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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Eichhörnchen-Kindergarten
Eingestellt am 21. 07. 2004 11:04


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Wendy
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Waghalsig toben Wuschel und Puschel in der Baumkrone herum. Frau Eichhorn bleibt vor Angst fast das Herz stehen. „Tjuk, tjuk, tjuk“, ruft sie und trommelt dabei mit ihren Vorderpfoten gegen den Baumstamm. „Genug jetzt Kinder, heute ist euer erster Eichhörnchen-Kindergartentag, kommt vom Baum herunter und setzt euch zu uns auf die Wiese – wir wollen anfangen.“ Zur Begrüßung schenkt sie jedem Eichhörnchen eine Haselnuss.
Kuschel mag die Kindergärtnerin und setzt sich ganz dicht zu ihr. Er will alles über Eichhörnchen lernen und nicht so wild herumtollen wie seine Brüder.
„Hat denn jemand eine Frage?“, will Frau Eichhorn von ihren Schützlingen wissen.
Die rothaarige Wally meldet sich: „Wachsen wir Eichhörnchen auf dem Baum oder woher kommen wir?“
Frau Eichhorn schüttelt ihren Kopf und streichelt sich mit ihren Fingern über ihr weißes Brustfell. „Nein, Wally, eure Mutti hat euch ausgetragen, ihr seid ganz winzig, nackt und blind in einem kuscheligen warmen Nest zur Welt gekommen.“
„Genau – und dann haben wir ganz viele Nüsse gegessen, das weiß ich noch ganz genau, denn ich habe meiner Mutter immer die Vorräte stibitzt“, sagt Wuschel etwas Vorlaut.
Kuschel sieht Frau Eichhorn etwas verlegen an: „Ich glaube unsere Mutter hat uns gestillt und erst später, als wir drei Monate alt waren, konnten wir Nüsse knabbern.“
„Du hast gut aufgepasst, Kuschel, zur Belohnung bekommst du ein paar Beeren von mir geschenkt.“
Wuschel zieht Puschel an seinem roten buschigen Schwanz: „Autsch - lass´ das, das tut doch weh. Soll ich Mal bei dir ziehen, damit du siehst wie schlimm das ist?“, schimpft Puschel mit seinem übermütigem Bruder.
„Wer weiß denn, warum eure buschigen Schwänze so lang sind?“, versucht Frau Eichhorn die Kinder abzulenken.
Naseweiß antwortet Wuschel: „Damit ich Puschel besser daran ziehen kann!“
Jetzt muss auch Frau Eichhorn über die Jungen lachen. „Nein, euer Schwanz dient als Ruder, ihr könnt euren weiten Sprung damit viel besser steuern und landet genau dort wo ihr hin wollt.“
Puschel und Wuschel jagen sich schon wieder. „Also gut ihr Zwei“, sagt die Kindergärtnerin, „zeigt uns bitte Mal wie ein richtiges Eichhörnchen läuft.“
Übermütig tollen die Beiden über die Wiese und schlagen Purzelbäume. „Nein, nein, doch nicht so. Setzt euch bitte wieder hin Kinder – ich mache es euch vor!“
Frau Eichhorn läuft ein paar Schrittchen auf allen vieren und richtet sich auf, sie tut so, als ob sie nach Gefahr Ausschau hält, dann rennt sie wieder ein kleines Stück, hält erneut an und guckt sich nach allen Seiten um.
„Und, wozu soll das gut sein?“, fragt Wuschel trotzig, „ich kann so schnell rennen wie ich will.“
„Wenn ihr euch umdreht, dann beobachtet ihr kurz die Umgebung“, versucht Frau Eichhorn zu erklären. „Solltet ihr wirklich in Not geraten, dann könntet ihr euch noch rechtzeitig verstecken. So wie Wuschel durch die Gegend saust, merkt er überhaupt nicht, wenn ein Greifvogel über ihm kreist und ihm ans Fell will.“
„Siehst du, Wuschel, das hat uns die Mutter auch schon erklärt“, antwortet Puschel und dreht sich beim Laufen etwas ängstlich um.
Frau Eichhorn rennt rüber zum Baum und winkt die Kleinen zu sich. „Vorhin habe ich lauter leckere Sachen versteckt. Wo würde ein Eichhörnchen zuerst suchen - was meint ihr wohl?“
Neugierig flitzen Wuschel und Hazel den Baumstamm hoch. Hazel ruft zuerst: „Ich habe ein Nest mit Beeren in der Astgabel gefunden!“ Gleich darauf meldet sich Wuschel: „Oh, wie lecker - ich habe Samen in der Baumhöhle entdeckt, darf ich die futtern?“
Kuschel bleibt lieber in der Nähe von Frau Eichhorn und sucht die Baumwurzeln ab. Stolz hält er ein paar Haselnüsse in seinen roten Händchen, auch Puschel ist im Erdloch fündig geworden und knabbert zufrieden an seinen Wallnüssen. Mit vollem Mäulchen fragt er: „Frau Eichhorn, ist es schlimm, wenn ich vergesse wo ich meinen Vorrat eingebuddelt habe?“
„Aber nein, Puschel, mit etwas Glück keimt der Samen in der Erde nächstes Jahr und ein neues Bäumchen oder ein kleiner Haselnussstrauch wächst an dieser Stelle. Jetzt ist es aber Zeit für euren Mittagsschlaf - eure Muttis warten schon hinter der Hecke auf euch. Bis Morgen, Kinder!“



