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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Faun
Eingestellt am 16. 10. 2010 20:23


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Pejotre
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2010

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DER FAUN

Dieser Ort besaĂź Magie. Rita hatte es sofort gespĂĽrt, als sie sich zum ersten mal beim Wandern hier niederlieĂź.
Die knorrigen Eichen, der schroffe, moosige Fels. Und erst der tosende Wasserfall, der Myriaden winzigster Tröpfchen aufwirbelte, die unter dem grünen Blätterdach die herrlichsten Regenbogen in die Luft zeichneten, bevor sie mit dem reißenden Strom in den eisigen Waldsee stürzten. Der Eindruck verströmte einfach gewaltige Zaubermacht.
Rita hatte schon immer einen Drang zu allem Magischen. Ihre Freunde nannten sie darum auch gutmütig „Die Kleine Hexe“. Und so ganz Unrecht hatten sie damit auch nicht. Die zierliche Blondine verstand sich meisterlich auf das Mischen geheimer Tränke; war sie doch angehende Apothekerin. Sie trieb sich in der Freizeit gern im Wald herum, um Kräuter zu sammeln und ihren Träumen nachzuhängen.
Erst seit kurzem wohnte sie in Waldkirchen; einem kleinen Kaff am Hinterteil der Welt, wo sie ihr Anerkennungsjahr absolvierte. Hier war kaum etwas los. Anfangs sehnte sie sich nichts mehr herbei, als dass dieses Jahr endlich verrinnen möge, und sie zurück in die Stadt, heim zu Freunden, Kneipen und Disco kommen würde. Doch als sie das erste Mal in diesem eisigen Waldsee gebadet hatte, nahm sie dieser Ort auf seltsame Weise gefangen.
Es war Mitte April. Die Bäume standen noch in grünen Knospen, und auch ihre eigenen Knospen zogen sich schon erschreckt zusammen, als sie nur den wärmenden Pulli abstreifte, um sich zu dieser selbst auferlegten Mutprobe zu überwinden. Oder war vielleicht doch auch ein wenig Erregung mit im Spiel?
Aber warum? Hier war doch niemand, außer ihr und den mächtigen Eichen. Auch wenn nicht auszuschließen war, dass die kleinen, lüsternen Waldgeister ihre nackte Schönheit bewundern könnten. Denn eine Schönheit war unsere geschmeidige Elfe ohne Zweifel. Das bestätigte schon der Wasserspiegel, der in gewellter Aufregung das schlanke Ebenmaß ihrer langen Beine wiedergab. Selbst Neptun währe errötet, wäre er in diesem Augenblick auf dem Seegrund erwacht. Denn vorsichtig zierend, prüfte ihr zierlicher Fuß die Temperatur des Wassers.
Ritas rosiges Wonnetörchen verschloß sich protestierend ob der drohenden Kälte. Der flache Bauch pumpte aufgeregt. Funkelnd brach sich das Licht in ihrem geschmückten Bauchnabel, der von kunstvoll tätowierten Rankenblättern eingefaßt war. Ähnlich bezaubernd, wie das bunte Fabelwesen, das an Ritas Wade herauf zu klettern schien.
Und wie süß die kleinen, formvollendeten Brüste hüpften, als sie endlich schaudernd ins Wasser tippelte. Rund und geschmeidig, zuckten des Mädchens feste Hinterbacken. Sie hatte den Eindruck, dass Neptuns kalte Finger sie zwickten. Doch ihre wasserblauen Augen funkelten stolz, als sie sich endlich überwand, vollends in die kalte Flut zu tauchen. Beinahe glaubte unsere Heldin, das pochende Herz wolle ihr aus der Brust hüpfen. Doch mit kurzen, kühnen Zügen durchquerte sie schließlich den schattigen See.
Ihre Muskeln schmerzten vor Kälte, als sie das gegenüberliegende Ufer erreiche. Doch ihr breiter Mund lächelte stolz auf jenen Weier hinab, welchen sie gerade so mutig überwunden hatte. Er hatte sie auf eine ganz besondere Weise erfrischt.
