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Leselupe.de > Gereimtes
Der Drache
Eingestellt am 22. 05. 2002 18:22


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Pennywise
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Hier noch ein geistiger Erguß meinerseits :

DER DRACHE

Die Höhle in der ein Drache schlief
War gut versteckt, im Berge tief
Damit ein Ritter, der gern' kÀmpfen wollte
Diese erst gar nicht finden sollte

So konnte er, seit hundert Jahren
Sich ein ruhiges Leben so bewahren
Es ging ihm hier immer sehr gut
BeschĂŒtzt vor dummem Heldenmut

An einem Tag, an dem er gar nicht aufsteh'n wollte
Kam es, wie es kommen sollte
Ein wackr'er Held war losgezogen
Denn zu kÀmpfen hatte er erwogen

Er suchte einen bösen Drachen,
Um den Gar aus ihm zu machen
Und stolperte, wie sollt' es anders sein
Durch die TĂŒr, in unsr'es Drachen Höhle rein

"Steh auf und kÀmpfe, Lindwurm du"
Rief er laut dem Drachen zu
Und schlug ihm mit des Schwertes Knauf
Der Drache schlug ein Auge auf

"Heute ist ein schlechter Tag,
An dem ich gar nicht kÀmpfen mag!
Steck' dein Schwert schnell in die Scheide
Und verlasse meine Bleibe!"

Doch der Ritter folgte nicht,
Schlug ihm statt dessen ins Gesicht
"Seit wann denn seid, ihr Drachen feige?
Daß du kĂ€mpfen wirst, ich dir gleich zeige!"

Er trat dem Drachen in den Bauch
Aus dessen Nase krÀuselt Rauch
Denn Tritte in den Magen,
Konnte er noch nie vertragen

Warnend sah er dann
Den Ritter, nun mit beiden Augen an
"Laß das sein, oh Rittersmann
Sonst fache ich mein Feuer an!

Lachend hob der nur sein Schild
"Also zum Kampf du nun gewillt?
Dann steh' endlich auf, du garstiges Vieh!
Einen Helden wie mich, den besiegst du nie!"

Dann hob er sein Schwert, fertig zum Schlag
Der Drache verfluchte diesen scheußlichen Tag
'Ich wollte nur schlafen, mehr wollte ich nicht!
Und nun muß ich kĂ€mpfen, mit diesem Wicht!'

Der Drache erhob sich, majestÀtisch und schön
Der Ritter wollte zum Angriff nun geh'n
Da traf ihn ein Strahl, aus Feuer und Flammen
Als ein Haufen Asche, fiel er in sich zusammen

Seufzend legte, der Drache sich nieder
Und hoffte, das passiert ihm nie wieder
Er sah noch einmal, auf den dampfenden Haufen
Und schlief wieder ein, mit einem Schnaufen

Die Höhle in der, ein Drache schlief
War noch immer versteckt, im Berge tief
Damit das so bleibt und fĂŒr immer andauert
Hat unser Drache die TĂŒr zugemauert


©2002 by Matthias Laske



Wie immer, sind Kritik und Anregungen sehr willkommen !!

__________________
Phantasie ist der Motor der Emotionen.

http://www.free.pages.at/matthias-laske

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Pinky
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Großes Lob

Ein wirklich tolles Gedicht, ich hab mich köstlich amĂŒsiert. Und dass der Drache als Sieger hervorgeht, ist genau mein Stil. Immerhin - er hat sich seine Ruhe auch verdient.
Viele GrĂŒĂŸe

Pinky

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Pennywise
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Ich danke Dir !
Das mit dem Sieg des Drachens, sehe ich genauso.Es gibt genĂŒgend Storys, in denen diese armen Geschöpfe gemeuchelt werden !

Penny
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jon
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Erster Eindruck: Story sehr nett und erfrischend, Text zunehmend holpernd und krampfend und mit etlichen störend falsch gesetzten Kommas.

Ein Wortsinn-Frage: Was ist ein Gar?
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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Pennywise
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Hallo Jon !

