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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Baum der Liebe
Eingestellt am 11. 12. 2003 21:39


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kleinerprinz
Wird mal Schriftsteller
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Am Ufer der Spree sitzend, wartete er darauf, dass ein Fisch anbei├čen w├╝rde. Es war ein lauer Abend. Die M├╝cken suchten ihre Opfer und die Grillen zirpten um die Wette. Er war ein Junge, den man einfach nur gern haben konnte. Er war hilfsbereit und er hatte immer ein L├Ącheln auf den Lippen. Am Ufer der Spree wartend, sa├č er an der gro├čen Eiche, in die er vor zwei Jahren, ein Herz geritzt hatte. In der Mitte des Herzens befanden sich die Buchstaben S+G. Dieser Baum war sein Lieblingsbaum an dem langen Ufer der Spree. Dieser Baum wahrte ein Geheimnis und eine Erinnerung. Eine Erinnerung an sie. Sie war das M├Ądchen, das ihm zum ersten Mal dies bestimmte Kribbelgef├╝hl in den Bauch pflanzte. Sie k├╝ssten sich zum ersten Mal unter dieser Eiche. Es war nur ein zaghaftes K├╝ssen, da sie noch sehr jung, und einander noch sehr fremd waren.
Pl├Âtzlich riss ihn die Angelschnur aus seinen Erinnerungen. Das sonst so ruhige Wasser begann zu leben. Es muss ein riesiger Fisch sein, dachte der Junge. Er zog an der Leine und sein Kampf mit dem Fisch begann.

Die Wohnstube roch nach Zitrone, frischem Dill und gebratenem Fisch. Mit einem L├Ącheln auf den Lippen half er seiner Frau den Fisch in gerechte Portionen zu zerlegen. Sein Magen knurrte und er erinnerte ihn an den kommenden Tag. Es w├╝rde ein schwerer Tag f├╝r ihn werden.
Er stand wieder vor seinem Baum mit dem Herz. Es war ein dunkler und windiger Fr├╝hlingsnachmittag. Das Rattern der Kettens├Ąge ├╝bert├Ânte alle anderen Ger├Ąusche. Es dauerte nur wenige Minuten bis der Baum zu Boden fiel und sein Geheimnis starb, aber damit verdiente er nun sein Geld. ├ťber sein trauriges Gesicht rann eine Tr├Ąne. Er setzte sich auf den toten Baum und wischte sie aus dem Gesicht. Mit seinem Finger fuhr er die Konturen des Herzens und der Buchstaben nach und dachte wieder an sie. Er hatte sie seit der Schule nicht mehr gesehen oder geh├Ârt. Er sehnte sich nach ihr und wollte sie wieder k├╝ssen.
Es war wieder dieser besondere Abend, wie auch in den letzten drei Jahren zuvor. Er versuchte sie anzurufen und er erfuhr, dass sie irgendwo in Afrika war und dort im Regenwald kranken Tieren half und B├Ąume pflanzte.

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mye
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hallo,

gef├Ąllt mir gut deine kleine geschichte... kurz aber fast ausreichend. nur "fast" weil mich pers├Ânlich etwas st├Ârt: er denkt an dieses "alte" m├Ądchen, sehnt sich nach ihr, will sie k├╝ssen... er ist doch aber verheiratet -> und zu dem aspekt fehlt mir irgendwas... entweder eine darstellung dar├╝ber, dass es probleme mit seiner jetzigen frau gibt oder erkl├Ąrungen daf├╝r, warum er an sie denkt... ein wenig ausf├╝hrlicher; sonst erscheint er -mir zumindest- einfach nur als arschloch! ich hoffe, du verstehst meine kleine kritik... aber dennoch bleibt es ja nur meine meinung... ach so, den titel find ich auch nicht so gelungen aber das ├Ąndert ja nichts an meiner eigentlichen meinung bez├╝glich deines textes! der schluss gef├Ąllt mir ├╝brigens besonders gut: und b├Ąume pflanzte !

lieben gru├č

mye
__________________
man findet keine freunde mit sala-at, man findet keine freunde mit sala-at... (die simpsons)

www.moviereporter.net

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kleinerprinz
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2003

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hi!

ja vielen dank erstmal ... ja, also ... ich denke du solltest ruhig zu deiner meinung stehen ... und ich bin dir auch nicht b├Âse, wenn es eine gro├če kritik ist ... also entsch├Ąrf nicht all deine gedanken ...
du hast recht der titel ist schei├če =) ... mir gef├Ąllt er auch nicht so recht ... aber ... mir ist nichts cleveres eingefallen ...
und ich hab auch lang ├╝berlegt ... ob ich noch was zur frau schreiben soll oder nicht ... aber ... mhm ... ich denke aber, dass wir alle doch irgendwie so'ne jugendliebe haben, die man nach gaaanz langer zeit einfach mal wieder sehen will, obwohl man mit seiner familie und dem leben gl├╝cklich ist ... aber ich werde mir deine worte noch mal durch den kopf gehen lassen ...
und meinst du, dass es hei├čen sollte "und b├Ąume pflanzt"?

gru├č

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