Auch wenn sie jetzt zitternd im welken Laub lag; Rita fühlte sich wundersam mit den Elementen vereint. Sie war sich ihres Körpers noch nie so bewußt, wie in diesem Augenblick. Tief gruben sich ihre langen Finger in den fruchtbaren Uferschlamm. Zuerst durchwühlte sie ihn nur fahrig, wie das Haar eines Geliebten. Doch dann verteilte sie ihn, einem spontanen, inneren Impuls folgend, über den ganzen Körper.
Rita war es plötzlich, als hätte sie ein geheimes Feuer ergriffen, das es unbedingt zu kühlen galt...
Katzenhaft richtete sie sich auf, um ihr Ebenbild im Wasserspiegel prüfen. Wieder war da jenes breite Grinsen. Denn natürlich konnte sie sich in diesem Augenblick nicht für ganz voll nehmen. Gewiß, es war Sonntag, und auch noch früh am Morgen. Es war sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass sich noch ein zweiter Frühaufsteher im Wald herumtrieb. Doch dieser kleine Nervenkitzel erregte unsere stupsnasige Blondine so heftig, dass der urweltliche Schlamm, von innerer Hitze bereits dampfend, schon an gewissen Stellen zu trocknen begann. Derart irden gewandet, machte sie sich barfuß auf den Weg, um zu ihren wärmenden Kleidern zu gelangen. Nicht auszudenken, wenn sie jemand vor ihr finden würde. Denn sie hingen weithin sichtbar im Geäst.
„Um eine weitere, eisige Dusche werde ich wohl kaum herum kommen“, ging es dem lustigen Hexlein durch den Kopf. Aber der Wasserfall sang so ein einladendes Lied, dass sie seine Kälte kaum noch fürchtete...
Rita hatte sich gerade trocken gerieben, als sie durch den Vorhang ihrer feuchten Locken jenen Ziegenbock entdeckte, der sich da mit groĂźem Appetit an ihren Kleidern zu schaffen machte. Laut schimpfend versuchte sie, das kecke Tier mit wedelnden Armen zu vertreiben. Das aber, knabberte seelenruhig an ihrem langen Lieblingspully. Der teure Seidenslip war schon nicht mehr am Platze. Die Jeans mit samt den AutoschlĂĽsseln, lagen unter den achtlosen Hufen.
Ohne auch nur einen Augenblick an die gefährlichen Hörner zu denken, stürmte Rita voran. Mutig wollte sie den Räuber vertreiben. Der aber, gab sich völlig unbeeindruckt. Er wich knapp einen Schritt zurück, und grinste die rasende Rita geradezu an.
Errötend preßte die nun ihren zurückeroberten Pulli vor den nackten Leib. Was war nur mit dem Bock geschehen? Sie hatte eigentlich keine Angst, konnte aber kaum fassen, was sie jetzt aus der Nähe sah.
Befand sie sich hier in einem ihrer bizarren Tagträume? Vor ihr stand nicht etwa ein Ziegerich, sondern ein leibhaftiger Faun. Noch dazu einer, der ihren roten Seidenslip wie eine Krawatte um den Hals trug.
Unwillkürlich mußte sie lachen; was den Faun vollkommen aus der Fassung brachte. Scheu versuchte der nun, seine augenscheinliche Bewunderung mit den Händen zu verbergen. Denn die stand ihm unübersehbar zwischen die haarigen Beine geschrieben.
„Da steht es nun also eins zu eins“, spaßte die Blonde plötzlich völlig unbefangen, während sie sich den langen Pulli über die Nacktheit streifte. „Ich zeige dir meines, du zeigst mir deines. Ich hätte nie geglaubt, einmal einem schüchternen Faun zu begegnen. Genau genommen dachte ich bisher, so etwas wie dich, gibt es nur im Märchen.“
„Doch erzähle mir, wie bist du zu diesem böckischen Leib gekommen? Ich muß gestehen, ein Mann mit vier Hufen sieht in meinen Augen recht seltsam aus. Wenngleich du auch eine animalische Seite in mir anschlägst, die ich bisher nicht kannte.“




