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Leselupe.de > Gereimtes
Der Cantorstaub
Eingestellt am 27. 04. 2005 09:02


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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2247
Kommentare: 11064
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Der Wind bläst durch der Bäume Laub
in großen Mengen Cantorstaub.

Der Cantorstaub ist winzig klein
und passt in jedes Loch hinein.

Du atmest ein und atmest aus,
doch Cantorstaub kommt da nicht raus.

Der Cantorstaub ist, unabhängig
von Wind und Wetter, lungengängig.

Ist er erst einmal in dir drin,
nimmst du ihn überall mit hin.

Im Weltall ist er feinverteilt
als ob dort einer Sterne feilt.

Der Cantorstaub hat kein Gewicht,
zu wiegen ist er deshalb nicht,

denn Cantorstaub der Extraklasse
hat niemals nicht geringste Masse.

Der Cantorstaub auf einem Quant
ist für die Seltsamkeit bekannt.

Viel schneller fliegen als das Licht
kann Cantorstaub, nur sieht man's nicht.

Mit seiner großen Oberfläche
bedeckt er Berge, Täler, Bäche.

Trifft Cantorstaub auf einen Stamm,
dann wächst dort bald ein Mengerschwamm.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Version vom 27. 04. 2005 09:03
Version vom 26. 05. 2010 12:08
Version vom 04. 02. 2012 14:06

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Thomas Rackwitz
Hobbydichter
Registriert: Jun 2002

Werke: 12
Kommentare: 30
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Hallo Bernd, dein Gedicht spricht mich sehr an, hab auch gleich einmal nachgeschlagen: Hier klicken
Einzig die achte und die letzte Strophe wirken irgendwie gekünstelt, vielleicht ist das noch ein wenig mehr "herauszuholen"...

lg Thomas

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

Werke: 1
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lieber bernd,

der cantorstaub - zwischen linie und punkt
schwebt er hin und her, ihn zu verstehen ist unendlich schwer.

"Der Cantorstaub ist unabhängig
von jedem Wetter lungengängig."


muss es nicht bei jedem wetter heißén ?


dir einen guten tag

herzlich

montgelas

um mich abzulenken von der eigenen unfähigkeit fand ich folgendes: Hier klicken

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2247
Kommentare: 11064
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quote:
Doch manchmal klumpt er sich zusamm'
und bildet einen Mengerschwamm.

Die obige letzte Strophe fand ich auch nicht optimal.

Aber der Mengerschwamm ist wichtig.

Trifft Cantorstaub auf einen Stamm,
dann wächst dort bald ein Mengerschwamm.

Die andere Strophe: da muss ich weiter nachdenken.


"Der Cantorstaub ist - unabhängig von jedem Wetter - lungengängig"

"Der Cantorstaub ist unabhängig bei jedem Wetter lungengängig" ist grammatisch nicht möglich.


Vielen Dank für die Kommentare.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

Werke: 1
Kommentare: 875
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vorschlag:

mitunter baut er einen damm
erscheint nun als ein mengerschwamm.


lg

montgelas


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MH
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2004

Werke: 3
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hallo bernd,

"Du atmest ein und atmest aus,
doch Cantorstaub kommt da nicht raus."

das erinnert mich an den gegenwärtig so beliebten feinstaub...

wie wir wissen ist cantorstaub zumindest nicht krebserregend - aber zumindest gelegentliches schwindelgefühl kann er verursachen.

deine literarisch-satirische forschungsreise ins reich der fraktalen geometrie gefällt mir sehr gut - das will ich an dieser stelle gleich auch für die anderen werke deiner "serie" gesagt haben.

eine kleine anmerkung habe ich dennoch:
die stelle

"Mit seiner großen Oberfläche
bedeckt er Berge, Täler, Bäche."

würde meiner meinung nach zwei strophen weiter oben besser in den kontext passen.

mfgMH
__________________
Aberglaube bringt Unglück.

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