stunden vielleicht...
"Der Baum, er ist so sch├Ân. Am liebsten w├╝rde ich ihn ewig betrachten." Sie drehte sich zum Fenster um und schaute durch die Gitterst├Ąbe hindurch. "Er ist das einzige Lebendige hier. Selbst ich merke, wie mein Geist mir entschwindet und mein Kopf sich mehr und mehr leert. Weinen kann ich dar├╝ber schon lange nicht mehr. Niemand ist da, der mich verstehen oder tr├Âsten kann. Einzig und allein mit meinen tr├╝ben Gedanken, die immer stumpfsinniger und weniger werden. Einsam und allein werde ich sterben, hier, mit all den anderen. Wir sind gleich und anders als alle da drau├čen."
Sie steht am Fenster und schaut auf den grauen Hof. Mittendrin: Ein brauner Stamm. Das Leben in dieser toten Umgebung.
__________________
Wer alles ernst nimmt, was Menschen sagen,
Darf sich nicht ├╝ber Menschen beklagen.
-Morgenstern

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xzar
Guest
Registriert: Not Yet

hallo persil,

dein text hat etwas ber├╝hrendes. allerdings habe ich einen vorschlag: warum versuchst du nicht, die tatsache, dass es sich um einen baum handelt, vorerst zu verwischen und den leser glauben zu machen, es handle sich um eine person. du erkl├Ąrst nicht, warum dieser baum das einzig lebende ist - das ausma├č der verzweiflung wird nicht ganz ersichtlich. der erz├Ąhler denkt mit wehmut an vergangene tage - deute an, was er meint. du musst nicht vollst├Ąndig die gef├╝hlswelt aufdecken, nur andeuten, denn sonst steht die einsamkeit fast als urteil eines autors da und nicht als gedanken des erz├Ąhlers. hoffe, du verstehst, was ich meine. vom sprachlichen habe ich nichts einzuwenden.

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Persil
Hobbydichter
Registriert: Jun 2004

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Ich wollte es eigentlich so r├╝ber bringen, dass sie verr├╝ckt ist. Schlie├člich ist sie ja in einer Irrenanstalt, ich wei├č nicht, das kommt bei vielen nicht richtig an *g*
Und der Baum ist wichtig, sie beschreibt ihn ja am Anfang als gr├╝n, dabei ist er kahl... muss/sollte ich vielleicht noch in der Geschichte besser r├╝ber bringen.
Ansonsten denke ich, dass ich wei├č, was du meinst. Ich werde es nochmal ├╝berarbeiten. Danke!
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Darf sich nicht ├╝ber Menschen beklagen.
-Morgenstern

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