„Wenn du ein Stück auf mir reiten willst, will ich dir gern meine Geschichte erzählen“, erbot sich der Faun darauf zweideutig schmunzelnd.
Rita fand dieses Angebot anfänglich ziemlich unanständig; zumal sie keine Hosen trug. Denn die Jeans waren völlig ruiniert. Doch irgendwie erregte sie die Vorstellung, ihre nackten Schenkel um diesen starken, zottigen Leib zu schlingen. Und der Oberkörper des Zauberwesens gehörte offensichtlich einst zu einem kräftigen, schönen Mann.
Rita bewunderte die breiten, muskulösen Schultern. Sie schwärmte für die wuchtige, haarige Brust, und die kühnen Gesichtszüge, die unter einem buschigen Bart hervorstachen. Einzig der rote Slip um seinen Hals, gab ihm eine lächerliche Note. Doch hatte sie dadurch wenigstens ein Zaumzeug, mit dem sie ihn notfalls zähmen konnte.
„Also gut, ich will deine Geschichte hören“, beschloß Rita, und war auch schon aufgesessen. Wohlig schmiegte sie sich an die breiten Schultern. Ihre rosigen Brustknospen wurden steinhart, und bahnten sich ihren Weg durch die zerkaute Wolle. Er fühlte sich wirklich nicht schlecht an...
...Mit tiefer Baßstimme (die Schwingungen kitzelten sie bis in den geschmückten Bauchnabel), begann der Faun zu erzählen. . . . .

