Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
52 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Der Dichter
Eingestellt am 13. 03. 2010 08:32


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
JeanJeudi
Häufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2009

Werke: 11
Kommentare: 40
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um JeanJeudi eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Jeden Morgen steht er auf
ein paar Schritte - klick - und dann
endlich der Computer an
nimmt die Unart ihren Lauf

Kaffee, noch in Jogginghose
endlich wach und wieder wer
loggt sich ein mit seinem Speer
fasst das erste Blatt, das lose

schnell kopiert aus feuchtem Traum
fliesst Profanes und ganz Biedres
manchmal Dummes und auch Niedres
blitzeschnell, man glaubt es kaum

in die Feder oder Tasten
ein, zwei Zeilen oder mehr
ohne Schreiben gehts nicht mehr
kennt kein Ruhen oder Rasten

und am Ende schnauft er laut
nachgemessen, metrisch fein
einst wird es ein Kunstwerk sein
Erpelpickel auf der Haut

Massenware steht am End
jeden Tag derselbe Tritt
wehe einer jubelt mit
dann ist er im Focus/Trend

und das Joggingding es wackelt
sehr zufrieden, geistig vorn
hält die Feder wie nen Dorn
als er in die Küche dackelt

vor ihm steht das Schreckgespenst
hoch erhoben Schreibers Haupt
etwas schütter, leicht entlaubt
vor der alle Metrik glänzt

einmal, morgens, ganz allein
ranzt ihn seine Alte an
er stimmt zu im Alltagswahn
kann er wirklich Dichter sein
__________________
In dieser Welt gibt es nur zwei Tragödien. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man möchte, und die andere ist, es zu bekommen. (Oscar Wilde)

Version vom 13. 03. 2010 08:32

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
Kommentare: 1762
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um presque_rien eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

quote:
Jeden Morgen steht er auf
ein paar Schritte - klick - und dann
endlich der Computer an
Yep.
quote:
loggt sich ein mit seinem Speer
Frau muss hierzu ja langweiligerweise ihre Finger benutzen, da kommt der Penisneid wieder hoch.

Ne, aber im Ernst, nicht schlecht, aber zu lang, finde ich, und einige Stellen sind "Füller", z.B.:
quote:
ein, zwei Zeilen oder mehr
Was ist der Sinn dieser Zeile? Sie passt auch nicht zusammen mit
quote:
fliesst Profanes und ganz Biedres manchmal Dummes und auch Niedres blitzeschnell
, denn da denkt man an mehr als ein paar Zeilen.
quote:
nimmt die Unart ihren Lauf
Irgendwie fände ich hier "das Elend" besser.
quote:
fasst das erste Blatt, das lose
quote:
blitzeschnell, man glaubt es kaum
Hier ist der Reim etwas erzwungen.
quote:
einst wird es ein Kunstwerk sein
Wann genau? Es wurde doch schon nachgemessen und ist metrisch fein, also was müsste passieren, damit es ein Kunstwerk wird?
quote:
einmal, morgens, ganz allein
?

Also nur Kleinigkeiten, aber bei mir hinterlässt das Gedicht leider einen unrunden Eindruck.

Bearbeiten/Löschen    


Marlene M.
Guest
Registriert: Not Yet

Griins-der Dichter mit dem Worte-Speer in der Hand, der sich selbst und seinen Alltag gründlich auf die Schippe nimmt.
Witzig, schön geschrieben- gerne gelesen.
Tipp:
siollte es nicht heißen:
endlich deN Computer an?

GG von Marlene

Bearbeiten/Löschen    


6 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!