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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Flug des Kibitz
Eingestellt am 31. 03. 2001 16:00


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Michael Klerkx
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Dec 2000

Werke: 24
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Jedes Jahr zur gleichen Zeit
Steh´ ich auf dem Feld, es ist soweit.

So Ende Februar bis Mitte März,
dann fliegt er wieder in mein Herz.

Wie auf Zuruf ist er plötzlich da.
So auch wieder dieses Jahr.

Als wĂĽrde er hinter den Wolken warten,
um endlich seinen Sturzflug zu starten.

Der Bauer, dieser freundliche Mann,
startet seinen Traktor um dann

mit dem Pflug die Erde umzugraben,
so kann sich er sich endlich an Insekten laben.

Nach langem Flug aus SĂĽden, den Magen leer.
braucht er das jetzt umso mehr.

Kaum ist der Magen wieder voll
fliegt er auf und kreist wie Toll.

Er dreht eine Runde nach der ander´n.
Er freut sich, denn hier endet´s wandern.

Und ist er endlich ganz weit oben,
nur ein kleiner Punkt dort droben.

Dann fällt er herunter wie ein Stein
Nein, wie ein Komet fällt mir noch ein.

Oh nein, gleich schlägt er auf die Erde nieder
Doch mit schnellem Bogen steigt er wieder .

Um sich auf Neue herunter zu stĂĽrzen
Als wollte er sein Leben verkĂĽrzen.

Nein, nur eins kann Ihn vom Himmel holen.
Noch sitzt sie auf dem Acker, ganz verstohlen.

Sucht sich aus den besten Flieger
und lockt Ihn auf die Erde nieder.

Mit dem Nachwuchs mĂĽssen Sie sich beeilen.
Stetig mit Wurm zum Neste eilen.

Denn wie sie die Erfahrung lehrt,
der Bauer bald wieder auf den Acker fährt.

Und nähern sich Krähen mit Lust auf Beute.
StĂĽrzt er sich TollkĂĽhn auf die Meute.

Ja, klein fĂĽhle ich mich, an die Erde gebunden,
hab´ich doch denn Traum vom Fliegen gefunden.

Noch immer hab´ich gegen die Schwerkraft verloren.
Nicht der Kibitz, er ist im Wind geboren.

Seht Ihm zu, wenn Ihr auf den Acker geht.
Ich weiĂź das Ihr mich dann versteht.


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Sansibar
Guest
Registriert: Not Yet

Flug

guten Morgen Michael

wenn man mit offenen Augen und noch wichtiger, mit offenem Herzen durchs Leben geht, sieht man viele, viele Wunder.
Ich wurde so erzogen,auf Pflanzen, Tiere, Steine zu achten, sie zu beachten und sie zu schätzen. Ehrfurcht nennt man das altmodisch. Wir vernachlässigen so oft die Natur und gehen achtlos mit ihr um, als gäbe es bei Aldi demnächst eine neue Welt zu kaufen.Wir alle können etwas dagegen tun
meint Sansibar aus Sabsibar

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Michael Klerkx
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Dec 2000

Werke: 24
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Offene Augen,offene Herzen

Hallo Sansibar

Oh wie Recht du hast.
Es tut mir wirklich gut wenn ich feststelle das auch andere
mit offenen Augen und offenen Herzen durch´s Leben gehen.
Die Leselupe ist ein gutes Forum um solche "Augen"blicke
weiterzugeben und ich hoffe es ist mir gelungen dich Neugierig auf den Kibitz zu machen.
Wenn du es nicht schon längst mal getan hast, geh´doch mal
auf einen Acker und suche Ihn.
Er hat weiĂźes Gefieder mit breiten ,schwarzen FlĂĽgelenden
und wenn er landet sieht man sein Häubchen.

So, jetzt werde ich mal intensiv in deinen Werken stöbern,
mal sehen ich noch andere "Augen"blicke finde.


lb GruĂź Michael

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