Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
319 Gäste und 8 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Elefantenrüsselfischschwarm
Eingestellt am 26. 05. 2002 16:39


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Hanna
Hobbydichter
Registriert: May 2002

Werke: 3
Kommentare: 4
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ein junger Mandalischer Elefantenrüsselfisch lebte im Manda-See. Nein! Es war damals ganz anders. Im Manda-See lebte ein gewaltiger Elefantenrüsselfisch-Schwarm. Wo der Manda-See liegt? Natürlich in Mandalien, sonst hieße der Mandalische Elefantenrüsselfisch vielleicht Bayrischer Elefantenrüsselfisch und lebte im Chiemsee.

Die Fische waren klug. So klug, dass sie sich in Höhlen verbargen, wenn sie an der Wasseroberfläche Bootsrümpfe bemerkten.
Sie mochten sich nicht fangen lassen, um dann im Restaurant als Stäbchen herum zu liegen. Nein, darauf hatten sie keine Lust. Damals wusste also niemand, wie diese Lebewesen aussahen. Keiner hatte eine Ahnung, dass sie überhaupt existierten.

Sie liebten Spiele so sehr. Mit ihren Rüsseln saugten sie eimerweise Wasser an und bespritzten sich gegenseitig. Es fanden viele Wasserschlachten statt und dabei wurden die Teilnehmer patschnass.

Eines Nachmittags bemerkten einige Fische schwimmende Kinder an der Wasseroberfläche.
Der junge Mandalische Elefantenrüsselfisch schlug vor, die Kinder nass zu spritzen. Es sollte endlich einmal jemand auf sie aufmerksam werden. Das gelang natürlich nicht, weil Menschen Elefantenrüsselfisch-Wasser nicht von Manda-See-Wasser unterscheiden können.
Ein anderer Fisch hatte die Idee, alle, die mit gelben Badehosen schwammen am Bauch zu kitzeln.
Gesagt, getan: Zuerst gab es ein Gekreische, aber die Kinder fanden schnell heraus, wer gekitzelt wurde und wer nicht. Also zogen nur noch wenige gelbe Badeanzüge an.

Nach einer Woche, das Kitzeln war schon langweilig geworden, schob ein großer kräftiger Fisch ein Mädchen von unten langsam in die Luft. Er ließ es über der Wasserfläche kurz zappeln und warf es in einem hohen Bogen ins Wasser.
Alle wollten wieder gelbe Badehosen anziehen.
Die Fische veranstalteten Wettbewerbe in Balancieren und Weitwurf.

Die Erwachsenen standen zuerst mit Ferngläsern am Ufer und stürzten sich dann mutig mit gelben Badehosen ins Wasser. Aber bei ihnen funktionierte der Spaß nicht. Sie waren zu schwer oder die Fische nicht kräftig genug. Und wenn Boote in der Nähe warteten, fielen die Spiele ins Wasser. Mandalische Elefantenrüsselfische liegen nun mal nicht gern auf Tellern herum.

Eines Tages änderten ehrgeizige Fischer ihre Fangmethode: Sie schütteten Gift ins Wasser und warteten, bis die toten Tiere an der Wassereroberfläche trieben um sie dann einzusammeln. Elefantenrüsselfisch-Stäbchen mit Couscous und Kokosnuss-Soße: Die Gäste verschluckten sich daran und fielen tot vom Stuhl. Danach benutzten die Fischer wieder Netze und Angeln.

Wir wissen noch nicht, ob ein paar Mandalische Elefantenrüsselfische überlebt haben. Aber eines ist sicher: Der Spaß mit den Menschen ist ihnen vergangen. Der Trick mit der gelben Badehose funktioniert nicht mehr.



Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


hera
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: May 2001

Werke: 20
Kommentare: 666
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hera eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Hanna!

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kinder schon beim Lesen der Überschrift ihren Spaß haben.
Die Idee zur Geschichte ist gut. Kinder mögen solche seltsamen, geheimnisvollen Phantasietiere.
Ich dachte, dass die Geschichte bestimmt gut ausgeht. Warum hast du so ein trauriges Ende gewählt?

Tschüssie, hera

Bearbeiten/Löschen    


Hanna
Hobbydichter
Registriert: May 2002

Werke: 3
Kommentare: 4
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Hera,
Kinder (und erwachsene Kinder) haben keinen Anspruch auf ein Happy End. Sie erleben täglich das Gegenteil. Andererseits ist ein Happy End in der Geschichte natürlich gut zum Einschlafen, wenn die Sache mit der seltsamen Fangmethode (1999 irgendwo in Afrika) nicht dazwischen gekommen wäre... aber es ist nun mal passiert und deshalb so in diese Geschichte geraten.
Grüße von Hanna

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!