Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
87 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Der Drang zum Reden
Eingestellt am 12. 06. 2002 21:40


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
kolchose
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 6
Kommentare: 5
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo zusammen,

ist sowas zumutbar oder schĂŒttelt es Euch beim Lesen?
Danke fĂŒr die Kommentare!

GrĂŒĂŸe,
Holger

Der Drang zum Reden
oder
wie schaffe ich es fremde Meinung zu transportieren


Es darf nicht sein, nein jetzt noch nicht.
Der Satz ist aus, die Stille bricht
gar unvermittelt hier herein
das kann doch nicht schon alles sein?
Genug der Worte, jetzt folgen Taten
WAS, keiner da? Dann muß ich doch was sagen!
So geht er weiter ohne Atem,
Wort fĂŒr Wort - jetzt nicht verzagen
ein Bandwurm wenn man Wörter zÀhlt
doch Inhalt ist, was ganz arg fehlt.

Wo nimmt der Mensch die Worte her,
so viele Flosskeln - inhaltsleer.
Und fÀllt es schwer sie zu vermeiden,
die Wiederholung, Worte die sich oftmals gleichen,
wird hÀufiger und tritt zu Tag'
- jetzt aber schnell, sonst wird es fad'.
Bau Denken auf - und ist's nicht Dein,
egal, jetzt muß es in den Satz mit rein.
Wie war das noch was sie da sagte,
zu dem Typ der sich beklagte,
gestern dort in dieser Show,
mein Gott was waren sie alle froh.
Es war so griffig formuliert
wie mit dem Laser modelliert.

Oh wenn ich's doch nur fÀnd in meinem Hirn
ich könnt' sie an der Nas' lang fĂŒhrn.
Jetzt hab ich sie, der Worte Glanz
und ehrlich, ich empfands
schon nicht mehr angenehm die Zeit
die ich grad' brauchte - eine Ewigkeit.

Bestimmt ist's niemand aufgefallen
ich hÀng die Worte hinten dran,
fang nicht nochmal von Anfang an,
oje ich hörs, so gut war's nicht,
nicht das mir jetzt der Satz zerbricht.

Nun gut, es war wohl nicht der eine Guß,
der kenntlich macht den geistigen Genuß
beim Sagen eines eigenen Gedanken
egal - man wird es mir auch so noch danken.


__________________
So ist der Mensch nur auf der Suche nach der StĂ€rke, LĂŒge blinden Wahn und der OberflĂ€chlichkeit.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Rainbow Warrior
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2001

Werke: 27
Kommentare: 213
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rainbow Warrior eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo kolchose,

keineswegs fĂŒhl ich mich geschĂŒttelt, mich erinnert das ganze aber ein bisschen an slam poetry und die wirkt live vorgetragen nunmal am besten...

nun ja, also hab ich mir die performance dazu gedacht und kann nur sagen, dass ich schon sehr viel schlechteres gehört habe. (das heißt nicht, dass es schlecht ist, soll nur ausdrĂŒcken, dass ich der slam poetry gegenĂŒber skeptisch bin - hab schon negative erfahrungen damit gemacht.)

lg
rw
__________________
eyes of fire in a world of ice

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!