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Leselupe.de > Gereimtes
Der Bergbach
Eingestellt am 26. 03. 2010 22:09


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Walther
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Registriert: Sep 2004

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Der Bergbach


Ich steh am Rande eines Weges,
Die Nebel senken sich ins tiefe Tal.
Am Handlauf eines alten Steges,
So lehne ich, und meine Qual,

Sie beugt mich, reißt mich und zerstört mich,
Und hör das Rauschen jenes Baches,
Der eingeschnitten unerbittlich
Von Hohem strebt in Niedres, Flaches,

Der vorwärts stürmt in seinem Rasen,
Der Steine schiebt und überspringt,
Verwirbelt, Tropfen spuckt und Blasen,
Sich durch die Felsen weiter zwingt,

Um in die Ebene zu kommen.
Ich stehe da. Ich weine still
Und hoffe dennoch ganz beklommen,
Dass dieses Schicksal mich nicht will

Und mich auch diesmal laufen lässt.
Im Nebel kann der Blick zerfließen.
Der Boden feucht, das Schuhwerk fest:
Ich kann die Wälder nicht genießen,

Die dunkel von den Hängen drohen.
Dann wend ich mich nach vorne um:
Am schnellsten ist man stets geflohen.
Doch jetzt heißt's kämpfen, denk ich stumm.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 26. 03. 2010 22:09
Version vom 27. 03. 2010 12:39

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Spaetschreiber
???
Registriert: Sep 2009

Werke: 33
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Lieber Walter,
ich will Dir mal sagen, was so Gedichte in mir anrichten. Dies soll kein Verbesserungsvorschlag sein, auch keine Kritik, nur ein Moment Poesie, der mir blieb am Ende Deines Gedichtes, für das ich hiermit mal schön DANKE sagen will und es hiermit auch tue.


Der Bergbach


Am Rande eines Weges,
am Handlauf eines alten Steges,
da lehne ich
und hör das Rauschen jenes Baches,
der eingeschnitten unerbittlich,
von Hohem strebt in Niedres, Flaches,
der vorwärts stürmt
der Steine schiebt und überspringt,
verwirbelt,
sich durch Felsen weiter zwingt.

Da steh ich nun
und hoffe ganz beklommen,
dass dieses Schicksal mich nicht will.


Liebe Grüße
Tom
__________________
Nur ein mittelmäßiger Literat ist immer in Höchstform. (W.S. Maugham)

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Tom,

Gedichte von mir dürfen gerne weitergesponnen werden. Es reicht, wenn eine Widmung erscheint.

Im Ernst: Ist doch schön, wenn ein Kollege oder Kollegin durch einen Eintrag inspiriert wird, sich seinen eigenen Reim auf diesen Eintrag zu machen. Das ist ein schönes Kompliment, denn dann hatte der Ursprungsbeitrag etwas in sich, das zum Weiterdenken verführt. Was will man als Autor mehr? War es - neben anderem - nicht das, weshalb der Beitrag veröffentlicht wurde?

Danke und lieber Gruß

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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