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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Dichter
Eingestellt am 15. 07. 2006 15:16


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Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
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Der Dichter
In den Horizont greifend
Redet mit geschĂŒrzten Lippen
Vom Dingsda
Ich bin von seinem Donner gerĂŒhrt
Doch wo bleibt der Blitz?
Ein Echoimitator
Denke ich
So wie ich selbst

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
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Moin Gerd,

weise weise leise leise. Ein schöner Text, der aus vielen Selbstbespiegelungen der Dichter heraussticht, weil er nicht langweilt und der Sprache eine schöne Leichtigkeit gibt.

SchwermĂŒtiges leicht zu sagen ist eine Kunst. Sie möge uns so geschenkt sein wie Dir in diesem Text.

Sonnengruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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nachtlichter
Guest
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Lieber Gerd Geiser,

ich möchte mich dem treffenden Kommentar meines Vorredners anschließen - Dein Gedicht ist ein sehr gelungener Einblick in eine selbstkritische Dichterseele.

Das Werk eines Echoimitators ist bereits die Kopie einer akustischen Kopie. Das Werk eines guten Dichters vermag dagegen ein ganzheitliches Spiegelbild und gleichzeitig eine Interpretation von allem, was uns umgibt, sein - ein Original also und kein Duplikat - so wie "Der Dichter" eben.

nachtlichter

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dockanay
Guest
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lieber gerd geiser,

"Wir meinen, wir kennen sie doch alle, die Sprache, wir gehen doch mit ihr um; nur der Schriftsteller nicht, er kann nicht mit ihr umgehen. Sie erschreckt ihn, ist ihm nicht selbstverstĂ€ndlich, sie ist ja auch vor der Literatur da, bewegt un in einem Prozeß, zum Gebrauch bestimmt, von dem er keinen Gebrauch machen kann."
das sind worte ingeborg bachmanns aus ihren frankfurter vorlesungen . in etwa dieser aussage folgt dein zusagendes gedicht. wir sind eben in die not des schweigens gekommen, wir dichter, denn alles ist ja schon irgendwie geschrieben worden, nicht wahr, und doch, auch wenn es sich nicht mehr als um ein echo handeln sollte, was sich unseren sinnen offenbart, wir sind sofort da, springen das wort förmlich an, geben diesem drĂ€ngen nach, weil wir etwas ausdrĂŒcken wollen, was uns bis zu dem zeitpunkt ihres ausbruchs nicht einmal als ahnung zugĂ€nglich ist.


lg dockanay

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Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
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Ihr Lieben,

ich erinnere mich an meinen Kunst-Lehrer an der Penne, der sagte, ein Bild zeichnet sich dadurch aus, dass es aus einer gelungenen Mischung aus 80% BanalitĂ€t und 20% OriginalitĂ€t besteht. Das heißt, wir mĂŒssen die Welt nicht jedesmal völlig neu erschaffen.
Ein beruhigender Gedanke.

GG

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Gerd, dockanay,

in der Tat. Wenn es nach dem ginge, wÀre spÀtestens seit Gilgamesch kein Liebesgedicht mehr nötig. Im Ernst: Letztlich ist es nicht allen beschieden, wirklich originell zu sein. Originell um jeden Preis wird in Klagenfurt mit dem Namen der gerade zitierten seit einiger Zeit jedes Jahr von Neuem prÀmiert.

Wie auch immer: Sprache ist Werkstoff, auch intelligent Klauen kann durchaus originell sein. Nur "bemĂŒht" klingt das meiste, das sich fast verzweifelt um Einzigartigkeit bemĂŒht. Zuguterletzt ist Können mehr als der ans Wahnwitzige grenzende Versuch, besonders, einfach anders, zu sein.

Ich fĂŒrchte daher ParallelitĂ€ten nicht, wohl aber unverstĂ€ndliche Sprachverschwurbelungen, letztlich nichts als l'art pour l'art, Dichtung als kryptisch bedeutend daherkommender Selbstzweck, darstellend. Daher empfehle ich, einfach weiterzudichten. Denn schlimmer als vieles, das so ganz gewaltig und bedeutungsschwanger daherkommt, kann es kaum sein.

Liebe GrĂŒĂŸe W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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