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Leselupe.de > Gereimtes
Der Dichter und die Muse
Eingestellt am 11. 06. 2003 11:39


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Vera-Lena
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Der Dichter und die Muse

Es war einmal ein Dichterling,
dem pl├Âtzlich die Idee ausging
und kehrt auch nicht zur├╝ck.

Der Dichter eilt im Dauerlauf,
sucht schleunigst seine Muse auf,
erkl├Ąrt ihr schwer bedr├╝ckt,

wie treulos die Gedankenbraut
sein ganzes Leben hat versaut,
zerrei├čt vor Leid sein Kleid.

Die Muse l├Ąchelt nur darauf,
mein lieber Freund, gib jetzt nicht auf,
z├Ąhl einfach auf die Zeit.

In meinem Garten siehst du hier
Ideen ├╝ppig im Spalier
zu beiden Seiten stehn.

Und l├Ąchelst du dir eine an,
dann wird sie auch mal irgendwann
ganz treulich mit dir gehn.

Der Dichter schaut sich neidvoll um,
vernimmt von Worten ein Gesumm,
die Themen ohne Zahl.

Ach, kommt zu mir, so ruft er bang,
ich f├╝hle diesen Dichterdrang,
wer’s sei, ist mir egal.

Nun wird er heftig gleich umschwirrt:
Die Liebe von der Liebe girrt,
das Leid bleibt stumm, steht starr,

des Denkens tiefste Einsicht gar
erscheint dem Dichter sonderbar.
Doch pl├Âtzlich wird es klar.

Ich nehm die Liebe , ruft er aus,
sie bringt die Treue mit nach Haus.
Hier endet meine Qual.

So schrieb er treulich Jahr um Jahr
Dreigroschenhefte wunderbar,
bekannt ist nicht die Zahl.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Inge Anna
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Der Dichter und die Muse

Liebe Vera-Lena,
Oh, da w├╝rde sich doch f├╝rwahr eine Gartenpromenade lohnen. Du hast ja den Schl├╝ssel zum T├Ârchen und so darf ich Dich bitten, ihn mir mal f├╝r ein St├╝ndchen (zu treuen H├Ąnden) zu ├╝berlassen. Vielleicht bist Du aber auch einverstanden, dass wir uns zu zweit im Ideeng├Ąrtlein umsehen.
Danke f├╝r jede dieser Zeilen und liebe Gr├╝├če von
Inge Anna
__________________
Die ├╝ber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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Vera-Lena
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geschickter

Liebe Inge Anna,

ich denke das Dichterlein hat sich da ein bi├čchen ungeschickt angestellt, ansonsten h├Ątte ihn die Muse doch gek├╝sst, und was h├Ątte er dann alles geschrieben!!!!)))
Ich denke, wenn wir beide uns da hineinschleichen, f├Ąllt uns vielleicht etwas Besseres ein, hoffentlich....

Danke f├╝r Deine Antwort!
Einen sch├Ânen Abend w├╝nsche ich Dir noch.
Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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Klopfstock
Guest
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Muse oder Muserich....

Liebe Vera-Lena,
als ich gerade Dein Gedicht hier sah, dachte ich, ein bekanntes Thema und erinnerte mich meines Gedichtes mit
fast gleichem Titel "Dichter und Muse" welches ich vor geraumer Zeit hier eingestellt hatte.
Beie sind sehr verschieden und doch wieder einander ├Ąhnlich. Mit ├Ąhnlich meine ich nicht etwa abgekupfert, nein - wie sollte es auch und warum - mit ├Ąhnlich meine ich, da├č wir beide eine gleiche Idee hatten und diese auf verschiedene Weise ausgef├╝hrt haben.
Dein Gedicht und die Art der Ausf├╝hrung gefallen mir ├╝brigens sehr, sehr gut!!!
Dein Dichter scheint ja zufrieden zu sein, denn er fand
mit den Dreigroschenheften seinen wohl guten Verdienst
Meiner verklagt die Muse, weil sie ihn falsch beraten hat -
sie empfahl ihm Ernstes und inhaltlich Tiefes zu schreiben,
daraufhin blieb sein Verdienst aus

W├╝nsche Dir, da├č Dich die Muse,
nein der Muserich immer k├╝├čt
und Dir die Ideen nie ausgehen
Ganz liebe Gr├╝├če

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Ach, ja, am Anfang

Liebe Irene,

Du hattest Dein Gedicht am 29. 10 2002 gepostet, und ich war am 14.10. in die LL gekommen. Ich habe es jetzt noch einmal gelesen, und ich erinnere mich dunkel, da├č ich es auch dalmals gelesen habe. Als ich dann all die Kommentare gelesen hatte, blieb mir der Mund offen, und ich h├Ątte niemals gewu├čt, was ich schreiben sollte. Ja, das Kommentare schreiben mu├čte ich erst lernen. Am besten gefiel mir schon damals, da├č der ├ärmste seine Auslagen zur├╝ck haben wollte.
Ich danke Dir, da├č Du mich jetzt noch einmal darauf aufmerksam gemacht hast. Nun wei├č ich wieder, wie ich mich anfangs in der LL gef├╝hlt habe. Es ist ja immer gut, wenn man in seinem Inneren Zusammenh├Ąnge aufrecht erh├Ąlt.
Da├č ├╝ber das Schreiben immer wieder geschrieben wird, wei├č ich nat├╝rlich, aber dass wir beide denselben Titel gew├Ąhlt haben und auch eine ├Ąhnliche Situation, finde ich auch bemerkenswert.

Ja,m├Âge uns beiden der Muserich gewogen bleiben, und Dein Ideengarten, ob mit oder ohne Schlangengurken, immer weiter gedeihen.

Einen am├╝santen Abend w├╝nsche ich Dir noch))))
Ganz liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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B.Wahr
???
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Musendichtungsgarten

Liebe Vera Lena,

Dein Ideen-Spalier scheint unersch├Âpflich.
Erweitert sich zu einem richtigen Lustgarten.
Da hineinschauen w├Ąr schon interessant.
Hineingeraten wohl gef├Ąhrlich.

Machst Du F├╝hrungen?

Evtl. separat f├╝r Unbemuste und Unbemooste?

Ach, w├Ąr das nett
wenn ich drei Groschen ├╝brig h├Ątt,
ich ging gleich in die Oper
und f├╝hlte mich so locker
und besser:
als Opa Mackie Messer

Niemals mehr ich unter Durchschnitt schriebe,
nein, nein - ich machte nur noch Liebe...

Surabaia Vera,
rot bl├╝ht Bilbao-Mohn..

LG
B.Wahr

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