FĂŒr konstruktive Kritik bin ich immer zu haben !
Wenn da falsche Kommata sind (Kommas? hört sich recht holpernd an!) dann schreibe doch bitte welche es sind.
Einfach nur jammern, kann jeder.
Und falls du den Ausdruck, jemandem den gar ausmachen nicht kennst, dann belese dich mal! Ob nun groß oder klein geschrieben, der Sinn soll rĂŒberkommen.

Gruß,

Penny
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Phantasie ist der Motor der Emotionen.

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jon
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Hi, Pennywise,

offenbar hat dich mein knapper Stil brĂŒskiert. Entschuldige bitte, ich wollte nur einfach nicht lange Psalmen schreiben fĂŒr etwas, was ich (ausnahmsweise) in einem Satz mitteilen ließ. Du hast natĂŒrlich Recht: AusfĂŒhrlicher ist immer hilfreicher.

Also noch mal in Langversion: Beim Lesen bin ich sehr schnell aus dem Rhythmus gekommen, was mich von der Story ablenkte.
**Zum ersten Mal passiert das ganz deutlich bei "Heute ist ein schlechter Tag,..": Alle bisherigen Strophen begannen quasi mit einem Auftakt, hier liegt die Betonung plötzlich auf der ersten Silbe.
**Oder:
     Er trat dem Drachen in den Bauch
     Aus dessen Nase krĂ€uselt Rauch
HIER METRIK-BRUCH!
     Denn Tritte in den Magen,
     Konnte er noch nie vertragen

     Warnend sah er dann
     Den Ritter, nun mit beiden Augen an
     "Laß das sein, oh Rittersmann
     Sonst fache ich mein Feuer an!

     Lachend hob der nur sein Schild
     "Also zum Kampf du nun gewillt?
     Dann steh' endlich auf, du garstiges Vieh!
     Einen Helden wie mich, den besiegst du nie!"

hier wird die Metrik mitten in der Stropeh gebrochen, es folgt eine Strophe im "fremden" Rhythmus und dann schleichst du dich wieder zum alten Rhythmus zurĂŒck.
Das Hauptproblem dabei: Beide Rhythmen sind sehr zwingend – dadurch fĂ€llt die Verwurstelung so stark auf. Man kann natĂŒrlich den Rhtyhmus so brechen, aber dann aus inhaltlichen GrĂŒnden und die sehe ich hier nicht.

Was ich mit krampfend meine, ist der Effekt, der immer auftritt, wenn man bei Gedichten die Sprache in die Form presst, statt sie „nur“ einzupassen.
Beispiele:
*Zweite Strophe, erste zwei Zeilen: zweimal „so“ mit haargenau gleichem Sinn.
* Strophe 5: zweimal schlug
*„Daß du kĂ€mpfen wirst, ich dir gleich zeige!" und „Also zum Kampf du nun gewillt?...“ – deutlich im Dienste des Reims verbogene SĂ€tze
*„...Denn Tritte in den Magen, / Konnte er noch nie vertragen...“ ist eine (entschuldige das harte Wort!) Affektiertheit, die zu nichts weiter gut ist, als die Strophe zu fĂŒllen.
*„Der Drache erhob sich, majestĂ€tisch und schön...“ finde ich ganz und gar unpassend zum restlichen Sprachstil. Auch wenn es stimmt : Bisher sind die beiden so farbig und glaubwĂŒrdig als Charaktere GEZEIGT worden und nun so eine platte MITTEILUNG - schade schade schade! Außerdem dient dieses „majestĂ€tisch und schön" – so empfand ich es zumindest – nur fĂŒr dem Reim. (Aber diese Passage kann ich am ehesten, so wie sie ist, akzeptieren.)

Gar/gar/Garaus
Ich kenne den Begriff durchaus und ich habe – man will ja nichts Falsches sagen – sogar im Duden nachgeschaut. Und der gab mir Recht: Es heißt: „jemandem den Garaus machen“ und nicht "jemandem den Gar/gar ausmachen“ oder gar „den Gar aus jemandem machen".

Die falschen Kommas/Kommata (ganz nach Belieben verwendbar - siehe Duden) markier ich dir gern. Und wenn ich ohnehin durchgehe, setz ich mal gleich noch Punkte und anderere Satzzeichen. (Man kann natĂŒrlich beschließen, keine Punkte zu setzen, hab ich nichts dagegen. Nur die ZU-VIEL-Kommas störten mich tatsĂ€chlich.)