...„Ich war, bei Gott, nicht immer ein Faun. Einst streifte ich als stolzer, schöner Räuber durch die Wälder. Ich enthob manch reichen Handelsmann, der drückenden Last seines schweren Goldes. Eines Nachts jedoch, beging ich den schlimmsten Fehler meiner Laufbahn. Ich bestahl eine badende Elfe, genau an dieser Stelle, vor vielen hundert Jahren…
Der Vollmond stand in jener verhängnisvollen Stunde hoch am Himmel. Er tauchte den See in magisches Licht. Eiskristalle glitzerten im jungen Grün. Denn der Frühling schickte sich eben erst an, den Winter zu vertreiben. Und so klar wie diese Eiskristalle, lag auch ein überirdischer Gesang über der Lichtung. Ich zügelte mein Pferd, um seinen Ursprung zu ergründen.
Eigentlich hatte ich schon reiche Beute gemacht, und hätte ruhig nachhause reiten können. Doch ein Räuber bleibt eben ein Räuber. Als ich dieses wertvolle, magische Gewandt in den Ästen glitzern sah, mußte ich einfach zugreifen. Es funkelte, als sei es von tausend Edelsteinen durchzogen, die auf feinstem Spinnenfaden aufgereiht waren. Fasziniert griff ich nach dem kostbaren Gewebe.
Doch als sich meine Hand darum schloß, erstarb auch der Zaubergesang, dass die plötzliche Stille mich wie ein Peitschenhieb traf. Das Rauhreif rieselte aus den Bäumen, so heftig wog der Schlag. Am Ufer schäumte es plötzlich, als hätte sich der Weiher in einen siedenden Hexenkessel verwandelt. Ich glaubte zunächst an einen riesigen Wels auf Beutejagd, als ein glitzernder Leib durch die Wasseroberfläche stieß.
Nein, fischig war das Wesen gewiss nicht, welches sich sogleich in natürlicher Pracht, meinem erstaunten Auge bot. Ich hatte noch nie ein schöneres Weib gesehen. Seine Haut war schneeweiß, und so transparent, dass man fast hindurchzublicken vermeinte. Ihr Körper war, wie von den Göttern selbst geformt. Trotz der eisigen Kälte, pulste es feurig heiß durch meine Lenden. …Dass sie überhaupt nicht fror, hätte mich schon warnen müssen…
Ich war wie gebannt, ...konnte einfach nicht wegschauen. In jeder Bewegung lag die pure Magie. Und doch lag auch katzenhafte Drohung darin. Jeder Muskel schien zu tanzen. Es bebte in den langen Schenkeln, es zuckte im prachtvollen Gesäß; jenes Zucken, das ich schon von der Löwin vor dem Sprung kannte. Denn ich war weit gereist, und hatte sogar Afrikonien gesehen...
Aber ich konnte mich noch immer nicht zur Flucht wenden. Wie ein geschliffener Edelstein
funkelte der Nabel ihres flachen Bauches. Grünen Äpfeln gleich, hoben sich die kleinen Brüste über den Rippen. Ihre rosigen Knospen schienen die Kälte gar nicht zu spüren. Denn sie wölbten zart und seidig aus der festen Frucht. Dann spannten sich ihre Schultern, und ihre Stimme schnitt wie eine Sense durch die Nacht:
„He, Sterblicher! Was willst du mit meinem Gewandt? Weißt du denn nicht, dass es den Fleischlichen verboten ist, die Dinge der Anderwelt mit ihren groben Fingern zu berühren? Du hast es beschmutzt, ja gar zerrissen“, schalt mich das zierliche Zauberwesen so zornig, dass seine grünen Augen gefährlich funkelten.
Doch der Zorn machte ihre Züge nur noch schöner. Selbst in größter Wut, schien der herrliche Mund noch zu lächeln. Und wie süß die Flügel der feinen Nase dabei bebten. Geziert strich sie sich die hellroten Strähnen aus der Stirn. Hellrot, wie auch der zarte Flaum ihres Schoßes, der mich so magisch anzog. Mein Horn pulste bei jedem Herzschlag. Die Reithosen wurden eng...
„Was willst du mit deiner Lanze?“ zischte die Fee, während sie mit drohendem Finger darauf deutete.
„Du hast schon mein Kleid zerrissen. Das ist nicht nett, aber ich kann es verzeihen. Denn die Elfen spinnen einen flinken Faden. Die Königin des Waldes aber, wirst du niemals berühren; schon gar nicht mit deinem dicken, plumpen Horn. Denn ich bin schon versprochen...
„Und was geschieht, wenn ich es dennoch versuche?“ …wurde ich keck, und griff nach ihrer zierlichen Gestalt. „Schließlich bin ich ein Räuber, und gewohnt, mir zu nehmen, was ich begehre.“ Schon schnellte meine gierige Hand hervor.
Die Fee aber, wich so geschickt aus, dass ich sie nicht einmal streifen konnte. Nun lachte sie so schellend, dass es mir wie tausend Glöckchen in den Ohren klang. Und dieser Klang war so grell, dass es schmerzte.
„Ein Räuber willst du sein? Eine Fee willst du bespringen? Ein Bock bist du, ein geiler Bock! Und was dem geilen Bock geschieht, du gleich im Wasserspiegel siehst!“
Das Lachen wurde so hell, dass mir tausend Sternchen vor den Augen explodierten.
„Fang mich doch, mein flinker Bock“, lachte die Fee, die inzwischen unterm tosenden Wasserfall tanzte. „Was ist denn, Bock? Kannst du nicht schwimmen?“
Darauf wollte ich mich zornig ins eisige Wasser stĂĽrzen, um mir zu holen, wonach mich verlangte. Denn meine Mannesehre war zerschrammt.
Doch schwankte ich gefährlich, als ich ein Bein vor das andere setzen wollte. Denn ich stolperte über ein drittes. Und ein viertes steckte tief im Uferschlamm fest.
Entsetzt wurde ich gewahr, dass ich vom Bauchnabel abwärts, im Leib eines gewaltigen Ziegenbocks steckte. Doch mein Entsetzen schwoll zur Panik, als mir gewahr wurde, dass ich nicht nur in ihm steckte, sondern ein Teil von ihm war.
„Herrin des kalten Sees“, flehte ich da jämmerlich. „ Bitte gib mir meine wahre Gestalt zurück.“
„Aber das ist doch deine wahre Gestalt!“ …lachte sie mich aus.
„Ein Bock bist du, ein ungehobelter, geiler Bock. Und jede Maid soll deine wahre Gestalt erkennen. Erst wenn du eine Holde findest, die bereit ist, dich zu lieben wie du bist, sollst du von meinem Fluch erlöst sein. Einen ganzen Sommer lang mußt du sie bezaubern. Du mußt ihr Herz erobern, damit ihr Liebeszauber den meinen bricht.“
„Genau so soll es sein“, beschwor die Fee, und war auch schon verschwunden; ...als hätte der Uferschlamm sie verschluckt.
Seither trabe ich durch diesen Wald. Die Launen des Wetters haben mein Fell zerzaust. Jahrhunderte kamen und gingen. Kaum verirrte sich einmal ein einsames Mädchen an diesen Ort. Denn die meisten fürchten den dunklen Wald. Und wenn sich doch einmal eine fand, ergriff sie die Flucht, sobald ich mich zeigte…