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hera
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Liebe Wendy,

ich hatte viel Freude beim Lesen deiner Geschichte. Aber – sie ist mir zu kurz. Den ersten Kindergartentag stelle ich mir ganz anders vor. Da gibt es doch so viel Neues zu erleben. Die Eichhörnchenkinder lernen sich kennen. Gibt es vielleicht einen extra Kindergarten-Baum?
„Wachsen Eichhörnchen auf dem Baum oder woher kommen wir?“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die erste Frage sein soll, die ein Eichhörnchenkind im Kindergarten stellt. Sicher wird erst mal der Tagesablauf besprochen usw. Hier würde ich dann geschickter überleiten.
Ich hatte auch den Eindruck, in deiner Geschichte vergeht höchstens eine Stunde und nicht ein ganzer Vormittag.
Ich würde mich freuen, wenn du die Geschichte mit viel mehr Phantasie ausbauen würdest.

Viele Grüße, hera

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flammarion
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Der Eichhörnchen-Kindergarten

Waghalsig toben Wuschel und Puschel in der Baumkrone herum. Frau Eichhorn bleibt vor Angst fast das Herz stehen. „Tjuk, tjuk, tjuk“, ruft sie und trommelt dabei mit ihren Vorderpfoten gegen den Baumstamm. „Genug jetzt Kinder, heute ist euer erster Eichhörnchen-Kindergartentag, kommt vom Baum herunter und setzt euch zu uns auf die Wiese – wir wollen anfangen.“ Zur Begrüßung schenkt sie jedem Eichhörnchen eine Haselnuss.
Kuschel mag die Kindergärtnerin und setzt sich ganz dicht zu ihr. Er will alles über Eichhörnchen lernen und nicht so wild herumtollen wie seine Brüder.
„Hat denn jemand eine Frage?“, will Frau Eichhorn von ihren Schützlingen wissen.
Die rothaarige Wally meldet sich: „Wachsen wir Eichhörnchen auf dem Baum oder woher kommen wir?“
Frau Eichhorn schüttelt ihren Kopf und streichelt sich mit ihren Fingern über ihr weißes Brustfell. „Nein, Wally, eure Mutti hat euch ausgetragen, ihr seid ganz winzig, nackt und blind in einem kuscheligen warmen Nest zur Welt gekommen.“
„Genau – und dann haben wir ganz viele Nüsse gegessen, das weiß ich noch ganz genau, denn ich habe meiner Mutter immer die Vorräte stibitzt“, sagt Wuschel etwas Vorlaut (vorlaut).
Kuschel sieht Frau Eichhorn etwas verlegen an: „Ich glaube(Komma) unsere Mutter hat uns gestillt und erst später, als wir drei Monate alt waren, konnten wir Nüsse knabbern.“
„Du hast gut aufgepasst, Kuschel, zur Belohnung bekommst du ein paar Beeren von mir geschenkt.“
Wuschel zieht Puschel an seinem roten buschigen Schwanz: „Autsch - lass´ das, das tut doch weh. Soll ich Mal bei dir ziehen, damit du siehst(Komma) wie schlimm das ist?“, schimpft Puschel mit seinem übermütigem (übermütigen) Bruder.
„Wer weiß denn, warum eure buschigen Schwänze so lang sind?“, versucht Frau Eichhorn die Kinder abzulenken.
