Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
66 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Der Faun
Eingestellt am 15. 05. 2006 07:57


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
nisavi
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2006

Werke: 105
Kommentare: 238
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um nisavi eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil



Der Roggen wächst in ihr Gesicht,
als sie dem Echoschritt entflieht,
schwer atmet unter gelben Brücken.

Nur Schweigen, als die Klauen trunken taumelnd
Wunden schlagen und ein Klagen sich
ins Wurzelwerk verirrt.

Erst mit den Gräsern richtet sie sich auf,
und flicht ihr Licht ins Blumenblau.

__________________
On a poet's lips I slept.
(P.B.Shelley)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um ENachtigall eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Hallo nisavi,

eine grausame Geschichte, die Du hier mit wenigen, so bildreich schönen Worten erzählst - wenn ich sie denn richtig deute.

Gruß

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Bearbeiten/Löschen    


nisavi
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2006

Werke: 105
Kommentare: 238
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um nisavi eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


hallo elke,

ich weiß leider nicht, wie du deutest.

n.

__________________
On a poet's lips I slept.
(P.B.Shelley)

Bearbeiten/Löschen    


ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um ENachtigall eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Deutung

"Sie" flieht vor einem Verfolger (Faun oder Satyr) ins Roggenfeld (Echoschritt), wird von ihm überwältigt und verletzt, bevor sie sich, nach einer Zeit des Ausharrens zwischen den Kornblumen erhebt.

quote:
Nur Schweigen, als die Klauen trunken taumelnd
Wunden schlagen und ein Klagen sich
ins Wurzelwerk verirrt.
Die mißglückte Flucht und das Schweigen, bzw. Klagen erinnern an albtraumartige Szenen, wo auch oft die Sprache versagt. Die mythischen Figuren lassen mich teils an die Skulptur "Satyr jagd eine Nymphe" denken. Entstand das Gedicht in Anlehnung an eine konkrete Geschichte aus der Mythologie?

Gruß

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Bearbeiten/Löschen    


HFleiss
gesperrt
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Jan 2006

Werke: 99
Kommentare: 1313
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Der Faun

Lieber nisavi, wieder eines von deinen wundervollen Gedichten. Ich komm bloß eher auf die Roggenmuhme als auf einen Faun. Wundervoll, wie du den Stabreim einsetzt, und auch die Vokale passen wie die Faust aufs Auge. Diszipliniert gekürzt, besser geht es nicht. Wirklich Klasse.

Lieben Gruß
Hanna

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!