„Armer, einsamer Faun“, schmeichelte Rita, während sie ihm die behaarte Brust kraulte. „Ich will es gern versuchen, ...denn du bist so flauschig und warm. Auch wenn du fürchterlich stinkst, und ich dein krummes Bockshorn fürchte.“
„Du bist eine gute Fee. Das habe ich sofort erkannt, als du der feuchten Erdenmutter entschlüpft bist“, schmeichelte der Faun.
Die tiefe Stimme schwang so wohlig brummend durchs böckische Rückrad, dass Ritas Freudenbrunnen über die Ufer trat. Sie fühlte eine gewaltige Zaubermacht in sich aufsteigen, die ihren ganzen Körper mit einem magischen Kribbeln erfüllte.
Geschmeidig lieĂź sie sich ins weiche Gras gleiten. Sie wollte sofort mit der komplizierten Entzauberung des Vierbeinmannes beginnen.

Rita fühlte sich plötzlich ganz leicht. Genau so, als hätte sie sich tatsächlich gerade in eine Fee verwandelt. Unter verführerischen Bewegungen entblößte sie die hübsche Hinteransicht.
Sofort nahm der aufgeregte Faun die Witterung auf. Der Bock in ihm, begann alsgleich zu drängen. Ungeniert fand seine rauhe Zunge ihren salzigen Quell. Schon war sie in die Enge gedrängt. Und dieses Drängen erregte sie, wenngleich sie auch seine Derbheit fürchtete. Aber das erzeugte auch eine geradezu elektrische Spannung.
„Nicht so eilig mein zottliger Freund. Wir sind doch keine Karnickel“, …bremste Rita seinen tierischen Drang. „Auf diese Art, wirst du mich nur verschrecken. Und dann steht es schlecht um die Erlösung“, schnurrte die Blonde, die seine Unbeherrschtheit durchaus genoß. Ihre extravaganten Knospen waren inzwischen zu voller Länge ausgefahren.
„Bedenke, du mußt mich glücklich machen. Liebkose mich, spiele mit mir, und wecke die kleinen Wunder unter meiner empfindlichen Haut. Warum sollte ich sonst wiederkehren, um dich zu erlösen? Bedenke, einen ganzen Sommer lang musst du mich locken, und zum Jauchzen bringen. Doch falle nur über mich her, und sprenge sogleich roh die Tore meines zarten Gartens, wie es die Manier der Räuber ist. Dann bleibst du eben auf ewig ein Faun“...
Mit diesen Worten richtete sie sich auf, und schmeichelte in eindeutiger Manier der alten Eiche, die sie bald mit den langen Beinen umfing, als währe sie ihr hölzerner Liebhaber.
„Habe ich denn nicht einiges mehr zu bieten, als jenen rosig, feuchten Quell?“ Verführerisch rollte sie das wollene Gewand auf, bis der reich verzierte Bauchnabel grinste.
„Verwöhne meinen kleinen Sticker. Dann laß die Zunge langsam aufwärts wandern, auch wenn mein Duft dir noch so spitz in die Nase steigt.“
Zunächst folgte er nur widerstrebend. Doch bald fand er Gefallen am Geschmack ihrer Haut, und den immer aufregenderen Bewegungen des tätowierten Bauches. Forschend fuhren des Fauns Hände unter den Pulli. Warm und weich, lagen die kleinen Brüste in seinen Handflächen. Die Knospen aber, wuchsen ihm bald wie kleine Ziegenzitzen entgegen.
„Ja, und jetzt sauge sie; aber ganz sanft, denn so liebe ich das“, hechelte Rita deutlich erhitzt. „Ja, jetzt darfst du von meinem Schmetterling kosten. Seine Flügel sind schon so feucht und so schwer vom Morgentau, dass er nicht mehr fliegen kann. Und du willst doch, dass er fliegt?“
Die solcherart Verwöhnte bekam schnell einen starken Ast zu fassen. Das versprach sicheren Halt. Ihre Muskeln zuckten bei jedem Zungenschlag.
„Ja, nur weiter, mein haariger Freund. Bringe mich nur zum singen, …dann will ich dich reiten, bis du die Sterne funkeln siehst!“ …hechelte Rita erhitzt.
Die Blonde umfing seine haarigen Lenden mit fordernder Kraft. Und da seine Zunge nicht still stand, öffneten sich die feuchten Flügel ihres Schmetterlings auch schnell wie ein Versprechen. Trotz des frischen Aprilmorgens, stand ihr tosender Körper bald in ekstatischem Schweiß. Über Jahrhunderte gestaute Energie durchflutete ihren aufgewühlten Leib.
Einer brüllenden Löwin gleich, schlug sie ihre scharfen Krallen tief ins Fell des Fauns. Es brach aus ihr hervor, als wolle sie nachholen, was die Fee einst versäumt hatte...