Naseweiß antwortet Wuschel: „Damit ich Puschel besser daran ziehen kann!“
Jetzt muss auch Frau Eichhorn über die Jungen lachen. „Nein, euer Schwanz dient als Ruder, ihr könnt euren weiten Sprung damit viel besser steuern und landet genau dort(Komma) wo ihr hin wollt.“
Puschel und Wuschel jagen sich schon wieder. „Also gut(Komma) ihr Zwei“, sagt die Kindergärtnerin, „zeigt uns bitte Mal(Komma) wie ein richtiges Eichhörnchen läuft.“
Übermütig tollen die Beiden über die Wiese und schlagen Purzelbäume. „Nein, nein, doch nicht so. Setzt euch bitte wieder hin(Komma) Kinder – ich mache es euch vor!“
Frau Eichhorn läuft ein paar Schrittchen auf allen vieren (Vieren) und richtet sich auf, sie tut so, als ob sie nach Gefahr Ausschau hält, dann rennt sie wieder ein kleines Stück, hält erneut an und guckt sich nach allen Seiten um.
„Und, wozu soll das gut sein?“, fragt Wuschel trotzig, „ ich (Ich) kann so schnell rennen(Komma) wie ich will.“
„Wenn ihr euch umdreht, dann beobachtet ihr kurz die Umgebung“, versucht Frau Eichhorn zu erklären. „Solltet ihr wirklich in Not geraten, dann könntet ihr euch noch rechtzeitig verstecken. So wie Wuschel durch die Gegend saust, merkt er überhaupt nicht, wenn ein Greifvogel über ihm kreist und ihm ans Fell will.“
„Siehst du, Wuschel, das hat uns die Mutter auch schon erklärt“, antwortet Puschel und dreht sich beim Laufen etwas ängstlich um.
Frau Eichhorn rennt rüber zum Baum und winkt die Kleinen zu sich. „Vorhin habe ich lauter leckere Sachen versteckt. Wo würde ein Eichhörnchen zuerst suchen - was meint ihr wohl?“
Neugierig flitzen Wuschel und Hazel den Baumstamm hoch. Hazel ruft zuerst: „Ich habe ein Nest mit Beeren in der Astgabel gefunden!“ Gleich darauf meldet sich Wuschel: „Oh, wie lecker - ich habe Samen in der Baumhöhle entdeckt, darf ich die futtern?“
Kuschel bleibt lieber in der Nähe von Frau Eichhorn und sucht die Baumwurzeln ab. Stolz hält er ein paar Haselnüsse in seinen roten Händchen, auch Puschel ist im Erdloch fündig geworden und knabbert zufrieden an seinen Wallnüssen (bin mir nicht sicher, ob nach der neuen Rechtschreibung die Walnüsse mit zwei l geschrieben werden). Mit vollem Mäulchen fragt er: „Frau Eichhorn, ist es schlimm, wenn ich vergesse wo(Komma) ich meinen Vorrat eingebuddelt habe?“
„Aber nein, Puschel, mit etwas Glück keimt der Samen in der Erde nächstes Jahr und ein neues Bäumchen oder ein kleiner Haselnussstrauch wächst an dieser Stelle. Jetzt ist es aber Zeit für euren Mittagsschlaf - eure Muttis warten schon hinter der Hecke auf euch. Bis Morgen, Kinder!“

von mir aus könnte die Geschichte noch 7 Seiten länger sein. Liest sich gut, ist gut erzählt ohne erhobenen Zeigefinger.
Ganz lieb grüßt


__________________
Old Icke

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