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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Bus-Rap
Eingestellt am 08. 09. 2006 11:59


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amelkin
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Feb 2006

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Schon 23 Uhr ist es... Feierabend! Arbeitstag der StraßenkĂŒnstler kam zu einem Ende. ...Ich zog mit Kraft meinen schweren Handwagen in den Bus. ...Der Handwagen mit tapezierten Tischen, KlappstĂŒhlen, Staffelei, Bildern, Taschen... Dann half ich meiner Frau ihre Rolltasche hinein zu ziehen. Wir ließen uns auf die Sitze fallen... Aber was fĂŒr eine Überraschung! Fernseher im Bus!! "Schau mal! Schaltest du auf ZDF um!" – sagte ich. Leider war es nur die neue Anzeigetafel... Schade!.. Nur Werbung war da... Wasser... Service... Energie... Noch Wasser... Jemand hat Stoppbutton gedrĂŒckt. Plötzlich flimmerte die Anzeigetafel: "Energie", "Wagen hĂ€lt", "Wasser", "Wagen hĂ€lt", "Wasser", "NĂ€chste Haltestelle Uhlandstraße"... Bald mĂŒssen wir aussteigen... Meine Frau drĂŒckte den Button. "Wagen hĂ€lt", "Wasser", "Wagen hĂ€lt", "Wasser", "NĂ€chste Haltestelle Chemnitzer Straße"! Lustig! Ein Gedicht ist geboren! ...Na endlich, schlafe ich ein!.. Allerdings, was fĂŒr ein Lied in meinem Kopf klingt?! - Ein Bus-Rap:

...Wagen hÀlt
Wasser
Wagen hÀlt
Wasser
NĂ€chste Haltestelle
Uhlandstraße

Wagen hÀlt
Wasser
Wagen hÀlt
Wasser
NĂ€chste Haltestelle
Chemnitzer Straße...

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Marius Speermann
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2005

Werke: 51
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Wasser und Straße reimt sich nicht wirklich.

Ein besserer Ansatz wÀre:

Der Wagen hÀlt,
NĂ€chste Station: FĂŒrstenfeld

Oder

Energie
NĂ€chste Station: Orangerie

Aber da ist bei beiden wiederum das Versmaß schief.

Naja, zu dĂŒnn fĂŒr Humor & Satire, vor allem wenn ich mir die im Alpenraum sehr bekannten und wirklich guten Gstanzln anschaue (siehe dazu meine Website http://www.gstanzln.com)

z.B. dieses wahllos herausgenommene:

Mei Vader is a Metzger,
A Metzger bin i.
Mei Vader sticht Kaibln, (KĂ€lber)
Die Diandlan stich i. (Diandl=MĂ€dchen)

Kein Vergleich.

Marius
__________________
Wie man einen humoristischen Text schreibt: Humor fĂŒr Deppen.Mehr auf MarioHerger.at

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Mortimer
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 17
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Liebe amelkin,

ĂŒblicherweise versuche ich - letzlich auch aufgrund der in unserem (Autoren/innen-)Kreis vertretenen divergierenden Auffassungen von Satire - meine negative Kritik auf ein Minimum zu beschrĂ€nken. In deinem Fall fĂŒhlte ich mich aber zu einer Stellungnahme "genötigt". Der Fairness halber schicke ich voraus, dass ich noch nie ein Freund des kaum wahrnehmbaren feinsinnigen Humors gewesen bin. Wenn der Witz vor lauter intellektueller Überfrachtung nur noch gebĂŒckt dahinkrabbeln kann, so fĂ€llt es meinen Mundwinkeln ebenso schwer sich nach oben zu bewegen. Im Klartext:
1. Vielleicht war ich zu blöd, aber ich habe trotz mehr-
maligen Lesens nicht den Hauch einer Pointe gespĂŒrt.
2. Der von dir gewÀhlte Titel und die Formatierung im
Schlussabschnitts des Textes legen den Schluss nahe,
dass der Schwerpunkt deines StĂŒckes eher im lyrischen
Bereich liegt. Sollte dies zutreffen, so wÀre das Werk
besser im Lyrikforum aufgehoben.
3. Nehmen wir an, es stĂŒnde dort, so wĂ€re nach meiner
Ansicht aber auch in diesem Fall Kritik angebracht:
Das Werk entbehrt eines im Einklang mit dem Inhalt des
Textes stehenden Aufbaus. Mir fÀllt zudem ebenfalls
die von Marius kritisierte metrische Schieflage und
die unsauberen Endreime auf.
4. Obgleich oft die banalen Dinge des Alltags ein enormes
Satirepotential in sich bergen, so ist mir deine Story
wiederum zu banal, um mich auch nur ansatzweise zum
LĂ€cheln zu bringen.

Mein Tipp: Lass dem Witz ruhig mal ein bisschen mehr Freiheiten!

P.S.: Angesichts der klar formulierten Kritik, verzichte ich auf eine schlechte Bewertung.

Liebe GrĂŒĂŸe Mortimer!



__________________
Nur Versager brechen die Gesetze, die Schlauen nutzen sie. Und die wahren Könner machen sie.

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2248
Kommentare: 11067
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Die Geschichte habe ich erst heute entdeckt, als ich mich mit amelkins Werk nÀher beschÀftigt habe.

Satire ist es tatsÀchlich nicht, gehört aber durchaus zu Humor.
Mir gefÀllt der feinsinnige Humor und die feinen Beobachtungen, die die Geschichte durchziehen, oft ziehe ich feinsinnigen Humor vor, insbesondere lese ich gern den Text zwischen den Zeilen.

Der Humor liegt hier im Kontrast des Willens und der absurden Situation. Insbesondere absurd ist die Erwartungshaltung, ZDF einschalten zu können und das Resultat der Aktion.

RAP und Reim:
Hier reicht die Assonanz "Wasser" und "Straße" durchaus. Es ist eine im Rapp gebrĂ€uchliche Reimform.
Formal haben wir zusÀtzlich einen identischen Reim des letzten Verses der ersten und zweiten Strophe.

Stilistisch ist das Werk gut durchgehalten.

---
Man kann den Text als Allegorie auf die Bundesrepublik auffassen.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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