DER DRACHE

Die Höhle (KOMMA) in der ein Drache schlief (HIER KOMMA)
War gut versteckt, im Berge tief (KOMMA)
Damit ein Ritter, der gern' kÀmpfen wollte (KOMMA)
Diese erst gar nicht finden sollte (PUNKT)

So konnte er, (ENTWEDER IST DIES ZU VIEL oder....) seit hundert Jahren (...KOMMA)
Sich ein ruhiges Leben so bewahren (PUNKT)
Es ging ihm hier immer sehr gut
BeschĂŒtzt vor dummem Heldenmut

An einem Tag, an dem er gar nicht aufsteh'n wollte (KOMMA)
Kam es, wie es kommen sollte (KOMMA/PUNKT/DOPPELPUNKT o.Ä.)
Ein wackr'er Held war losgezogen (KOMMA)
Denn zu kÀmpfen hatte er erwogen

Er suchte einen bösen Drachen,
Um den Gar aus ihm zu machen (KOMMA)
Und stolperte, wie sollt' es anders sein (KOMMA)
Durch die TĂŒr, (KOMMA ZU VIEL) in unsr'es Drachen Höhle rein (PUNKT)

"Steh auf und kÀmpfe, Lindwurm du" (KOMMA)
Rief er laut dem Drachen zu
Und schlug ihm mit des Schwertes Knauf (PUNKT/KOMMA)
Der Drache schlug ein Auge auf (PUNKT)

"Heute ist ein schlechter Tag,
An dem ich gar nicht kÀmpfen mag!
Steck' dein Schwert schnell in die Scheide
Und verlasse meine Bleibe!"

Doch der Ritter folgte nicht,
Schlug ihm statt dessen ins Gesicht (PUNKT/KOMMA/DOPPELPUNKT)
"Seit wann denn seid, (KOMMA ZU VIEL)ihr Drachen feige?
Daß du kĂ€mpfen wirst, ich dir gleich zeige!"

Er trat dem Drachen in den Bauch (KOMMA)
Aus dessen Nase krÀuselt Rauch (KOMMA)
Denn Tritte in den Magen, (KOMMA ZU VIEL)
Konnte er noch nie vertragen

Warnend sah er dann
Den Ritter, (ENTWEDER IST DAS KOMMA ZU VIEL oder...)nun mit beiden Augen (...oder HIER FEHLT EINS) an
"Laß das sein, oh Rittersmann (KOMMA)
Sonst fache ich mein Feuer an! (AUSFÜHRUNGSZEICHEN)

Lachend hob der nur sein Schild (PUNKT, DOPPELPUNKT)
"Also zum Kampf du nun gewillt?
Dann steh' endlich auf, du garstiges Vieh!
Einen Helden wie mich, den besiegst du nie!"

Dann hob er sein Schwert, fertig zum Schlag
Der Drache verfluchte diesen scheußlichen Tag (PUNKT / DOPPELPUNKT)
'Ich wollte nur schlafen, mehr wollte ich nicht!
Und nun muß ich kĂ€mpfen, mit diesem Wicht!'

Der Drache erhob sich, majestÀtisch und schön (PUNKT)
Der Ritter wollte zum Angriff nun geh'n (PUNKT / KOMMA)
Da traf ihn ein Strahl, aus Feuer und Flammen (PUNKT/KOMMA)
Als ein Haufen Asche, (KOMMA ZU VIEL) fiel er in sich zusammen

Seufzend legte, (KOMMA ZU VIEL) der Drache sich nieder
Und hoffte, das passiert ihm nie wieder (PUNKT)
Er sah noch einmal, (KOMMA ZU VIEL) auf den dampfenden Haufen
Und schlief wieder ein, mit einem Schnaufen

Die Höhle in der, (KOMMA ZU VIEL) ein Drache schlief (KOMMA)
War noch immer versteckt, im Berge tief (PUNKT)
Damit das so bleibt und fĂŒr immer andauert (KOMMA)
Hat unser Drache die TĂŒr zugemauert


So viel dazu...
Ich hoffe, diese ausfĂŒhrlichere Kritik ist brauchbarer fĂŒr dich.

__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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