Von jetzt an zog es Rita magnetisch an diesen Ort. Den ganzen Sommer über, besuchte sie ihren geliebten Faun in jeder freien Minute. Bald schon fürchtete sie die Stunde seiner Erlösung. Denn diese animalische Liebeskraft wollte sie nicht mehr missen.
Dann kam der Herbst... Wie gewohnt liebten sie sich im welken Laub, als ein mächtiger Blitz vom Himmel fuhr. Er traf den Faun mitten zwischen die Schulterblätter.
Doch das war kein gewöhnlicher Blitz, denn es war nicht eine Wolke zu sehen. Er tötete den feurigen Liebhaber auch nicht etwa. Nein, es kam viel schlimmer: Vor unserer verdutzten Blondine kämpfte sich gerade ein stinknormaler Durchschnittsmann von fragwürdiger Standkraft auf die Storchenbeine.
Rita war ziemlich enttäuscht. Sie brauchte jetzt dringend ein kühles Bad, um ihr inneres Feuer zu löschen.
Als sie frierend aus den kalten Fluten stieg, waren all ihre Sachen gestohlen. Mit wenigen welken Blättern beklebt, huschte sie von Baum zu Baum. Endlich war sie am Parkplatz angekommen. Doch welch ein Schreck? Das schöne, neue Auto war gestohlen... In der Räuberangelegenheit jedenfalls, hatte der Kerl nicht gelogen…

Zum Glück traf sie bald einen netten Handelsvertreter. Gern unterbrach der Hilfsbereite seine Frühstückspause. Denn eine schöne Nackte klopft nicht jeden Tag ans Wagenfenster. Natürlich fuhr er sie heim, und hörte ihre unglaubliche Geschichte; …ja war sogar voller Verständnis.
Dann behauptete er jedoch, selbst ein verzauberter Frosch zu sein, der sich nichts sehnlicher wünschte, als in seinen Teich zurück zu kehren. Ein winziges Küsschen solle bereits genügen…
Rita glaubte ihm kein Wort. Der Storch sollte ihn holen...

ENDE

__________________
p.Hu.

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